
Trauer liebevoll umarmen
Diese Meditation ersetzt keine Trauerbegleitung, kann dir vielleicht jedoch etwas Schwere vom Herzen nehmen, wenn du bereit bist. Höre auf dein Bauchgefühl, ob es der richtige Moment ist. Lasse dich von Freunden und Familie in diese Zeit unterstützen. Du bist nicht alleine. Ich umarme dich gedanklich fest. Ich schicke dir gedanklich Liebe, Kraft und Zuversicht für die Zukunft. In Liebe, Deine Ann-Sophie
Transkription
Meditation zum Umgang mit Trauer.
Für diese Meditation kannst du dich entweder ganz entspannt hinlegen oder dich aufrecht hinsetzen auf einen Stuhl,
Aufs Sofa oder wenn du gerne auf dem Boden sitzen möchtest,
Angelehnt an eine Wand oder im freien Raum.
Wenn du dich hinsetzen möchtest,
Kreis gerne noch mal deine Schultern nach oben und nach hinten und stell dir vor,
Wie die Krone deines Kopfes von einem durchsichtigen Faden in Richtung Himmel gezogen wird,
Sodass deine Wirbelsäule ganz aufrecht und ganz lang wird.
Lass deinen Kinn ganz entspannt zu dir ran sinken und wenn du soweit bist,
Dann schließe gerne deine Augen.
Lass uns gemeinsam tief ein- und ausatmen.
Atme zunächst tief ein durch die Nase und aus durch den geöffneten Mund.
Tief ein durch die Nase und aus durch den geöffneten Mund.
Atme ein letztes Mal so tief ein wie du kannst und ganz lösend durch den geöffneten Mund wieder aus.
Nimm dir einen Moment Zeit,
Um in dem Raum anzukommen.
Nimm deine Sitz- oder Liegeunterlage wahr.
Nimm die Bereiche deines Körpers wahr,
Die den Boden berühren oder deine Sitzunterlage.
Nimm die Raumtemperatur wahr und nimm alle Geräusche,
Die jetzt um dich geschehen,
Wahr.
Lass deinen Atem ganz entspannt ein- und ausfließen und dann lass uns gemeinsam den Blick nach innen richten.
Beginne deinen Körper angefangen von der Krone des Kopfes aus in Richtung Füße zu scannen.
Dabei nimmst du wahr,
In welchen Bereichen du vielleicht Druck spüren kannst oder Schmerzen spüren kannst.
Nimm diese Wahrnehmungen einfach im Stillen an,
Ganz ohne sie zu beurteilen oder zu bewerten.
Beobachte was passiert und lass deinen Atem weiter fließen.
Alles was ist,
Darf sein.
Und wenn du soweit bist,
Dann leg jetzt die linke Hand auf den Bereich deines Herzens und die rechte Hand darauf oder darüber,
So wie es jetzt am entspanntesten für dich ist.
Wir beginnen jetzt eine Reise in dein Inneres und gehen mit der Trauer in die Kommunikation.
Wenn du dich jetzt gerade nicht bereit dafür fühlst,
Dann schalte einfach die Meditation aus.
Wir beginnen mit der Reise in dein Inneres.
Stell dir vor,
Dass du jetzt als kleine Figur in den Bereich deines Herzens,
Bildlich gesprochen,
Hineingehst.
Du siehst dich von hinten,
Wie du Schritt für Schritt geradeaus gehst.
Beobachte was in deiner Umgebung passiert.
Was kannst du wahrnehmen?
Ist es einfach zu gehen oder schwer?
Fühlen sich deine Beine schwer an?
Versuche visuell immer weiter zu gehen.
Du kannst in der Ferne große Felsen und Berge sehen.
Du gehst immer weiter,
Bis du an eine Lichtung kommst.
Diese Lichtung sieht sehr einladend aus und du beschließt dich für einen Moment zu setzen.
Schau auch hier von links nach rechts,
Was dich umgibt und wie du dich gerade fühlst.
Auf einmal erscheint eine rauchartige Gestalt,
Die dir gegenüber sitzt.
Diese Gestalt macht wimmernde Geräusche und wirkt sehr dunkel und kalt.
Es wirkt so,
Als wäre sie aus Regenwolken geformt und du kannst sehen,
Dass an ihren Füßen Pfützen sind,
Wie nach einem Regenschauer.
Diese Figur hat kein richtiges Gesicht,
Aber du kannst sehen,
Wie Wasser von oben nach unten fließt.
Du beschließt die Person anzusprechen.
Sie sagt dir,
Dass sie die Trauer ist.
Sie ist da,
Weil etwas Trauriges passiert ist.
Sie kommt zu denjenigen,
Die etwas loslassen wollen.
Ihre Aufgabe ist es,
Als Emotion durch Körper hindurch zu fließen.
Du siehst die Trauer an und sagst,
Okay,
Ich bin bereit.
Die Trauer kommt zu dir und formt sich wie eine Regenwolke über deinem Kopf zusammen.
Du fühlst den Regen,
Der auf deinen Kopf prasselt.
Es ist wie ein sanfter Sommerregen.
Du kannst spüren,
Wie aus deinen Augen Tränen rollen.
Da ist sie,
Die Trauer,
Wie sie durch dich hindurch fließt.
Durch den Kopf,
Den Hals,
Das Herz,
Den Rumpf,
Die Beine bis in deine Füße.
Über die Füße fließt sie hinaus,
Aus deinem Körper heraus.
Du kannst sehen,
Wie sich Pfützen unter deinen Fußsohlen bilden,
Die kurze Zeit später in die Erde versinken.
Immer mehr und mehr Regen fließt über dir,
Durch deinen Körper und in den Boden,
In die Mutter Erde.
Lass deinen Atem weiter fließen.
Mit jeder Ausatmung lässt du diesen Regen,
Lässt du diese Trauer über deine Füße hinaus fließen.
Auf einmal hört es auf zu regnen.
Du siehst,
Wie die Trauer wieder vor dir steht.
Sie schaut dich an und sagt,
Danke.
Danke,
Dass du mich siehst.
Danke,
Dass du mich hörst und danke,
Dass du bereit warst,
Mich zu fühlen.
Du siehst,
Wie die Trauer Schritt für Schritt in die andere Richtung geht,
Sich umdreht und verschwindet.
Hinter der Trauer beginnt es auf einmal hell zu werden,
Wie ein Sonnenaufgang.
Auf einmal nimmst du Geräusche um dich wahr.
Es fühlt sich an wie ein Frühlingserwachen.
Du hörst vertraute Geräusche und schaust dich um.
In unmittelbarer Nähe kommen Menschen auf dich zu.
Du kennst diese Menschen wahnsinnig gut.
Es sind Familie und Freunde,
Deine liebsten und nahestehendsten.
Sie kommen zu dir auf die Lichtung und setzen sich um dich.
Sie lächeln dir zu und haben sich in einen Kreis gesetzt.
Alle reichen sich nun die Hände.
Du kannst die Wärme und die Liebe in deiner linken Hand und auch in deiner rechten Hand spüren,
Die von deinen Sitznachbarn ausgeht.
Du bist gehalten,
Du bist verstanden und du bist unterstützt,
Genauso wie du bist.
Mit allen Emotionen und mit allem was du bist.
Du atmest mit jeder Einatmung dieses wunderschöne Gefühl in dein Herz hinein.
Du spürst diese besondere Verbindung,
Die du zu diesen geliebten Menschen hast.
Du spürst die Stärke,
Die aus eurem Kreis sich entwickelt,
Das Vertrauen und die Zuversicht.
Atme mit der Einatmung dieses Vertrauen und die Zuversicht in den Bereich des Herzens ein.
Und mit der Ausatmung löst sich alles,
Was du nicht mehr brauchst,
Über die Füße hinauf.
Spüren dieses wunderschöne Gefühl der Liebe hinein und nimm die Dankbarkeit wahr,
Die du für dich empfindest,
Für deinen Körper,
Für deinen Geist und für deine Seele.
Danke fürs Weitergehen.
Danke fürs Weitermachen,
Auch wenn es manchmal schwer ist.
Danke,
Dass du weitermachst.
Nimm nun dieses wunderschöne Gefühl des Gehaltenseins und der Unterstützung durch deine Liebsten mit in deinen Alltag und erinnere dich stets daran,
Dass es ganz viele Menschen gibt,
Die dich unendlich lieben und die wahnsinnig dankbar sind,
Dass du in ihrem Leben bist.
Danke,
Dass es dich gibt.
Ich wünsche dir alles Liebe,
Zuversicht,
Kraft und Hoffnung für die kommenden Tage,
Wochen und Monate.
Alles Liebe,
Deine Ann-Sophie.
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