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Nervensystem Regulieren Reicht Nicht: Was Dann?

by Jan von Wille

Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle

Nervensystemregulierung ist wichtig, aber sie kann auch zur nächsten Selbstoptimierung werden. Wenn du dich nur beruhigst, um danach wieder besser zu funktionieren, bleibt etwas Wesentliches unberührt. Dein Körper zeigt nicht nur Stress, sondern oft auch alte Schutzbewegungen, die gefühlt und verstanden werden wollen. In diesem Video geht es um den Schritt nach der Beruhigung: Selbstführung, innere Reifung und den Raum zwischen Reiz und Reaktion. Denn vielleicht ist die entscheidende Frage nicht: Wie werde ich ruhiger?, sondern: Wer handelt in mir, wenn ich wieder ruhig bin?

Transkription

Nervensystemregulierung hört man im Moment überall und ich halte es für ein so wichtiges Thema.

Ich verbinde das aber mit einem Aber.

Nervensystemregulierung.

Aber … Wir brauchen eine gewisse Haltung dazu.

Und diese Haltung,

Das ist für mich im Moment ein so wichtiger Punkt,

Deshalb möchte ich etwas dazu sagen.

Wir haben eine gewisse Haltung unseren Wunden gegenüber.

Irgendwann ist in deinem Leben und in meinem Leben,

Das gehört zum Menschsein dazu,

Eine Wunde,

Mindestens eine Wunde,

Hineingekommen.

Und wenn die sehr tief geht,

Dann sprechen wir von Traumaenergie,

Also etwas,

Was abgespalten ist,

Wo eine Energie eingefroren ist.

So.

Und die Haltung oder das Gefühl diesem Teil in uns,

Der abgespalten ist,

Der verwundet,

So tief verwundet ist.

Diese Haltung ist nicht von Liebe geprägt,

In den meisten Fällen am Anfang,

Sondern von einer gewissen Härte.

Einen abgespaltenen Anteil,

Den wir mit Härte begegnen,

Mit Ungeduld.

Und genau das hält uns im Loop.

Und da können wir so viele Techniken und Methoden anwenden im Bereich Traumheilung,

Nervensystemregulierung.

Wir kommen dann nicht weiter,

Wenn wir nicht in eine versöhnliche Haltung hineinkommen zu diesem abgespaltenen Teil.

Darüber möchte ich sprechen.

Ist nicht ganz so einfach,

Deshalb muss ich ein bisschen ausholen.

Vor vielen Jahren,

Wenn ich zurückblicke,

Da gab es irgendwann mal das Thema Meditation.

Das war ganz früher irgendwie im buddhistischen Bereich oder esoterisch.

Vor 30 Jahren hat das so eine Versöhnung erfahren,

Ist salonfähig geworden.

Dann kam Achtsamkeit.

Ich kann im Moment bleiben,

Eckart Tolle,

Das Leben im Jetzt.

Dann kam Selbstliebe,

Das Arbeiten mit inneren Kindern,

Inneren Anteilen.

Das war ein ganz wichtiger Aspekt nochmal,

Dass wir verstehen,

Wir bestehen aus verschiedenen Anteilen.

Das innere Kind war dann so ein Symbol für diese Anteile,

Dass ich mit Liebe mir selbst begegnen kann.

Untertitel im Auftrag des ZDF für funk,

2017 Dann Traumaheilung,

Also das Ganze wurde dann nochmal vertieft in den Bereich Traumaheilung.

Und jetzt Nervensystemregulation,

Also dass unser Nervensystem eine biografische Prägung bekommen hat,

Aus der heraus wir die Welt sehen und auch reagieren.

Also wir reagieren nicht einfach nur auf das Ereignis im Außen,

Sondern aufgrund meiner biografischen Prägung,

Die sich im Nervensystem abbildet.

Und das liegt im Unterbewusstsein oder eher unter Wir reagieren auf etwas und das geht so schnell in Millisekunden,

Das nehmen wir oftmals gar nicht wahr.

Das ist so die Linie,

Die ich sehe,

Die Entwicklung in der psychosozialen Szene,

Sage ich jetzt mal.

Und was ich ganz wichtig oder super gut finde,

Ist,

Dass es inzwischen viele Menschen interessiert und viele Menschen arbeiten damit.

In meiner Arbeit komme ich immer wieder in Kontakt mit Menschen,

Die sagen,

Ich bin den Weg gegangen,

Ich habe das gemacht,

Das Buch gelesen,

Das Seminar gemacht,

Aber komme dann irgendwann an eine Stelle,

Wo sie frustriert sind,

Weil sie nicht weiterkommen.

Und das,

Ist meine Beobachtung,

Liegt weniger an der Technik,

Also dass sie etwas technisch oder methodisch nicht richtig gemacht haben,

Sondern,

Und das ist mein wichtiger Punkt jetzt,

Mit einer inneren Haltung,

Die aus der Wunde heraus entsprungen ist,

Die mir damals irgendwann mal geschehen ist.

Das ist so ein Zirkelschloss.

Können wir auflösen,

Wenn wir einen richtigen Blick darauf machen.

Ich will mit diesem Video dazu helfen.

Was ist dieser Blick?

Es ist ein versöhnlicher Blick zu dem verwundeten Anteil in uns.

Wir wissen aus der Forschung,

Dass es jetzt.

.

.

Verschiedene Anteile gibt,

Die mit einem Wächter versehen sind.

Ich bringe mal ein Beispiel bei mir.

Ich bin ja im Kinderheim groß geworden,

Habe ein Jahr im Kinderheim verbracht.

Nachdem meine Mutter gestorben ist,

Da war ich ungefähr vier,

Fünf Jahre alt.

Und da ist in mir natürlich ein Trauma,

Eine tiefe Wunde entstanden,

Die Wunde des Verlassenseins.

Ich bin ohnmächtig geworden,

Ausgeliefert.

Und in mir ist,

Das habe ich natürlich viel später erst dann erkannt,

Dieser zentrale entstanden.

Du musst es alleine schaffen.

Werde nicht bedürftig,

Schaffe es alleine.

Das hat in der ersten Lebenshälfte bei mir eine unglaubliche Schaffenskraft hervorgehofen,

Aber natürlich auch bestimmte Grenzen,

Mit denen ich konfrontiert worden bin.

So,

Das war ein Satz.

Und auch die Wunde verbunden mit einem Wächter.

So stelle ich mir das vor.

Das ist ein schönes,

Gängiges Bild,

Mit dem man arbeiten kann.

Da steht ein Wächter,

Der will mich beschützen.

Der hat mein Überleben gesichert.

Und das ist erstmal eine hochintelligente Schutzfunktion.

Ein Wächter,

Der mein Überleben gesichert hat.

Bin dadurch sehr kreativ und sehr schöpferisch stark geworden.

Und bin so in der ersten Lebenshälfte gut vorwärts gekommen.

So ein anderer,

Ich bring noch ein Beispiel,

Ein anderer Satz war Ich muss klug sein.

Ich habe also mein Intellekt ausgebaut,

Aus der Dransaal heraus,

Um gut vorwärts zu kommen.

Ich habe geguckt,

Was sind meine Stärken.

Intellektualität ist eine meiner Stärken.

Die habe ich ausgebaut,

Habe studiert und damit bin ich in die Welt gegangen.

Die Grenze,

Die ich erfahren habe,

Ist,

Dass ich in Konfliktsituationen dann ganz schnell in meine Stärke hineingegangen bin,

Also in meinen Kopfbereich.

Besonders mit Menschen,

Die mir nahestanden.

Bin ich dann im Konflikt sehr intellektuell geworden.

Ich habe dann debattiert,

Logische Argumente geliefert und mich dabei sicher gefühlt.

Und das ist so die Falle,

Dass wir unter Stress in den Bereich der Sicherheit gehen.

Das,

Was in uns sich sicher anfühlt.

Das war mein Intellekt.

Das ist ja auch nicht schlecht,

Nur wenn es das Einzige ist,

Wenn die Energie hier aufhört,

Dann ist eine Unverbundenheit da.

Ich kann mich also schützen,

Das ist im Konflikt wichtig.

Genauso wichtig ist aber auch in Verbindung bleiben.

Und das war ich nicht.

Ich war nicht in Verbindung mit mir selbst,

Mit meinem gesamten Körper.

Und,

Was genauso wichtig ist,

Ich bin nicht mehr in Verbindung mit dem anderen Menschen gewesen.

Das geschieht durch die Intellektualisierung.

Ich kann mich ja ganz gut auf Abstand halten.

Und der gesamte Bereich Körperarbeit,

Traumberheilung,

Nervensystemregulierung,

Worüber ich jetzt spreche,

Das hat mir enorm geholfen,

Wieder bei mir anzukommen,

Heimat in mir zu finden,

Also gefühlte Heimat.

Der wichtige Punkt,

Den ich jetzt rüberbringen will,

Ist,

Wir brauchen die versöhnliche,

Gütige,

Sogar liebende Haltung gegenüber den Wächtern.

Nochmal,

Mein bester Bar.

Zum Beispiel O.

Intellectualisiere.

Werde stark,

Werde dominant durch kluge Argumente.

Dieser Rechter wollte mich ja schützen.

Diesen Wächter jetzt so zu begegnen,

Dass ich nicht sage,

Schnell weg mit dir.

Ich möchte in die Regulation.

Ich brauche dich nicht mehr.

Das ist Härte.

Und das ist genau der Punkt,

Wie mit mir damals umgegangen worden ist.

Hart,

Ungeduldig,

Weg mit dir.

Ich will dich nicht.

Dieser Aspekt von dir ist hier nicht gewollt.

Wenn ich so aus dieser Ungeduld auch noch in Verbindung mit diesem Schmerz,

Mit diesem Wächter umgehe,

Wird er nicht weggehen.

Massiv da bleiben und sagen,

An mir kommst du nicht vorbei.

Ich habe dich so lange geschützt und ich werde dich jetzt weiter schützen,

Indem ich hier bleibe als Wächter.

Erst wenn wir den Wächter A erkennen,

Das ist schon auch ein bisschen Arbeit.

Was ist das denn für ein Wächter?

Also Verständnis.

Und dann der wichtige Punkt.

Ihn zu fühlen.

Das ist oftmals überhaupt nicht einfach.

Diesem Wächter jetzt so zu begegnen,

Dass ich etwas von seiner Qualität,

Auch der Last,

Die er die ganze Zeit getragen hat.

Fühle.

Und ihn zu verstehen gebe,

Ich sehe dich?

Ich fühle dich.

Du darfst da sein!

Das ist ein wichtiger Punkt,

Denn wir wollen ihn ja eigentlich nicht.

Aber genau das ist mit uns damals geschehen.

Etwas hat uns nicht gewollt.

Ob das unsere Eltern,

Lehrer,

Irgendwelche Menschen waren,

Die etwas von mir nicht wollten.

Vielleicht nicht ganz als Person,

Aber bestimmte Aspekte wurden verurteilt,

Wurden abgelehnt.

Und hier haben wir die Verbindung zum Wächter,

Wenn wir da hinkommen.

Und das ist das,

Was ich rübergeben möchte.

Diesen Wächter bejahend zu fühlen,

Mit Mitgefühl und Güte gegenüber zu treten.

Dann kann er etwas von seiner Last,

Und er hat ja eine Last,

Der hat so lange getragen,

Etwas von der Last abgeben.

Und etwas zur Seite treten.

Das ist ein Prozess,

Das geht nicht mit Knopfdruck.

Genau das ist der Punkt.

Wir wollen den Knopfdruck oft.

Wenn das Leiden groß ist,

Total verständlich.

Aber wir brauchen diesen Prozess,

Wir brauchen diese Geduld.

Und dieses Mitfühlen.

Nimme das dem Schmerz gegenüber,

Dem Dächter.

Der symbolisch dafür steht,

Aufbringen,

Dann löst sich etwas.

Das braucht etwas Zeit.

Und häufig auch Begleitung.

Ganz konkret kann es aussehen für eine Alltagsübung,

Indem du mal wahrnimmst,

Wo sind denn deine Grenzen.

Wenn du dich ein bisschen damit beschäftigst,

Merkst du,

Aha,

Da komme ich immer wieder an Punkte heran,

Wo ich heftiger reagiere,

Als das nötig wäre.

Vielleicht irgendeine Nachricht oder eine Begegnung,

Ein Mensch,

Eine Situation und du reagierst sehr intensiv,

Mehr als das angemessen wäre.

Dann kannst du davon ausgehen,

Aha,

Du kommst an so einen Trägerpunkt,

An eine biografische Markierung.

Und da sitzt immer irgendein Wächler.

So und wenn du das wahrnimmst,

Ah die Situation im Außen,

Meine heftige Reaktion und dann versuchst,

Auch das braucht ein bisschen Training,

Nicht sofort zu reagieren,

Sondern der einfachste Trick in dem Punkt,

Ist es tatsächlich genau der Trick,

Ist zu atmen.

Drei Atemzüge zu machen,

Bevor Du reagierst,

Das erweitert den Raum zwischen Reiz und Reaktion.

Und wenn du diesen Raum erweiterst,

Dann löst sich was.

Damit erweiterst du erstmal deinen Raum.

Und ein kleiner Ausblick,

Den ich hier auch noch geben möchte,

Ist was nach Nervensystemregulierung kommen wird,

Was meine Perspektive ist,

Dass wir über diese Arbeiten mehr zu unserer Identität kommen.

Also wer wir hinter den Schutzmustern,

Hinter den Rollen,

Manchmal auch hinter den Masken sind,

Da ist ja eine wertvolle Persona.

Dein wahres Selbst nenne ich es gern oder den Urgrund deines Wesens.

Wer bin ich?

Im Zentrum meiner Person?

Das ist eine spannende Frage.

Und deshalb ist diese Arbeit mit Nervensystemregulierung so wertvoll.

Aber nicht das Ende,

Sondern soll uns hinführen zu einer inneren Heimat,

Sodass ich in mir immer mehr mein liebendes Selbst fühlen kann.

Und das brauchen wir,

Denn von dort aus.

.

.

Von der Innenbeziehung zu mir.

Geht es in die Außenbeziehung zu anderen Menschen.

Und dass das eine große Herausforderung ist und nicht einfacher,

Sondern komplizierter wird,

Weil die Menschen immer ausdifferenzierter in ihren Meinungen und Weltbildern werden,

Das wissen wir ja.

Und deshalb ist diese Arbeit so wichtig für mich selbst und für uns als Menschenfamilie.

Ja,

Ich hoffe das war für dich eine gute Inspiration mal weiterzudenken.

Und wenn du vielleicht am Ende des Videos mal überlegst.

.

.

Oder hineinspürst,

Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum in dir,

Wer?

Wartet da auf mich in diesem heiligen Raum.

Wer bin ich?

Dazu gibt es einige Meditationen hier auf INSERTIMER.

Und dazu lade ich dich ein,

Dieser Frage,

Dieser wichtigen Frage,

Mehr nachzugehen.

Und schreib gerne hier in die Kommentare rein,

Was du dazu denkst und fühlst.

© 2026 Jan von Wille. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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