
Liebevolles Atmen - geführte Meditation
Die Meditation "Liebevolles Atmen" hilft dabei, das Atmen als eine energiespendende und erdende Kraft zu erleben. Der Atem ist immer bei uns, er kann uns Anker für die Gegenwart und ein treuer Freund und Begleiter sein.
Transkription
Dies ist eine 15-minütige Meditation für das liebevolle Atmen.
In dieser Meditation möchten wir uns des Atems bewusst werden und seine stützende Kraft kennenlernen.
Ich möchte dich nun einladen,
Eine bequeme Sitzposition einzunehmen,
Mit einem Rücken aufgerichtet,
Würdevoll,
Aber auch nicht steif.
Und in dieser Position,
Die du für dich gewählt hast,
Nun die Augen schließen oder den Blick ganz ruhig vor dir auf den Boden lassen und nun ganz bei dir ankommen.
Vielleicht hilft dabei eine kleine Erinnerung,
Jetzt bin ich hier.
Dieses Hiersein ganz bewusst spüren,
Den Körper spüren,
Wie er hier sitzt,
In dieser Position,
In diesem Raum,
In diesem Moment und vielleicht die Kontaktpunkte des Körpers zum Boden spüren oder zur Sitzunterlage.
Und nun möchte ich dich einladen,
Die Aufmerksamkeit auf den Atem zu richten,
Den Atem zu spüren,
Wie er ein- und ausströmt in den Körper.
Vielleicht gibt es eine Stelle im Körper,
Wo der Atem am deutlichsten zu spüren ist.
Und wenn du möchtest,
Dann kannst du ein paar Mal tief ein- und ausatmen,
Um wahrzunehmen,
Wo sich diese Stelle im Körper befindet.
Es mag sein,
Dass diese Stelle im Bauch ist und du das Heben und Senken der Bauchdecke besonders deutlich spürst.
Es kann auch sein,
Dass du den Atem am ehesten im Brustkorb spürst,
Der sich ausdehnt und wieder zusammenzieht.
Vielleicht bemerkst du den Atem auch an den Nasenflügeln.
Und auch wenn es oftmals an der gleichen Stelle ist,
An der du den Atem spürst,
So lade ich dich doch ein,
Genau zu sehen,
Wo der Atem in diesem Moment jetzt und hier am deutlichsten zu spüren ist.
Die ganze Länge des Einatmens und die ganze Länge des Ausatmens wahrnehmen.
Und du musst nichts kontrollieren oder nichts verändern.
Wir sind einfach nur Beobachter des Atems.
Der Atem atmet von selbst.
Wir brauchen nichts zu tun.
Wir können einfach nur beobachten.
Vielleicht ist es hilfreich für dich,
Das Ein- und Ausatmen zu benennen.
Ein,
Aus.
Wenn der Geist abschweift,
Was er früher oder später tun wird,
Dann versuchen,
Das freundlich zur Kenntnis zu nehmen,
Neugierig schauen,
Wohin der Geist gewandert ist und ihn dann wieder sanft zum Atmen zurückführen.
Immer und immer wieder.
Vielleicht kannst du den Moment ganz bewusst spüren,
Wo das Einatmen endet und das Ausatmen anfängt.
Vielleicht gibt es dort eine kleine Pause und den Wechsel wahrnehmen,
Den Wechsel wahrnehmen zwischen Einatmen und Ausatmen,
Dem immerwährenden Rhythmus folgen.
Der Atem ist hier,
Seit unserer Geburt,
Er verlässt uns nie,
Ist treu und zuverlässig und arbeitet im Hintergrund,
Ohne dass wir irgendetwas dafür tun müssten.
Wir sind es uns oft nur nicht bewusst,
Dass der Atem immer bei uns ist.
Wir können uns ganz bewusst machen,
Ich atme ein,
Ich atme aus.
Sich dieser Kraft und Lebensenergie bewusst machen.
Der Atem ist wie ein Freund,
Der immer hier ist.
Und wenn der Geist abgelenkt wird durch Gedanken oder Körperempfindungen,
Dann immer wieder sanft und bestimmt zurückkehren zum Atem.
Es gibt hier nichts zu tun,
Nichts zu erreichen oder zu leisten und wir müssen auch keine Erwartungen erfüllen,
Noch nicht einmal die eigenen.
Wir können einfach nur darauf vertrauen,
Dass der Atem weiß,
Was er zu tun hat.
Und vielleicht kommen wieder Gedanken oder Gefühle auf,
Vielleicht kommt so etwas wie Ungeduld oder Langeweile,
Vielleicht schmerzt ein Teil des Körpers.
Und wir können all dies wahrnehmen,
All dies ist die Gegenwart,
So ist es im Moment.
Und wir können es anerkennen und uns dann wieder bewusst dem Atem zuwenden.
Der Atem ist unser Anker für die Gegenwart.
Immer wenn wir uns von uns selbst entfernen,
Kann uns der Atem zurückbringen.
Wenn wir uns auf den Atem besinnen,
Sind wir automatisch wieder im gegenwärtigen Moment,
Dann sind wir automatisch achtsam und ganz präsent für das,
Was gerade ist.
Der Atem kann uns auch als Messgerät für unsere Verfassung dienen.
Wenn wir aufgeregt sind oder uns ärgern,
Dann ist der Atem anders zu spüren,
Als wenn wir uns freuen.
Wenn wir gestresst sind oder angespannt,
Wie ist der Atem dann?
Es kann hilfreich sein,
Immer wieder im Laufe eines Tages zum Atem zurückzukehren und zu beobachten,
Wie sich die Empfindung im Laufe eines Tages immer wieder verändert.
Doch die Basis allen Seins ist der Atem,
Der immer da ist.
Einatmen und ausatmen.
Und vielleicht bemerkst Du ein Gefühl von Dankbarkeit für den Atem,
Der immer an Deiner Seite ist,
Und der Dich auch in schwierigen Situationen aus den Denkgewohnheiten und dem Autopiloten herausführen kann in das Sein,
In den gegenwärtigen Moment.
Wenn wir uns Sorgen machen,
Zu viel grübeln,
Uns in Gedanken verfangen,
Dann kann die Aufmerksamkeit für den Atem im Bauch oder in der Brust sehr hilfreich sein.
Denn im Bauch und in der Brust,
Da sind keine Gedanken.
Wenn wir uns auf den Atem konzentrieren,
Können wir uns lösen aus Gedankenmustern,
Aus Denkspiralen.
Wir können das Ziel loslassen,
Etwas erreichen zu müssen oder etwas lösen zu müssen und immer wieder zum einfachen Sein zurückkehren,
Zur Empfindung des Atems,
Zur Empfindung des Atems im Körper und der Bewegungen,
Die der Atem auslöst.
Und ich möchte Dich einladen,
Noch ein wenig auf den Wellen des Atems zu reiten,
Bis die Glocke ertönt.
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