
Die magische blaue Tür | Einschlafen für Kinder
Diese Einschlafgeschichte nimmt Kinder mit auf die Reise zu einer magischen blauen Tür, die sich mitten in der Nacht auf einer Wiese öffnet. Dahinter verbirgt sich eine farbenfrohe Traumwelt mit leuchtenden Bildern. Schritt für Schritt begleitet die Erzählung ihre Zuhörer durch fantastische Landschaften – von Bäumen, die verkehrt herum wachsen, bis hin zu Zuckerwatte-Wolken und einem Regenbogen, der zurück ins Bett führt. Die Geschichte ist wunderbar sanft erzählt, hat einen musikalischen Ausklang und ist so gestaltet, dass die Kleinen ganz einfach in den Schlaf gleiten können. Geeignet für Kinder ab 4 Jahren.
Transkription
Die magische blaue Tür Es war Abend geworden.
Der Mond schaute durchs Fenster,
Und Noah kuschelte sich in sein Kissen.
Da spürte er etwas Hartes unter seiner Wange.
Er griff danach und zog einen goldenen Schlüssel hervor.
Er glänzte schwer und geheimnisvoll.
»Hm,
Wozu gehörst du wohl?
« flüsterte Noah.
Doch er bekam keine Antwort.
Noah schloss die Augen.
Da stand plötzlich eine Tür vor ihm,
Mitten auf der Wiese.
Die Tür war blau,
Ihr Schloss golden.
So golden wie der Schlüssel unter seinem Kopfkissen.
Noah zog ihn langsam hervor und steckte ihn vorsichtig in das Schloss.
Ein leises Klicken.
Die Tür sprang auf.
Dahinter fand er ein Land,
Wie Noah es noch nie zuvor gesehen hatte.
Gleich am Anfang hing ein Baum vom Himmel herab.
Falsch herum.
Seine Wurzeln ragten hoch in die Luft,
Und seine Äste baumelten nach unten wie lange Zöpfe.
An den Ästen hingen Früchte,
Die in zarten Farben leuchteten.
Rosa,
Hellblau,
Sonnengelb.
Sie dufteten süß nach Honig.
Doch gerade als Noah eine pflücken wollte,
Entdeckte er einen Vogel mit prachtvollen Federn.
Bunt wie ein Pfau.
Er schwebte über Noah,
Und als Noah seinen Blick nicht abwenden konnte,
Da vollführte der Vogel eine kunstvolle Drehung,
Zwinkerte dem Jungen zu und zeigte mit dem Schnabel in die Ferne.
Und da vernahm Noah,
Was der Vogel ihm bedeutete.
Ein leises Summen,
Das ihn magisch anzog.
Zwischen buntem Gras öffnete sich ein Wald,
Und darin wuchsen Orchideen.
Größer als alle Bäume,
Die er je gesehen hatte.
Ihre Blüten waren groß wie Zelte.
Sie leuchteten in bunten Farben,
Mal rosa,
Mal lila,
Mal türkis.
Und schimmerten wie Sterne im Dunkeln.
Noah ging staunend zwischen den Blüten hindurch.
Über seinem Kopf schwangen die großen Blätter wie bunte Schirme.
Das Summen wurde lauter.
Es kam aus dem Fluss,
Der sich nun hinter dem Wald zeigte.
Er war rot wie Erdbeersaft,
Und als Noah seine Finger leicht hineintauchte,
Da veränderte sich die Melodie.
Gleichzeitig zogen Wolken über ihn.
Weiß und rosa,
Und Noah erkannte Zuckerwatte.
Vorsichtig zupfte er sich ein kleines Stück ab,
Legte es auf die Zunge,
Und es zerfloss sofort in seinen Mund.
Weich und süß.
Er ließ den Erdbeerfluss und die Zuckerwatte-Wölkchen hinter sich und folgte einem Pfad aus bunten Kieselsteinen.
Sobald er auf einen trat,
Änderten die Steine die Farbe.
Aus grün wurde blau,
Aus blau wurde gelb,
Aus gelb wurde lila.
Der Pfad führte ihn zu einem großen Regenbogen.
Er umspannte das ganze Land.
Da fiel von oben eine Strickleiter herab.
Ohne nachzudenken griff Noah danach und kletterte sie Sprosse um Sprosse nach oben,
Immer höher,
Bis er ganz oben auf dem Regenbogen angekommen war.
Dort setzte er sich hin.
Sein Blick schweifte über das bunte Traumland.
Über Bäume,
Deren Wurzeln hoch in den Himmel wuchsen.
Bunte Vögel,
Die am Himmel schwebten,
Ohne einen einzigen Flügelschlag zu tun.
Über den großen Orchideenwald und den roten Erdbeerfluss.
Alles lag still und freundlich unter ihm.
Jetzt neigte sich der Regenbogen sanft nach unten.
Noah hielt den Schlüssel fest mit beiden Händen umklammert und dann begann er zu rutschen.
Er glitt durch Rot,
Durch Gelb,
Durch Grün,
Durch Blau und Violett.
Immer tiefer,
Immer schneller.
Die Farben legten sich um ihn,
Bis sie verschwammen und er weich fiel mitten hinein in sein Bett.
Das Kissen fing ihn sanft auf.
Die Decke breitete sich über ihn aus.
Der Mond schaute noch immer durchs Fenster.
Noah lag still in seinem Bett und schlief tief und fest.
Mit einem Lächeln im Gesicht.
Neben seinem Kopf lag der goldene Schlüssel.
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