12:17

Ruhe und Ausgleich finden

by Jürgen Noll

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Bewertet
4.5
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
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Achtsames Beobachten von Atem, Körper und Geist gemeinsam mit einer einfachen Arbeit an gegensätzlichen Begriffen. Das dient der Stärkung des inneren Gleichgewichts und der Entwicklung von mehr Gelassenheit.

Transkription

Herzlich willkommen.

Ich freue mich,

Dass du dir jetzt gemeinsam mit mir ein paar Minuten Zeit für dich nehmen magst.

Suche dir eine angenehme und sichere Umgebung,

Wo du die nächsten Minuten mit einem Gefühl des gut aufgehobenen Seins verbringen kannst.

Schließe die Augen oder senke den Blick und richte deine Aufmerksamkeit nun ganz auf dein Atmen.

Atme ein und atme aus und nimm diesen Vorgang des Atmens bewusst wahr.

Ein und aus.

Begleite den Atemfluss mit deiner Aufmerksamkeit.

Das Kommen und Gehen.

Da gibt es viel zu beobachten.

Zum Beispiel den Luftstrom in der Nase.

Wie die Luft beim Einatmen so ein klein wenig kühler ist als beim Ausatmen.

Vielleicht magst du auch beobachten die Bewegung des Brustkorbs und des Schultergürtels.

Oder du kannst auch auf das Heben und Senken der Bauchdecke achten.

Schau dir das eine Zeit lang an.

Es ist normal,

Dass sich Gedanken immer wieder mal in den Vordergrund drängen.

Nimm dann auch das einfach wahr,

Ohne es zu beurteilen.

Und kehre dann zum Atmen zurück.

Wenn du magst,

Dann erweitere nun die Übung ein wenig.

Beim nächsten Einatmen sage dir lautlos im Geist ein.

Und beim nächsten Ausatmen benenne es innerlich mit aus.

Ein,

Tief ein und langsam aus.

Nimm diesen Atemfluss einfach wahr,

Ohne ihn zu beeinflussen.

Mögliche Ablenkungen von innen oder außen.

Registriere wertfrei.

Bleib gelassen und wende dich dann wieder dem Atem zu.

Statt den Begriffen ein und aus,

Mit denen du bis jetzt dein Ein- und Ausatmen begleitet hast,

Verwende jetzt einmal die Begriffe schwer und leicht.

Beim nächsten Einatmen denke dir schwer.

Und beim nächsten Ausatmen denke leicht und wiederhole das.

Erforsche,

Wie es sich anfühlt,

Diese Begriffe wirken zu lassen.

Vielleicht tauchen bei dieser Beschäftigung mit diesen Begriffen Gedanken und Gefühle,

Vielleicht auch Erinnerungen oder sogar Körperempfindungen auf.

Dann registriere das einfach und lass alles wieder weiterziehen,

Wie Wolken am Himmel.

Und jetzt verändere die Reihenfolge.

Beim Einatmen denke dir nun leicht und beim Ausatmen denke schwer.

Ein,

Leicht und aus.

Vielleicht bemerkst du,

Dass heute ein Begriff für dich besser zum Ein- oder zum Ausatmen passt.

Dann nimm das neugierig und aufmerksam zur Kenntnis und bleib dennoch bei der Struktur dieser Übung.

Nun gehe zum Gegensatzpaar Kalt und Warm.

Beginne wieder mit Kalt beim Einatmen und Warm beim Ausatmen.

Einatmen denke dir Kalt,

Ausatmen denke dir Warm und wiederhole das.

Und nun wechsle.

Einatmen denke dir Warm und Ausatmen denke dir Kalt.

Noch hier beobachte neugierig,

Wie diese beiden Begriffe jeweils zum Ein- oder zum Ausatmen besser passen.

Wir möchten dieses Schema noch mit drei weiteren Begriffspaaren üben.

Diese Arbeit mit Gegensätzen erlaubt es dem Geist nämlich,

Sehr einfach zu lernen,

Immer mehr zum Beobachter von Veränderungen zu werden und dem ständigen Wechsel entspannt zuzusehen.

Versuche es jetzt mit den Begriffen Eng und Weit.

Und wiederum beginne mit Einatmen denke dir Eng,

Ausatmen denke dir Weit,

Eng und Weit.

Dann dreh es um.

Einatmen denke dir Weit,

Ausatmen denke dir Eng.

Einatmen Weit,

Ausatmen Eng.

Auch emotionale Gegensätze eignen sich sehr gut für diese Arbeit.

Versuche es einmal mit den Begriffspaaren Trauer und Freude.

Denke dir wiederum beim Einatmen Trauer und beim Ausatmen Freude.

Einatmen Trauer,

Ausatmen Freude.

Dann drehe es wieder um.

Einatmen Freude,

Ausatmen Trauer.

Einatmen denke dir Freude,

Ausatmen denke dir Trauer.

Wenn du jeden Tag ein paar Minuten mit dieser Achtsamkeitsübung verbringst,

Wird dich diese Fähigkeit,

Dem ständigen Wechsel und Veränderungen gelassen und entspannt gegenüber zu stehen,

Immer mehr und mehr begleiten.

Damit wirst du mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit empfinden.

Schließen wir noch mit dem Gegensatzpaar Angst und Mut ab.

Es beginnt mit dem Wechsel.

Einatmen denke dir Angst,

Ausatmen denke dir Mut.

Einatmen Angst,

Ausatmen Mut.

Drehe es bitte um.

Einatmen Mut,

Ausatmen Angst.

Einatmen denke dir Mut und Ausatmen denke dir Angst.

Dein Geist wird lernen,

Dass dies nur Begriffe sind,

Nur Gefühle und dass es keine Gefahr ist,

Sich mit diesen Begriffen,

Mit diesen Gefühlen zu beschäftigen und dass sie auch gut losgelassen werden können.

Denn es gibt immer auch das Gegenteil.

Nun lass alle Begriffe wieder los.

Lass deinen Atem wieder frei fließen und orientiere dich langsam wieder mehr und mehr nach außen.

Und wann immer es für dich passt,

Öffne wiederum deine Augen.

Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit und alles Gute.

4.5 (36)

Neueste Bewertungen

Regina

July 7, 2025

Danke für die tolle Meditation. Ich fand die Atmenübung mit den Gegensatz-Paaren richtig gut!

Sonja

April 19, 2025

Sehr gut zu fühlen, diese Gegensätze. Danke

Eric

April 22, 2023

👍🏻💪🏻🙏🏻

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