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Sieben Punkte der Haltung

by Isolde Schwarz

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4.8
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Meditation
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Sieben Punkte der Haltung: Kennst du das? Du möchtest meditieren, aber der Körper schmerzt und findet einfach nicht in eine entspannte Haltung in der du dich auf die Meditation einlassen kannst. In der Sieben Punkte Meditation schmelzen all diese Spannungen. Du wirst meditativ-systematisch in eine natürliche aufrechte Sitzhaltung geführt, so dass die entspannte und zugleich wache Körperhaltung den Gedanken einen Ruhepol bietet. Es entsteht ein Gefühl von wunderbarer Leichtigkeit und Offenheit.

Transkription

Die Sieben-Punkte-Meditation.

Lenke deine Aufmerksamkeit zum Atem,

Spüre einige Atemzüge kommen und gehen und lenke dann mit einem der nächsten Ausatemzüge die Aufmerksamkeit zum Bauch.

Mit einem der nächsten Ausatemzüge sinkt die Aufmerksamkeit zur Erde.

Der erste Punkt der sieben Haltungspunkte,

Die Erde.

Fühle die Verbindung deiner Sitzhöckerknochen über das Kissen zur Erde,

Zum Boden.

Fühle wirklich mit deinen Knochen die Erde,

Die Stabilität der Erde durch das Kissen hindurch,

Durch den Boden.

Selbst wenn du im vierten Stock eines Hauses dich befindest,

Versuche bis zur Erde dich auszudehnen.

Die Vorstellung bis zur Erde,

Das Fühlen der Erde über die Knochen auf dem Kissen.

Fühle diese Stabilität der Erde,

Fühle das Getragen,

Gehaltenwerden,

Die Sicherheit,

Die Verlässlichkeit über die Sitzhöcker und auf den Sitzhöckern ruhend.

Fühle die Erde,

Die Grundlage der Erde als Basis,

Bezugspunkt für unseren ganzen Körper.

Fühle die Ruhe,

Friedvoll die Erde,

Vollkommen zuverlässig und sicher.

Trägt sie uns,

Hält sie uns.

Fühle das mit dem Gesäß über die Sitzhöckerknochen.

Und der zweite Punkt der Haltung sind die Beine.

Fühle die Beine in der jeweiligen Haltung,

Die du eingenommen hast.

Insbesondere die Haltung mit den überkreuzten Beinen vermittelt ein Gefühl der Ruhe und der Sammlung,

Ein Gefühl des Stillseins.

Wir müssen nirgends hingehen.

Diese Haltung der Beine kommuniziert dem Geist.

Ruhe,

Sammlung,

Für die Dauer der Meditation bleibe ich hier sitzen.

Fühle die Beine von den Hüftgelenken aus,

Die Oberschenkel,

Knie,

Unterschenkel,

Füße.

Wirklich fühlen,

Dass die Beine sich in einer Haltung der Ruhe und Sammlung befinden.

Und dann diese beiden zusammenspürend.

Fühle die Erde unter dir und die zusammengelegten Beine.

Fühle die umfassende Stabilität,

Die Sicherheit,

Die Stärke der Erde,

Auf der die Beine aufliegen.

Der dritte Punkt der Haltung sind die Schultern,

Die Hände,

Die Arme.

Die Schultern sollten frei sein von Spannung.

Dafür kannst du die Hände auf den Oberschenkeln ablegen in einer Position,

Die den Oberkörper nicht nach vorne zieht und auch nicht nach hinten drückt,

Sodass die Schultern entspannen.

Und um genau diese Haltung rauszufinden,

Lass die Arme einen Moment Richtung Boden sinken,

Die Hände liegen dann auf dem Boden und finde eine Haltung,

In der die Arme komplett locker hängen.

Lass die Arme hängen,

Spüre die Gelöstheit in den Schultern,

In die Arme so an den Seiten herabhängen.

Und im Zeitlupentempo,

Ohne die Oberarme zu bewegen,

Lege dann die Unterarme mit den Händen zurück auf die Oberschenkel,

Ohne dass die Oberarme sich bewegen,

Kommen die Hände dann in einer Haltung an,

Die dafür sorgt,

Dass die Schultern frei von Spannung bleiben.

In einer Haltung,

Wo sie natürlicherweise ankommen.

Und an diese drei verbindend,

Fühle die Erde unter dir umfassend,

Stützend und aufrecht haltend,

Die Beine in einer Haltung der Ruhe und Sammlung und die Schultern frei von Spannung.

Der vierte Punkt der Haltung,

Die Wirbelsäule.

Versuche von innen heraus die Wirbelsäule aufzurichten,

Indem du die fließende Energie fühlst,

Die Energie zwischen Scheitelpunkt und Beckenboden.

Schau von innen heraus in eine Aufrichtung und Balance zu kommen,

Die Scheitelpunkt und Beckenboden miteinander verbindet,

Die die Wirbelsäule in eine aufrechte Haltung bringt,

Die von außen nicht unbedingt sichtbar ist,

Die aber die Hohlräume der Wirbel übereinander bringt,

Sodass die innere Energie fließen kann.

Lass dein Gefühl,

Dein inneres Gefühl dich leiten,

Dir sagen,

Wie du den Körper am besten hältst.

Verfeinere diese Ausrichtung mehr und mehr.

Du kannst probieren,

Ob die Wirbelsäule wirklich in der Mitte im Lot angekommen ist,

Indem du den Oberkörper einen Millimeter vor und zurück bewegst und sanft einpendelst in der Mitte im Lot,

Sodass du genau den Punkt spürst,

Wo die Wirbelsäule sich selber trägt.

Dann neige dich ganz leicht nach rechts,

Ganz leicht nach links und auch hier wieder den Punkt finden,

Erspüren,

Wo die Wirbelsäule in ihrer Mitte ist und sich selber trägt und hält.

Fühle den Punkt,

Wo die Wirbelsäule sich im Lot befindet,

Die Längsachse des Körpers ausrichten auf die Schwerkraft,

Sodass du so wenig Muskelkraft wie nötig einsetzen musst.

Spüre diese feine Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Nicht Starrheit ist,

Was wir suchen,

Sondern sanfte innere Beweglichkeit.

Immer wieder fein austarieren die Aufrichtung,

Das Sitzen auf der Erde,

Von der Erde getragen,

Gehalten,

Die Beine in einer Haltung der Ruhe und Sammlung,

Schultern frei von Spannung,

Die Wirbelsäule ausbalanciert im Lot mit der Schwerkraft.

Der fünfte Punkt,

Der Kopf.

Das Kinn ist leicht gesunken,

Sodass im Nacken Weite entsteht und im Kopf ein Gefühl,

Als würde er auf dem obersten Halswirbel balancieren.

Leicht,

Aufrecht,

Frei der Kopf.

Fühle noch einmal die Erde unter dir.

Fühle dich geerdet,

Sitzend,

Ruhend,

Die Beine gesammelt,

Gekreuzt,

Hände in Ruhe,

Schultern frei von Spannung,

Der Rücken,

Die Wirbelsäule offen,

Aufrecht,

In sich fein bewegt.

Das Kinn ist leicht nach innen genommen.

Fühle,

Wie du in deinem Körper anwesend bist,

Wie du mit dem fühlenden Wahrnehmen verbunden bist.

Fühle genau das.

Sechster Punkt ist der Mund mit der Zunge.

Der Mund ist leicht geöffnet,

So als würde man einen Reiskorn zwischen den Lippen halten und die Zunge liegt breit und entspannt im Mund.

Die Zungenspitze berührt den oberen Gaumen ganz leicht.

Zungenmitte und Zungengrund sind gelöst,

Fühle den Speichel an der Zungenspitze und überprüfe noch einmal deine Aufmerksamkeit,

Dein Bewusstsein,

Ohne in die Gedanken zu gehen.

Bleibe beim fühlenden Wahrnehmen.

Fühle den Mund leicht geöffnet,

Mit den sich zart berührenden Lippen die Zunge erfüllen.

Der siebte Punkt die Augen.

Die Augen ruhen tief eingesunken und entspannt in den Augenhöhlen.

Fühle die Muskeln um die Augen,

Entspanne die Muskeln und lass die Augen,

Die Augäpfel tief nach hinten in die Augenhöhlen hinein sinken.

Stell dir vor,

Dass du von der Rückseite der Augäpfel zum Mittelpunkt des Kopfes schaust und bleibe weiter mit der Aufmerksamkeit im Körper beim Fühlen.

Fühle wie die Entspannung sich im Gesicht ausbreitet,

Die Entspannung die entsteht durch die Vorstellung zum Mittelpunkt des Kopfes zu schauen.

Fühle das Gesicht,

Fühle wie die Augen tief und entspannt in den Augenhöhlen ruhen.

Dann sitze für einige Minuten in Ruhe,

Entspannt,

Geerdet und erkunde noch einmal die Haltung,

Indem du von unten nach oben die sieben Punkte durchgehst,

Das Sitzen auf der Erde,

Beine in Ruhe und gesammelt,

Schultern frei von Spannung,

Die Wirbelsäule von innen aufgerichtet,

Kopf beweglich auf dem obersten Halswirbel,

Zunge entspannt und die Augäpfel tief in den Augenhöhlen ruhend.

Erkunde die Haltung,

Fühle die Qualität des Bewusstseins,

Während du mit dem fühlenden Wahrnehmen die Haltung erkundest.

Bleibe in deinem Körper und fühle den Körper.

Beobachte die Qualität deines Geistes,

Während du diese körperlichen Qualitäten untersuchst.

Sitze und schau,

Wie die Dinge,

Wie die Haltung sich anfühlt,

Während du feinste Regulierungen in der Haltung vornimmst,

Wenn du merkst,

Dass die Wirbelsäule einsinkt,

Feinregulierungen vornehmen,

Sich sanft wieder von innen her aufrichten und immer wieder in die Entspannung zurückkehren,

Immer wieder zum fühlenden Wahrnehmen zurückkehren.

Wenn du merkst,

Dass du dich in Gedanken verloren hast,

Immer wieder zurückkehren zum fühlenden Wahrnehmen.

Beende die Meditation,

Indem du die Hände auf den Bauch legst,

Das Dantchen unterhalb des Bauchnabels.

Lege die Hände flach übereinander und fühle den sanften Druck der Hände auf dem Bauch und lasse einige Atemzüge lang den tiefen,

Entspannten Atem bis unter die Hände fließen.

4.8 (19)

Neueste Bewertungen

Dirk

July 29, 2025

Gute, achtsame Führung in eine wirklich entspannte Meditationshaltung. Herzlichen Dank 🙏

Annette

March 25, 2025

Wunderbar! Danke! Eindeutig eine Lieblingsmeditation! 🙏🏽🌸

Kirsten

February 12, 2025

Danke, liebe Isolde, für diesen Zugang zur Haltung.

Anna

February 6, 2025

Diese Meditation mach ich gerne nach dem Joggen und gehört mit zu meinen Lieblingsmeditationen <3

Maryam

January 21, 2024

Liebe Isolde, das ist eine sehr schöne (innere) Haltungsmeditation. Kein "so muss man richtig sitzen", sondern eine Einladung zum inneren Erfühlen der sieben Punkte im Körper, die für das Sitzen wichtig sind. Passend auch zur Praxis des Selbstmitgefühls - das weiche und achtsame " In sich schauen". Vielen Dank. 💚

Ayfer

December 3, 2022

Super

Spackmann

May 29, 2022

Sehr gute Anleitung für Basics Haltung, die selten berücksichtigt wird. 🙏🏻

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