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RAIN - Wachsen Lassen - Meditation N05

by Sen Ewe

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Meditation
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Erfahrene
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RAIN. Ein sehr hilfreiches Konzept des Erkenntnisprozesses und eine 30 Minuten Meditation. R steht dabei für "Recognise" - bemerken und erkennen. Durch die Kognitiven Verzerrungen kann dies sehr lange dauern. A steht für "Allow" - Zulassen und erlauben. Erlauben braucht Mut und Gelassenheit. I für "Investigate" - Untersuchen braucht Weisheit. Und N steht für "Nurture" - wachsen lassen braucht Freundlichkeit.

Transkription

Ich habe das zuerst bei Tara Brack kennengelernt und ich fand das sehr sehr sinnvoll,

Ich habe es in diesen buddhistischen Schriften so definitiv nicht gefunden.

Obwohl auf der Tara Brack Seite selber steht auch,

Dass das eigentlich vor Tara Brack auch von einem buddhistischen Mönch propagiert worden ist als ein Prinzip.

Was heißt denn das überhaupt?

Rain,

R-A-I-N.

Rain,

Recognize,

Allow,

Investigate,

Nurture.

Also Rain,

Recognize,

Erstmal überhaupt mitkriegen,

Wahrnehmen,

Erlauben,

Untersuchen und nähren,

Das ist mehr so wachsen lassen,

Nurture,

Wachsen lassen.

Zuerst,

Also in welchem Zusammenhang?

Dieses Mitkriegen,

All diese Sachen klingen läppisch,

Wenn man sie genauer betrachtet,

Merkt man,

Was da eigentlich hinter steckt.

Das gilt für dieses Rain Prinzip auch.

Dieses Mitkriegen,

Das kann extrem lange dauern manchmal.

Also wenn es wirklich um Sachen geht,

Die wichtig sind für einen.

Weil da ein Riesenhaufen an Vermeidungsprinzipien funktioniert,

Kognitive Verzerrung,

Bevor man etwas überhaupt erstmal wahrhaben will.

Aber auch wenn es um Erkennen geht,

Das gibt ja das Ablehnen unterbewusst.

Das sind halt eigene Mechanismen,

Das Verschleiern,

Das ist ein eigenes Thema,

Diese kognitive Verzerrung.

Ich kann nur dazu sagen,

Eine etwas weniger krasse Variante,

Aber nichtsdestotrotz auch für mich wichtig.

Als ich Jugendlicher war,

Habe ich angefangen Gitarre zu spielen und das hat mir sehr geholfen.

Und ich habe auch so semi-professionelle Musik gemacht,

Was ich dann im Laufe der Zeit,

Also ich habe dann entschieden,

Kann ich damit Geld verdienen oder nicht.

Und dann war ich zusammen mit meiner jetzigen Frau und habe dann entschieden,

Auch Tischler und so,

Dass ich das nicht machen werde weiter.

Und habe das quasi wirklich einschlafen lassen,

Komplett.

Also ich habe dann noch Musik gehört und so weiter,

Aber das ist wirklich über die Jahrzehnte eingeschlafen auf nichts.

Und als ich dann Geschäftsführer war,

Hatte ich einen befreundeten Geschäftsführer,

Mit dem bin ich oft essen gegangen.

Und der hat Klavier gespielt,

Spielt hoffentlich immer noch.

Und jedes Mal,

Wenn der Klavierspielen gesagt hat,

Der war froh darüber und hat das auch relativ in einer guten Stimmung immer erzählt.

Und ich habe gemerkt,

Dass mich das irgendwie berührt,

Negativ.

Und Jahre später,

Als ich dann anfing zu meditieren,

Richtig zu meditieren.

Ich wusste so ein bisschen darüber und hatte das als Kleinkind schon mal gemacht.

Aber als ich dann wirklich mit dem Geschäftsführerkram aufgehört hatte und ziemlich fertig war,

Habe ich dann angefangen mit der Meditationspraxis.

Und währenddessen,

In diesem immer weiter Gewahrsamwerden über einen selber,

Kam diese Geschichte.

Und Monate später wurde mir klar,

Was das ist.

Es war Ärger.

Es wurde mir klar,

Wieso muss ich denn ärgerlich werden,

Wenn der mir erzählt,

Dass er Spaß an dem Chorleiter Klavier spielen hat.

Das ist merkwürdig.

Und dann erst wirklich später,

Noch mal einen Monat oder sowas später.

Also es war bereits Jahre später.

Und dann in dieser Meditationspraxis kam das raus.

Und dann erst benennen,

Was das ist.

Dann zulassen,

Allow.

Dann eben untersuchen,

Investigate.

Was ist denn das?

Bis ich dann herausgefunden habe,

Ich selber war sauer darüber,

Dass ich selber vor Jahrzehnten,

Als ich Gitarre gespielt habe,

Nicht angefangen habe Klavier zu spielen.

Das war ein wirkliches Aha-Erlebnis.

Und das nur dann zu sagen,

Ich bin zwar jetzt kurz vor 50 oder was war ich und fange an Klavier zu spielen.

Ich kaufe mir jetzt ein Klavier.

Zu der Zeit hatten wir nicht genug Geld,

Um ein richtiges Klavier zu kaufen.

Und hier in der Wohnung kann man auch kein echtes akustisches Klavier hinstellen.

Weil dann freut es die Nachbarn mehr,

Als man selber da Spaß dran hat.

Es ist sehr hellhörig,

Egal.

Und dann habe ich mir halt ein vernünftiges Klavier gekauft.

Also so ein E-Piano.

Und das hat mir auch viel gebracht.

Das mache ich jetzt immer noch.

Kann man das sehen irgendwo auf dem Ding?

Ne,

Da hinten steht ein Schlagzeug,

Das ist was anderes.

Das ist eine eigene Geschichte.

Aber daran kann man das erkennen.

Also dieser Erkennen-Abschnitt kann sehr,

Sehr lange dauern.

Und das bei sowas Trivialem.

Ist aber eine Sache,

Die mir auch erst so klar geworden ist mit Meditationspraxis.

Ist also ein Prinzip,

Das wirklich in diese Mindfulness und anderen Meditations-Traditionen passt.

Aber nachdem,

Unter diesem speziellen Fokus der Meditation,

Habe ich gemerkt,

Wie mir das im Alltag auch hilft.

Aber erst so.

Ich weiß nicht,

Ob das.

.

.

Ja,

Das Prinzip selber ist schon sinnvoll auch so anzuwenden.

Aber man geht eben dann nicht auf diese tiefen Sachen,

Die einen wirklich selber betreffen.

Weil da kommt man durch diese kognitiven Verzerrungen nicht durch.

Weil die Ruhe.

.

.

Also man kann den Affengeister nicht trennen.

Also man ist sich nicht bewusst darüber,

Was wirklich dieser freispringende Geist ist.

Was die Gefühle dazu sind.

Wie Körper und Geist verbunden sind.

Und dass es da noch eine Ebene gibt,

Die eigentlich offenes Bewusstsein ist und sowas.

Das ist ein eigenes Thema.

Also recognize,

Dieses Mitkriegen.

Dann allow,

Zulassen.

Einfach zulassen.

Ein Gefühl auch zulassen.

Also dass man erstmal feststellt,

Ich habe jetzt Ärger.

Ist so.

Oder ich bin traurig.

Ist so.

Also zulassen.

Ungeheuer wichtig.

Also sich aus dieser Umklammerung des Gefühls zu lösen.

Und erstmal feststellen,

Das ist da.

Ist da.

Nichts dran zu machen.

Nicht,

Dass nichts dran zu machen ist,

Weil man hilflos ist.

So nicht.

Sondern dass man sagt,

Ich habe jetzt erstmal erkannt,

Ich bin traurig.

Zum Beispiel.

Also ein Gefühl.

Erstmal zulassen.

Damit man genug Abstand auch gewinnt,

Um es zu untersuchen.

Um daraus dann die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Wie mit dem Klavier,

Was relativ trivial ja noch ist.

Obwohl so trivial ist das nicht.

Ich habe dann viele,

Viele Stunden investiert und es hat mir sehr viel geholfen.

Hilft mir immer noch.

Musiktheorie und so weiter.

Oder wenn ein Verwandter oder ein sehr nahestehender Mensch stirbt.

Einfach dann zu sagen,

Das ist so.

Die Schlüsse,

Die sich daraus ergeben,

Sind nochmal andere.

Also das zulassen.

Das so sein lassen.

Und das untersuchen ist dann nochmal eine Sache.

Dazu brauchen wir dann den Serenity Prayer.

Also Weisheit zu entwickeln.

Kommt auch nicht von selber sofort.

Das sind alles eigene Themen.

Ich hoffe,

Ich konnte wenigstens klar machen,

Wie wichtig dieses RAIN-Prinzip ist.

Also mitkriegen,

Zulassen,

Untersuchen.

Und das Nurture ist eben auch wichtig.

Und das war eben den Schluss daraus ziehen.

Und zu sagen,

Ich kaufe mir ein Klavier.

Und dann eben das Nähren,

Was in die positive Richtung geht.

Also mit Trauerbegleitung und so ist ein ähnliches Thema.

Da geht es dann auch darum,

Das nicht umzudeuten,

Sondern eben eigentlich richtig zu sehen.

Das sind alles verschiedene.

Wie gehe ich denn damit um,

Dass es wächst?

Und eben je nach Situation und was man da festgestellt hat,

Verschiedene Sachen.

Aber es sind immer Wege zum Positiven.

Immer.

Also ich nähre hoffentlich nichts zum Negativen.

Nähren.

Auch wichtig.

Wir sitzen heute nochmal 30 Minuten rum.

Richtet euch ein über dieses Thema.

Und ich habe jetzt keinen Gong.

Ich habe auch gar keinen Uhrzähler hier.

Ich habe eine Küchenuhr.

Und wir sitzen ab jetzt 30 Minuten rum.

Also währenddessen könnt ihr euch immer noch weiter einrichten.

Ich muss entscheiden,

Ob mir zu kalt ist.

Aber ich erzähle jetzt keine Geschichten mehr.

Richtet euch ein.

Wie immer,

Gedanken von bis eben gerade,

Von gestern bis jetzt.

Langsam loslassen,

Zur Ruhe kommen lassen.

Alles,

Was ihr,

Was ich,

Was wir noch machen müssen.

Das machen wir dann später.

Müssen uns jetzt keine Gedanken machen.

Und das Einrichten,

Also ist euch warm genug?

Sitzt ihr bequem?

Könnt ihr euch das noch bequemer machen?

Damit man nicht woanders sein will während der Meditation.

Ist ja klar.

Also wenn ich mich nicht wohlfühle jetzt,

Dann kann ich das auch zur Kenntnis nehmen.

Das,

Was sich ändern lässt,

Wird geändert.

Decke nehmen,

Wenn mir kalt ist.

Wenn mir zu warm ist,

Kann ich noch was ausziehen.

Oder wenn ich nicht bequem sitze,

Setze ich mich bequemer hin.

Das kann man auch während der Meditation machen.

Ihr seid da nicht einbetoniert.

Nur wenn ihr eben zu viel rumhibbelt,

Dann merkt ihr,

Dass ihr ein Unruhehindernis habt.

Fünf Hindernisse kommt dann noch viel später.

Und dann ein,

Zweimal richtig tief durchatmen.

Da ihr schon ein wenig Meditationspraxis habt,

Sitzen wir jetzt zusammen.

Noch über 20 Minuten zusammen.

Und wenn ich es schaffe,

Geleite ich euch,

Geleite ich uns auch wieder hinaus.

Sonst weckt uns der Wecker.

Nochmal vollständig durchatmen.

Und dann die Frage,

Wie fühle ich mich jetzt?

Noch tiefer,

Noch vollständiger atmen.

Dann wird uns der Schamanengong zurückbringen.

Danke!

Ich hoffe,

Ihr konntet mit dem RAIN-Prinzip etwas anfangen.

Mir hat es sehr viel geholfen und hilft immer noch.

Tara Brack hat da auch ein Buch drüber geschrieben,

In dem zumindest ihr RAIN-Prinzip zentral ist.

Vielleicht wollt ihr euch das in der Bibliothek ausleihen oder kaufen oder was auch immer.

Ein Baustein.

Auf jeden Fall wert,

Sich mal damit zu beschäftigen.

Danke!

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