
Mit den Wellen reiten - Kurzform
In dieser Meditation machen wir uns bewusst, dass wir selbst viel mehr sind als eine einzelne Empfindung, ein Gefühl oder ein Gedanke. Empfindungen, Gefühle und Gedanken sind wie Wellen, die kommen und gehen. Du bist nicht die Welle. Du bist vielmehr als eine einzelne Welle. Wir üben uns darin, unsere Erfahrung mit Neugierde und Wohlwollen zu registrieren, sie innerlich zu benennen, sie nicht zu beurteilen, sie nicht anders haben zu wollen. Dadurch entsteht mehr innere Weite und Freiraum.
Transkription
Mit den Wellen reiten Nimm eine bequeme Haltung im Sitzen oder Liegen ein.
Du kannst die Augen schließen oder sie leicht geöffnet halten.
Vielleicht magst du ein paar sanfte und tiefe Atemzüge nehmen.
Ich möchte mit einem Zitat von John Kabat-Zinn diese Meditation einleiten.
Lausche den Worten und lass sie für einen Moment auf dich wirken.
Du kannst die Wellen von Gefühlen und Gedanken nicht stoppen,
Aber du kannst lernen mit ihnen zu reiten.
Und genau dazu lade ich dich in dieser Meditation ein.
In einem ersten Schritt verankern wir uns in unserem Atem.
Nimm wahr,
Wie dein Körper ein- und ausatmet.
Erlaube dir,
Die Empfindungen deines Atems intensiv zu spüren.
Es gibt jetzt im Moment nichts zu tun.
Dein Körper atmet dich.
Spür den sanften Rhythmus deiner Atmung.
Nimm jedes Ein- und Ausatmen wahr und vielleicht auch die Pausen dazwischen.
Der Atem kann als Anker dienen,
Der dich immer wieder in den gegenwärtigen Moment zurückholt.
Und vielleicht ist wahrnehmbar,
Wie dein Körper mit jeder Einatmung genähert wird und wie er sich mit jeder Ausatmung ein Stück entspannt.
Einatmen,
Du wirst genähert.
Ausatmen,
Du entspannst dich.
Erlaube deinem Atem,
Deinen Körper sanft zu wiegen und innerlich sanft zu umsorgen.
Der Atem ist dein Anker.
Mach dir bewusst,
Dass du jederzeit zu deinem Anker zum Atem zurückkehren kannst.
Lass nun den Atem in den Hintergrund treten und in ganz natürlich fließen.
In einem zweiten Schritt wenden wir uns nun den Wellen zu.
Richte dafür deine Aufmerksamkeit mit Neugierde und Wohlwollen nach innen.
Mache dir bewusst,
Dass du selbst viel mehr bist als eine einzelne Empfindung,
Ein Gefühl oder ein Gedanke.
Empfindungen,
Gefühle und Gedanken sind wie Wellen,
Die kommen und gehen.
Du bist nicht die Welle.
Du bist viel mehr als eine einzelne Welle.
Öffne dich,
So gut es geht,
Mit einer neugierigen und wohlwollenden Haltung für die gegenwärtige Erfahrung.
Erinnere dich,
Du kannst die Wellen von Empfindungen,
Gefühlen und Gedanken nicht stoppen,
Aber du kannst lernen,
Mit ihnen zu reiten.
Du bist viel mehr als eine einzelne Welle.
Beobachte für eine Weile alles,
Was in deinem Bewusstsein auftaucht.
Welche Wellen in dir so auftauchen?
Du kannst die einzelne Erfahrung auch benennen.
Vielleicht mit den Worten,
Etwas oder ein Teil in mir,
Denkt gerade.
Ein Teil von mir ist gerade angespannt.
Etwas in mir ist gerade unruhig.
Bleib in einer neugierigen und wohlwollenden Haltung.
Begrüße die gegenwärtige Erfahrung,
Sie ist ein Teil von dir.
Alles,
Was du wahrnehmen kannst,
Einfach zur Kenntnis nehmen.
Es innerlich benennen,
Es nicht beurteilen,
Es nicht anders haben wollen.
Es ist ein Teil von dir,
Eine Welle,
Die kommt und geht.
Du bist nicht die Welle.
Erlaube dir zu spüren,
Was du spürst,
Zu fühlen,
Was du fühlst,
Zu denken,
Was du denkst.
Du bist viel mehr als eine einzelne Empfindung,
Ein Gefühl oder ein Gedanke.
Erlaube den inneren Wellen zu kommen und zu gehen,
Anstatt sich mit den einzelnen Empfindungen,
Gefühlen und Gedanken zu identifizieren und diese persönlich zu nehmen.
Nimm das Auftreten und Verschwinden wahr.
Vielleicht kannst du bemerken,
Dass mit der Zeit in dir mehr innerer Raum entsteht,
Mehr Weite.
Kannst du spüren,
Dass du weit mehr bist als die einzelnen Phänomene,
Die du wahrnimmst?
Kannst du den Raum der Wahrnehmung selbst spüren?
Dehne dein Gewahrseinsfeld weiter aus.
Werde immer mehr zum Raum des Gewahrseins selbst.
Vielleicht magst du eine Hand oder auch beide Hände auf deinen Herzraum legen.
Spür den sanften Druck und die Wärme deiner Hände.
Öffne dich für die Vorstellung,
Dass du selbst Teil eines größeren Ganzen bist.
Wir kommen jetzt zum Abschluss dieser Übung.
Wie geht es dir jetzt?
Was erlebst du gerade?
Was hat sich durch diese Übung in deinem Erleben verändert?
Was davon magst du dir in den Alltag mitnehmen?
Beende nun in deinem Tempo die Meditation.
Spür,
Wie du hier sitzt oder liegst,
Wie dein Körper Kontakt zur Unterlage hat,
Wie deine Füße vielleicht den Boden spüren.
Nimm ein paar tiefe und sanfte Atemzüge und dann öffne sanft deine Augen.
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