
RAIN-Meditation
Die RAIN-Meditation, inspiriert von Tara Brach, um Schwierigkeiten anzusehen, zu verstehen und damit sein zu können - mit Freundlichkeit, Mitgefühl und Akzeptanz. Erkennen, welche Muster, Gedankengänge und unerfüllten Bedürfnisse zu Grunde liegen - und dadurch Schritt für Schritt heilen.
Transkription
Herzlich willkommen zu dieser Übung genannt RAIN nach Tarabrag.
RAIN ist ein Akronym und beinhaltet die vier Schritte des R,
Recognize,
Erkennen,
A,
Allow,
Annehmen,
Akzeptieren,
I,
Investigate,
Also untersuchen und N,
Nourish,
Für sich da sein,
Für sich sorgen.
Diese Übung ist gut geeignet,
Um mit Schwierigkeiten sinnvoller,
Verständnisvoller umzugehen und einen Einblick zu erhalten in das,
Was wirklich zugrunde liegt.
Sich nun die Zeit geben,
Um anzukommen,
Sich niederzulassen in einer Position,
Die sich jetzt angenehm anfühlt,
Der Oberkörper aufrecht,
Wach aber nicht steif,
Das Basislager einrichten,
Hier sein.
Es gibt nichts zu erreichen,
Es gibt nichts richtig oder falsch zu machen.
Diese Übung ist einfach eine Zeit für sich selbst,
Um nach innen zu gehen,
Um für sich da zu sein.
Mit der achtsamen Haltung geht es darum,
Sich der Erfahrung zuzuwenden,
Die jetzt gerade da ist,
Wach,
Neugierig und zugewandt,
Offen für das,
Was kommen mag.
Sitzen und das Sitzen wahrnehmen,
Die Schwerkraft,
Die Kontaktpunkte zum Boden,
Zur Unterlage,
Zum Stuhl.
Atmen und sich bewusst machen,
Ich atme.
Wie fühlt sich das gerade an,
Wo ist der Atem?
Brustbereich,
Bauch,
Nasenflügel.
Sich für ein paar Momente dem Atem widmen,
Den Körper atmen lassen und einfach nur spüren,
Präsent sein.
Und dann in den Körper hineinspüren,
Einen kleinen Bodyscan durchführen,
Von den Füßen bis zum Kopf,
Die Aufmerksamkeit wandern lassen,
Von unten nach oben und wahrnehmen,
Was gerade jetzt da ist.
Vielleicht gibt es Stellen,
Die sich ganz besonders zu Wort melden,
Anspannungen,
Schmerz,
Kribbeln,
Temperatur oder ein allgemeines Grundgefühl von Müdigkeit oder Wachheit,
Von Erschöpfung oder Entspannung.
Einfach wahrnehmen,
Was ist jetzt gerade im Körper zu spüren und sich für die Übung von RAIN eine Schwierigkeit des Lebens,
Des Alltags heraussuchen.
Ein Konflikt vielleicht,
Eine Verletzung,
Eine komplizierte Beziehung,
Eine ungeliebte Eigenschaft.
Irgendetwas,
Das Schwierigkeiten bereitet,
Das immer wieder etwas hervorruft,
Etwas Unangenehmes und sich nicht überfordern.
Die Übung ist immer die gleiche,
Egal ob es sich um etwas Kleines handelt,
Eine kleine Verärgerung,
Ein Thema,
Das einfach wiederkehrt oder um wirklich etwas Schwierigeres,
Etwas Größeres,
Aber die Übung ist einfacher mit Themen,
Mit Dingen,
Mit Situationen,
Die nicht überfordernd sind.
Und zu Beginn steht das R,
Recognize,
Anerkennen,
Erkennen,
Was ist da.
Wach sein und gerne benennen,
Was ist da im Körper,
Wie äußert sich diese Schwierigkeit,
Wo ist die Anspannung,
Wo ist die Verhärtung,
Welche Gefühle und welche Gedanken sind beteiligt.
Ist da Frustration,
Enttäuschung,
Der Gedanke,
Schon wieder.
Erkennen,
Was da ist.
Im zweiten Teil geht es um das Akzeptieren,
Anerkennen.
Anerkennen und erlauben,
Dass das jetzt gerade da ist,
Auch wenn es nicht gefällt.
Dieser Konflikt,
Diese Verärgerung,
Diese Enttäuschung,
Diese Eigenschaft.
Raum geben,
Anerkennen,
Dass unangenehme Erfahrungen Teil des Lebens sind.
Und dieses Anerkennen und Erlauben ist gar nicht so einfach.
Eine Weiterführung der Übung ist nur sinnvoll,
Wenn das wirklich eine authentische und ehrliche Akzeptanz ist.
Ja,
So ist es.
Das gehört auch dazu.
Es geht bei der Akzeptanz darum,
Die Realität anzuerkennen,
Das,
Was ohnehin da ist,
Und zu erlauben,
Dass es da ist.
Die Tendenz der Menschen ist es,
Unangenehmes wegzuschieben,
Zu verdrängen,
Es nicht wahrhaben zu wollen,
Das ist doch jetzt nicht wirklich passiert,
Und im Kampf zu bleiben gegen das,
Was real ist,
Was passiert ist,
Was da ist.
Und dieser zweite Schritt der Akzeptanz,
Des Zulassens,
Dass das Leben manchmal einfach schwierig,
Unerwünscht,
Kaum zu ertragen ist.
Jetzt gerade ist es so.
Ein zutiefst aktiver Schritt der Akzeptanz.
Nicht weggehen,
Dabei bleiben,
So ist es.
Und im nächsten Schritt,
E-Investigate,
Können wir wirklich untersuchen,
Was ist wirklich da?
Unter dem Ärger,
Unter der Frustration,
Unter dieser Anspannung.
Was ist wirklich unangenehm und wo ist der rote Knopf,
Wo ist der rote Punkt?
Was ist der Satz,
Der mich in die rote Zone bringt?
Welche Handlung ist diejenige,
Die mich herausfordert?
Wo ist wirklich die Schwierigkeit?
Und wo tut es weh?
Bei unangenehmen Erfahrungen stehen immer Bedürfnisse im Hintergrund,
Die nicht erfüllt wurden.
Ganz oft ist es das Bedürfnis nach gesehen werden,
Respektiert werden,
Raum bekommen,
Das nicht erfüllt wird.
Welches Bedürfnis steht hier bei diesem Konflikt,
Bei dieser Schwierigkeit im Vordergrund?
Und was erzählen mir meine Gedanken?
Denkmuster sind leicht zu erkennen an diesen kleinen Wörtern,
Immer,
Nie,
Schon wieder.
Was ist wirklich da?
Was ist wirklich die Schwierigkeit?
Wo tut es weh?
Im letzten Teil bei dem N-Nourish geht es darum,
Für sich da zu sein.
Was brauche ich jetzt?
Ressourcen stärken.
Was tut mir jetzt gut?
Welche Worte eines Freundes,
Einer Freundin würde ich jetzt gerne hören?
Welche Gesten,
Welche Handlungen tun mir gut?
Wie kann ich für mich da sein mit Freundlichkeit,
Mit Verständnis,
Mit Mitgefühl?
So wie ich für jemand anderes da wäre.
Die Freundlichkeit und Verbundenheit zulassen,
Weil wir es brauchen.
Das müssen wir uns nicht verdienen.
Eventuell ist es hilfreich,
Sich eine Hand auf den Bauch- oder Brustbereich zu legen oder Worte innerlich zu wiederholen.
Das ist schwer.
Ich bin da.
Ich kann das.
Es ist okay.
Es geht wieder vorbei.
Und wie nach einem Regenschauer die Luft frisch und kühl ist,
So ist auch hier nach dem Regen,
Also nach dem Rain,
Diese Zeit ganz wertvoll,
Um wirken zu lassen,
Um das zuzulassen,
Die Freundlichkeit da sein zu lassen.
Ein paar Atemzüge ganz bewusst noch verweilen in diesem Nourishing,
In diesem für sich selbst da sein.
Und nun wieder den Atem spüren,
Den Körper,
Der sitzt,
Der lebendig ist.
Die Augen öffnen,
Falls sie geschlossen waren,
Sich mit der Umgebung wieder verbinden,
Sich bewusst machen,
Jetzt bin ich hier.
Und wenn der Gongschlag ertönt,
Diese Übung beenden.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.6 (26)
Neueste Bewertungen
More from Berenice Boxler
Ähnliche Meditationen
Ähnliche LehrerInnen
Trusted by 35 million people. It's free.

Get the app
