
Bleib bei dir
Verweilen, sich Zeit nehmen. Sich selbst beim Atmen beobachten. Getragen von dem Wunsch, sich selbst ehrlich begegnen zu wollen. Sich stabil und fest geerdet erfahren, um sich dann nach oben auszudehnen. Ganz bei sich bleiben, zwischen Erde und Himmel. Ein vielfaches Mehr wird bewusst: mehr als die sich selbst auferlegten Begrenzungen, weiter als die Körperhülle. Freiheit.
Transkription
Sehr gerne noch einmal,
Wahrnehmung für einen Körper,
Wahrnehmung für einen Geist und Wahrnehmung für eine Seele.
Damit diese Wahrnehmung sehr eingängig wird,
Bitte ich euch mit dem Torso etwas nach vorne zu lehnen und die beiden Gesäßhälften mit den jeweiligen Händen nach hinten und auseinander zu ziehen und so zu weilen und jetzt ganz langsam den Torso aufzurichten.
Dabei erkennen,
Das Steißbein geht tief in die Erde und schiebt ein wenig nach vorne.
Das tont den Bauch und jetzt schaffen wir Länge und ziehen die Schultern ganz leise zu den Ohren und führen die Oberarme etwas nach hinten und nehmen wahr,
Dass die Schulterblätter tatsächlich das Herz stützen.
Wenn die Augen jetzt schon ganz weich und sanft sind,
Dann lasst das so und sonst öffnet sie nur bis zur Hälfte und zieht dann die Wimpern ganz,
Ganz langsam runter,
Bis sich die Augen weich schließen und der Blick nach innen gelingt.
Wenn der Kopf jetzt sanft ist,
Dann bitte ich euch noch einmal den Kiefer innerlich anzuschauen und vielleicht mit geschlossenen weichen Augen den Mund nochmal zu öffnen,
Ganz weit,
Bis es im Ohr ankommt,
Als kleiner Druck und dann ganz langsam den unteren Kiefer nach oben zu führen und den Mund so weich zu schließen,
Dass der Kiefer entspannt bleibt.
Und jetzt dürfen die Ohren wahrgenommen werden,
Die Ohrläppchen schiebt ihr über die Schultern.
Das gibt so ein Gefühl,
Als ob eine Stimmgabel beim Kehlkopf etwas nach hinten führen würde und die Luftröhre ganz weit machen würde,
Sodass wir gut atmen können.
Wir nähen uns jetzt Schrittchen für Schrittchen der Atmung an und lassen einfach ganz ruhig den eigenen Atemrhythmus,
Diesen Duktus führen.
Durch die Nase atmen wir weich ein.
Durch die Nase atmen wir weich aus.
Nachdem ihr euch in eurem eigenen Atemrhythmus erkannt habt,
Begegnet eurem eigenen Atemrhythmus wie ein Freund.
Und wie bei einem Freund ist es schön das zu sehen,
Dass euer Freund,
Weil er so ist wie er ist,
Dass eine lange,
Lebenslange Freundschaft,
Die möchtet ihr nicht verändern,
In keinster Weise.
Und so in der Atembeobachtung und der Begegnung mit diesem Freund des Atems weilt ihr.
Und ihr erkennt,
Diese Freundschaft in diesem Zusammensein mit dem Atem fühlt es sich recht wohl.
Und nachdem ihr euren Atemfreund erkannt habt in Begegnetzeit,
Euch gefreut hat an eurem Atemfreund,
Schaut nun ganz sanft auf euch selbst.
Beobachtet euch und macht euch ein Bild von euch,
Wie ihr sitzt.
Es ist ein schönes Bild.
Hier sitzt jemand,
Der atmet.
Hier sitzt jemand ganz still.
Es ist ein friedliches Bild von einem Menschen,
Der sich selbst begegnet und begegnen will.
Und nun erkennt ihr,
Dass ihr sitzt.
Ihr sitzt auf einer Fläche.
Und wir nehmen nun gemeinsam die Kraft der Vision,
Die uns helfen wird,
Tief zu sitzen und ganz ruhig zu atmen.
Indem ihr euch vorstellt,
Dass dieser Boden,
Auf dem wir sitzen,
Durchsichtig wäre,
Wie ein Glas.
Und für einen Moment steigt ihr hinab und schaut nach oben und ihr seht euch sitzend von unten.
Und ihr seht jede Fläche,
Mit der ihr sitzt,
Auf diesem gläsernen Boden.
Und ihr werdet mit Erstaunen jetzt feststellen,
Dass durch jede Ausatmung sich dieser Sitz vertieft und sich in diesem gläsernen Boden ausdehnt.
Und so mag es mit jedem Ausatmen gefühlt nun tiefer und weiter werden.
Also mit jedem Ausatmen der Sitz sich vergrößern würde.
Stück für Stück sicherer,
Weiter und fester.
Ein Ausdehnen nach unten.
Und immer mehr wird es bewusst stabiler.
Jedes Ausatmen stabil und weit nach unten.
Und mit dieser Basis,
Die wir nun geschaffen haben,
Setzen wir uns wie ein stiller Beobachter neben uns.
Und freuen uns wieder an diesen Menschen,
Der hier sitzt und atmet,
Mit einer ganz weiten,
Stabilen Basis.
Einer Basis,
Die Vertrauen schenkt und jede Erweiterung zulassen kann.
Sodass wir nun bewusst noch einmal tief ausatmen in die Basis hin.
Und nun sehr bewusst einatmen und diese Einatmung nach oben führen.
Aus diesem weiten Sitz nach oben entlang der Mitte.
Um dann ganz ruhig wieder nach unten zu atmen in diese Weite.
Um dann aber wieder ganz weich und weit nach oben zu atmen.
Und erkennen,
Dass die Mitte führt.
Die Vision der Mitte.
Das Einatmen entlang der Mitte nach oben.
Das Ausatmen entlang der Mittellinie nach unten.
Wir erkennen die Kraft der Atmung und die Richtung der Atmung.
Wir ausatmen nach unten.
Nach einer gefühlten,
Erfahrenen,
Etwaigen kleinen Pause nach oben einatmen.
Nach unten ausatmen.
Und weil das Einatmen so nach oben führt,
Gehen wir mit.
Und erkennen oben,
Weit oben,
Bis in den Scheitel die Ausdehnung.
Nach dem jeweiligen Ausatmen darf es nach oben steigen.
In unerkannte Gefilde.
In den Scheitel und drüber hinaus.
Nach dem gesicherten Ausatmen darf es wieder einatmen nach oben.
Darf sich ausdehnen.
Nicht nur in der Schädeldecke,
Sondern weit drüber hinaus.
Und es darf Licht werden und hell werden.
Und es darf erheben und es darf uns erhaben machen.
Bei jedem Einatmen wird es Licht und hell.
Nach oben weit.
Nach unten tief.
Darf es nach oben nun leuchten.
So dass bei jedem Einatmen den Torso hebt,
Die Schultern hebt,
Das Herz weitet.
Um dann nur auszuatmen und die Basis leicht zu spüren.
Und sich der ganze Blick zum Einatmen hinwendet.
Wo es aufrichtet,
Ausrichtet,
Zum Himmel hinrichtet.
Über uns hinaus.
In ein Begreifen mit jedem Einatmen.
Ich bin mehr als meine Körperhülle,
Als meine Begrenzung.
Denn nun das Licht und die Erfahrung des Mehrseins.
Mit dem nächsten Einatmen nehmt die Schultern etwas höher.
Gebt die Oberarme nach hinten.
Und neigt ganz langsam das Kinn.
Ohne Einschränkung.
Dann öffnet langsam die Augen.
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