
Liebende Güte für das Kind
Kinder ins Leben zu begleiten ist eine der herausforderndsten und erfüllenden Aufgaben. Es gibt immer wieder schwierige Momente, in denen die Verbindung abbrechen kann. Diese Meditation möchte das Fließen der Liebenden Güte für das Kind stärken, auch in schwierigen Momenten.
Transkription
Dies ist eine Meditation der liebenden Güte für das Kind.
Sich nun bequem hinsetzen und den Körper ein Gefühl von Würde geben,
Aber nicht steif sitzen.
Wachheit und Offenheit.
Und sich niederlassen in einer Position,
Die angenehm ist und sich bewusst machen,
Jetzt bin ich hier.
Es gibt nichts zu tun und nichts zu erreichen,
Nichts richtig oder falsch zu machen.
Und zunächst die Kontaktpunkte zum Boden oder zum Stuhl,
Zur Unterlage spüren,
Wahrnehmen,
Wie der Körper sitzt.
Und dann den Atem wahrnehmen,
Wie er ein- und ausströmt.
Das mag sein,
Dass die Bauchdecke sich hebt und senkt,
Der Brustkorb sich weitet und zusammenzieht oder vielleicht ein Luftstrom an den Nasenflügeln zu bemerken ist.
Wo auch immer der Atem jetzt gerade besonders deutlich zu spüren ist,
Dort mit der Aufmerksamkeit sein.
Und den Atem so sein lassen,
Wie er ist,
Der Körper atmet von selbst,
Wir können einfach beobachten.
Ankommen im Hier und Jetzt mit diesem Körpergefühl,
Mit diesem Atem.
Und dann lade ich dich ein,
Dir dein Kind oder eines deiner Kinder ins Gedächtnis zu rufen oder auch alle zusammen.
Vielleicht gibt es ein Kind,
Das gerade besondere Zuwendung braucht,
Das es gerade besonders schwer hat.
Und sich nun vorstellen,
Dass das Kind gerade etwas macht,
Was ihm oder ihr große Freude macht,
Was es zum Lächeln bringt oder glücklich macht.
Sich einen Moment Zeit geben,
Um das Kind wirklich zu sehen,
Das Gesicht,
Die Augen,
Das Lächeln,
Was trägt es,
Was tut es gerade oder vielleicht sagt es auch etwas.
Und mit diesem Bild vom Kind im Kopf die folgenden Sätze einfach kommen lassen und da sein lassen.
Und wenn die vorgeschlagenen nicht passen,
Dann gerne eigene Sätze formulieren,
Eigene Wünsche,
Die sich besser anfühlen.
Mögest du in Sicherheit sein und frei sein von Angst.
Mögest du glücklich sein.
Mögest du gesund sein.
Mögest du mit Leichtigkeit leben.
Tief einatmen und einfach wahrnehmen,
Wie es sich anfühlt,
Deinem Kind diese Wünsche zu schicken.
Und jetzt sich vorstellen,
Dieses Kind in einer Situation zu sehen,
In der es schwierig ist,
Ihm oder ihr gegenüber Freundlichkeit zu empfinden.
Vielleicht während eines Schreianfalls oder wenn es sich unfreundlich verhält.
Dir oder anderen gegenüber.
Dieses Verhalten im Kind wahrnehmen,
Sich erinnern.
Und die Tendenz wahrnehmen,
Das Verhalten als anstrengend oder falsch zu bezeichnen.
Dieses schwierige und herausfordernde Verhalten im Kind wahrnehmen und dennoch die folgenden Wünsche aussenden.
Mögest du in Sicherheit sein und frei sein von Angst.
Auch wenn es immer wieder Situationen gibt,
Die für dich bedrohlich wirken oder beängstigend.
Mögest du in Sicherheit sein und frei sein von Angst.
Mögest du glücklich sein.
Auch wenn es immer wieder Situationen gibt,
In denen du unglücklich oder enttäuscht oder wütend bist,
So wünsche ich für dich,
Mögest du glücklich sein.
Mögest du gesund sein.
Auch wenn Krankheiten existieren und auch dich immer wieder treffen,
So wünsche ich mir für dich,
Mögest du gesund sein.
Mögest du mit Leichtigkeit leben.
Auch wenn das Leben für dich immer wieder anstrengend ist und du kämpfst,
So wünsche ich mir für dich,
Mögest du mit Leichtigkeit leben.
Mit einem tiefen Atemzug wahrnehmen,
Wie es sich anfühlt,
Dem Kind diese liebevollen Wünsche zu schicken,
Selbst wenn es gerade schwierig ist.
Es geht nicht darum,
Irgendetwas zu erzwingen,
Aber genauso wie wir einem Kind oder einem anderen Menschen gute Besserung wünschen,
Wenn er krank ist,
So können wir für andere Menschen und besonders für die Kinder Wünsche formulieren,
Ohne dass es direkt eintreten muss.
Vielleicht möchtest du dir die Intention setzen,
Dass du das nächste Mal,
Wenn das Kind dieses schwierige oder herausfordernde Verhalten zeigt,
Dass du dann mit Zugewandtheit und Mitgefühl antwortest und ihm wünschst,
Dass es glücklich,
Gesund,
Sicher und geliebt ist.
Und dich nun innerlich vom Kind verabschieden und zur Bewegung des Atems zurückkehren.
Und gerne dieses Gefühl von Verbundenheit und von Zugewandtheit,
Von liebender Güte noch nachklingen lassen,
Da sein lassen.
Und wenn der Gong ertönt,
Dann die Meditation langsam beenden und mal schauen,
Was der Körper für Signale sendet,
Was er gerade braucht.
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