
Denkpause: Gedankenkarussell
by Kai Meinig
Frustriert, weil Meditation nicht sofort für Ruhe sorgt? Diese Übung erklärt dir, warum es normal ist, dass sich nicht gleich Erleuchtung einstellt. Entdecke, wie du ohne Druck üben kannst und lerne vom Gedankenkarussell abzusteigen. Finde heraus, wie du dich mit Offenheit auf den Prozess einlassen kannst und gewinne ein tieferes Verständnis dafür, was Meditation wirklich bedeutet und wie du langfristig davon profitierst - ganz ohne Stress und Selbstoptimierung.
Transkription
Hi,
Ich bin Kai.
Willkommen zu deiner Denkpause,
In der wir gemeinsam reflektieren und meditieren.
Motiviert,
Etwas für dich zu tun und mehr geistige Ruhe zu finden,
Lässt du dich zur Meditation nieder.
Doch kaum versuchst du dich auf den Atem zu konzentrieren,
Startet das Gedankenkarussell in deinem Kopf.
To-do-Listen,
Beziehungswünsche,
Zukunftsängste – alles wirbelt wie wild durcheinander.
Statt Ruhe dreht sich der Geist unaufhörlich.
Und frustriert fragst du dich,
Mache ich etwas falsch?
Sollte ich nicht längst ruhiger sein?
Die meisten Menschen glauben,
Erfolgreiche Meditation bedeutet,
Das Karussell anzuhalten.
Um diesen Zustand zu erreichen,
Kämpfen sie gegen jeden aufkommenden Gedanken an oder bewerten ihre Erfahrungen durch noch mehr Denken.
Dieser Kampf erzeugt natürlich nur mehr Unruhe.
Das Karussell dreht sich schneller.
Die Lösung liegt nicht darin,
Gedanken zu unterdrücken,
Sondern ein wenig zurückzutreten.
Anstatt in das Karussell einzusteigen und mitzufahren,
Bis dir schwindelig wird,
Kannst du lernen,
Es von außen zu betrachten.
Je regelmäßiger du übst,
Umso leichter wird es dir fallen,
Gedanken wahrzunehmen,
Ohne dich von ihnen mitreißen zu lassen.
Mit der Zeit erkennst du,
Gedanken sind nur flüchtige Erscheinungen,
Die kommen und gehen.
Du musst sie weder anhalten noch wegschieben oder dich um ihre Form kümmern,
Selbst wenn sie sich im Kreis drehen.
Diese Einsicht kann nicht nur deine Meditationspraxis,
Sondern dein ganzes Leben positiv beeinflussen.
Tauchen Sorgen oder Zweifel auf,
Bleibst du gelassener.
Statt dich im Grübel-Karussell zu verlieren,
Findest du leichter zurück in den gegenwärtigen Moment.
Auch kreative Ideen können freier fließen,
Wenn du nicht an jedem Gedanken festhältst.
Du gewinnst Abstand zu deinem Gedankenmustern und lernst bewusster zu entscheiden,
Welchen du Aufmerksamkeit schenkst.
Das Gedankenkarussell dreht sich vielleicht weiter,
Aber du sitzt nicht mehr mittendrin.
Stattdessen darfst du neugierig und offen wahrnehmen,
Welche Verrücktheiten da an dir vorbeiziehen,
Ohne darauf einsteigen zu müssen.
Lass uns nun gemeinsam praktizieren.
Sitze dazu entspannt,
Aber aufrecht,
Oder übe im Liegen,
Falls Sitzen für dich gerade nicht möglich ist.
Beginne mit ein paar tiefen Atemzügen,
Einatmen durch die Nase,
Aus durch den Mund.
Mit der passenden Ausatmung schließe sanft die Augen,
Wenn für dich angenehm.
Spüre den Kontakt zur Unterlage,
Die Füße auf dem Boden,
Hände und Arme auf den Beinen.
Ist der Körper heute schwer oder leicht?
Nimm Geräusche wahr,
Gedanken,
Die auftauchen.
Wie ist der Geist gestimmt?
Eher ruhig oder unruhig?
Und ganz gleich,
Wie Körper und Geist gestimmt sind,
Du brauchst für diese Übung nichts verändern,
Musst nichts loswerden.
Alles,
Was auftaucht,
Ist bereits Teil deiner Erfahrung und für die dir niederzulassen.
Werde dir nun bewusst,
Dass du atmest.
Wo spürst du den Atem im Körper am deutlichsten?
Ist es das sanfte Heben und Senken von Brust oder Schulter?
Die Empfindung von Ausdehnen,
Zusammenfallen im Bauch?
Gern darfst du eine Hand auf diesen Bereich legen,
Wenn es dir dabei hilft,
Die Atmung deutlicher zu spüren.
Es geht nicht darum,
Auf eine bestimmte Art zu atmen,
Du darfst spüren,
Wie der Körper ganz von allein atmet,
Mit seinem ganz eigenen Rhythmus.
Und wenn du soweit bist,
Entscheide dich nun für einen Ankerpunkt,
Einem Bereich,
In dem du die Atmung am deutlichsten spürst,
Und lass die Aufmerksamkeit dort ganz sanft ruhen.
Spüre die natürliche Bewegung des Atems.
Sind die Atemzüge lang oder kurz?
Sind sie tief oder eher flach?
Sobald du dabei bemerkst,
Der Geist schweift ab,
Nimm die Ablenkung wahr,
Lass sie sanft gehen und bring die Aufmerksamkeit freundlich zurück zum Atem,
Zu deinem Ankerpunkt.
Du brauchst nichts steuern,
Musst nichts verändern.
Darfst spüren und gern auch genießen,
Dass der Körper von allein atmet.
Einatmen,
Du spürst,
Du atmest ein.
Ausatmen,
Du spürst,
Du atmest aus.
Nimm wahr,
Wie Gedanken im Geiste vorüberziehen,
Ohne dass du ihnen folgen musst.
Das Karussell darf sich drehen,
Ohne dass du einsteigen brauchst.
Es spielt keine Rolle,
Wie schnell es sich dreht oder wer mitfährt.
Du darfst zurücktreten und dir bewusst sein,
Da ist Denken.
Und sobald du bemerkst,
Du bist eingestiegen,
Kein Problem,
Bring die Aufmerksamkeit zurück zum Atem und bemerke weiter,
Wie Gedanken an dir vorbeiziehen.
Und natürlich schweift der Geist immer wieder ab,
Das ist kein Problem.
Nimm die Ablenkung wahr,
Lass sie sanft gehen und bring die Aufmerksamkeit freundlich zurück zum Atem,
Zum Ankerpunkt.
Und mit der nächsten Ausatmung löse den Fokus von der Atmung,
Lass den Geist frei,
Lass ihn machen,
Was er will,
Denken,
Träumen,
Bewerten.
Und zum Abschluss bring die Aufmerksamkeit noch einmal zurück zum Körper.
Werde dir der verschiedenen Sinneseindrücke bewusst.
Spüre Kontakt zur Unterlage,
Gewicht,
Die Füße auf dem Boden,
Hände,
Arme auf den Beinen.
Nimm Geräusche und Gerüche wahr.
Werde dir des Raumes um dich herum bewusst.
Und mit einem ersten,
Tieferen,
Bewussten Atemzug öffne langsam die Augen,
Nimm dir einen Augenblick Zeit,
Um zu bemerken,
Wie es dir geht.
Danke,
Dass du heute mit mir geübt hast.
Für mehr kostenfreie Inhalte auf deinem Weg zu weniger Stress und mehr Bewusstheit folge Achtsamkeit auf Insight Timer.
Ich freue mich darauf,
Dich zu begleiten.
Bis dahin,
Pass gut auf dich auf.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.9 (18)
Neueste Bewertungen
More from Kai Meinig
Ähnliche Meditationen
Trusted by 35 million people. It's free.

Get the app
