
Mindful Bites: Dein schädlicher Umgang mit Emotionen
Von den einen wollen wir möglichst viel, von den anderen am besten überhaupt nichts. Die Rede ist von positiven und negativen Emotionen. In dieser Folge von Mindful Bites spreche ich darüber, warum dein Umgang mit ihnen so schädlich für dein ganzes Leben ist. Und was du ändern musst.
Transkription
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von MindfulManage.
Ich bin Dani und ich bin die Gründerin von Evakuera und ich arbeite mit Achtsamkeit und Meditation und Mentaltechniken und was ich machen möchte,
Ist ich möchte dein Leben positiv damit verändern.
Ich möchte,
Dass du rauskommst aus diesem Kreislauf,
In dem wir uns befinden,
Wenn wir unser Leben auf Autopilot leben,
Also unbewusst leben und ein achtsames Leben stattdessen führen,
Ein bewusstes Leben,
In dem einfach die Zügel wieder in unserer Hand liegen und wir selbst am Steuer sitzen.
Am Wochenende,
Also am nächsten Sonntag,
Am 10.
05.
2020 wird es sein,
Werde ich zwischen 12 und 14 Uhr einen Workshop veranstalten,
Ein Online-Seminar und es geht um das so,
So,
So,
So wichtige Thema,
Dein inneres Kind oder die inneren Kinder in dir und wie wir diese heilen können und wie wir denen die Möglichkeit verschaffen können,
Erwachsen zu werden.
Denn diese inneren Kinder sind Persönlichkeitsmerkmale in dir,
Die einfach nicht erwachsen werden konnten.
Die haben wir in unserer Kindheit in uns entwickelt und seitdem sitzen sie dort und drücken ganz unbewusst auf ihre Knöpfe.
Ich werde dir auch nochmal dazu den Link in die Show Notes reinpacken.
Die heutige Folge ist eine neue Folge von Mindful Bites und ich möchte gerne über das Thema Gefühle reden.
Und ich denke,
Es ist so,
So wichtig,
Dass wir das tun,
Weil,
Das sehe ich in meinem Umgang mit meinen Klienten,
Dass viele von uns absolut einen schwierigen bis sehr herausfordernden Umgang mit ihren eigenen Gefühlen haben.
Und was ich damit meine ist,
Dass viele von uns,
Die allermeisten von uns,
Einfach nicht gelernt haben,
In ihrer Kindheit,
Wie sie mit ihren eigenen Gefühlen,
Emotionen umgehen sollen und können,
Einen heilsamen Umgang mit ihren Emotionen.
Denn wie wir alle leben,
Wenn unser Leben auf Autopilot ist,
Ist,
Dass wir möglichst viel von den positiven Emotionen haben wollen und die negativen irgendwie abspalten,
Also wegschieben,
Uns von denen wegdrehen.
Wir wissen einfach nicht,
Wie wir mit denen umgehen sollen.
Das schwierige dabei ist allerdings,
Dass beide Seiten,
Positiv wie negativ,
Zu unserem Leben mit dazu gehören.
Und wir können nicht die negativen Gefühle einfach abspalten,
Also uns sagen wir mal,
Uns betäuben für diese,
Ohne dass wir es nicht gleichzeitig auch für die positiven machen.
Wie sind viele von uns groß geworden?
Wir haben zum einen Eltern gehabt,
Die selbst keine guten Vorbilder darin waren,
Mit negativen Gefühlen umzugehen.
Und zum anderen haben wir Eltern gehabt,
Die allermeisten von uns,
Die mit unseren negativen Emotionen auch nicht umgehen konnten.
Sei es zum Beispiel Wut oder sowieso kindliche Aggression,
Die überhaupt nichts zu tun hat mit der Erwachsenenaggression oder meinetwegen auch Jugendlichenaggression,
Die wir ja durchaus auch kennen und zu der wir ja neigen,
Dass wir diese verurteilen.
Eine kindliche Aggression ist was ganz anderes.
Und trotzdem verurteilen wir sie,
Sanktionieren diese vielleicht sogar.
Wir wollen nicht,
Dass unsere Kinder wütend sind.
Wir reagieren mit Wut auf die Wut unserer Kinder.
Wir wollen auch nicht,
Dass unsere Kinder nicht dankbar sind.
Also trichtern wir ihnen ein,
Dankbar zu sein,
Brav Danke zu sagen,
Ohne aber wirklich das Gefühl der Dankbarkeit in ihnen zu kultivieren,
Dass sie das auch wirklich empfinden können.
Wir wollen nicht,
Dass unsere Kinder neidisch sind.
Wir wollen nicht,
Dass unsere Kinder eifersüchtig sind.
Wir wollen nicht,
Dass unsere Kinder egoistische Züge an sich haben.
Nein,
Wir wollen,
Dass unsere Kinder gut funktionieren.
Und so sind wir groß geworden,
Die allermeisten von uns,
Sag ich nochmal,
Und haben somit den Zugang zu unseren negativen Gefühlen verloren bzw.
Nie gelernt mit ihnen umzugehen.
Und stattdessen spalten wir sie ab.
Nein,
Wir wollen nicht eifersüchtig sein.
Oder nein,
Wir wollen nicht aggressiv sein.
Oder nein,
Wir wollen niemanden wirklich um etwas beneiden.
Doch wenn wir jetzt mal alle wirklich in uns hineinschauen,
Sehen wir,
Dass wir diese Anteile in uns drin haben.
Und die Art und Weise,
Wie wir mit ihnen umgehen,
Also sie wegschieben,
Übt einen großen Schaden auf uns aus.
Genauso betrifft es auch ein Gefühl von Unsicherheit.
Oder ein Gefühl von Angst,
Etwas zu verlieren,
Also Verlustangst.
Oder auch das Gefühl,
Dass wir eben nicht genug sind.
Das Gefühl,
Dass wir nichts wert sind.
All das sind Emotionen,
Die sind tief in uns drin.
Und die drücken dort auf unsere Knöpfe und lassen uns fühlen und daraufhin handeln bzw.
Dinge sagen,
Obwohl wir das überhaupt nicht möchten.
Sie bringen uns rein in Stimmungen,
In denen es uns überhaupt nicht gut geht und in denen wir uns einfach ausgeliefert fühlen,
Weil wir wirklich keine Kontrolle darüber haben.
Eine Klientin hat mich neulich gefragt,
Dass ich oft sagen würde,
Dass ich möchte,
Dass wir auf eine Meta-Ebene gehen,
Wenn wir die Gefühle betrachten.
Und sie dachte,
Dass wenn wir auf dieser Meta-Ebene sind,
Wir keinen Zugang mehr zu den Gefühlen haben.
Doch das ist grundlegend falsch.
Was wir mit unserer Meditationspraxis wollen,
Ist,
Wir wollen eine Distanz schaffen zu dem,
Was wir fühlen.
Ja,
Das bedeutet aber nicht,
Dass wir diese abspalten.
Was wir damit erreichen wollen,
Ist,
Wir wollen uns in eine Position hineinbringen,
In der wir voll und ganz die Kontrolle haben über das,
Was gerade geschieht.
Und dennoch beobachten wir sie.
Und dennoch spüren wir sie.
Und dennoch merken wir,
Wo sie im Körper sind.
Und wir können hineinatmen und wir können sehen,
Wie sie uns ziehen und zehren und uns dazu verleiten,
Dinge zu sagen oder uns dazu verleiten wollen,
Eben etwas zu tun.
Doch wir bleiben stehen.
Wir sind die Beobachter.
Und wir können sehen,
Dass Gefühle von Natur aus ständig dabei sind,
Sich zu verändern.
Und so können wir sehen,
Dass eine Welle auf uns zukommt und wir vielleicht sogar auf dem Peak dieser Welle sehr eingenommen sind von diesem Gefühl der Angst zum Beispiel,
Von der Hilflosigkeit,
Von dem Gefühl ausgeliefert zu sein,
Von Eifersucht oder auch von einer Wut.
Und auf dieser Meta-Ebene sehen wir,
Okay,
Es flacht auch wieder ab.
Das heißt also nicht,
Dass wenn wir auf einer Meta-Ebene Gefühle wahrnehmen,
Dass wir uns davon distanzieren oder so sehr distanzieren und uns davon wegdrehen,
Dass wir sie abspalten.
Das ist ja gerade nicht das,
Was wir tun wollen.
Wir wollen Gefühle wahrnehmen und lernen auszuhalten.
Und zwar auszuhalten,
Ohne dass wir Schokolade essen,
Ohne dass wir unsere Lieblingsserie gucken müssen oder ohne dass wir meinetwegen auf Amazon gehen oder andere Menschen haben dafür Sex.
Also es gibt eine Menge Möglichkeiten,
Dass wir unsere Emotionen,
Die wir nicht aushalten können,
Kompensieren.
Und wir nutzen diese Möglichkeiten alle auf eine ungesunde Art und Weise.
Was wir also tun wollen ist,
Gefühle aushalten von der Meta-Ebene aus und selbst stärken durch eine regelmäßige Praxis.
Mir begegnen manchmal Menschen,
Die mir sagen,
Dani,
Ich habe doch gar kein Problem mit meinen Gefühlen.
Und wenn ich dann genauer hingucke,
Sehe ich,
Doch,
Diese Menschen haben ein riesiges Problem,
Eine riesige Herausforderung mit ihren Emotionen.
Denn sie spüren sie einfach nicht.
Sie merken nicht,
Dass sie Trauer empfinden,
Dass sie Angst haben.
Sie lassen es eventuell gar nicht zu aus irgendwelchen Gründen.
Vielleicht war es nicht erlaubt in der Kindheit,
Vielleicht war es ihre Überlebensstrategie.
Sie haben sie so sehr abgespalten,
Dass sie ganz cool vor mir stehen können,
In schwierigen Situationen in ihrem Leben und mir sagen können,
Alles ist gut.
Doch was wir bei diesen Menschen sehen,
Ist,
Dass es dann doch irgendwo irgendwie rauskommt,
Auf eine ungesunde Art und Weise.
Was ist also mein Plädoyer für Dich?
Lass Dich,
So wie ich das mit meinen Klienten mache,
Auf Dein Fühlen ein.
Schaff einen Raum,
In dem Du Dich auf einer Meta-Ebene begeben kannst und find einen gesunden Zugang zu dem,
Was in Dir drin passiert.
Positiv wie negativ.
Wenn Du mehr davon erfahren möchtest,
Wenn Du mehr haben möchtest,
Wenn Du wissen möchtest,
Wie kannst Du das machen,
Dann kannst Du gerne mit mir arbeiten.
Ich freue mich auf Dich.
Danke,
Dass Du mir bei diesem,
Ja klein,
Für mich sehr impulsiven Thema zugehört hast.
Und dann wünsche ich Dir eine schöne Zeit und bis zum nächsten Mal.
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