30:00

Dhammapada (German)

by Mindful Music

rating.1a6a70b7
Bewertet
4.8
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Erfahrene
Aufrufe
15.6k

Das Dhammapada ist einer der bekanntesten Texte des Buddhismus und besteht aus 423 Versen, die thematisch in 26 Kapitel gegliedert sind. Ursprünglich in der mittelindischen Sprache Pali verfasst, beinhaltet das Dhammapada den Kern der buddhistischen Lehre und vermittelt diese durch poetische Mittel auch auf emotionaler Ebene. Dieses Hörbuch enthält eine Auswahl der 102 schönsten Verse. Die vorliegende Übersetzung aus dem Jahre 1921 geht auf Dr. phil. Karl Eugen Neumann zurück und zeichnet sich durch ihre Metrik und eine poetische Sprache aus. Thomas Mann kommentierte Neumanns Übersetzung wie folgt: "Ich bin der Überzeugung, dass die Verdeutschung durch Karl Eugen Neumann zu den großen Übersetzungstaten der Weltliteratur gehört". Dieses Hörbuch ist lizenzfrei und in öffentlichem Besitz (Public Domain). Es wurde von Christian Al-Kadi eingelesen und von Günther Görg für Insight Timer bearbeitet.

Transkription

Der Wahrheitpfad von Gautama Buddha Übersetzt von Karl Eugen Neumann Vom Herzen gehen die Dinge aus,

Sind Herz geboren,

Herz gefügt.

Wer bösgewillten Herzens spricht,

Wer bösgewillten Herzens wirkt,

Dem folgt notwendig Leiden nach,

Gleich wie das Rad dem Hufe folgt.

Vom Herzen gehen die Dinge aus,

Sind Herz geboren,

Herz gefügt.

Wer wohlgewillten Herzens spricht,

Wer wohlgewillten Herzens wirkt,

Dem folgt notwendig Freude nach,

Dem untrennbaren Schatten gleich.

Es wird ja Feindschaft nimmermehr Durch Feindschaft wieder ausgesöhnt.

Nicht-Feindschaft gibt Versöhnung an,

Das ist Gesetz von Ewigkeit.

Gleich wie die Hütte,

Schlecht gedeckt,

Von Güssen rasch durchrieselt wird,

So wird ein schlecht gewahrtes Herz Durchrieselt schleunig von Begier.

Gleich wie die Hütte,

Wohlgedeckt,

Von keinem Guss durchrieselt wird,

So wird ein wohlgewahrtes Herz Durchrieselt nimmer von Begier.

Mit Heldenmut und ernstem Sinn,

Mit Selbstbezähmung und Verzicht Schafft Standhafte ein Eiland euch,

Dass jeder Flut gewachsen sei.

Was Feind dem Feinde tun kann,

Was Hass dem Hass erdenken mag,

Das schlechtem Sinn ergebne Herz Fügt Schlimmeres dem Eigner zu.

Was Vater und was Mutter auch,

Was auch Verwandte,

Freunde tun,

Das rechtem Sinn ergebne Herz Fügt Besseres dem Eigner zu.

Nicht anderer Fehler,

Anderer Pein,

Nicht ihr getan und nicht getan,

Blick dir ins eigene Herz hinein,

Sieh dein getan und nicht getan.

Lang ist die Nacht dem Wachenden,

Lang ist der Weg dem müden Leib,

Lang ist der unverständigen Wahrheitverkenner Wandelsein.

Triffst du auf deiner Wanderschaft Den Besseren,

Den Gleichen nicht,

So wandre einsam,

Wackern Muts,

Mit Toren schließt man keinen Bund.

Ich habe Kinder,

Habe Geld,

Geschlagenen Geistes,

Denkt's der Tor.

Sich selbst besitzt man nicht einmal,

Geschweige Kind,

Geschweige Gut.

Nicht solche Tat ist wohlgetan,

Die Reue schwer,

Als bald uns quält,

Und deren Lohn man kummervoll Mit herbem Tränenblick empfängt.

Doch solche Tat ist wohlgetan,

Die aller Reue ledig geht,

Und deren Lohn man freudevoll In milder Heiterkeit empfängt.

Das Süße hat der Tor im Sinn,

Solang die Sünde nicht gereift,

Ist aber reif die Sündenfrucht,

Dann fällt dem Leiden er anheim.

Die jetzt vollbrachte böse Tat Gerinnt nicht gleich wie frische Milch,

Verzehrend folgt dem Toren sie,

Wie Feuer unter Asche glüht.

Ergib dich schlechten Freunden nicht,

Ergib dich nicht gemeinem Volk,

Die edle Freundschaft halte hoch,

Den besten Männern schließ dich an.

Wie hocherhabner Felsengrat In Stürmen unbeweglich steht,

So stehen im Tadel,

Stehen im Lob Die Weisen unerschüttert da.

Den Heitern,

Dessen Sinne sanft geworden,

Wie Wagenlenkers wohlbezähmte Rosse,

Den Dünkel ledigen,

Den Wahn erlösten,

Die Götter selbst beneiden einen solchen.

Der Erde gleich,

Die niemals zornig wird,

Wie Steingetäfel unerregbar stark,

Helldurchsichtig wie Schlamm geklärter See,

Kein solcher kehrt zurück ins Wandelsein.

Und seien's tausend Worte auch,

Geordnet ohne Sinn und Zweck,

Ein Sinnspruch ist vortrefflicher,

Der Frieden dem Vernehmer bringt.

Nicht wer zehntausend Mann Am Schlachtfeld überwältigt hat,

Wer einzig nur sich selbst besiegt,

Der wahrlich ist der stärkste Held.

Wenn Sündiges der Mensch getan hat,

So tue er es nimmer wieder.

Noch denke er daran mit Sehnsucht,

Denn schmerzlich brennet Sündenfülle.

Wenn Treffliches der Mensch getan hat,

So tue er es immer wieder.

Und denke stets daran mit Sehnsucht,

Denn glücklich machet Tugendfülle.

Auch einem Bösen geht es gut,

Solang das Böse nicht gereift.

Ist aber reif die böse Frucht,

Dann geht es schlecht dem schlechten Mann.

Auch einem Guten geht es schlecht,

Solang das Gute nicht gereift.

Ist aber reif die gute Frucht,

Dann geht es gut dem guten Mann.

Als Embryo kehrt der zurück,

Zur Hölle der Verworfene.

Zum Himmel steigt der Gute auf,

Total erlischt der Heilige.

Nicht in der Luft,

Nicht in der Meerestiefe,

Nicht in dem Herzen fernster Bergeshöhle,

Nicht findet in der Welt man jene Städte,

Wo man der eigenen Schuld entfliehen könnte.

Nicht in der Luft,

Nicht in der Meerestiefe,

Nicht in dem Herzen fernster Bergeshöhle,

Nicht findet in der Welt man jene Städte,

Wo man dem Tode nicht erliegen müßte.

Ein jedes Wesen scheut Qual,

Und jedem ist sein Leben lieb.

Erkenn dich selbst in jedem Sein,

Und quäle nicht und töte nicht.

Gelangst in Aufruhr,

Nimmer du Gleich einer Glocke,

Die zersprang,

So hast Nibbanam du erreicht,

Kein Sturmgeläute gibt es mehr.

Verwerfliches begeht der Tor Und denkt dabei nicht weiter dran.

Dann aber brennt die eigene Tat Den Unbedachten glühend heiß.

Wie kann man lachen,

Lustig,

Froh,

Da alles Sein in Flammen steht?

Von tiefster Finsternis umhüllt Sehnt ihr euch nicht empor zum Licht?

Gebrechlich wird der schöne Königswagen,

Und auch den Körper da beschleicht das Alter.

Der edlen Leere aber wird nicht älter,

Die Edlen wahrlich lernen von den Edlen.

Endlosen Lebens,

Seinsformen Hab immer wieder ich durchirrt,

Den suchend,

Der dies Haus erbaut.

Leidvoll ist stets erneutes Sein.

Erkannt bist,

Hauserbauer du,

Nicht mehr wirst du das Haus erbauen.

All deine Balken sind zerstört,

Vernichtet ist das ganze Haus.

Vernichtung selig hat das Herz Des Wollens Aufhebung erreicht.

Das Selbst nur ist es selbstes Herr,

Welch höheren Herrn gäb es wohl?

Mit allbezähmtem Selbst für wahr Erlangt man schwer Erlangbaren,

Besitzt man einzig seltenen Herrn.

Die böse Tat vom Selbstgetan,

Vom Selbst erzeugt,

Vom Selbst gereift,

Zermalmt den Toren,

Wie Gestein Zermalmt vom Diamanten wird.

Wes Bosheit keine Grenzen kennt,

Der bringt sich selbst gar bald dahin,

Lianen gleich von ihr umstrickt,

Wo ihn sein Feind zu sehen wünscht.

Das eigene Heil gibt nimmer auf Um Fremden noch so großen Heils.

Hast du das eigene Heil erkannt,

Gedenke eifrig deiner selbst.

Sei wachsam,

Halte standhaft aus,

Geh weiter deinen rechten Gang.

Wer recht geht,

Lebt glücklich hier In diesem und in jenem Sein.

Geh weiter deinen rechten Gang,

Folg nicht dem falschen,

Bösen Weg.

Wer recht geht,

Lebt glücklich hier In diesem und in jenem Sein.

Als Schaumblase sieh diese Welt,

Als Luftgebild sieh diese Welt,

Dann sieht dich,

Der du also schaust,

Der Herr des Todes nimmermehr.

Geht,

Schaut euch an die schöne Welt,

Die wie ein Königswagen gleist.

Nur Toren sind hinein verstrickt,

Kein Band hält mehr die Wissenden.

Wer früher törig,

Sorglos war,

Doch endlich seine Schuld erkennt,

Der leuchtet durch die finstre Welt Gleich wie der Mond aus Wolkennacht.

Wer einst begangne böse Tat In wahrer Buße tief bereut,

Der leuchtet durch die finstre Welt Gleich wie der Mond aus Wolkennacht.

In blinder Nacht liegt diese Welt,

Klar sehen hier nur wenige.

Dem netzbefreiten Vogel gleich Steigt selten einer himmelwärts.

Ein lügenhafter,

Falscher Mensch,

Der aller Wahrheit abgesagt Und sorglos wähnt,

Dass ja der Tod Das Ende seines Wesens sei,

Der ist zu jedem Fehl bereit.

Wie manche Zuflucht suchet man,

Gepeitscht von wilder Schreckensfurcht,

Als Berg und Fels,

Als Wald und Hain,

Geweihten Baums und Altars statt.

Doch dies gewährt nicht Sicherheit,

Dies ist die höchste Zuflucht nicht.

An solcher Zufluchtsstätte wird All unser Leiden nicht gestillt.

Wer bei dem Budo,

Seinem Wort Und seinen Jüngern Zuflucht fand,

Erkennt mit voller Weisheit Kraft Die heiligen vier Wahrheiten.

Das Leid,

Des Leidens Ursache,

Des Leidens Überwältigung,

Den heilgen,

Achtgeteilten Weg,

Der zu des Leidens Ende führt.

Dies wahrlich bietet Sicherheit,

Dies ist die höchste Zuflucht uns.

Wer diese Zuflucht sich erkor,

Wird allen Leidens seelisch frei.

O,

Wie so glücklich leben wir,

Hasslos unter Gehässigen!

In dieser hasserfüllten Welt Verweilen Hass erlöset wir.

O,

Wie so glücklich leben wir,

Gierlos unter den Gierigen!

In dieser gierverzerrten Welt Verweilen Gier gesundet wir.

O,

Wie so glücklich leben wir,

Die wir gar nichts besitzen,

Nichts,

Von Heiterkeit durchsättiget,

Wie lichte Götter strahlen wir.

Ein Sieg erzeuget Wut und Hass,

Besiegte leben unglücklich,

Glücklich lebt der Beruhigte,

Gleich fern von Siegeslust und Not.

Gesundheit ist das höchste Gut,

Zufriedenheit der reichste Schatz,

Gemütsruhe der beste Freund,

Nebarnam allerhöchstes Glück.

Leb im Verein mit Lieben nicht,

Gleich wie auch nicht mit Unlieben.

Getrennt von Lieben sein ist Leid,

Leid ist Verein mit Unlieben.

Daher schließ dich an Liebes nicht,

Geliebtes lassen ist so schlimm,

Kein Daseinsband verstricket den,

Dem nichts mehr lieb noch unlieb ist.

Den Zorn gib auf,

Verlasse allen Hochmut,

Befreie dich von allen Daseinsbanden.

Der an dem Körperlichen nicht mehr haftet,

Den Untreffbaren treffen keine Leiden.

Wer seinen raschen Zorn anhält,

Wie ein Gespann in vollem Lauf,

Den nenne Wagenlenker ich,

Nur Zaumhelter sind andere.

Durch Sanftmut trifft den Zornigen,

Den Bösen durch die gute Tat,

Schenkend besiegt den Geizigen,

Den Lügner durch das wahre Wort.

Sei wahrhaft,

Diene nicht dem Zorn,

Und gib,

Wenn man um wenig fleht.

Durch diese drei Gewohnheiten Erhebst du zu den Göttern dich.

Der Taten ungestüm halt an,

Im Handeln sei du wohlbezähmt,

Verlasse böser Tatenpfad,

Dem guten Handeln bleibe treu.

Der Worte ungestüm halt an,

Im Reden sei du wohlbezähmt,

Verlasse böser Redepfad,

Der guten Rede bleibe treu.

Des Herzens ungestüm halt an,

Im Denken sei du wohlbezähmt,

Verlasse bösen Sinnenspfad,

Dem guten Denken bleibe treu.

Verwelktem Blatte gleichst du heute,

Des Todes Diener Harren deines Kommens schon,

Du stehst am Rande deines Lebens,

Für Reisezehrung aber hast du nicht gesorgt.

Wo auf dem Eisen sich der Rost erhebt,

Zerfrißt von dort er weiter das Metall,

So auch erfährt durch eigene Taten Der übermütige Verderbensunheil.

Nicht also ist man Rechtschaffen,

Daß hastig man ein Urteil fällt.

Wer beide Teile sichtend klärt,

So recht wie unrecht einsichtvoll,

Und dann nach wohl erwogenem Recht Ein unparteiisch Urteil spricht,

Der Rechtbewahrer,

Rechtkenner,

Der wird Rechtschaffener genannt.

Nicht jener ist ein Weisheitfreund,

Der große,

Schöne Reden hält.

Der Ruhige,

Ohne Zorn und Furcht,

Der wird ein Weisheitfreund genannt.

Nicht weil man große Reden hält,

Ist man ein Wahrheitkundiger.

Wenn einer wenig nur gelernt Und durch die Tat der Wahrheit lebt,

Der ist ein Wahrheitkundiger,

Der Wahrheit bis zum Tode treu.

Ein Ehrwürdiger ist nicht der,

Des Haupt mit weißem Haar bedeckt.

Herangereift ist seine Zeit,

Umsonst gealtert heißt man ihn.

Nicht durch der Rede Glanz und Macht,

Nicht durch des Leibes Wohlgestalt,

Wird liebenswürdig schön ein Mann,

Der neidisch,

Selbstisch,

Listig ist.

Wer aber alle Gier vertilgt,

Mit Stumpf und Stil vernichtet hat,

Der Einsichtvolle,

Rein von Hass,

Wird liebenswürdig schön genannt.

Ihr selbst müsst streben,

Heißen Sins,

Die Buddhos sind Verkünder nur.

Den Standhaften,

Den Weisen wird Erlösung aus dem Todesreich.

Das ganze Sein fließt immer fort,

Wer dies mit weisem Sinne sieht,

Wird bald des Leidelebens satt.

Das ist der Weg zur Läuterung.

Das ganze Sein ist flammend Leid,

Wer dies mit weisem Sinne sieht,

Wird bald des Leidelebens satt.

Das ist der Weg zur Läuterung.

Die ganze Welt ist wesenlos,

Wer dies mit weisem Sinne sieht,

Wird bald des Leidelebens satt.

Das ist der Weg zur Läuterung.

Die Rede wahrend,

Wahrend die Gedanken,

Bewarf vor allem Bösen auch dein Handeln.

Hast die drei Tatengänge du geläutert,

Magst du gelangen auf den Weg der Heiligen.

Hier werde ich die Regenzeit Und dort den Sommer zubringen,

So plant und überlegt der Thor.

Der Zwischenfälle denkt er nicht.

Wem Weib und Kind und Haus und Hof Betörend fesseln jeden Sinn,

Dem naht,

Wie Hochflut überfällt,

Ein schlafend Dorf,

Der Jahre tot.

Die Kinder bieten keinen Schutz,

Die Eltern nicht,

Die Brüder nicht.

Kein Freund und kein Genosse hilft,

Wann uns der Tod ergriffen hat.

Wer dies als notwendig erkennt,

Der weise,

Treu der Ordenszucht,

Wird klären binnen kurzer Zeit Den Weg,

Der zum Nebanam führt.

Wenn kleinen Glückes Aufgebung Ein großes Glück als Ziel verspricht,

Lass fahren,

Weiser,

Kleines Glück,

Nach großem Glücke strebt dein Sinn.

Nicht auszuführen böse Tat ist besser,

Später reut es uns.

Wohl auszuführen gute Tat ist besser,

Denn sie reuet nicht.

Wie steile Burg im Grenzgebiet Bewacht wird innen,

Außen stets,

So hüte du dein eigenes Herz,

Beharrlich jeden Augenblick.

Wer oft nur einen Augenblick verpasst,

Erholt sich Höllenpein.

Ich trug,

Gleich wie der Elefant Im Schlachtgewühl den Pfeil empfängt,

Geduldig scharfer Rede Qual.

Gemein ist ja das Menschenvolk.

Gut sind gezähmte Maultiere,

Gut edle Pferde wohlgehegt,

Gut Elefanten sanft gemacht,

Doch besser der sich selbst bezähmt.

Denn wahrlich keins von diesen führt Ins unbetretene Reich dich hin,

Wohin mit wohlbezähmtem Selbst Der Selbstbesieger hingelangt.

Des sorglos hinlebenden Menschensohns Durstige Lebenslust wächst wie ein Schlinggewächs.

Er stürmt dahin von Sein zu Sein,

Gleich wie ein Affe,

Der im Walde Früchte sucht.

Vergangenes lasse,

Lasse Künftiges,

Lass Gegenwärtiges,

Weltüberwinder.

Mit überall erlöstem Herzen Gehst nimmer zu Geburt und Alter hin.

Wenn beide Pole dieses Seins Der Heilige überwunden hat,

Dann fallen alle Fesseln ab Von ihm,

Dem Klarverstehenden.

Wem Jenseits sowie Diesseits schwand,

Wem Diesseits,

Jenseits nichts mehr gilt,

Den Stachellosen,

Seinlosen,

Den heiß ich einen Heiligen.

Nicht Haargeflecht,

Nicht Ahnenzahl,

Nicht hoher Rang macht heilig dich,

Doch wenn du wahrer Lehre folgst,

Dann wirst du rein,

Wirst Heiliger.

Was hilft dein Haargeflecht,

O Thor,

Was deine Tracht,

Das herne Hemd?

Im Innern haust Verderben dir,

Das Äußere machst du hell und blank.

Der unerzürnbar schlichte Mann,

Der alles aushält,

Nichts verwünscht,

Der sanft das letzte Dasein lebt,

Den heiß ich einen Heiligen.

Wutlos in dieser Wütenswelt,

Wehrlos in dieser Waffenwelt,

Wunschlos in dieser Wunscheswelt,

Den heiß ich einen Heiligen.

Wer ohne Ärger,

Ohne Grimm Der Wahrheit klare Sprache spricht,

Wodurch er keinen kränken kann,

Den heiß ich einen Heiligen.

Wer nichts erhofft von dieser Welt,

Wer nichts erhofft von jener Welt,

Von Hoffnung heil ist,

Fesselfrei,

Den heiß ich einen Heiligen.

Entronnen diesem Menschenreich,

Entgangen aller Götterwelt,

Von jedem Joche losgelöst,

Den heiß ich einen Heiligen.

Ende von Der Wahrheitpfad von Gautama Buddha

4.8 (138)

Neueste Bewertungen

Doro

June 8, 2022

So eine schöne Sprache die direkt Zugang zum Herz findet ♥️

Dorma

September 5, 2021

Andreas

January 21, 2021

toll gelesen 🙏

Thor

October 8, 2020

Essentiell.

Mechthild

August 23, 2020

Endlich- ich habe mir lange gewünscht, dass es das Dhammapada in gesprochener Form gibt . Vi

anh

June 23, 2020

sehr schön & erbaulich, danke sehr 🙏🏻

Laura

April 7, 2020

Vielen Dank, wunderbar anzuhören 🙏 diese tiefe Weisheit und Klarheit macht das Herz ganz ruhig ❤

Dorette

December 12, 2019

Wunderschön diese weisen Worte. Ein langer Pfad🙏

Chella

October 6, 2019

Sehr schön, hat mir als Anfänger sehr zu verstehen geholfen. Danke

Alexander

June 8, 2019

Schön gelesen und vorgetragen. Danke!

© 2026 Mindful Music. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

Trusted by 35 million people. It's free.

Insight Timer

Get the app

How can we help?

Sleep better
Reduce stress or anxiety
Meditation
Spirituality
Something else