
Aladdin | Meditation & Märchen zum Einschlafen
Diese Folge beginnt mit einer geführten Meditation zum Reflektieren, Loslassen und für innere Ruhe. Danach erzähle ich Dir ein Märchen aus 1001 Nacht: Aladdin und die Wunderlampe, in einer neuen Version von mir. Was im Märchen passiert: Der junge, mittellose Aladdin gerät in die Intrige eines angeblichen Verwandten, der ihn für seine eigenen Zwecke benutzt. In der Tiefe einer verborgenen Höhle findet Aladdin auf eine Lampe, die sein Schicksal grundlegend verändert. Ich habe das Märchen ein wenig abgewandelt, Du kannst sicher sein: Zum Schluß wird alles gut! Du kannst also jederzeit beruhigt einschlafen. Start Märchen: 07:40 Ich wünsche Dir eine gute Nacht und schöne Träume.
Transkription
Aladdin und die Wunderlampe,
Entspannende Abendmeditation und ein Märchen aus Tausend und einer Nacht.
Mach es dir in deinem Bett gemütlich und nimm zwei,
Drei tiefe und erfüllende Atemzüge.
Wenn du willst,
Dann kannst du dich natürlich auch recken und strecken und dir die Bewegungen schenken,
Die dir gerade gut tun.
Vielleicht überkommt dich auch ein Gähnen oder ein tiefer,
Entspannender Seufzer.
Wenn du dann soweit bist,
Dann werde ganz still und schließe,
Wenn nicht schon getan,
Deine Augen.
Komm an.
Jetzt,
Am Ende dieses einmaligen Tages.
Und hier,
In deinem Bett,
Stelle dir vor,
Wie du immer tiefer in die Matratze sinkst.
Ganz schwer und gemütlich,
Ganz entspannt.
Beobachte den sanften Fluss deines Atems,
Der ganz natürlich ein- und ausströmt.
Und lass alle womöglich noch vorhandene Anspannung mit dem Ausatmen los.
Lass.
Los.
Ich lade dich ein,
Gleich wenn ich es sage,
Deinen Tag nochmal in Bildern vor deinem inneren Auge vorbeiziehen zu lassen.
Wie einen Film,
In dem du die Hauptrolle spielst.
Was ist heute so passiert,
Was hast du erlebt?
Schau mal,
Welche Bilder sich dir zeigen.
Hab jetzt eine Minute für deine Bilder des heutigen Tages.
Und nun sammel nochmal mindestens drei Dinge zusammen,
Für die du heute besonders dankbar bist.
Es können vermeintliche Kleinigkeiten sein,
Wie ein Essen,
Das dir geschmeckt hat.
Ein schöner Anblick,
Eine nette Begegnung.
Nimm nochmal einen bewussten Atemzug ein und aus.
Vielleicht spürst du schon,
Wie du immer schläfriger,
Immer müder wirst.
Der Tag ist vorbei und es gibt jetzt nichts mehr zu tun,
Als einfach nur zu entspannen.
Gemütlich schwer,
Angenehm entspannt.
Und während du so ruhst und langsam vielleicht schon davon driftest,
Können die wertvollen Regenerationsprozesse in dir stattfinden.
Alles,
Was vielleicht am Tag ein wenig aus der Balance gekommen ist,
Kann nun wieder in die für dich genau richtige Ordnung gebracht werden,
Damit du morgen voller Kraft und ausgeschlafen deinen Tag beginnen kannst.
Jetzt aber darfst du ruhen und ich nehme dich mit ins Land von tausend und einer Nacht.
Und du darfst ganz sicher und geborgen beobachten und belauschen,
Was dort so vor sich geht.
In einem fernen Land,
Dort,
Wo die Winde nach Gewürzen duften und der Himmel so blau ist,
Dass er wie ein endloses Meer erscheint,
Lebte einst ein junger Mann namens Aladin.
Er war nicht von hohem Stand,
Sondern ein einfacher Junge,
Aus den engen Gassen der Stadt,
Deren Häuser aus goldgelbem Sandstein erbaut waren.
Sein Vater,
Ein ehrlicher Schneider,
War früh gestorben und seine Mutter verdiente ihren kargen Lohn mit Nadel und Faden.
Aladin aber war ungestüm,
Ein Träumer,
Ein Junge,
Dessen Herz nach Abenteuern und Reichtümern schlug,
Die jenseits des für ihn Möglichen lagen.
Eines Tages begegnete ihm ein fremder Mann,
Dessen Gewand aus tiefgrüner Seide war und dessen Augen in einer Farbe von geschmolzenen Bernstein leuchteten.
»Bist du Aladin,
Der Sohn des verstorbenen Mustafa?
«,
Fragte der Fremde.
»Ja,
Herr«,
Erwiderte Aladin zögernd.
»Doch,
Woher kennt Ihr meine Namen?
« Der Mann lächelte geheimnisvoll.
»Ich bin dein Onkel,
Der Bruder deines Vaters.
Ich kehre von einer langen Reise zurück und möchte dir zu Glück und Wohlstand verhelfen.
« Aladin wusste nicht,
Dass der Fremde kein Onkel war,
Sondern ein Zauberer aus der fernen Wüste.
Dieser Mann hatte von einer geheimnisvollen Lampe erfahren,
Die in einer verborgenen Höhle lag,
Und er brauchte nun einen Jungen wie Aladin,
Um sie zu bergen.
So machte sich denn Aladin mit dem vermeintlichen Onkel auf den Weg.
Sie wanderten durch karge Landschaften,
Über dornige Felder und sandige Dünen,
Bis sie in eine Landschaft mit groben Felsen kamen.
Der Zauberer murmelte einige Worte,
Berührte einen den Felsen mit seinem Ring und plötzlich tat sich ein Felsspalt auf.
»Klettere hinein,
Mein Junge«,
Sagte der Zauberer,
»und fürchte dich nicht.
Bist du erst drinnen,
So findest du Gärten aus Edelsteinen,
Bäume,
Deren Früchte aus reinem Gold bestehen.
Aber suche nicht nach diesen Schätzen,
Sondern suche nach einer alten,
Unscheinbaren Lampe und reiche mir diese hinaus.
« Aladin kletterte vorsichtig in die Höhle hinein.
Überall glitzerten funkelnde Edelsteine.
Riesige Saphire und Rubine lagen verstreut wie Kieselsteine auf dem Boden.
Doch Aladin achtete nicht darauf.
Er suchte und er fand die Lampe,
Die staubig und unscheinbar am Rand der Höhle lag.
Er nahm sie an sich.
Als er zurückkehren wollte,
Spürte er,
Wie die stickige Luft und die Dunkelheit sich um ihn legten wie eine schwere Decke und ihn verließen die Kräfte.
»Reich mir die Lampe«,
Rief der Zauberer von draußen.
Er sank zusammen und schaffte es gerade noch,
Eine Hand aus der Höhlenöffnung zu strecken.
»Helft mir hinaus«,
Bat Aladin.
»Reich mir die Lampe«,
Rief der Zauberer von draußen,
Denn er wollte nur die Lampe.
Als der Junge sich weigerte,
Wurde das Gesicht des Magiers kalt wie Stein und mit einem donnernden Schlag schloss sich die Höhle.
Aladin war gefangen.
In der Dunkelheit tastete er nach einem Ausweg.
Dabei strichen seine Finger über die Lampe.
Kaum hatte er sie so berührt,
Als ein goldener Rauch aus ihr Empor stieg.
Sich drehte und wirbelte,
Bis sich der Rauch zu einer riesigen Gestalt formte.
»Was wünschst du,
Mein Herr«,
Brönte eine Stimme,
So tief,
Dass die Wände der Höhle bebten.
Aladin wich erschrocken zurück.
»Wer,
Wer bist du?
« »Ich bin Djinn,
Der Geist der Lampe und der Diener ihres Besitzers.
Sprich und dein Wunsch sei mir Befehl.
« Aladins Herz pochte wild.
»Bring mich nach Hause!
« Kaum waren diese Worte gesprochen,
Spürte Aladin,
Wie der Boden unter seinen Füßen nachgab.
Ein Wind erfasste ihn und mit einem wimpernden Schlag fand er sich in seiner bescheidenen Stube wieder.
Die Lampe fest in seinen Händen.
Von diesem Tag an war Aladins Leben nicht mehr das gleiche.
Djinn erfühlte ihm jeden Wunsch.
Gold,
Gewänder aus feiner Seide und was immer Aladin in den Sinn kam.
Bald war er nicht mehr der mittellose Junge,
Sondern ein reicher,
Angesehener Mann,
Über den die ganze Stadt tuschelte.
Eines Tages,
Als Aladin über den bunten Marktplatz spazierte,
Erblickte er die schöne Prinzessin,
Die Tochter des Sultans.
Deren Augen wie die Sterne in der Wüstennacht funkelten.
Sein Herz brannte nach ihr und die Prinzessin erwiderte seine Liebe.
Mithilfe des Djinns schickte er dem Sultan Geschenke aus Gold und Edelsteinen und bat um ihre Hand.
Der Sultan,
Geschmeichelt vom Reichtum Aladins,
Willigte ein.
So wurde eine Hochzeit gefeiert,
Die tagelang in den Gassen der Stadt widerhallte.
Aladin und die Prinzessin liebten sich von ganzem Herzen.
Sie lebten glücklich in einem Palast,
Dessen Türme aus purem Silber waren und dessen Garten in der Nacht duftete wie das Paradies selbst.
Doch das Glück zog auch Neider an.
Der Zauberer,
Der geglaubt hatte,
Aladin sei in der Höhle umgekommen,
Hörte von seinem Aufstieg.
In der Verkleidung eines alten Händlers schlich er sich in die Stadt und rief durch die Straßen Alte Lampen gegen Neue!
Die gutherzige und arglose Prinzessin tauschte Aladins alte Lampe gegen eine funkelnde neue ein.
Kaum hatte der Zauberer die alte Lampe in seinen Händen,
Rief er Djinn,
Den Geist der Lampe,
Herbei.
Bringe diesen Palast mitsamt der Prinzessin in mein Reich!
Als Aladin nach Hause kam,
War da Leere.
Der Palast war verschwunden,
Die Prinzessin fort.
Sein Herz war schwer wie Stein.
Doch er war klug.
Mit Hilfe seiner alten Freunde,
Mit denen er immer gut geblieben war,
Fand er schließlich den Palast des Zauberers und schlich sich zu seiner Frau,
Der Prinzessin.
Hör mich an,
Flüsterte er ihr in der Nacht zu.
Gib dem Zauberer diesen Schlaftrunk,
Und wenn er einschläft,
Nimm die alte Lampe an dich.
Und die Prinzessin tat,
Wie ihr geheißen.
Als der Zauberer in tiefem Schlaf lag,
Stahl sie ihm die Lampe und brachte sie zu Aladin,
Der sich in der Nähe des Palastes versteckt hielt.
Sie fassten sich an den Händen,
Während Aladin an der Lampe rieb.
Trage uns heim,
Rief Aladin.
Und Jinn erfüllte ihm diesen Wunsch.
Eines Abends hielt Aladin die Lampe in den Händen und sah den Jinn mit warmen Blick an.
Du hast mir alles gegeben,
Was ich mir wünsche.
Nun sollst auch du für immer frei sein.
Ein leuchtender Schimmer umhüllte den Jinn.
Und mit einem dankbaren Lächeln verschwand er in den Himmel.
Von da an lebten Aladin und seine Prinzessin in Frieden.
Und nie wieder wagte es jemand,
Das Glück ihrer Herzen zu stören.
Wenige Jahre darauf starb der Sultan in hohem Alter.
Und da er keine männlichen Nachkommen hinterließ,
Folgte ihm die Prinzessin auf den Throne und teilte ihre Herrschaft mit Aladin.
Sie regierten viele Jahre hindurch und ihre Untertanen nannten diese glücklichen Jahre das goldene Zeitalter.
Und wenn sie nicht gestorben sind,
So leben sie auch heute noch.
Ich wünsche dir eine gute Nacht,
Einen tiefen und erholsamen Schlaf und schöne Träume.
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