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Atem als Erfahrung des Grenzen Überwindens

by Vilas Turske

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Meditation
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In dieser Atemanleitung führt uns Vilas zur Erkenntnis, dass der Atem immer eine Co-Produktion mit der Energie ist, die uns atmet. Zuerst aber sollten wir wissen, wer ist es, der da atmet? Sollten ein inneres Gleichgewicht finden zwischen dem Tun und dem Nicht-Tun, also in der Lage sein, geschehen zu lassen. Das ist eine große Herausforderung, verbindet uns aber mit der inneren Essenz.

Transkription

Mit dieser Sequenz von Übungen möchte ich auf die verschiedenen Energieströme im Körper eingehen,

Die durch die Atmung initiiert werden.

Da ist einmal die Atmung selbst,

Die wir wahrnehmen auf ihrem Weg von der Nase bis in die Lungen,

Aber da ist eine viel komplexere Wahrnehmung im Inneren des Körpers,

Wenn wir anfangen,

Die Richtungen der Energieflüsse wahrzunehmen,

Die mit Atmung verbunden sein können.

In der yogischen Tradition geht man davon aus,

Dass wir fünf Hauptenergieströme im Körper haben,

Die alle eine Richtung haben und den Körper als Ganzes mit Energie,

Mit Prana verbinden.

Diese Energieflüsse sind auch in unserer Feinwahrnehmung durchaus erkennbar,

Fühlbar und praktizierbar.

Und das Wissen von dieser Möglichkeit hilft uns,

Viel feiner und tiefer in eine Atmung hineinzukommen,

Die sowohl energetisch uns erfüllt,

Die uns aber auch Handhabe gibt,

Sie ganz subtil in Richtungen zu leiten und den Körper Teile zu leiten,

Wo wir sie gerade brauchen,

Weil wir dort vielleicht energetisch etwas unterversorgt sind.

Und vor diesem Hintergrund würde ich sehr gerne jetzt die wichtigsten fünf Vayus,

So nennt man diese Energieflüsse,

Und das Wort Vayu kommt von Wind,

Also von einem Wind,

Der durch den Körper zieht und auch wie der Wind draußen eine Richtung hat,

Hat der Wind im Körper eben auch eine Richtung.

Und das schauen wir uns jetzt an und das möchte ich jetzt gerne praktizieren.

Dafür bitte ich dich,

Einen komfortablen Sitz einzunehmen,

Nochmal die Gesäßknochen zu erden und die Rückseite zu weiten und diese Leichtigkeit in der Rückseite wahrzunehmen,

Die es ermöglicht,

Das Becken etwas nach vorne zu beugen,

Dann sich in den Seiten langwerdend nach oben aufzurichten,

Um dann mit einer kleinen Steißbeinaktion wieder die Erdung in Richtung Boden wahrzunehmen.

Das,

Was uns als erstes beschäftigt,

Ist Prana-Vayu.

Dafür möchte ich dich bitten,

Die Schultern hochzuziehen,

Die Oberarme nach hinten zu bringen,

Die Seiten lang zu machen,

Die Ohren über die Schultern zu bringen und damit den Körper bereit zu machen,

Als eine Art Gefäß für die Atmung,

Die kommt.

Mit der Einatmung dehnen wir uns aus und es gibt eine energetische Richtung nach oben.

Mit der Ausatmung erden wir uns und es gibt eine energetische Richtung nach unten.

Energiewahrnehmung,

Einatmen,

Seiten lang,

Oberkörper dehnt sich aus und die Energie fließt nach oben und das ist Prana-Vayu.

Und Ausatmen,

Erdung,

Das ist schon verbunden mit der Antwort auf Prana-Vayu,

Das ist die zweite Hauptrichtung der Atmung,

Das ist Apana-Vayu,

Das ist diese Richtung nach unten.

Während Prana-Vayu mit dem Einatmen verbunden ist,

In diesem Falle und uns nach oben ausdehnt und uns ringsherum ausdehnt,

Ist Apana-Vayu eine Art Kontraktion,

Aber nur in diesem Falle und die Erfahrung ist eine Ausdehnung nach unten.

Da wir unten auf dem Boden sitzen,

Also eine Erdung,

Weil die Ausdehnung dort,

Wo der Körper den Boden berührt,

Erstmal aufhört.

Im Moment möchten wir auf das Prana-Vayu fokussieren und daher möchte ich jetzt mit der Einatmung auf der Rückseite beginnen und zwar auf der Höhe der unteren Rippen und wir atmen in diesen unteren Rücken und dehnen uns über die Seite nach vorne oben aus,

Einatmend,

Ausatmend erden wir uns wieder und lassen die Energie nach unten sinken.

Einatmend,

Ausdehnung über die Seiten nach vorne oben,

Ausatmend Stabilität und Festigkeit bei der Erdung.

Einatmend,

Lange Seiten,

Schultern Richtung Ohren,

Oberarmknochen nach hinten,

Ausatmend wieder erden.

Während wir so weiter atmen und in diesem Rhythmus bleiben,

Möchte ich eine zweite wichtige Erfahrung hinzufügen.

Hier geht es um die ganz natürliche Pause,

Die nach jedem Atemzug,

Sei es Aus- oder Einatmung eintritt.

Es entsteht dann,

Wenn wir die eine Richtung,

Das Einatmen,

Was nach oben geht,

Bis ans Ende verfolgen und dann gibt es einen Moment,

Wo diese Einatmung umkippt in die Ausatmung und dieser Moment dazwischen,

Das ist,

Auch wenn es am Anfang nur ein Bruchteil einer Sekunde ist,

Das ist der Moment der Pause zwischen den Atemzügen.

Auch ein Moment,

Wenn diese Pause länger wird,

Die eine Art Innehalten bedeutet,

Eine Art Stille.

Und diese Pause ist automatisch bei jedem Atemzug,

Der aus Aus- und Einatmung besteht,

Da.

Also geht es jetzt darum,

Diese Wahrnehmung ganz bewusst aufzugreifen und eventuell diese Pause nach innen hörend und dem Energierhythmus folgend etwas zu vergrößern,

Ohne auch nur den Hauch einer Idee Luft anhalten zu wollen.

Also es geht nicht,

Was wir machen wollen,

Sondern es geht etwas,

Es geht darum,

Dass wir etwas tun,

Was der Körper bestimmt,

Indem er es geschehen lässt und wir so unseren Atemrhythmus finden.

Also einatmen aus der Rückseite über die Seite nach vorne,

Vielleicht eine Pause,

Dann sanftes Ausatmen,

Vielleicht eine Pause,

Dann wieder einatmen aus der Rückseite über die Seite nach vorne.

Oben,

Ein Ausdehnen,

Ein Nach-Oben-Streben,

Dann die Pause wird zum einen Moment der inneren Stille,

Dann ausatmen,

Nach unten erden und wieder ein Moment der Stille.

Und wenn wir dies in einem Rhythmus tun,

Der Tun und Geschehen lassen miteinander verbindet,

Wir also honorieren,

Dass wir die Atmung einerseits tun,

Andererseits aber auch empfangen,

Dann entsteht aus diesem Atmen der innere Atemrhythmus,

Der sowohl individuell und in jedem Moment,

Wenn wir es versuchen und aufgreifen,

Anders ist als im Moment davor,

Der aber auch universell ist,

Weil er mit dem Bewusstsein lebt,

Dass wir geatmet werden,

Dass wir die Atmung nicht ultimativ kontrollieren oder bestimmen können.

Ganz bewusst aus der Rückseite über die Seite nach vorne oben einatmen,

Inne halten,

Erhalten,

Ausatmen,

Auflösen,

Gehen lassen,

Wieder einatmen,

Pause,

Ausatmen,

Pause,

Wieder einatmen.

Und so finden wir jetzt ganz langsam einen Atemrhythmus,

Der uns in diesem Moment definiert.

Eine Verbindung mit der Energie,

Die uns atmet,

Eine Verbindung mit Prana,

Vayu.

Einatmen aus der Rückseite über die Seite nach vorne oben,

Ein Moment der Stille,

Ausatmen,

Erden,

Ein Moment der Stille.

Und in diesem Rhythmus können wir jetzt verweilen und können gerne noch fünf bis zehn Minuten weiteratmen,

Immer wieder mit dieser Energie Prana,

Vayu verbunden,

Die uns ausdehnt und eine Richtung im Körper nach oben hat.

Also eine Ausdehnung,

Die uns aufrichtet und uns auch in unserer ständigen Auseinandersetzung mit der Schwerkraft eine Körperhaltung gibt,

Die uns immer wieder neu nach oben streben lässt.

Und jedes Mal kommt das Einatmen aus der Rückseite,

Dehnt uns ringsherum aus,

Lässt die Energie nach oben steigen und beim Ausatmen erden wir uns.

Prana,

Vayu,

Die Energie,

Die uns leicht macht,

Die uns Leichtigkeit gibt,

In unserem Bemühen aufrecht zu sein,

Aufrecht zu stehen,

Den Körper aufrecht zu erhalten,

Aber auch innerlich sich aufrecht halten.

Also eine unterstützende,

Eine tragende,

Eine sich ausdehnende Energie.

Mit dem nächsten Einatmen bitte ich noch einmal darum,

Die Schultern Richtung Ohren zu ziehen,

Schulterblätter etwas zueinander,

Das Herz von hinten stützen,

Dann bitte den Hals etwas nach hinten nehmen,

Dass die Ohren über die Schultern stehen.

Der Hals ist lang und beim nächsten Ausatmen bitte ich,

Das Kinn Richtung Brust sanft sinken zu lassen und die Augen zu öffnen.

Ganz wichtig jetzt,

Den Atem zu vergessen,

Den Atem einfach geschehen lassen,

Nicht bewusst wahrzunehmen.

Wir beschäftigen uns jetzt mit Apana Vayu.

Apana Vayu ist das Gegengewicht zu Prana Vayu.

Es ist Teil irgendwo von Prana Vayu und wir werden sie auch nachher zusammenfügen,

Diese Atmungen,

In unserer Atempraxis,

In unserer Atemmeditation am Ende dieser Stunde.

Wichtig für uns ist einfach mal das Wahrnehmen von Apana Vayu isoliert aus dem Kontext.

Das heißt also,

Prana und Apana Vayu sind unzertrennlich,

Sind zwei Atemrichtungen,

Die sich ergänzen und auch während wir gerade uns mit Prana Vayu beschäftigt haben,

War in jedem Atemzug auch ein Element von Apana Vayu.

Auf der anderen Seite beschäftigen wir uns jetzt mit Apana Vayu,

Gibt es immer wieder ein Element von Prana Vayu in jedem Atemzug.

Aber dadurch,

Dass wir das Bewusstsein für Apana Vayu schaffen durch die Ansagen,

Die ich machen werde,

Wird es uns helfen,

Apana Vayu etwas zu isolieren und es separat wahrzunehmen.

Das ist so eine Hilfe,

Dass wir es im Körper mal erfahren haben,

Um dann später auch damit spielerisch umgehen zu können.

Denn unsere Atmung ist im wahrsten Sinne des Wortes dann am schönsten und führt uns auch direkt zur Meditation,

Wenn es uns gelingt,

Prana und Apana Vayu so miteinander zu verbinden,

Dass wir beides in der Mitte des Körpers wahrnehmen.

Also dass diese bewusste Aufwärtsbewegung Teil unseres Körpers ist,

Genauso wie die erdende Qualität von Apana Vayu,

Aber dass wir beides in der Mitte des Körpers wahrnehmen und nicht mehr nach oben und nach unten gehen müssen.

Das kommt während der Atempraxis,

Die wir jetzt mit Apana Vayu,

Wo wir jetzt mit Apana Vayu unseren zweiten Aspekt hinzufügen.

Bitte nochmal die Gesäßknochen zu erden,

Nochmal neue Weite zu schaffen im unteren Rücken,

Die Hände ablegen auf den Oberschenkeln und schauen,

Dass die Ellbogen unter den Schultern sind und dass das eine ganz relaxte,

Weiche Haltung ist.

Schon jetzt beim Sitzen stellen wir fest,

Dass die Erfahrung von Prana Vayu uns definiert.

Da ist schon ganz viel im Körper bewusst,

Was vorher in dieser Form gar nicht bewusst war.

Wir lassen die Atmung etwas geschehen,

Atmen ein und stellen uns vor,

Wie die Seiten wieder lang werden,

Wie wir dann die Schultern etwas hochnehmen und nach hinten führen,

Sodass wieder das Bewusstsein in die Rückseite wandert.

Wir den Hals wieder etwas nach hinten nehmen,

Um für die Atmung im oberen Gaumen und im Rachen nochmal besonderen Raum zu schaffen.

Sobald wir das tun,

Fließt der Atem viel weicher in den Rachen oder,

Wie ich immer sage,

In den Dom des Rachens,

Ein nach oben gewölbtes Element unseres hinteren oberen Gaumens.

Beim nächsten Einatmen initiieren wir die Einatmung wieder aus der Rückseite,

Atmen aus der Rückseite über die Seite nach vorne und beim Ausatmen einfach ausatmen,

Ohne immer eine bewusste Richtung zu geben.

Einatmen aus der Rückseite über die Seite nach vorne in die Körpermitte,

Ausatmen,

Erden geschehen lassen.

Einatmen aus der Rückseite über die Seite nach vorne unten,

Ausatmen nach oben Richtung Krone des Kopfes.

Einatmen und jetzt bewegen wir den Körper etwas nach vorne,

Drehen die Oberschenkel etwas nach innen und weiten das Becken und den Beckenboden und beim Ausatmen mit einer ganz kleinen Steißbeinbewegung,

Mehr gedacht als getan,

Erfahren wir,

Wie der Unterleib sich etwas reinzieht und den Atem von unten nach oben rausdrückt.

Einatmen,

Beckenboden weitet sich,

Rückseite im Rücken wird weit,

Ausatmen,

Steißbein zieht sanft nach unten,

Schambein hebt sich an,

Bauchdecke kippt etwas rein,

Wir ziehen sie etwas rein und drücken den Atem von unten nach oben raus bis zur Krone des Kopfes.

Einatmen in dem Beckenboden,

Ausatmen in die Krone des Kopfes und wenn wir mögen,

Können wir diese Bewegung,

Die wir gerade angedeutet haben,

Mit der Weitung und mit dieser Idee von Steißbein,

Das ist nur gedacht,

Fast nicht getan,

Können wir das immer wieder als begleitendes Element hinzufügen,

Um uns bewusst zu machen,

Dass wir jetzt ganz bewusst nach unten in den Beckenboden einatmen und nach oben in die Krone des Kopfes ausatmen.

In diesem Moment ist Apanavayu die erdende Kraft,

Die aktive Kraft,

Die sich interessanterweise auch mit der Einatmung verbinden lässt und das Ausatmen ist die Energie,

Die nach oben strebt.

Das Einatmen ist die erdende Qualität von Apanavayu.

Das Ausatmen ist die nach oben fließende Energie,

Die sich mit Pranavayu verbindet.

Einatmen aus der Rückseite über die Seite nach vorne unten,

Einen Moment innehalten,

Ausatmen,

Wie der Steißbein ein bisschen nach unten zieht,

Die Bauchdecke sich reinzieht,

Energie fließt nach oben.

Und auch hier können wir wieder die Phasen der Stille hinzufügen.

Wir hören auf unseren Körper,

Ohne es tun zu wollen und geben ihm nur Raum und der Atem nimmt sich diesen Raum und hält inne nach der Einatmung oder hält inne nach der Ausatmung oder beides.

Das,

Was sich vom Körper im Moment anbietet,

Nehmen wir an und kultivieren es.

Einatmen,

Weite im unteren Rücken,

Ausatmen,

Energiefluss nach oben.

Einatmen,

Rückseite dehnt sich aus,

Der Beckenboden wird weit,

Stille,

Ausatmen,

Steißbein zieht leicht nach unten,

Schambein kommt etwas hoch,

Bauchdecke zieht sich rein und wir atmen nach oben aus,

Stille.

Und hier können wir jetzt dem Rhythmus folgen,

Den der Körper anbietet und wir stellen fest,

Dass diese Atembewegung und der Atemrhythmus bei Apanavayu ein völlig anderes Körperverständnis vermittelt.

Es fühlt sich anders an,

Trotzdem entstehen große Pausen,

Trotzdem verlängert sich der Atem,

So wie wir ihm Raum geben,

Ganz automatisch,

Entweder bei der Aus- oder bei der Einatmung und wir erfahren eine andere Qualität von Erdung und Stabilität verbunden mit der Einatmung und eine Idee von Aufstreben und Freiheit und Öffnung nach oben mit der Ausatmung.

Beim nächsten Einatmen nochmal ganz bewusst die Weite wahrnehmen,

Die Erdung wahrnehmen,

Bei der Ausatmung nochmal in den Seiten lang werden,

Die Schultern hochziehen,

Nach oben wachsen und wieder einatmen,

Nach unten ausdehnen,

Stille.

Ausatmen,

Nach oben,

Stille.

Wir beginnen den Körper wieder wahrzunehmen,

Ziehen die Schultern nochmal hoch,

Bringen die Oberarme nach hinten,

Die Schulterblätter stützen das Herz,

Wir dehnen uns jetzt im Oberkörper wieder aus,

Senken das Kinn sanft und öffnen die Augen.

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Cibi

April 28, 2021

🙏💫

Tanja

July 2, 2020

Vielen Dank Vilas für das Erfahren der unterschiedlichen Qualitäten von Prana und Aprana Vayu

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