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Rosinenmeditation

by Corinna Reupke

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Meditation
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Für diese Meditation brauchst du eine einzelne Rosine. Die Rosinenmeditation bietet dir eine wunderbare Erfahrung aller deiner Sinne, die du beim Essen einsetzen kannst. Sie kann dir dabei helfen, deine Mahlzeiten achtsamer wahrzunehmen. Häufig nehmen wir uns bei den Mahlzeiten nicht die Zeit alle unsere Sinne zu integrieren, dabei ist Essen viel mehr als die reine Nahrungsaufnahme! Erlebe in dieser Meditation wie deine Sinne ein ganz neues Geschmackserlebnis kreiren können.

Transkription

Hallo,

Schön,

Dass du da bist.

In dieser Meditation wollen wir uns einmal alle deine Sinne bewusst machen,

Die du bei deiner Ernährung hast und die in deinem Alltag häufig wahrscheinlich viel zu kurz kommen.

Du brauchst für diese Meditation eine einzelne Rosine.

Leg sie dir also schon mal zurecht und dann beginne die Übung damit,

Dass du einen bequemen Sitz findest,

Entweder am Tisch oder auch auf einem Yogakissen,

So wie du ein paar Minuten gut verweilen kannst.

Dann schließe einmal deine Augen und beginne ganz bewusst ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen.

Spüre hier,

Wie der Atem ein- und ausfließt und sich deine Bauchdecke hebt und wieder senkt.

Dann nimm noch einen letzten tiefen Atemzug und öffne deine Augen.

Nimm dir deine Rosine in die Hand und stell dir vor,

Du würdest diese kleine braune Frucht zum allerersten Mal in deinem Leben sehen.

Welchen Eindruck macht sie auf dich?

Wie liegt sie in deiner Handfläche?

Nimm die Rosine auch mal zwischen zwei Finger und schaue sie dir ganz genau an.

Verändert sie vielleicht ihre Farbe,

Während du sie drehst und bewegst?

Und wenn das Licht in unterschiedlichen Winkeln auf ihre Oberfläche trifft,

Wie ist die Oberfläche mit ihren Falten und Ritzen beschaffen?

Ist die kleine Rosine nur braun oder kannst du auch noch andere Farbtöne erkennen?

Nun halte die Rosine an deine Nase.

Kannst du ihr feines Aroma riechen oder riechst du vielleicht auch gar nichts?

Wie fühlst du dich dabei,

Diese Rosine mit deinem Geruchssinn wahrzunehmen?

Macht es dir bereits Appetit und lässt es dir das Wasser im Mund zusammenlaufen?

Dann jage dieser Versuchung nicht nach.

Nimm diese Gefühle eher als einen Beobachter wahr und lasse sie schließlich an dir vorbeiziehen.

Nun kannst du die Rosine zwischen deinem Daumen und deinem Zeigefinger einfach ein bisschen drehen und schauen,

Wie sich das für dich anfühlt.

Kannst du die Unebenheiten,

Die kleinen feinen Hubbel auf der Oberfläche mit den Fungerkuppen nachspüren?

Schließe einmal deine Augen und schaue,

Ob sich die Rosine anders anfühlt,

Wenn du sie mit geschlossenen Augen fühlst.

Experimentiere hier auch gerne,

Wenn du die Rosine leicht zusammendrückst und dann kannst du deine Augen gerne wieder öffnen.

Nun halte die Rosine doch auch mal an dein Ohr,

Auch wenn es sich jetzt komisch anhört,

Aber vielleicht kannst du die Rosine ja sogar hören.

Vielleicht erzeugt sie ein Geräusch,

Wenn du sie leicht zusammendrückst oder zwischen deinen Fingerspitzen drehst und schließlich führst du die Rosine nun zu deinem Mund.

Aber bevor du sie wirklich zu dir nimmst,

Halse doch noch mal die Oberfläche der Rosine ganz leicht an deine Lippen und streiche zart über deine Lippen.

Fühlt es sich anders an,

Als wenn du die Rosine mit deinen Fingern berührst?

Dann legst du die Rosine auf deine Zunge und fühlst erstmal ihr Gewicht und die ersten feinen Geschmacksspuren,

Die sich in deinem Mund ausbreiten.

Du kannst die Rosine auch leicht mit der Zunge in deinem Mund umherbewegen und dich ganz darauf konzentrieren,

Wie sich das anfühlt.

Wichtig ist ja,

Dass du,

Wenn du den Impuls verspürst,

Die Frucht herunter zu schlucken,

Ihm einfach nicht nachgibst.

Nimm stattdessen die natürlichen Reaktionen deines Körpers wahr,

Wie sich Speichel bildet und die süßen Nuancen der Rosine schmecken kannst.

Zerbeiß doch die Rosine auch leicht zwischen deinen Zähnen.

Verändert sich ihr Geschmack dabei?

Welche Geschmacksnuancen nimmst du jetzt bei der Rosine wahr?

Wie fühlt sich das Fruchtfleisch im Innern der Rosine an?

Konzentriere dich ganz auf deine Kaubewegung und darauf,

Wie sich die Rosine langsam in deinem Mund auflöst.

Dann erst schluckst du die Rosine runter und spürst den Geschmack,

Der in deinem Mund verweilt,

Noch einmal nach.

Bevor du diese Rosinen- Meditation beendest,

Denk noch einmal darüber nach,

Wie es sich angefühlt hat,

Diese Rosine zu essen.

Hat sie anders geschmeckt,

Als wenn du diese Rosine normal gegessen hättest?

Sind deine Gedanken oft abgedriftet oder konntest du dich voll und ganz auf diese Übung einlassen?

Hier geht es nicht darum,

Dich zu be- oder verurteilen.

Nimm deine Gedanken und Empfindungen einfach neutral wahr und bringe die Rosinen- Meditation zu einem entspannten Ende.

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