
Eine Meditation zur Vorbereitung auf ein Beziehungsgespräch
by Martin
Diese Meditation soll dich und euch dabei unterstützen, gut in ein Gespräch über ein möglicherweise schwieriges Thema eurer Beziehung zu kommen. Aber auch einfach, um sich im Gespräch besser miteinander zu verbinden, kann sie helfen. Es geht darum. einen Raum für verantwortungsvolles Aufeinander-Beziehen auf Augenhöhe zu schaffen.
Transkription
Nimm eine Position ein,
Die für dich gemütlich ist,
Angenehm ist,
Dich aber auch nicht zum Einschlafen bringt,
Sodass du wach bleiben kannst,
Zuhören kannst und dich gut auf dich selbst konzentrieren kannst,
Sitzend oder liegend,
Relaxed auf dem Sofa,
Im Bett oder auf dem Meditationskissen.
Und dann atme erst mal richtig gut aus.
Nimm ein paar Atemzüge,
Komm in der Stille,
In dem Rückzug von der Welt ein bisschen an,
Deinem Körper auch.
Nimm nochmal deine Umgebung wahr.
Vielleicht bist du hier mit deinem Partner,
Deiner Partnerin,
Vielleicht alleine,
Vielleicht auch mit anderen Menschen.
Und dann nimm den Fokus auf dich selbst.
Kannst die Augen schließen oder so ein bisschen vor dich richten,
Sodass du weniger im Außen bist und mehr bei dir selbst.
Bereit für eine kleine innere Reise,
Eine innere Erkundung,
Auch eine Verbindung,
Ein entspanntes Zurückkommen.
Nimm zuerst nochmal deinen Körper wahr.
Ob noch was sich verändern muss,
Ob du gemütlich und gut da sitzt,
Da liegst.
Entspannt,
Jetzt nicht angespannt und irgendwie bereit für einen Kampf,
Sondern im Gegenteil,
Relaxt,
Neugierig,
Zugewandt.
Und schau vielleicht,
Wie es deinem Herzen gerade geht,
Deiner emotionalen Welt.
Ist da gerade viel los,
Eher ruhig,
Ist offen,
Eher verschlossen,
Eher geschützt,
Eher nach außen drängend.
Und schau,
Wie sich der Körper nochmal anfühlt,
Gleichzeitig mit dem Herz,
Mit den Emotionen.
Und vielleicht auch mit den Gedanken.
Vielleicht hast du dir ein bestimmtes Ziel gesetzt,
Was du hier erreichen willst oder was du besprechen willst,
Was in deiner Beziehung sein soll,
Anders sein soll,
Sich verändern soll oder gleich bleiben soll.
Gleichzeitigkeit von Gedanken,
Ideen,
Plänen,
Emotionen,
Herzbewegung und Körper,
Körperwahrnehmung,
Alles zugleich.
Und wenn du magst,
Dann kannst du innerlich einen Schritt zurücktreten.
Einen großen Schritt,
Einen halben Schritt,
Wie es für dich passt,
Einen kleinen Schritt zurück und vielleicht einen Schritt nach unten,
Sodass du gut draufschauen kannst auf deine innere Welt,
Deine Körperwahrnehmungen,
Die Welt in deinem Herzen und die Welt in deinen Gedanken.
Und dann kannst du die innere Untersuchung beginnen.
Und mal schauen,
Wie verhältst du dich selbst meistens in Beziehungen unter Stress.
Was ist deine Go-To-Position,
Dein Default,
Wo du dich hinbewegst,
Wenn etwas dich stört,
Nicht okay läuft,
Eine Harmonie,
Eine Disharmonie gekommen ist,
Vielleicht etwas reparieren möchtest,
Etwas anders haben möchtest.
Wo gehst du innerlich hin?
Bist du eher im Außen,
Also eher unbegrenzt,
Entgrenzt,
Versuchst im Außen etwas zu tun,
Oder eher bei dir,
Eher geschützt hinter einer Wand?
Wo gehst du hin?
Was ist dein Mechanismus meistens?
Und die zweite Frage,
Bist du eher erhaben,
Also eher in der Position,
Dass du weißt,
Wie es richtig ist,
Dass du Recht hast,
Oder eher in der Position,
Dass du denkst,
Vielleicht liege ich falsch,
Ich glaube,
Ich bin nicht gut genug,
Ich habe einen Fehler gemacht.
So eher eine entwertende,
Selbst entwertende Position.
Oben oder unten?
Entgrenzt oder eingemauert?
Was ist deine Tendenz?
Nimm dir dazu ein bisschen Zeit,
Vielleicht hast du mehrere Situationen,
Beispiele,
Wo in Beziehungen Disharmonie entstanden ist,
Unklarheit,
Die Verbindung verloren gegangen ist und du ein bisschen in Stress geraten bist,
Vielleicht ein bisschen,
Vielleicht sehr viel.
Ziehst du dich zurück,
Verlässt du dem anderen,
Der anderen hinterher?
Bist du eher in der Selbstentwertung oder eher in der Belehrung,
In der wissenden,
Besseren,
Moralisch erhabenen Position?
Wenn du deine Position auf deinem Quadranten hast,
Dann hast du dein Rezept,
Was zu tun ist,
Um wieder in eine Harmonie,
In eine Verbindung,
In ein beziehungsorientiertes Sein zu kommen.
Entweder die Mauer ein bisschen runternehmen,
Den anderen wieder reinlassen oder sich ein bisschen zurücknehmen,
Sich selbst wieder ein bisschen begrenzen oder von der Entwertung hochkommen auf Augenhöhe.
Gleichwertigkeit.
Und von der erhabenen Position runterkommen.
Gleichwertigkeit,
Augenhöhe.
Das ist der Weg.
Und dann schau von deiner Position nochmal auf deinen Körper,
Auf deine Gedanken,
Auf dein Herz,
Auf deine Emotionen und überprüf das für dich.
Scheint das sinnvoll?
Passt das?
Wie fühle ich mich,
Wenn ich das höre,
Wenn ich diese Feststellung über mich selbst mache,
Diese Tendenz meines Verhaltens?
Und wir beschreiben hier nicht dein Sein,
Nicht dein Innerstes,
Wer du wirklich bist,
Sondern Verhaltensweisen,
Tendenzen,
Erlernte Muster.
Wenn du jetzt wieder in deine Präsenz kommst,
Von dieser drauf schau und dich wieder integrierst mit deinem Körper,
Mit deinen Gedanken,
Mit deinen Emotionen,
Dann schau,
Was dich dabei unterstützt und wie es dir gelingt,
Wie es sich auch anfühlt,
Gleichwertig zu sein.
Nicht besser,
Nicht schlechter.
Augenhöhe mit deinen Partnern,
Mit deiner Partnerin.
Zugewandt,
Interessiert,
Herausfinden,
Was passiert zwischen euch.
Und nicht,
Wer hat Recht.
Und zu schauen,
Wie geht es dir mit gesunden Grenzen,
Sodass du dich selbst begrenzen kannst,
Wo du dem Anderen in seine Sphäre hineinragst,
Dass du dich dort zurücknehmen kannst.
Und auch,
Dass du nicht abgekoppelt bist,
Hinter einer Mauer sitzt,
Zurückgezogen bist,
Sondern dass du ein Stück weit dich öffnen kannst,
Den anderen,
Die andere einladen kannst in die Verbindung.
Gesunde Grenzen,
Gleichwertigkeit.
Und wenn du jetzt gleich ins Gespräch gehst oder vielleicht auch später über eine disharmonische Situation,
Dann checke bei dir selbst,
Von welchem Ort sprichst du und kalibriere für dich,
Komm zurück in diese Gleichwertigkeit und mit gesunden Grenzen in eine Verbindung.
Weder verschmolzen noch hinter Mauern abgegrenzt.
Flexibel,
Gesund,
Gleichwertig interessiert,
Zugewandt,
Zuhören,
Nachfragend.
Sodass es dir aus dieser Haltung heraus gelingen kann,
Möglicherweise aus der Disharmonie wieder in die Harmonie zu kommen.
Vielleicht gelingt es nicht,
Aber du hast für dich eine Integration erreicht.
Nimm nochmal einen Atemzug,
Spüre ein bisschen nach.
Wünsche ich dir alles Gute.
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