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Die Sternenfrau | Meditation & Märchen Zum Einschlafen

by Alexandra Matthes

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Meditation
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Info: Diese Folge stammt aus meinem Podcast "Die Märchentante | Was schönes zum Einschlafen." Meditative Einschlaf-Entspannung und eine Geschichte von Alexandra Matthes. "Auch Du kannst leuchten wie die Sterne." Das flüstert die Sternenfrau einer alten Frau zu, in einer klaren Nacht am Rand des Waldes. Was in der Geschichte passiert: Am Rand eines stillen Waldes liegt ein kleines Dorf, in dem die Menschen ihre Träume nach und nach beiseitegelegt haben. In einer klaren Nacht begegnet die älteste Frau des Dorfes der geheimnisvollen Sternenfrau, und etwas, das lange verborgen lag, beginnt sich zu regen: Sehnsüchte, Talente, Mut und das Licht, das in jedem Menschen leuchtet. Nach und nach lädt die alte Frau ihre Nachbarn ein, wieder auf das zu vertrauen, was sie einst erfüllt hat. Werden die Menschen bereit sein, ihrem inneren Licht zu folgen?

Transkription

Die Sternenfrau meditative Einschlafentspannung.

Und eine Gute-Nacht-Geschichte von Alexandra Mattes.

Herzlich willkommen zu dieser besonderen Folge.

Heute hört ihr noch einmal Die Sternenfrau,

Eine meiner ersten selbstgeschriebenen Geschichten.

Diese ist von einem schwedischen Märchen inspiriert und ursprünglich als Folge 198 erschienen.

Für diese Gute-Nacht-Geschichte hatte ich damals besonders viele nette Rückmeldungen bekommen.

Deshalb habe ich mich entschieden,

Sie noch einmal mit euch zu teilen.

Mein Partner Helga hat die Folge neu gemastert.

Und ihr neue Klänge verliehen.

Ich wünsche euch nun eine entspannte Abendroutine und eine gute Nacht mit schönen Träumen.

Bevor wir in das Märchen eintauchen,

Nehme ich dich wieder mit in eine entspannende Abendmeditation.

Also leg dich bequem hin,

Rüttel und räkel dich zurecht.

Und nimm ein paar tiefe,

Bewusste und wertvolle Atemzüge.

Vielleicht magst du dich noch einmal recken und strecken.

Die Finger und Zehen bewegen.

Und dann?

Lass los!

Dass sie Ruhe einkehren.

Und schließe,

Wenn nicht schon getan.

Deine Augen.

Komm an!

In deinem Bett.

An diesem Abend.

Spüre dich.

Bis zum nächsten Mal.

Auf deine Matratze.

Und mit jedem Atemzug.

Immer entspannter.

Und entspannter bist.

Immer mehr loslässt.

Dies ist deine Zeit.

Dein Ort der Ruhe Hier und jetzt.

Darf es einmal nur um dich gehen.

Alles ist getan.

Alles darf jetzt ruhen.

Beobachte für ein paar Momente deinen Atem.

Ihr ganz natürlich.

Ein- und ausströmt.

Spüre deinen Atem ruhig kommen und gehen.

Ein und aus.

Spüre wie dein Atem.

Deinen Oberkörper und deinen Bauch.

Sanft bewegt.

Und senk.

Und stelle dir vor,

Wie du mit jedem Ausatmen ein wenig tiefer.

In deine wohlige Entspannung.

Hineinsinkst.

Du bist gehalten.

Behütet.

Tragen.

Es ist alles da.

Ich lade dich ein.

Deinen heutigen Tag.

Noch einmal in Bildern an dir vorbeiziehen zu lassen.

Gleich,

Wenn ich es sage.

Lasse deinen persönlichen Film des Tages.

Vor deinem inneren Auge erscheinen.

Momente.

Begegnungen.

Erlebnisse.

Nimm diese wahr,

Ohne zu bewerten.

Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit.

Schau einfach mal.

Welche Bilder auftauchen?

Und beobachte.

Jaxx.

Eine Minute.

Für deine Bilder des heutigen Tages.

Zeit für Dankbarkeit.

Lasse dir drei Dinge in den Sinn kommen.

Für die du heute dankbar bist.

Sei's ein Lächeln,

Ein gutes Gespräch.

Ein Sonnenstrahl auf deine Haut.

Wofür bist du heute dankbar?

Dann spüre.

Wie dein Körper immer schwerer und angenehmer in die Matratze sinkt.

Deine Gesichtszüge entspannen sich.

Eine Sterne.

Ganz weich.

Dein Kieferlocker.

Dein Nacken entspannt.

Lass es so sein,

Als würde eine seidene Decke der Entspannung.

Sich über dir ausbreiten.

Dein Körper.

Ist auf Gesundheit und Wohlsein programmiert.

Und jede Zelle in deinem Körper.

Weiß ganz genau,

Was zu tun ist.

In den Momenten der Ruhe.

Finden Entwicklung.

Und Heilung statt.

Alles darf sich jetzt.

Und gleich während du schläfst zu deinem Wohl.

Und zu deinem Besten entfalten.

Dein Geist darf loslassen.

Und auf eine sanfte Reise gehen.

Stelle dir vor.

Wieder auf einer sanften weißen Wolke.

Langsam davon schwebst.

Leicht wie Sternenstaub.

Sicher getragen und gehalten.

Die Welt unter dir wird kleiner.

Eine wohlig-gemütliche Reise darf beginnen.

Während ich dir.

Eine kleine Geschichte erzähle.

Und ich verrate dir jetzt schon.

Dass die Geschichte gut ausgehen wird.

Du kannst also jederzeit.

Einfach einschlafen.

Gemütlich.

Geborgen.

Angenehm schwer!

Angenehm.

Entspannt.

In einer Zeit.

In der die Sterne noch leuchtender?

Und die Nächte voller Magie waren.

Lebte eine Frau.

Die nicht von dieser Welt zu sein schien.

Manche sagten,

Sie sei eine Tochter des Nordwindes.

Andere flüsterten.

Sie sei eine alte Göttin.

Die über die Menschen wachte.

Die Alten nannten sie die Sternenfrau.

Der Nähe her.

Glänzte silbern.

Und ihre Augen funkelten wie der Nachthimmel.

Ihr helles Gewand schimmerte wie Mondlicht.

Das sich auf ruhigem Wasser spiegelte.

Und überall,

Wo sie entlangging.

Hinterließ sie eine Spur aus glitzerndem Staub.

Es wären Sterne vom Himmel gefallen.

Doch lange,

Lange.

Hatte sie niemand mehr zu Gesicht bekommen.

Und zu.

War sie in Vergessenheit geraten.

Weit oben auf den Hügeln.

An der Grenze zu einem dichten Wald.

Lag ein kleines Dorf.

Die Menschen hier waren es seit Generationen gewohnt.

Im Einklang mit den Zyklen der Natur zu leben.

Sie wussten,

Wann welche Kräuter und Früchte des Waldes zu sammeln waren.

Legten sich Vorräte für den Winter an.

Und versorgen sich und ihr Vieh gewissenhaft.

Ihr Leben war einfach.

Aber er füttert.

Von der Gemeinschaft.

In der niemand hungrig blieb.

Und jede Hand nach Kräften half.

Doch mit den Jahren hatten sich Sorgen und Wünsche verschoben.

Die Felder sollten mehr Ertrag bringen.

Das Vieh sollte stärker sein.

Und die Kinder sollten sicherer in die Zukunft gehen können.

Die meisten Dorfbewohner.

Hatten irgendwann ihre Träume beiseitegelegt.

Um den harten Pflichten nachzukommen.

Sie sprach nur noch selten.

Von den funkelnden Sternen am Himmel.

Denn wer hatte schon Zeit?

Nachts lange zu verharren?

Und sie zu betrachten.

So wurde hauptsächlich über die beschwerlichen Dinge des Lebens gesprochen.

Eines Nachts jedoch.

Als der Frühling nahte.

Und der Mond über die Berge stieg.

Erwachte die älteste Frau im Dorf.

Irgendetwas.

Vor ihrem Fenster regte sich.

Leise schlüpfte die Alte in ihre warmen Pantoffeln.

Und trat ans Fenster.

Dort sah sie etwas Silbernes.

Das am Waldrand schwebte.

Sie ist wieder da.

Hauchte sie.

Als sich ihre Augen an das Mondlicht gewöhnten.

Tief atmete sie ein und aus.

Und lauschte.

Es war die Sternenfrau.

Die langsam aus dem Wald kam und näher trat.

Ein leises Klingen.

Begleitete ihre Schritte.

Die Alte warf sich eine wärmende Wolldecke über die Schultern.

Und öffnete vorsichtig das Fenster.

Warum bist du hier?

Fragte die Greisen.

Weil ihr vergessen habt?

In die Sterne zu schauen.

Ich komme,

Um euch an eure Wünsche und Talente zu erinnern.

Erwiderte die glitzernde Gestalt.

Einst?

Habt ihr unter dem weiten Himmel gestanden?

Euch die Sterne angeschaut.

Und euch etwas gewünscht.

Mit der Zeit aber.

Habt ihr die Sterne vergessen?

Und ihr habt auch vergessen,

Dass ihr selbst leuchten könnt.

Genau wie die Sterne über euch.

Du bist die Älteste und Weiseste im Dorf.

Erinnere deine Gemeinschaft daran,

Wieder in die Sterne zu blicken und ihren Glanz zu verbreiten.

Die Augen der Alten füllten sich mit Tränen.

Denn irgendwo tief in ihrem Inneren spürte sie die Wahrheit dieser Worte.

Ich habe so viel verloren im Laufe meiner Jahre.

Doch ich weiß noch,

Wie wir einst sangen.

Die wir tanzten.

Und uns in stillen Momenten etwas wünschen.

Ich bin alt und schwach.

Woher soll ich die Kraft nehmen,

Die anderen daran zu erinnern?

Die Sternenfrau nahm hauchzart die Hand der kreisenden Ihre.

Dann sagte sie.

Die Kraft.

Kommt aus deinem Herzen.

Erinnere dich.

Und bring die Sterne und Wünsche zurück in ein Dorf.

Mit einem letzten silbrigen Funkeln verschwand die Gestalt im Dunst des nächtlichen Waldes.

Die Alte blickte ihr nach.

Dann schloss sie das Fenster.

Und wischte sich die Augen.

In ihrem Herzen wusste sie,

Dass ein wichtiger Moment gekommen war.

Wie sollte sie es angehen?

Am nächsten Morgen ging die Alte mit ihrem Stock durch das Dorf.

Die Morgensonne stieg eben hinter den Hügeln empor.

Und die Leute waren bereits rege auf den Beinen.

Einige trugen Körbe voll Kräuter.

Andere fütterten die Tiere.

Viele andere beschäftigten sich mit Reparaturen.

Oder holten Wasser aus dem Brunnen.

Überall sah die Alte hängende Schultern und ernste Minen.

Man redete über die anstehende Arbeit.

Über das brüchige Dach.

Über den kalten Frühling,

Der die Saat gefährden konnte.

Doch niemand?

Sprach von Hoffnung oder Träumen.

Gunnar,

Einst ein begabter Erzähler.

Schüttelte nur den Kopf,

Als die Alte ihm von der Sternenfrau berichtete.

Annika,

Die früher herrlich sang.

Hörte der Alten kaum zu.

Während sie ihre Kinder versorgte.

Olaf,

Der Holzschnitzer.

Hatte sein Schnitzwerkzeug längst beiseite gelegt und beschäftigte sich nur noch mit Reparaturen für andere.

Sie alle waren so in den Alltag vertieft,

Dass sie an ihre verlorenen Wünsche und Talente nicht mehr dachten.

Doch die Alte ließ nicht locker.

Am folgenden Abend rief sie alle zum Dorfplatz.

Bringt etwas zu essen mit.

Wir wollen miteinander sprechen.

Niemand wusste recht,

Was sie im Sinn hatte.

Aber aus Respekt folgten sie ihrer Einladung.

Als die Dämmerung hereinbrach.

Entzündeten sie ein Feuer.

Und um das Feuer herum stellten sie Bänke auf.

Die Luft war kühl.

Doch im Feuerschein wirkten die müden Gesichter weicher.

Die Alte trat vor.

Einst habt ihr die Nacht bestaunt.

Habt gesungen und euch Geschichten erzählt.

Nun aber redet ihr nur noch von Pflichten.

Ich sah gestern Nacht die Sternenfrau.

Sie kam,

Um uns daran zu erinnern,

Dass wir selbst wie Sterne leuchten können.

Wenn wir uns auf unsere Wünsche und Sehnsüchte besinnen.

Ein Raunen ging durch die Rhein.

Manche lächelten spöttisch.

Andere heuchten auf.

Guna blickte zum Abendhimmel.

Als suche er nach verlorenen Worten.

Annika.

Strich unbewusst über ihre Kehle.

Als spüre sie eine alte Melodie.

Olaf?

Und tastete nach dem Griff seines Schnitzmessers.

Schaut heute Nacht in den Himmel.

Bat die Alte.

Spürt!

Wie groß das Firmament ist.

Wird die Demut,

Die Unwichtigkeit eurer Sorgen.

Und spürt,

Dass ihr Teil des großen Universums seid.

Vielleicht kehrt dann euer Glanz und Mut zurück.

Die Menschen blieben.

Und richteten ihren Blick nach oben.

Die Sterne funkelten so klar.

Dass einige den Atem anhielten.

Wann haben wir das zum letzten Mal getan?

Flüsterte jemand.

Andere.

Fanden keine Worte.

Spürten nur,

Wie eine innere Tür aufsprang.

Manche hüllten sich in Decken und blieben wortlos sitzen,

Bis der Mond hoch am Himmel stand.

In dieser Nacht.

Schliefen alle tief und fest.

Sie träumten von der Erfüllung ihrer Wünsche.

Von innerem Glück.

Freude und Frieden.

Am nächsten Morgen erwachten viele mit einem neuen Gefühl.

Setzte sich an seinen alten Tisch und begann zu schreiben.

Und er schrieb und schrieb,

Als würde etwas längst Verschüttetes aus ihm herausströmen.

Annika.

Sang leise.

Während sie Brot backte.

Und mit ihren Kindern spielte.

Und der Klang ihrer schönen Stimme.

Erfüllte die Hütte.

Mit einer warmen Harmonie und Zuversicht.

Olaf nahm ein Stück Holz zur Hand.

Dass er schon ewig aufgehoben hatte.

Er kramte seine alten Schnitzwerkzeuge heraus.

Und gab dem totgeglaubten Holz eine Gestalt,

Die es zum Leben erwecken ließ.

Das Dorf blieb nicht plötzlich frei von Mühsal.

Die Felder mussten weiterhin bestellt werden,

Die Tiere versorgt,

Die Dächer ausgebessert.

Aber wer jetzt erschöpft war?

Senkte nicht mehr mürrisch den Kopf?

Sondern hob manchmal auch den Blick zu den Sternen.

Denk an deine alten Träume.

Sagte die Alte.

Wenn jemand verzweifelte.

Als sie ein paar Tage später in Olafs Werkstatt kam,

Sah sie eine wunderbar geschnitzte Figur eines Vogels.

Sie lächelte.

Du lässt ihn fliegen.

Olaf nickte stumm.

Erfüllt.

Von ungewohnter Freude.

Einige Tage später.

Als die Alte vor ihrem Haus saß,

Färbte die Dämmerung den Himmel rosa.

Und ein leichter Windstrich über die Felder.

Im Schatten der Bäume?

Nahm sie die Silhouette der Sternenfrau wahr.

Die Alte stand auf und ging ihr entgegen.

Ihr Herz klopfte.

Sie beginnen wieder zu träumen.

Sagte sie leise.

Doch es ist nicht leicht,

Sie im Alltagsgeschäft an ihre Wünsche zu erinnern.

Die Sternenfrau lächelte.

Die Sterne leuchten unermüdlich.

Aber Menschen sehen sie manchmal nicht.

Du hast ihnen die Augen geöffnet.

Mehr war nicht nötig.

Nun liegt es an jedem Einzelnen,

Sein eigenes Licht zu pflegen und zu verbreiten.

Sie verabschiedeten sich voneinander.

Und während die Sternenfrau in Richtung Waldrand schwebte,

Schienes.

Als löse sie sich in den nächtlichen Schatten auf.

Die Alte spürte.

Wie Wärme sie sanft durchströmte.

Sie wusste,

Dass das Dorf sich verändert hatte.

Annika sang wieder.

Gunnar erzählte Geschichten am Feuer.

Olaf schnitzte Figuren,

Die die Menschen zum Staunen brachten.

Abends sammelten sich manche Dorfbewohner in kleinen Gruppen zusammen.

Um still den Himmel zu betrachten.

Irgendwann raunte einer.

Vielleicht sollte ich das Weben wieder aufnehmen.

Das habe ich als Kind sehr geliebt.

Ein anderer meinte.

Ich könnte ein Instrument bauen.

So wuchsen Ideen und die Gemeinschaften.

Und das Dorf wurde ein Ort.

An dem man sich gegenseitig ermutigte.

Talente,

Die lange geschlummert hatten.

Fanden Ausdruck.

Die Gemeinschaft.

Wuchs enger zusammen als je zuvor.

Inmitten der Arbeit des Alltags blühte eine Freude,

Die so leicht war wie Sternenstaub.

Und die Alte lebte noch ein langes,

Zufriedenes Leben.

Wenn sie nicht gestorben ist.

So lebt sie auch heute noch.

Und dir?

Wünsche ich eine gute Nacht.

Einen tiefen und erholsamen Schlaf.

Und schöne Träume.

© 2026 Alexandra Matthes. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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