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Einschlafmärchen: Der Vogel, der die Wahrheit sprach

by Alexandra Matthes

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Meditation
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Lasse Dich von mir in den Schlaf begleiten. Nach einer meditativen Entspannungs-Sequenz erzähle ich Dir das Märchen aus der Schweiz: "Der Vogel, der die Wahrheit sprach". Du darfst jederzeit einschlafen, denn Du kannst sicher sein, dass es gut ausgehen wird. Ich wünsche Dir eine gute Nacht und schöne Träume!

Transkription

Der Vogel,

Der die Wahrheit sagt.

Meditative Abendentspannung und ein Einschlafmärchen aus der Schweiz.

Rickel und rückel dich in deinem Bett noch einmal zurecht,

Nimm ein paar tiefe Atemzüge.

Wenn du möchtest,

Dann kannst du auch gähnen,

Dich in alle Richtungen wecken und strecken und es dir dann so richtig gemütlich machen.

Wenn du es nicht schon getan hast,

Dann schließe deine Augen.

Lasse für ein paar Momente noch mal die Bilder des Tages in dir aufkommen.

Was ist heute passiert,

Was hat dich heute so bewegt.

Ab jetzt eine Minute für deine Bilder des Tages und dann denke an die Dinge,

Mache dir das bewusst,

Was heute besonders schön war.

Wofür bist du heute dankbar?

Sammle mindestens drei Dinge zusammen,

Für die du dankbar bist.

Dann richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem,

Spüre das Heben und das Senken deines Oberkörpers mit jedem Atemzug.

Vielleicht spürst du schon,

Wie dein Körper immer schwerer,

Immer entspannter in die Matratze sinkt.

Stell dir vor,

Du kommst an einem wunderbaren Ort an,

Einem Ort,

An dem du dich wohlfühlst,

Der dir gut tut,

Wo du einfach sein kannst.

Und ganz nebenbei darfst du der Geschichte lauschen,

Die ich dir gleich vorlesen werde.

Eines Morgens hat ein Müller auf dem Mühlrad eine große und schwere Kiste gefunden.

Er hat diese Kiste schnell genommen und geöffnet und hat darin drei Kinder gefunden,

Wie Wein und Milch,

Mit einem goldenen Stern auf der Stirn.

Es waren zwei Knaben und ein Mädchen.

Ganz verwundert hat unser Müller die Kleinen seiner Frau gebracht und weil sie keine Kinder hatten,

Haben sie diese wie eigene Kinder aufgezogen.

Als die Kinder erwachsen gewesen sind,

Ist der Müller mit der Wahrheit herausgerückt und hat gesagt,

Sie seien nicht seine Kinder und er wisse nicht,

Woher sie kämen.

Und nun drangen die Jungen immer wieder den Müller,

Er solle sagen,

Wer ihnen wohl eröffnen könnte,

Woher sie kämen.

Nach langem Bitten sagte der Müller,

Das weiß der Vogel,

Der die Wahrheit sagt und irgendwo auf einem Schloss ist.

Nun war der Jüngste der Knaben nicht mehr zu Hause zu halten.

Am anderen Tag ist er auf das schwarze Pferd des Müllers gestiegen,

Um den Vogel zu suchen,

Der die Wahrheit sagt.

Es sind indessen viele Tage verstrichen und der Junge kehrte nicht zurück.

Im anderen Frühling ist der ältere Bruder gegangen,

Um den Vogel,

Der die Wahrheit sagt und den Bruder zu suchen.

Auch er ist nicht zurückgekehrt.

Da mochte die Schwester,

Die Amalia hieß,

Nicht mehr in der Mühle bleiben.

Sie hat das weiße Pferd des Müllers genommen und ist in die Welt hinaus,

Um den Vogel,

Der die Wahrheit sagt und die beiden verlorenen Brüder zu suchen.

Der Müller und die Müllerin haben geweint,

Sodass sie ganz rote Augen hatten,

Als Amalia wegging.

Denn sie war schön und gut,

Wie ein Engel.

Mutig ist das Mädchen durch einen weiten,

Dunklen Wald geritten,

Bis es ein altes Mütterchen getroffen hat.

Und das sagte zu ihm,

Ich weiß schon,

Du willst den Vogel,

Der die Wahrheit sagt und deine beiden Brüder suchen.

Wenn du alles bekommen willst,

Dann schau bloß nie hinter dich.

Möge geschehen,

Was auch immer.

Dankend hat das Mädchen versprochen,

Den guten Rat nicht zu vergessen und ist weitergeritten.

Neben einem dunklen und tiefen See hat sie einen hohen und steilen Berg entdeckt,

Auf dessen Spitze ein großes,

Schönes Schloss stand.

So schnell sie konnte,

Ist sie vom Pferd gesprungen,

Hat einen Stab genommen und hat begonnen,

Den Berg hinauf zu steigen.

Immerzu hörte sie hinter sich rufen,

Amalia!

Amalia!

Und es machte einen großen Lärm.

Amalia aber schaute nie zurück und schritt frisch voran.

Schließlich ist sie zu einem schönen Schloss aus grünem Marmor gekommen,

Mit hohen Türmen und goldenen Dächern.

Vor dem Tor war aber ein schrecklicher Waldmensch mit einer Tanne in der Hand.

Der bewachte den Eingang und ließ niemanden eintreten.

Amalia aber ist flink wie ein Wiesel dem Waldmenschen zwischen den Beinen durchgeschlüpft und ins Schloss gekommen.

Da waren überall Zimmer mit Gold,

Silber und Edelsteinen.

Im schönsten Zimmer waren eine Menge Käfige mit allerlei Vögeln,

Roten,

Weißen,

Gelben,

Grünen,

Schwarzbraunen,

Kurz von allen Farben.

Als das Mädchen in jenes Zimmer gekommen ist,

Rief jeder,

Ich bin der Vogel,

Der die Wahrheit sagt.

Nimm mich!

Nur in einer Ecke saß ein kleines Vöglein,

Das nichts sagte.

Dieses hat Amalia genommen.

Der graue Vogel hat sich sehr gefreut und gesagt,

Ich durfte nicht sagen,

Dass ich der Vogel bin,

Der die Wahrheit sagt,

Aber du hast dennoch den richtigen gefunden.

Du musst in jenen Rosengarten gehen und jene Rute nehmen,

Neben der klaren Quelle,

Inmitten des Gartens.

Mit dieser Rute berührst du alle Steine,

Die wir sehen,

Wenn wir den Berg hinunter steigen.

Das Mädchen hat die Rute aus dem Garten genommen und hat sich mit dem Vogel auf den Weg den Berg hinunter gemacht.

Jeder Stein,

Den sie mit der Rute berührte,

Verwandelte sich in einen Ritter oder eine junge Dame.

Die beiden Brüder Amalias sind ebenfalls aus zwei Steinen hervorgekommen und haben mit Tränen auf den Wangen die gute Schwester umarmt.

Der Vogel aber hat gesungen,

Sie seien Königskinder und ihr Onkel habe,

Während der Vater im Krieg war,

Sie in eine Kiste gelegt und vom Wasser vortragen lassen.

Voller Wut auf den bösen Onkel sind die Brüder in Begleitung vieler Ritter und der jungen Frauen in die Stadt des Königs gezogen und dort hat der Vogel dem König die Geschichte der Kinder erzählt.

Nervig vor Freude hat dieser seine Kinder umarmt und sie feierten ihr Wiedersehen mit einem großen Festmahl.

Der Schurke von Onkel aber bekam seine gerechte Strafe.

Amalia ist eine feine und zarte Königin geworden und ihre Brüder mutige und gute Könige.

Das war die Geschichte vom Vogel,

Der die Wahrheit sagt und wenn sie nicht gestorben sind,

So leben sie auch heute noch.

Ich wünsche dir eine gute Nacht,

Einen erholsamen Schlaf und schöne Träume.

4.6 (217)

Neueste Bewertungen

Regina

February 6, 2025

Ich habe gut geschlafen - das Handy lag auf der Bettdecke beim Aufwachen. Das Märchen höre ich mir jetzt nochmal an, damit ich weiß wie es ausgeht :)

Sofia

March 5, 2024

Eine wundervoll beruhigende Stimme begleitet mich in den Schlaf. Danke

Milena

July 3, 2023

Ich fand es eine Tolle Geschichte ,die von einer angenehmen Stimme erzählt wurde genau perfekt zum einschlafen ich würde es definitiv weiter entfelen.

Elena

June 17, 2023

Es war sehr entspannt

Michel

March 13, 2023

Ich Danke Dir!

Susanne

March 12, 2023

Vielen Dank für die schöne Geschichte. Ich liebe Märchen. Herzliche Grüße Susanne 😃

Christina

March 5, 2023

Danke für die schönen Geschichten. Ich liebe es damit einzuschlafen, leider funktioniert es zu gut so dass ich von keiner Geschichte das Ende weiss 😉

© 2026 Alexandra Matthes. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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