
Unbewusste Blockaden und Gefühle auflösen im Element Wasser
Stelle dir vor, du sitzt an einem klaren Bergsee. Zunächst schaust du nur, doch dann zieht das Wasser dich magisch an. Du tauchst deine Hand ins Wasser - und bist überrascht davon, dass der See zwar frisch ist, aber nicht kalt. Du gehst hinein und vertraust dich dem Wasser an, welches dich sanft umhüllt. Im Vertrauen an die heilende Kraft der Elemente schaust du zu, wie Gefühle und Emotionen an der Wasseroberfläche sichtbar werden - und sich langsam zur Heilung hin transformieren dürfen.
Transkription
Dies ist eine Meditation,
Um dich mit dem Element Wasser zu verbinden.
Das Element Wasser repräsentiert die Gefühle,
Die Emotionen in dir,
In deinem Geist,
Deinem Körper.
Und wenn wir uns auf die Qualität des Wassers einlassen,
Das wir in uns tragen,
Dann können wir in unsere Gefühle eintauchen und kreieren einen sicheren Raum,
Um Gefühle zu erlauben.
Um uns zu erlauben,
Diese Gefühle zu fühlen,
Ohne die Angst davon überwältigt zu werden.
In dieser Meditation schauen wir einfach auf das,
Was schon da ist und werden uns dessen bewusst.
Und damit können wir alte Wunden,
Tiefe Wunden heilen und den Weg freimachen,
Unsere Gefühlswelt freimachen für einen Neuanfang und einen Neustart.
Wenn du soweit bist,
Dann setze dich bequem hin.
Das kann auf einem Stuhl sein,
Auf einem Meditationskissen.
Und wenn du dich hinlegen möchtest,
Empfehle ich,
Dass du dir ein Kissen oder eine Auflage unter den Rücken legst,
Dass du so leicht erhöht bist,
Den Kopf unterstützt,
Dass du nicht ganz flach im Bett oder auf dem Boden liegst.
Denn wir wollen zwar tief sinken und uns entspannen,
Aber nicht einschlafen.
Wenn du also deinen Sitz gefunden hast oder die halbliegende Position,
Dann lege noch einmal beide Hände auf deinen Bauch.
Spüre den Atem in deinem Bauch.
Mit der Einatmung wirbt sich dein Bauch,
Dein Brustkorb sanft nach vorne.
Mit der Ausatmung entspanne.
Einatmend fließt alles sanft in den Bauch,
In den Brustbereich.
Und ausatmend spüre,
Wie du noch mehr loslässt,
Mehr gehen lässt und entspannst.
Während du durch den Atem langsam tiefer in dich hineinsinkst,
Stelle dir vor,
Dass du an einem See sitzt,
Am Rand,
Am Ufer eines wunderbar klaren Bergsees.
Du siehst die Berge um dich herum,
Die Spitzen der Berge,
Mit Schnee bedeckt.
Jedoch die Sonne scheint sanft und du fühlst dich warm und wohlig.
Lenke deinen Blick von den Bergspitzen nach unten zu dem See,
Vor dem du sitzt.
Es ist ein klarer,
Ein ruhiger Bergsee.
Du kannst von deinem Sitzplatz aus das Ufer und das Wasser sehen und wie der Anfang ganz seicht beginnt.
Du kannst die Kieselsteine erkennen.
Das Wasser ist so klar,
Dass du ein oder zwei Meter tief sehen kannst.
Du bist ganz dicht am Wasser,
Du könntest es berühren,
Aber noch sitzt du und schaust.
Atme die frische Bergluft und du riechst die Klarheit des Wassers,
Die Frische um dich herum.
Nun lehne dich ein wenig nach vorne im Geist und stelle dir vor,
Wie du die Hand ausstreckst und gerade so,
Dass du das Wasser berühren kannst und dann tauche jetzt deine Finger in das Wasser.
Du bist ein wenig überrascht,
Denn es ist frisch,
Aber nicht unbedingt kalt.
Im Gegenteil,
Es zieht dich förmlich an und du tauchst die ganze Hand in das Wasser,
Bewegst die Hand ein wenig von rechts nach links und beobachtest,
Wie deine Hand Wellen erzeugt.
Diese Wellen sind nur um deine Hand herum und gleiten dann weiter über die Fläche des Sees davon,
Aber der See ist so groß und so tief,
Dass deine Bewegung kaum einen Effekt auf die Ruhe des Sees hat.
Deine Hand fühlt sich wunderbar an im Wasser und du veränderst deine Position im Geiste.
Stell dir vor,
Dass du dich weiter nach vorne lehnst,
Vielleicht dich hinkniest und dass du den ganzen Arm hinein sinken lässt und es fühlt sich so wunderbar an und du hast das Bedürfnis,
In den See hinein zu steigen und dort zu schwimmen.
Du bist ganz alleine,
Du kannst dich einfach ausziehen und wenn du vor dem See stehst,
Dann gehe langsam in das seichte Wasser hinein und immer noch spürst du keine Kälte,
Sondern nur eine einladende Frische und es ist,
Als ob der See dich freundlich einlädt,
Weiter hinein zu gehen.
Du bist jetzt schon bis zu den Knien im Wasser,
Gehe noch weiter hinein und dann bis zur Hüfte und dann merkst du,
Wie das Wasser dich trägt.
Du beugst deine Knie und lässt dich hinein sinken und wie von Zauberhand trägt dich das Wasser ganz sanft und du traust dich und drehst dich um und legst dich zurück und dein ganzer Körper schwebt nun so halb im Wasser kurz unter der Wasseroberfläche und nur das Gesicht schaut heraus.
Niemand ist dort und du fühlst dich geschützt.
Der See trägt dich,
Das Wasser hält dich rundherum und du kannst im Geiste die Augen schließen und in Wirklichkeit sie geschlossen halten und gibst dich ganz in die Magie des Wassers und des Sees hinein.
Umgeben von dem Wasser hast du das Gefühl,
Du fließt von innen nach außen.
Vielleicht hast du ein Gefühl,
Als würdest du dich im See in der Tiefe des Wassers verlieren und das mag sich ein wenig besorgniserregend anhören,
Denn es ist so tief und so weit,
Das Wasser.
Und wenn es sich für dich nicht sicher anfühlt,
Dann spüre in dein Herz,
Bringe deine Aufmerksamkeit auf dein Herz und hab das Gefühl,
Dass dein Herz in deinem Körper sich vertrauensvoll zurücklehnt,
Ganz sanft zurücksinkt und in diesem Zurücksinken entsteht ein Vertrauen und in diesem Vertrauen bist du nun bereit zu fühlen,
Spüre einmal,
Was jetzt gerade da ist.
Vielleicht ist da erstmal gerade nichts oder nichts offensichtliches oder es ist ein Gefühl ganz stark vorherrschend,
Du spürst es in deinem Körper und vielleicht mit der Zeit,
Wenn du im Horchen bleibst,
Im aufmerksamen Lauschen,
Dann kommt etwas an die Oberfläche,
Wie wenn etwas hochploppt,
Unsere Gefühle zu unterdrücken oder nicht wahrzunehmen braucht und verbraucht Energie,
Aber wir sind so daran gewöhnt,
Dass wir diesen Energieverbrauch oft gar nicht merken und jetzt lass los,
Lasse dein Herz sinken und vielleicht beobachtest du vor dem inneren Auge,
Wie etwas an die Wasseroberfläche deines Sees ploppt,
Du kannst es sogar mit geschlossenen Augen sehen,
Beobachte einmal,
Was da hochploppt,
Vielleicht ist es erstmal eine Sache oder vielleicht ist auf einmal ganz viel,
Aber du weißt,
Dass der See dir nur das zeigt,
Was du auch gerade verarbeiten kannst,
Vertraue das,
Du die Größe und die innere Stärke hast,
Um das zu beobachten,
Was da hochkommt und schaue es dir einmal an,
Ist es in einer Blase vielleicht,
Treibt es auf dem Wasser,
Welche Form hat es,
Welche Farbe,
Ist es dicht an dir dran oder weiter weg,
Beobachte einfach,
Vielleicht verändert sich die Form und die Farbe und das Gefühl und lasse es einfach zu,
Oft sind die ersten Gedanken und Eindrücke,
Die uns kommen,
Die dir die Wahrheit zeigen und sagen und versuche das,
Was du dort siehst und fühlst,
Nicht unbedingt zu benennen,
Wir wollen das nicht festschreiben auf einen Begriff,
Sondern beobachte einfach,
Vielleicht sieht es wütend aus und zappelt oder ist rot und flackert oder es ist dumpf und trüb und ganz tief und schwarz und ist so wabernd,
Egal wie es ist,
Beobachte es einfach erstmal und indem es an die Wasseroberfläche ploppen durfte,
In dem Moment ist es der Sonne und der Luft und dem Wasser ausgesetzt,
Den verschiedenen Elementen und es ist die Natur der Dinge,
Dass sie sich verändern,
Beobachte mal,
Was passiert,
Wenn zum Beispiel das Dumpfe,
Das Trübe,
Das Tiefe von der Sonne beschienen wird,
Erlaube die Möglichkeit der Veränderung,
Vielleicht wird es heller oder klarer,
Vielleicht beginnt es sich aufzulösen und selbst zu Luft zu werden oder es beginnt zu scheinen und zu leuchten,
Ganz golden und wird zu einer Seerose,
Wenn etwas brodelt und feurig ist am Anfang,
Vielleicht kann es sich auf der Wasseroberfläche beruhigen,
Vielleicht beginnt es zu glitzern und zu einem wundervollen Diamant,
Das löst sich einfach auf,
Beobachte neugierig,
Was um dich herum passiert und es gibt Dinge,
Die bleiben erstmal,
Wie sie sind und das ist okay und es ist heute noch nicht die Zeit,
Du weißt,
Dass du jederzeit in diesen See zurückkommen kannst,
Wie du jetzt noch so schön dahin treibst und umhüllt wirst in diesem frischen und doch warmen Wasser.
Du spürst immer mehr,
Dass du in Liebe schwimmst,
Dass dieses Wasser,
Dieser klare Bergsee,
Liebe ist,
Die dich umhüllt und alles umhüllt und diese Liebe umhüllt auch die Dinge,
Die jetzt hoch ploppen und erstmal nicht so schön aussehen oder sich nicht so gut anfühlen und trotzdem sind sie in Liebe gebadet.
Du spürst,
Dass es für heute an der Zeit ist,
Wieder zum Ufer zu schwimmen.
Du merkst,
Dass die Dinge langsam etwas verblassen und verschwinden und ohne,
Dass du dich in irgendeiner Weise anstrengen oder bewegen musst,
Merkst du,
Dass du von ganz alleine schon zum Ufer zurückgetrieben bist.
Deine Hand berührt den Kies und langsam kommst du in Bewegung und komme auch in Wirklichkeit etwas in Bewegung,
Dass du deinen Atem vertiefst,
Deine Hände,
Deine Füße bewegst,
Dich vielleicht noch mal räkelst und streckst.
Stelle dir nun vor,
Wie du aus dem Wasser herauskommst und dich noch einmal hinsetzt.
Gerade so an das Ufer,
Wie du bist,
Die Sonne trocknet dich und jetzt verschmilzt du mit deinem Ich am See und mit der Person,
Die jetzt gerade in dem Raum sitzt oder liegt und du spürst,
Dich ganz frei und wohlig und warm und ganz erfrischt und du möchtest bedanke dich bei Mutter Natur,
Bei den Elementen,
Diese Reinigung.
Du weißt,
Dass du jederzeit wieder hierhin zurückkommen kannst,
Um erneut alles,
Was du nicht mehr brauchst,
Erst einmal kurz anzuschauen und dann in die Transformation zu begeben.
Wünsche dir eine wunderbare Zeit.
Namaste.
Deine Julia
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