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Meditation zur 7. Rauhnacht

by Tanja Köster

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In der siebten Rauhnachte haben wir die Mitte dieser Tage überschritten und stehen mit einem Bein in der Zukunft. Welches unserer "Kinder" will geboren werden? Heute ist die Zeit unsere Gefühle zu umarmen unsere Seele mit liebevoller Fürsorge zu füttern.

Transkription

Die siebte Raunacht steht im Tierkreiszeichen des sensiblen Krebses.

Wir haben die Mitte der Raunächte überschritten und stehen jetzt mit einem Bein in der Zukunft.

Der siebte Monat,

Also der Juli,

Gehört zu dieser Raunacht.

An diesem Tag und in dieser Nacht wollen wir unsere Gefühle umarmen.

Nimm dir doch heute Zeit für einen Waldspaziergang.

Laufe mit den Augen eines Kindes durch die Natur.

Schau,

Was dir ins Auge fällt und nimm es gerne mit für deine Füllschale.

Falls du die noch nicht angefertigt hast,

Wir hatten das schon in einer der vorherigen Raunächte,

Dann findest du eine einfache Schale sicher in deinem Haushalt.

Du kannst auch deine Fundstücke einzelnen Gefühlen zuordnen,

Sie auf ein Kärtchen legen oder beschriften.

Wir haben ja oft wie der sensible Krebs einen dicken Panzer um uns und unsere Gefühle gelegt,

Damit wir nicht verletzt werden.

Zumindest bilden wir uns ein,

Dass wir so nicht verletzt werden,

Was ja gar nicht stimmt,

Denn Verletzungen passieren uns immer wieder auf unserem Weg.

Nur das Ego,

Das auf Sicherheit spielt,

Baut diese Mauer.

Die Gefühle erreichen dich auf alle Fälle und heute wollen wir diese Gefühle offen in uns auftauchen lassen.

Die Dimensionstore sind weit geöffnet,

Sowohl in deiner inneren als auch in deiner äußeren Welt.

Wir tauchen ein in die Tiefe unseres Seins.

Wir empfinden unsere Gefühle an diesem Tag sehr intensiv,

Sowohl die Freude als auch für den Schmerz.

Sind offen für Erkenntnisse,

Ja,

Unsere Seele hungert sogar danach.

Dein Herz ist weise und allwissend.

Weiß dein Verstand nicht weiter,

So lausche dem Flüstern deines Herzens.

Es ist nicht leicht,

Dem Verstand seine kontrollierende Rolle zu nehmen.

Der Verstand ist sehr,

Sehr schnell,

Springt immerzu ein und das hatten wir auch schon versucht,

So eine Sicherheit im Alten zu gewährleisten.

Es hat funktioniert für deinen Verstand,

Weil du lebst ja jetzt gerade noch und er kann dich beurteilen,

Wie es dir eigentlich dabei geht,

Ob du gut lebst mit diesen alten Glaubenssätzen oder eben auch nicht.

Und deine Gefühle sagen dir manchmal deutlicher,

Was du gerade denkst.

Wir sind es so gewohnt,

In diesen negativ behafteten Stil zu denken,

Dass wir das gar nicht mehr richtig wahrnehmen.

Und wenn du deinen Fokus auf die Gefühle legst,

Die ja wenigstens etwas langsamer sind,

Unser Verstand denkt 50.

000 bis 70.

000 Gedanken pro Tag,

Gefühle wechseln langsamer und wenn du dann,

Wie gesagt,

Bei diesen Gefühlen ansetzt,

Weißt du,

Womit dein Verstand sich gerade beschäftigt.

Wenn wir anfangen,

Diese alten Glaubensmuster,

Glaubenssätze aufzulösen,

Reagiert unser Ego,

Unser Verstand oft mit ganz,

Ganz großen Zweifeln und sagt,

Ach komm,

Lass das mal lieber,

War doch so gut,

Wie es schon mal war.

Und ich habe da einen ganz,

Ganz tollen Spruch gelesen,

Der da sagt,

Wenn wir an unseren Stärken zweifeln,

Stärken wir unsere Zweifel.

Und wir können uns auf den Weg begeben,

Wo wir hingehören,

Denn das ist der Weg,

Wo unser Herz uns hinzieht.

Sorgst du immer ausreichend dafür,

Dass es dir gut geht?

Füttere deine Seele mit liebevoller Fürsorge.

Und das beginnt damit,

Dass wir unseren inneren Kritiker ansehen,

Ihn quasi umarmen.

Ich stelle mir das wirklich so vor,

Wie das so ein kleiner Mensch ist,

Den ich umarme und dann schicke ich ihn auf seinen Platz.

Meine Szenarien spielen dann immer so in einem Klassenraum.

Und dann schicke ich dieses Kind in Anführungsstrichen,

Diesen kleinen Menschen auf seinen Platz zurück,

Anstatt ihn das Lehrerpult übernehmen zu lassen.

Lass uns noch einen Moment bei diesem Bild des Klassenraums bleiben.

In diesem Klassenraum sind auch noch andere Kinder,

Die darauf warten,

Gehört zu werden und im Alltag untergehen,

Weil Angst,

Wut,

Zorn oder Frust so laut sind.

Wenn wir die alle Angst,

Wut,

Zorn und Frust umarmt haben,

Gesagt haben,

Ja,

Ich habe dich gesehen,

Setz dich auf deinen Platz,

Ich habe dich lieb,

Auf alle Fälle,

Denn das sind genauso unsere Kinder,

Können wir uns diesen stilleren Kindern zuwenden,

Zum Beispiel unseren Plänen,

Was ist in mir symbolisch ein Kind,

Was geboren werden möchte,

Was gehört werden möchte.

Darum geht es jetzt auch in unserer Meditation für die siebte Raunacht.

Richte dich wieder bequem ein,

Schau in welcher Position du diese Meditation hören möchtest,

Ob im Liegen oder Sitzen oder vielleicht sogar auch im Stehen.

Verbinde dich erstmal wieder mit deinem Atem.

Spüre,

Wie es dich ein- und ausatmet.

Lasse deinen Atem ruhiger und ruhiger werden.

Versuche,

Dass der Ausatem ein bisschen länger und länger und länger wird als der Einatem.

Begib dich in deiner Fantasie in den schon erwähnten Klassenraum.

Stell dir einen hellen und freundlichen Raum vor,

Mit großen Fenstern,

Vielleicht Sprossenfenster,

Durch die die Sonne hineinscheint.

Du stehst oder sitzt hinter deinem Lehrerpult als dein Höheres selbst und es gibt einige Kinder in diesem Klassenraum.

Sie symbolisieren die verschiedenen Aspekte deiner Persönlichkeit in diesem dualen,

Körperlichen Leben.

Es sind alles deine Kinder und du liebst sie aus tiefen Herzen heraus.

Jedes dieser Kinder ist dir willkommen.

Schau,

Welches als erstes deine Aufmerksamkeit verlangt.

Ist es Todu Dori,

Panik Paul,

Unmut Ursula oder gar Angst Anne?

Nimm dir die Zeit,

Deine Kinder anzusehen,

Sie wahrzunehmen,

Zu akzeptieren,

Zu umarmen.

Es wird jetzt ungefähr eine Minute still sein und wenn du länger brauchst,

Halte die Meditation an,

Bis du alle Kinder wirklich wieder auf ihren Platz geschickt hast.

Natürlich in liebevollster Weise.

Nun,

Wo es leiser geworden ist,

Melden sich auch die etwas stilleren Kinder.

Da ist zum Beispiel die Träumer Tanni.

Welche Träume hat sie?

Hör ihr gut zu.

Die liebevolle Lilly.

Wen möchtest du in dein Herz schließen oder was?

Die lachende Lara.

Wo kannst du Spaß haben,

Freude herumtanzen und dich des Lebens erfreuen?

Pläne Peter will auch gehört werden mit seinen hochfahrenden Träumen und Plänen.

Kopf in den Wolken.

Hör ihm gut zu.

Vielleicht steht er mehr mit seinen Füßen auf der Erde,

Als du denkst,

Während der Kopf gleichzeitig in Wolkenkuckucksheim ist.

Bleibe so lange sitzen,

Bis du wirklich alle deine Kinder gehört hast.

Du kannst die Meditation immer wieder unterbrechen.

Zum Abschluss blicke alle deine Kinder an.

Umfasse sie in Liebe.

Lass die Liebe für alle deine Kinder groß und stark im Herzen werden.

Sie gehören zu dir.

Komme dann zum Abschluss mit der Aufmerksamkeit zu deinem Atem.

Wie fühlt er sich jetzt an?

Beginne,

Den Atem zu verlängern und zu vertiefen,

Um dich ins Hier und Jetzt,

In deinen Raum zurückzubringen.

Vergiss nicht,

Dich zu recken,

Zu strecken,

Zu dehnen und zu gehen.

Das tut uns so gut.

Ich wünsche dir ganz tiefgreifende,

Erfüllende Erfahrungen in der siebten Rauhnacht.

© 2026 Tanja Köster. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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