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Achtsamkeit: Die direkte Erfahrung des Entstehens & Vergehens von Sinneseindrücken

by Prasadavati

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Meditation
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Erfahrene
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Im ersten Satipatthana fordert der Buddha uns auf, das Entstehen und Vergehen der Körperempfindungen wahrzunehmen. In dieser Meditation bildet der Atem den Anker für eine stabile Meditationspraxis, um uns den Körperempfindungen mit Achtsamkeit (sati) zuzuwenden. So ist es möglich Einsichtsaspekte zu kultivieren.

Transkription

Ach,

Hingegangen der Gefährte,

Er lebt nicht mehr,

Der gute Lehrer.

Jetzt gibt es nur noch einen Freund,

Die Sati,

Die zum Körper geht.

Etabliere dich in deiner Körperhaltung,

Entspannt und aufrecht.

Achte auf Festhalten in gewohnten Bereichen,

Ob im Gesicht,

In den Schultern,

Im Bauchraum,

Rücken,

Gesäß.

Sei deinem Körper eine gute Freundin,

Ein bester Freund.

Und aus dieser entspannten Haltung wahrnehmen,

Was gerade lebendig ist in deiner Erfahrung.

Dies nehmen wir zur Kenntnis,

Erlauben es da zu sein.

Was auch immer dich beschäftigt,

Ich sehe dich.

Es ist okay,

Ich weiß,

Dass du da bist.

Wende dich jetzt deinem Atem zu,

Mit entspanntem,

Freundlichem Gewahrsein.

Sei da für den ganzen Weg des Atems,

Hinein und wieder hinaus.

Und wenn es hilfreich ist für den Beginn der Meditation,

Nimm bewusst einen tieferen,

Ruhigen Atemzug oder stelle Balance her durch Beleben beim Einatmen,

Beruhigen beim Ausatmen.

Und dann wähle einen Bereich des Atmens,

Wo du den Atem deutlich spürst und auch wo du dich wohlfühlst beim Atmen.

Ob das im Bauchraum ist,

Brustkorb oder Nase,

Oberlippe,

Rachenbereich.

Und lass diese Bereich ein Anker für dich werden.

Ein Ort der Ruhe für den Geist,

Wenn er abgelenkt wird,

Überanstrengt wird,

Überwältigt wird oder er schlaft.

Kehre zurück zu diesem Ort der Ruhe im Atmen.

Und wenn die Atmung für dich ungeeignet ist,

Dann wähle ein Körperkontakt,

Entweder die Hände oder Kontakt zu deiner Sitzunterlage.

Und lass das dein Anker sein,

Wo du zwischendurch zurückkehren kannst in die Sammlung und Ruhe.

Bleibe erst eine Weile bei deinem gewählten Bereich.

Lass es genug sein für den Geist,

Sich hier aufzuhalten,

Entspannt,

Präsent,

Interessiert.

Und nimm wahr,

Was du durch die direkte Erfahrung erlebst.

Die körperlichen Bewegungen beim Atemprozess,

Ziehen,

Dehnen.

Breite das Gewahrsein aus in diesem Bereich,

Vorne,

Hinten,

Seitlich.

Nicht nur eindimensional auf die Empfindungen achten.

Hebeln und senken.

Kribbeln,

Kitzeln.

Mal ist Spannung beim Atmen,

Mal ist mehr Weichheit.

Das Gleiche beim Körperkontakt,

Wenn das dein Anker ist.

Welche Empfindungen nimmst du wahr in den Händen oder im Gesäß auf dem Kissen?

Temperatur,

Schwere.

Wir bieten dem Geist erst mal ein kleines Feld der Achtsamkeit an.

In diesem Körperbereich,

Den du gewählt hast.

Und erforschen dort die Empfindungen und auch wie sie sich verändern.

Erlebst du diese Empfindungen punktuell oder eher flächenmäßig?

Werden sie schwächer,

Stärker an manchen Stellen?

Wie verändern sich die Empfindungen bei Kontakt,

Beim Atmen?

Du kannst auch auf die Qualität der Atmung achten.

Bleibt es flach oder tief?

Bleibt es lang oder kurz?

Angestrengt oder entspannt?

Nun kann es sein,

Dass Körperempfindungen an anderen Stellen auftauchen.

Vielleicht ein Schmerz im Knie,

Spannung in den Schultern.

Oder auch ein Gefühl von Wärme im Rücken.

Lass deine Achtsamkeit auch da sein.

Und erforsche erneut diesen Bereich deines Erlebens.

Besonders bei Schmerz,

Unangenehme Empfindungen.

Was ist es,

Was du in der direkten Erfahrung erlebst?

Ziehen oder stechen,

Brennen,

Punktuell,

Flächenmäßig,

Pochen.

Verändert es sich,

Wenn du dir dessen gewahr bist?

Schrumpft es,

Breitet es sich aus?

Oder ist dein Geist in der Geschichte des Schmerzes schon unterwegs?

Es sollte wahrscheinlich nicht wieder so sitzen.

Könnte meinem Knie Schaden zufügen.

Ich habe auch gerade eine Operation gehabt.

Ich muss wirklich aufpassen.

Nein,

Ich glaube,

Sitzen werde ich nicht mehr.

Ich werde nicht so lange meditieren.

Merke,

Was aus dieser direkten Erfahrung entsteht.

Und wenn der Schmerz wirklich für dich bedrohlich ist,

Und du bist dir dessen bewusst,

Ändere die Körperhaltung.

Wechsel zum Beispiel zum Stehen.

Oder ändere die Beine.

Aber sei dir bewusst,

Warum und aus welcher Motivation du das machst.

Nicht aus Angst und Besorgtheit handeln,

Sondern aus Klarheit,

Weisheit und Fürsorge.

Und wenn es zu viel wird,

Zum Beispiel beim Schmerz,

Oder der Geist ist in Gedanken verloren beim anderen Körperteil,

Kehre zurück zum Anker.

Wie nach Hause kommen.

Der Geist kommt zur Ruhe,

Wird wieder stabil.

Ein Ort,

Wo der Geist sich gerne aufhält,

Wo es leicht ist zu sein.

Manchmal tauchen Geräusche auf,

Die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Dann ist das dein Feld des Übens.

Wahrnehmen,

Merken,

Wie es sich verändert.

Ob es gleich bleibt.

Gewahr sein dessen,

Was da ist und wie es sich verändert.

Das ist die Praxis.

Bei der Praxis führe die Hand der Achtsamkeit mit einem Geist von Metta.

Liebevoll,

Geduldig,

Geschmeidig.

Das ist nicht das Ende der Meditation.

Es ist nur ein Signal,

Körperhaltung zu wechseln.

Bleib in Kontakt mit deinem Körper,

Wenn du dich jetzt bewegst.

Ohne,

Dass du plötzlich steif oder angestrengt wirst.

Auch anwesend,

Wie fühlt es sich an,

Vom Sitzen zu Stehen zu wechseln,

Um Stehen zu Gehen.

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4.7 (100)

Neueste Bewertungen

Jana

May 29, 2025

Vielen Dank für diese tolle Meditation. Ich finde toll, dass du viel Raum zum Fühlen und Wahrnehmen lässt. So konnte ich ganz in meinem Körper ankommen und zur Ruhe kommen.

Spackmann

October 5, 2024

🙏🏼

Tom

October 1, 2021

Ruhig, sachlich, souverän - so wie es sein sollte 🙏🏻

Roy

August 2, 2020

thanks so much for a carefully and peacefully prepared and executed meditation. It would have been even better if you had told us at the very start that there would be considerable periods of silence to allow us to contact our bodily sensations without wondering whether the app had abruptly stopped; and that the meditation would start and end with a bell. Please repeat it in English for listeners all over the world. Thsnks once again. With metta, Roy

Juwe

August 12, 2019

Danke😊

MiaAnsumala

October 24, 2018

💫Sehr tiefgehend DANKE🙏

Marcel

August 26, 2018

Vielen Dank.

Conni

July 27, 2018

Wunderbar ruhig mit genügend „Pausen“ 🙏

Roy

July 18, 2018

Danke für die Ruhe. Namaste.

Gabi

June 27, 2018

Sehr angenehm, klar und ruhig. Ich konnte mich gut auf meinen Körper konzentrieren.

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