
Akzeptanz beginnt beim Atmen - Atempraxis
by Vilas Turske
Indem wir lernen, das Atmen geschehen zu lassen, entwickeln wir ein inneres Gefühl für Akzeptanz. Gerade im Alltag ist die Atemsequenz, die nur akzeptiert, was gerade ist, den Atem sich entwickeln lässt, eine große Hilfe, nicht in ewig in sich kreisenden Reaktionsmustern aufzugehen.
Transkription
In der Episode 3 beschäftigen wir uns mit der Idee,
Dass es möglich ist für uns die Kontrolle,
Die wir immer wieder versuchen auszuüben,
Wahrzunehmen und mit ihr umzugehen und sie dadurch zu überwinden.
Das ist bei der Atmung ganz besonders wichtig,
Weil wir durch kontrolliertes Atmen eigentlich genau das tun,
Was wir auch im Leben tun,
Wenn wir kontrollieren,
Wir kreieren Enge.
Auch hier wieder bitte ich dich,
Einen komfortablen Sitz einzunehmen,
Die Gesäßknochen gut zu erden,
Die Seiten lang zu machen,
Die Oberarme leicht anzuheben und die Ohren über die Schultern zu bringen,
Dass der Hals lang wird und wir dadurch einen größeren Raum für die Atmung sowohl in der Brust als auch im oberen Gaumen schaffen.
Beutsam möchte ich dich bitten,
Einzuatmen.
Beutsam möchte ich dich bitten,
Auszuatmen.
Beutsam heißt hier sanft,
Achtsam,
Genau das tun,
Was im Moment möglich ist.
Dem Atem seinen Raum geben,
Ihm nicht einen Raum vorgeben,
Sondern ihm den Raum geben.
Einatmen,
Ausatmen.
Wir lassen den Atem geschehen,
So wie er jetzt daherkommt und um innerlich ruhiger zu werden,
Bietet es sich jetzt an,
Dass wir uns selbst sagen,
Was wir tun.
Und deshalb möchte ich dich bitten,
Jetzt zu sagen,
So wie du einatmest,
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme.
Und wenn du ausatmest,
Ich beobachte mich,
Wie ich ausatme.
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme.
Ich beobachte mich,
Wie ich ausatme.
Das ist eine Beobachtung eines Atems,
Der genau das macht,
Was er gerade kann.
Atmet ein in einer bestimmten Länge,
Ohne jeden Druck.
Atmet aus in der vorgegebenen Länge,
Wie der Körper es im Moment kann.
Und in diesem Atemrhythmus bewegen wir uns für die nächsten Atemzüge,
Machen es uns bewusst,
Wie wir atmen,
Aber verändern den Atem nicht.
Natürlich entsteht eine weiche,
Sanfte Veränderung einfach durch die Stille und die Ruhe,
Mit der wir atmen.
Und dadurch,
Dass wir gewahr werden,
Wie wir atmen,
Verändert sich der Atem bereits leicht.
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme.
Stille.
Ich beobachte mich,
Wie ich ausatme.
Stille.
Mit diesen Momenten der Stille,
Die vielleicht entstehen,
Halten wir diese ganz klare Trennung von Ein- und Ausatmung fest.
Wir machen uns bewusst,
Dass eventuell,
Wenn die Einatmung an ihrem höchsten Punkt umkippt in die Ausatmung,
Dass die dort entstehende Mini-Pause,
Je nachdem wie wir innerlich ausgerichtet sind im Moment,
Dort diese größere Pause entstehen mag.
Und das ist dieser wunderbare Moment der Stille.
Am tiefsten Punkt der Ausatmung,
Wenn sie umkippt in die Einatmung,
Wenn sie die Richtung wechselt,
Auch dort gibt es einen automatischen Stillstand,
Auch wenn es nur ein kleines Bruchteil einer Sekunde ist.
Auch das ist die Pause nach der Ausatmung in ihrer Wurzel,
In ihrem Ursprung.
Und auch die wird vielleicht durch unsere achtsame Atempraxis,
Durch das,
Was wir jetzt in diesem Moment erfahren,
Ein nicht kontrolliertes Atmen,
Auch die wird stiller,
Länger.
Es gibt ein angenehmes Hilfsmittel,
Um diese Atempause vielleicht etwas prominenter,
Etwas wichtiger zu machen,
Indem wir jetzt nochmal ganz bewusst uns auf unsere Nasenlöcher beim Ein- und Ausatmen konzentrieren.
Ich möchte dich bitten,
Jetzt ganz bewusst beim nächsten Einatmen nur durch das rechte Nasenloch einzuatmen und durch beide Nasenlöcher aus.
Und wenn du das festhalten konntest,
Erfahren durftest,
Bitte ich dich jetzt durch das linke Nasenloch ein- und auszuatmen.
Links rein,
Durch beide Nasenlöcher aus.
Und wenn du jetzt beim nächsten Einatmen versuchst,
Durch beide Nasenlöcher einzuatmen und dem Atem folgt,
Bis die beiden Nasenkanäle,
Wo sie zusammenfügen,
Sich oben im Gaumen treffen und dort ein ganz feines Geräusch erzeugen,
Dann gibt es eine neue Wahrnehmung von dem Einatmen,
Weil es danach tatsächlich still wird.
Und wenn du dann ausatmest,
Dann entsteht auch nach dieser Ausatmung eine bewusstere Pause,
Weil auch bei der Ausatmung dieses ganz feine Geräusch im oberen Gaumen hörbar wird,
Im Inneren hörbar.
Also einatmen,
Durch beide Nasenlöcher.
Dieses ganz feine Geräusch begleitet die Einatmung im oberen Gaumen,
Dann stille,
Dann ausatmen.
Auch dort dieses feine,
Aber sehr andere Geräusch und auch dann stille.
Bitte dich jetzt auf diese unterschiedlichen Qualitäten des Geräuschs zu achten.
Das Einatmen,
Gefolgt von der Stille.
Das Geräusch beim Ausatmen,
Gefolgt von der Stille.
Einatmen,
Ausatmen,
Stille.
Das Einatmen,
Öffnend,
Befreiend.
Das Ausatmen,
Raumschaffend.
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme,
Stille.
Ich beobachte mich,
Wie ich ausatme,
Stille.
Beruhigend,
Sanft,
Ganz friedlich können wir so unseren Atemrhythmus entdecken,
Fernab von jeder Kontrolle.
Ein wunderbarer Körper,
Der atmet.
Verbunden mit der Energie,
Die ihn atmet und will,
Dass er lebt.
Friedvoll.
Beim nächsten Einatmen wieder bewusster atmen,
Die Schultern leicht anheben.
Beim Ausatmen wieder ganz bewusst nach unten in die Erdung denken und den ganzen Körper wieder wahrnehmen.
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