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Das goldene Krönlein | MEDITATION & MÄRCHEN

by Alexandra Matthes

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Eine sanfte Abendmeditation und ein liebevoll erzähltes Märchen (frei nach dem Märchen "Das Natterkrönlein" von Ludwig Bechstein) Start Märchen: 00:09:29 Was im Märchen passiert: Eine gutherzige Magd wird von ihrem Herren, einem geizigen Bauern entlassen, da sie einem Igel frische Milch zum trinken gegeben hatte. Was der Bauer jedoch nicht wusste: Der Igel trug ein goldenes Krönlein und brachte, solange die Magd ihn gefüttert hatte Glück über seinen Hof. Zum Abschied schenkt der Igel der traurigen Magd sein Krönlein, das ihr Glück und Wohlstand bringt. Wie immer, so geht auch diese Geschichte am Ende gut aus, so dass Du beruhigt jederzeit einfach einschlafen kannst. Vor der Geschichte erwartet Dich eine sanfte Abendmeditation, die Dir hilft, loszulassen, innerlich ruhiger zu werden und entspannt in den Schlaf zu sinken. Wie immer, so wird auch dieses Märchen am Ende gut ausgehen, Du kannst also jederzeit beruhigt einschlafen.

Transkription

Das goldene Krönlein,

Entspannende Abendmeditation und ein Märchen zum Einschlafen,

Frei nach Ludwig Bechsteins Das natter Krönlein.

Mach es dir bequem in deinem Bett.

Und wenn du möchtest,

Dann strecke dich noch einmal genüsslich.

So,

Als würdest du die letzten Sonnenstrahlen eines langen Tages einsammeln.

Atme tief ein,

Zieh die Schultern hoch,

Spanne deine Muskeln an und lass mit dem Ausatmen los.

Nimm nochmal einen tiefen Atemzug.

Und mit dem Ausatmen lasse alle Anspannung gehen.

Wenn nicht schon getan,

Dann schließe jetzt deine Augen.

Komm an,

Jetzt,

Am Ende dieses einmaligen Tages,

Hier,

In deinem Bett.

Wird jedem Atemzug entspannter,

Wird jedem Atemzug schwerer,

Darfst du in die Matratze sinken.

Du wirst getragen.

Es gibt nichts mehr zu tun,

Als einfach nur zu entspannen.

Alles erledigt,

Alles getan,

Alles gesagt.

Lasse die Dinge gut sein.

Vielleicht möchtest du eine Hand auf dein Herz legen und spüren,

Wie es schlägt.

Spüre dich,

Deinen Atem,

Wie er sanft ein- und ausströmt.

Deinen Herzschlag.

Spüre die Verbindung mit dir selbst.

Das bist du.

Immer ruhiger.

Immer entspannter.

Dann lege deine Hand wieder neben dich.

Und während du hier liegst,

Lasse doch gleich,

Wenn ich es sage,

Nochmal die Bilder deines heutigen Tages vor deinem inneren Auge vorbeiziehen.

Was hast du heute erlebt?

Was fiel dir leicht?

Was war vielleicht auch schwer?

Schau an,

Was auftaucht und lasse die Bilder dann weiterziehen.

Ganz wohlwollend,

Beobachtend.

Eine Minute für deine Bilder des Tages.

Finde nun mindestens drei Dinge,

Für die du heute dankbar sein kannst.

Vielleicht sind es kleine Dinge,

Ein Lächeln,

Eine gute Mahlzeit,

Ein Glücksmoment.

Dankbarkeit macht das Herz weit und kann einen Funken Frieden schenken.

Wofür bist du heute dankbar?

Dann nimm einen etwas tieferen Atemzug ein und lass mit dem Ausatmen los.

Vielleicht spürst du schon,

Wie du immer müder und immer schläfriger wirst.

Stell dir vor,

Wie jede Zelle in dir nun beginnt zu regenerieren.

Ganz von selbst,

Ein stiller,

Kluger Mechanismus.

Dein Körper weiß ganz genau,

Wie Heilung und all die kleinen inneren Reparaturprozesse funktionieren.

Die Dinge dürfen sich zu deinem Wohl und zu deinem Besten entwickeln.

Einfach so,

Während du da liegst und immer mehr entspannst.

Alles wird gut und während dein Atem ganz gleichmäßig ein- und ausströmt,

Lade ich dich ein,

Einer alten Geschichte zu lauschen.

Einst,

So raunten es die Alten am Lagerfeuer,

Lebten wunderliche Tiere,

Die ein feines goldenes Krönlein auf ihrem Haupte trugen.

Und es hieß,

Wer eine solche Krone besitze,

Dem würde das Leben mild und er wäre stets von Glück und Segen begleitet.

Es war einmal ein geiziger Bauer,

Dem diente eine gutherzige Magd.

Im Kuhstall des Bauerns aber wohnte ein kleiner Igel und zwischen seinen Stacheln blitzerte ein goldenes Krönlein.

Wenn die Magd am Morgen die Kühe molk und am Abend den Stall ausmistete,

Was sie mit großer Sorgfalt tat,

Denn ihres Herrn Vieh ging ihr über alles,

Kam der Igel manchmal aus einer Mauerspalte hervorgekrochen und sah sie mit seinen klugen,

Dunklen Augen an.

Da meinte das Mädchen stets,

Er wolle etwas von ihr.

So stellte sie ihm eines Tages ein kleines Schälchen mit frischer,

Warmer Milch hin.

Der Igel trank mit sichtlichem Behagen und während er sein Köpfchen wandte,

Glitzerte ein Krönlein auf seinem Kopfe wie ein Diamant und leuchtete ordentlich.

Das gute Mädchen freute sich über den Igelger sehr und nahm auch wahr,

Dass,

Seit sie ihm mit Milch tränkte,

Ihres Herrn Kühe sichtbar gediehen,

Mehr Milch gaben,

Stets gesund waren und kräftige,

Schöne Kälbchen zur Welt brachten.

Die Magd freute sich darüber von Herzen.

Eines Tages jedoch trat der Bauer in den Stall,

Gerade als der Igel sein Schälchen leerte.

Da geriet er in Zorn.

»Verschwende nicht mein Hab und Gut an unnützes Getier«,

Rief er grob.

Er war außer sich vor Zorn und fuhr sie an.

»Pack dein Bündel und geh.

Ich brauche niemanden,

Der meine Milch verschenkt.

« Die Magd begann zu weinen,

Doch sie widersprach ihm nicht.

Sie ging in ihre Kammer,

Schnürte ihr Bündlein und trat noch einmal in den Stall,

Um Abschied von ihren lieben Kühen zu nehmen.

Da kroch der kleine Igel herbei.

Sie bückte sich zu ihm herab und sprach »Leb wohl,

Kleiner Igel«.

Dann reichte sie ihm ein paar Beeren,

Die sie gesammelt hatte.

Der kleine Igel richtete sich auf und legte seine Vorderpfoten in ihre Hand.

Dann neigte er sein Köpflein und das goldene Krönlein glitt aus seinen Stacheln geradewegs in ihre Hand.

Sogleich huschte der Igel davon und verließ den Hof,

In dem nun keiner mehr ein Herz für seine kleinen Gaben hatte.

Die Magd aber ging traurig ihres Weges,

Jedoch mit einem kleinen Schatz in ihrem Bündel.

Noch wusste sie nicht,

Dass derjenigen,

Die das Krönlein bei sich trägt,

Alles gelingt,

Was sie beginnt und dass Ehre und Freude ihr folgen würden.

Vor dem Dorfe begegnete ihr der Schulzensohn,

Der Junge des Dorfvorstehers,

Ein schöner und freundlicher junger Mann.

Schon oft hatte er sie mit stiller Zuneigung betrachtet,

Doch nie hatte er sie anzusprechen gewagt.

Als er sie jedoch so traurig am Wege stehen sah,

Fragte er nach ihrem Leid.

Sie erzählte,

Was geschehen war.

Geht zu meiner Mutter,

Sagte er,

Und sagt ihr,

Ich sende euch.

Wie nun die Magd zur alten Frau Schulzen kam und ausrichtete,

Was der Schulzensohn ihr aufgetragen hatte,

Da fasste die Frau gleich ein großes Vertrauen und behielt sie im Hause.

Und als am Abend die Knechte und Mägde des reichen Hausherren zum Essen kamen,

Da musste die Neuaufgenommene das Tischgebet sprechen.

Die Worte gingen ihr leicht über die Lippen.

Und als sie sprach,

War es als Flössen des Gebetes Worte aus dem Munde eines heiligen Engels.

Und alle wurden von einer wundersamen Andacht bewegt.

So wie das Mal beendet war,

Sprach die Magd den Abendsegen.

Und ihre Worte verbreiteten eine milde Wärme über allen.

Die Knechte und Mägde gewannen sie lieb,

Auch der Hausherr und seine Frau.

Und ihnen entging nicht,

Dass ihr Sohn sie mit leuchtenden Augen ansah.

Anfangs war die gute Magd noch so in ihrer Trauer über den Verlust ihrer Anstellung,

Dass sie die Liebe und Zuneigung,

Die sie in diesem Hause empfing,

Nicht wahrnehmen konnte.

Doch nach und nach wich die Schwere von ihrem Herzen,

Und sie wurde wieder froh.

Der Sohn des Hauses hielt um ihre Hand an,

Und sie bejahte seinen Antrag.

So wurde die arme Magd die Frau des reichsten Mannes im Dorf.

Und noch mehr.

Eine geliebte und liebende Ehefrau.

Denn auch ihr Herz begann mehr und mehr für den jungen Mann zu schlagen.

Mit dem geizigen Bauern aber,

Der ehemals ihr Dienstherr gewesen war,

Ging es bergab.

Denn ohne Güte bleibt kein Segen.

Als die junge Frau eines Tages nun ihre eigenen Kühe fütterte,

Sah sie den kleinen Igel wieder.

Da zog sie das Krönlein hervor und sprach.

Hab Dank,

Kleiner Igel.

Doch ich brauche es nun nicht mehr.

Und sie setzte das Krönlein dem kleinen Tier behutsam zwischen die Stacheln.

Und stellte ihm wieder ein Schälchen frischer Milch hin.

So wohnte der Igel fortan in ihrem Stall.

Und auf dem Hofe herrschte für immer Glück und Frieden.

Und wenn sie nicht gestorben sind,

Dann leben sie auch heute noch.

Ich wünsche dir eine gute Nacht,

Einen tiefen und erholsamen Schlaf und schöne Träume.

© 2026 Alexandra Matthes. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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