
Rauchfreie Atempause: Dem Verlangen freundlich begegnen
by Ursula Maile
Diese Meditation richtet sich an alle, die sich vor kurzem entschieden haben, mit dem Rauchen aufzuhören. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung, rauchfrei zu leben! Du bist eingeladen, mit mir zu meditieren und gleichzeitig an deinem Vorsatz dranzubleiben. Speziell wenn du gerade eine "Schmachtattacke" hast, ist diese Meditation richtig für dich. Lerne, auf der Welle des Verlangens zu segeln statt dich davon mitreißen zu lassen. Bleib dran, glaub an dich, es lohnt sich.
Transkription
Schön,
Dass Du da bist.
Du bist eingeladen,
Die nächsten Minuten für eine bewusste,
Rauchfreie Atempause zu nutzen und Dich gleichzeitig ein bisschen besser kennenzulernen.
Finde eine bequeme,
Gleichzeitig aufrechte Sitzhaltung.
Dein Rücken ist gerade,
Die Schultern dürfen sich lockern,
Das Kinn senkt leicht zur Brust.
Deine Hände ruhen auf den Oberschenkeln.
Wenn es Dir angenehm ist,
Dann schließe jetzt die Augen.
Wir alle verbringen einen Teil unseres Lebens damit,
Unseren Gewohnheiten zu folgen.
Auch der Impuls,
Jetzt eine Zigarette rauchen zu wollen,
Obwohl Du Dich für ein rauchfreies Leben entschieden hast,
Der kommt aus so einer Gewohnheit.
Die lieben Gewohnheiten,
Die Dir im Alltag das Leben erleichtern sollen,
Können es Dir gerade jetzt ganz schön schwer machen,
Dran zu bleiben.
Rauchen aktiviert Dein Belohnungssystem,
Allerdings sind die Belohnungen in Wirklichkeit nicht so großartig,
Wie Du es Dir jetzt vielleicht gerade ausmalst.
Und Du weißt das auch.
Deshalb hast Du Dich für mehr Gesundheit,
Mehr Frische,
Ein besseres Durchatmen entschieden.
Du hast Dich entschieden,
Dir selbst etwas wirklich Gutes zu schenken.
Nimm nun einen bewussten Atemzug,
Atme sanft ein,
Lang aus,
Sanft ein,
Lang aus.
Richte Deine Aufmerksamkeit jetzt auf Deine Gedanken.
Welche Geschichten erzählen Dir Deine Gedanken gerade?
Schau Dir die Gedanken an,
Als ob Du einen Film im Kino verfolgst.
Deine Atmung ist Dein Anker.
Wenn Dich die Geschichten aus der Gegenwärtigkeit wegziehen,
Dann verbinde Dich mit Deinem Atem.
Atme sanft ein und lang aus.
Bleibe in der Beobachtungsrolle.
Schau Dir Deine Gedanken an.
Richte jetzt Deine Aufmerksamkeit auf das Empfinden von Verlangen.
Wie stark ist das Rauchverlangen gerade?
In diesem Moment,
Auf einer Skala von 1 bis 5,
Gib ihm eine Zahl.
Ist es zunehmend,
Geradezu anschwellend oder eher gleichbleibend?
Vielleicht merkst Du auch,
Dass dahinter Gefühle spürbar sind,
Sowas wie Sehnsucht,
Möglicherweise auch Traurigkeit,
Vielleicht Ärger oder Ungeduld.
Vielleicht spürst Du auch Stolz,
Dass Du es bis hierhin geschafft hast,
Dankbarkeit für die Menschen,
Die Dich unterstützen,
Oder auch ein warmes Gefühl von Freundlichkeit für Dich selbst.
Nimm wahr,
Was da ist,
Ohne großartig danach zu suchen.
Bleibe wieder in der Beobachtungsrolle.
Deine Atmung ist Dein Anker.
Wenn Dich die Gefühle wegziehen wollen,
Verbinde Dich mit Deinem Atem.
Atme sanft ein,
Lang aus.
Wo spürst Du im Körper das Verlangen?
Beschreibe Dir,
Wie es sich anfühlt.
Nenne laut oder leise jede Körperwahrnehmung,
Zum Beispiel Magengrummeln oder Speichel,
Der sich sammelt,
Vielleicht Pochen im Kopf,
Herzklopfen,
Was auch immer.
Und wenn Du nichts dergleichen spürst,
Dann ist es auch in Ordnung.
Gefühle und Körperwahrnehmungen liefern Dir wertvolle Informationen über Deine Befindlichkeit.
Nimm jedoch keine Anweisung entgegen.
Lass Dich von Deinen Gefühlen und Befindlichkeiten nicht kommandieren.
Du entscheidest.
Liebevoll,
Freundlich und ganz bewusst.
Du darfst auf der Welle des Verlangens segeln,
Statt Dich davon mitreißen zu lassen.
Nutze das Empfinden von Schmacht oder Rauchverlangen als Deinen inneren Kompass.
Navigiere Dich selbst liebevoll durch diese Attacken,
Ohne Dich davon kommandieren zu lassen.
Akzeptiere,
Dass Rauchverlangen da sein darf.
Es gehört jetzt gerade in dieser Lebensphase zu Dir und es hilft Dir,
Dein Ziel zu erreichen,
Rauchfrei zu leben,
Gut durchzuatmen.
Atme bewusst.
Atme sanft ein und lang aus.
Du bist selbst am Steuer.
Du darfst auf der Welle des Verlangens segeln,
Statt Dich mitreißen zu lassen.
Kämpf nicht gegen die Welle.
Segle weiter,
Bis Du Dein sicheres Ufer erreichst und wieder festen Boden unter den Füßen hast.
Bleib bei Dir.
Dies ist ein wichtiger Schritt,
Um Dein Ziel zu erreichen.
Toll,
Dass Du Dir diese Zeit für Dich und Dein Wohlbefinden nimmst.
Gut gemacht.
Wenn wir die Meditation beenden,
Bleibe aufmerksam.
Stehe weiterhin am Steuerrad.
Beobachte,
Wenn die See des Verlangens rauh wird.
Segle auf den Wellen.
Zum Abschluss der Meditation möchte ich ein kleines Gedicht frei nach der Autorin Mary Oliver mit Dir teilen.
Anweisungen für Dein lebendiges Leben.
Sei aufmerksam.
Sei erstaunt.
Sprich darüber.
Ich wünsche Dir einen wunderbaren Tag.
Herzlichst,
Deine Ursula
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