15:48

Loslassen, wer du glaubst zu sein

by Manuel J. Kugler

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Meditation
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Eine Meditation zum Loslassen der inneren Rollen – hin zur Weite des wahren Seins. Diese Meditation lädt ein, die äußeren Hüllen des Selbst langsam abzulegen – Gedanken, Bilder, Rollen. Schicht für Schicht löst sich das, was „jemand“ sein will – zurück bleibt Stille, Weite und das, was nicht vergeht. Eine geführte Reise in den Raum vor dem Ich – dorthin, wo kein Müssen mehr bleibt. Ideal, um sich von innerem Druck, Erwartungen und Identifikationen zu lösen. „Wer bist du, ohne jemand sein zu müssen?“ Dauer: ca. 20 Minuten Teil von Maharaya – einem Raum, der an das Wahre erinnert.

Transkription

Willkommen zu dieser Reise,

Den jemand die Person aufzugeben.

Ich bin Maharaja und ich freue mich sehr,

Dass du heute mit mir meditierst.

Nehme dir einen Augenblick Zeit und komme bei dir an.

Was du im Hintergrund vielleicht hörst,

Das ist ein gewaltiger Wind.

Ich stehe auf einem Hügel,

Ich blicke auf das Meer und auf unzählige Berge aus Vulkangestein.

Möge diese Energie nun zu dir fließen und möge dich der Wind,

Den du vielleicht hörst im Hintergrund,

Möge er dich tragen,

Möge er dich unterstützen bei dem,

Was du jetzt gleich vorhast.

Setze dich oder lege dich,

So wie es dein Körper gerade braucht.

Nimm einen tiefen Atemzug,

Fülle deine Lungen mit Luft.

Erinnere dich daran,

Dass das Einatmen und das Ausatmen der natürliche Fluss des Lebens ist.

Schließe deine Augen und erinnere dich daran,

Dass du das Leben bist.

Du nimmst nicht am Leben teil.

Du musst dir keinen Platz auf dieser Welt nehmen.

Du musst niemandem etwas beweisen,

Denn du bist das Leben selbst.

Stelle dir vor,

Du wärst hier neben mir.

Wir würden gemeinsam auf diesem Hügel stehen,

Auf diesem kleinen Berg sein und du würdest das tiefe Blau des Ozeans sehen.

Einige Wolken sind am Himmel,

Die Sonne scheint und du blickst mit mir gemeinsam auf diese Vulkangesteinslandschaft.

Es ist rau,

Bildschön und du bist in dem Moment,

Wo du hier neben mir angekommen bist,

In deiner Präsenz.

Du spürst den kraftvollen Wind und der Wind flüstert dir ins Ohr.

Es ist Zeit,

Alles loszulassen,

Was nicht mehr zu dir gehört.

Es ist Zeit,

Das Falsche,

Die Illusion darüber,

Jemand zu sein,

Der du nicht bist,

Aufzugeben,

Endgültig loszulassen,

Frei zu sein,

Das Unbändige,

Das Wilde,

Das Freie Wesen zu verkörpern,

Dass du in Wahrheit bist.

Vielleicht oder ziemlich sicher warst du immer zu viel oder manchmal auch zu wenig,

Zu viel Energie,

Zu viele Ideen,

Zu viel Wahrnehmung,

Zu wenig kommunikativ,

Zu wenig im Außen,

Zu zurückgezogen.

Der Wind flüstert dir ins Ohr,

Dass du in Wahrheit genau richtig warst,

Wie du bist,

Immer.

Komm,

Wir gehen einige Meter zusammen und wandern hier durch die Berge und blicken gemeinsam aufs Meer und auf die Vulkanlandschaft.

Und mit jedem Schritt,

Den du gehst,

Entspannt sich dein System ein bisschen mehr.

Du bist ganz bei dir.

Mit jedem Schritt,

Den du gehst,

Fühlst du dich getragen.

Meine Präsenz hilft dir,

Bei dir anzukommen.

Und ich blicke dich an und sehe,

Dass du mehrere Schichten Kleidung trägst.

Und ich frage dich,

Was willst du mit dieser ganzen Kleidung?

Es ist ein wunderbar warmer Tag und du antwortest,

Es ist mein Schutz.

Und ich sehe dich und sehe,

Dass ich wie auf eine Puppe schaue,

Denn es ist nicht nur die Kleidung.

Es ist auch eine Maske aus Holz,

Hinter der du dich versteckst.

Und diese Maske aus Holz ist anpassungsfähig.

Sie passt sich immer der jeweiligen Gegebenheit an.

So kannst du wie ein Chamäleon immer angepasst das oder der oder die sein,

Was du glaubst oder wer du glaubst gerade sein zu müssen.

Mal gibt es die taffe Arbeitsversion von dir.

Es gibt den liebevollen oder strengen Vater in dir.

Es gibt die besorgte Mutter in dir.

Und du trägst viele,

Viele Schichten Kleidung.

Für jede dieser Rollen hast du mindestens einen Satz an Kleidung an.

Und mit jedem Schritt wird dir das mehr bewusst.

Mit jedem Schritt fängst du mehr an zu schwitzen.

Und du fragst und blickst mich an und sagst,

Wie kann es sein,

Dass du nur ein Shirt und eine Hose trägst?

Und wo ist deine Maske?

Und ich sage,

Ich habe sie abgelegt,

Die ganze Kleidung,

Die ganzen Schichten,

Die Maske.

Und du willst wissen von mir,

Wie,

Ja wie hast du das getan?

Und ich sage dir,

Durch die Erinnerung,

Durch die Erinnerung an das Wahrhaftige,

An das Echte und mit dem Schwierigsten überhaupt,

Nämlich dem Loslassen,

Niemand kann diese Schichten für dich ausziehen.

Niemand kann diese Maske ablegen.

Und du willst wissen,

Aber wie,

Wie lasse ich los?

Ich bin bereit,

Aber wie?

Wie entledige ich mich diesen Schichten?

Wie werde ich diese Maske los?

Und ich sage dir,

Indem du den Jemanden loslässt.

Du fragst mich,

Welchen Jemanden?

Und ich erkläre dir,

Der Jemand,

Der du glaubst zu sein,

Seitdem du ein kleines Kind bist.

Die Geschichte,

Die du dir jeden Tag erzählst,

Warum du geworden bist,

Wie du bist,

Das ist dieser Jemand.

Dieser Jemand erzählt,

Meine Eltern waren in der Kindheit nicht für mich da.

Deshalb klammere ich in meinen Beziehungen.

Dieser Jemand unternimmt unmenschliche Anstrengungen,

Um das zu heilen.

Er besucht Kurse,

Er liest Bücher,

Geht zur Therapeutin,

Findet oder fand seinen Weg in die Spiritualität,

Glaubt,

Dass Heilung der Schlüssel ist.

Und dann heilt dieser Jemand diesen einen Aspekt.

Und dann geht es weiter.

Dieser Jemand,

Erkläre ich dir,

Findet dann den nächsten Aspekt.

Meine Eltern hatten immer ein Problem mit Geld.

Deshalb habe auch ich Probleme mit Geld.

Und langsam verstehst du.

Langsam verstehst du,

Dass du diese Schichten,

Diese viele Kleidung,

Die du trägst,

Dass du sie ablegen kannst,

Indem du diesen Jemand ablegst.

Wir stoppen.

Plötzlich hältst du inne.

Du verstehst.

Du legst die erste Schicht ab.

Es ist ein großer Wintermantel,

Den du trägst,

Obwohl es hier 25 Grad warm ist.

Du schwitzt,

Du bist angestrengt,

Ich sehe es dir an.

Du bist erleichtert,

Diesen großen Wintermantel endlich abzulegen.

Und eifrig beginnst du,

Auch deine dicken Schuhe auszuziehen.

Und die Winterhose.

Und du wirst leichter.

Und du entscheidest dich dafür,

Den Weg fortzusetzen.

Mit mir gemeinsam an deiner Seite.

Und während wir wandern,

Spürst du mit jedem Schritt die Erleichterung.

Wir stehen jetzt auf einer kleinen Anhöhe,

Sehen ins Tal,

Sehen ein paar weiße Häuser,

Sehen den Ozean,

Die Wolken,

Wie sie vom Wind angetrieben über die Landschaft ziehen.

Und der Wind ist es,

Der dir hilft,

Das loszulassen,

Was du nicht mehr bist.

Die Schichten abzulegen.

Und Schicht für Schicht legst du ab.

Geschichte für Geschichte legst du nieder.

Aspekt für Aspekt über dich,

Über dein vermeintliches Ich legst du ab.

Du suchst so lange schon nach Freiheit.

Du spürst es in dir.

Du spürst es in dir,

Wie es ist,

Frei zu sein.

Und doch kämpfst du.

Du kämpfst,

Weil du fälschlicherweise angenommen hast,

Dass der Weg über Heilung funktioniert.

Und bis zu einem gewissen Punkt stimmt das auch.

Es braucht einen gewissen Grad an Heilung.

Denn sonst hast du nicht genug Bewusstsein,

Um dich überhaupt zu spüren.

Doch jetzt erkennst du,

Dass die große Befreiung dann kommt,

Wenn du diesen Jemand loslässt.

Wenn du die Person loslässt,

Die du glaubst,

Es zu sein.

Und manchmal fragst du mich auf unserem Weg oder wie wir auf dieser Anhöhe stehen.

Ja,

Aber wie?

Ja,

Wie?

Wie kann ich loslassen?

Und ich antworte dir,

Indem du loslässt,

Indem du aufhörst,

Dir diese Geschichte zu erzählen.

Dies ist ein Weg,

Den keiner für dich gehen kann.

Und so trennen sich unsere Wege jetzt,

Aber du hast verstanden,

Du hast erinnert.

Und du führst deinen Weg fort und entledigst dich noch weiteren Schichten,

Schicht für Schicht.

Du lässt den Jemand gehen.

Und vielleicht begegnen wir uns eines Tages wieder.

Vielleicht treffen wir uns auf diesem Pfad oder auf einem anderen.

Und dann werde ich dich ansehen und du wirst ein T-Shirt und eine Hose tragen.

Bis dahin nutze nun die Gelegenheit,

Lasse alles wirken.

Und wenn du möchtest,

Setze deinen Weg fort und lege Schicht für Schicht ab.

Wir hören uns bald wieder,

In tiefer Liebe und Verbundenheit,

Maha Raya.

© 2026 Manuel J. Kugler. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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