
Auf dem Atem ruhen
In dieser Meditation wirst du üben, den Fokus auf deinem Atem zu halten. Auf dem Atem zu ruhen ist eine großartige Möglichkeit mit sich selbst im Kontakt zu sein. Du musst nirgendwo hingelangen, sondern einfach dort sein, wo du deinen Atem spürst. Das ist der Moment, der jetzt passiert.
Transkription
Auf dem Atemruhen.
Für die nun folgende Meditation nimmst du den Atem als dein Meditationsobjekt.
Darauf richte deine Aufmerksamkeit,
Frei von Anstrengung.
Es gibt in dieser Meditation nichts zu erreichen,
Nichts zu wollen,
Denn alles ist bereits in diesem Augenblick ganz und vollständig vorhanden.
Du wirst vielleicht bemerken,
Dass du während dieser Meditation viele Male abschweifst von deinem Atem.
Das ist völlig normal.
Dann lenke deine Aufmerksamkeit immer wieder zurück.
Wie eine Kamera,
Die genau dieses eine Bild betrachtet.
Interessiert und neugierig,
Alles zu erfahren,
Was es zu erfahren gibt.
Das übrige darf für eine Weile in der Unschärfe verschwinden.
Finde eine Position,
In der du die nächste Zeit ohne Anstrengung aufrecht sitzen kannst.
Dies kann zum Beispiel ein Meditationskissen,
Ein Stuhl oder ein Sessel sein.
Wenn du das Gefühl hast,
Dein Rücken braucht Unterstützung,
Dann lehne dich gern an.
Mache es dir so bequem wie möglich.
Sitzt du auf einem Stuhl,
Mag es hilfreich sein,
Die Füße leicht geöffnet und parallel zueinander zu stellen.
Die Schultern senken sich nach hinten unten.
Sie müssen jetzt nichts mehr tragen.
Die Hände liegen locker auf den Oberschenkeln oder gefaltet vor deinem Schoß.
Der Kopf ist aufgerichtet und die Halswirbelsäule entlastet.
Schließe nun die Augen,
Wenn du magst.
Wenn dir das unangenehm ist,
Lasse die Augenlider leicht geöffnet.
Der Blick ist dann weit und weich auf den Boden vor dir gerichtet,
Ohne etwas zu fokussieren.
Atme in dieser Position einige Male ein und aus.
Komme immer mehr dort an,
Wo du gerade sitzt.
Spüre die Füße im Kontakt mit dem Boden.
Spüre den tragenden Untergrund.
Nimm deine ganze Position wahr.
Und mit den folgenden Atemzügen lasse dich noch ein wenig mehr an deinem Platz einsinken.
Mit dem nächsten Einatmen folgt deine Aufmerksamkeit dem Atem in den Körper.
Dein Atem fließt weiter ganz natürlich,
Ohne dein Zutun.
Es gibt nichts zu verändern.
Gib dich ganz diesem Atemfluss hin.
Lass ihn den Raum einnehmen,
Den er jetzt einnehmen möchte.
Und nimm wahr,
Wo dieser Ort in deinem Körper in diesem Moment ist.
Vielleicht gibt es ein bestimmtes Körperteil oder einen Bereich im Körper,
Wo der Atem besonders leicht zu spüren ist.
Dies kann unter der Nasenspitze sein,
Wo der Atem ein- und wieder austritt.
Oder der Brustkorb,
Der sich mit jedem Atemzug hebt und wieder senkt.
Oder im Bauchraum,
Der sich beim Einatmen ausdehnt und sanft wieder zurückfällt beim Ausatmen.
Vielleicht ist es auch eine ganz andere Stelle im Körper,
An der du deinen Atem am leichtesten spürst.
Dies kann dein Ankerplatz sein,
An dem du immer wieder zurückkehrst,
Wenn du Gedanken oder Gefühle bemerkst.
Wenn du meinst,
Dass die Wellen an Empfindungen so hoch schlagen,
Dass sie dich wegtragen,
Dann ist dies dein sicherer Hafen.
Wenn du nun so in Kontakt mit deinem Atem bist,
Was bemerkst du?
Wie ist der Rhythmus deines Atems?
Ist er schnell oder ganz gemächlich unterwegs?
Fließt er kräftig oder eher sanft?
Vielleicht ist er etwas holprig oder sehr gleichmäßig.
Du magst ihn eher unter der Oberfläche deiner Haut oder tiefer im Körper spüren.
Sei im Kontakt mit dem steten Atemstrom in dir und nimm ihn wahr,
Ohne ihn zu verändern.
In dieser Verbindung und Stille mag es sein,
Dass Gedanken auftauchen.
Dein Geist beschäftigt sich mit der Vergangenheit oder mit Dingen,
Die noch in der Zukunft liegen.
Lasse die Gedanken wie Wolken am Himmel ziehen und hänge ihnen nicht nach.
Kehre sanft zurück ins Jetzt,
Zu diesem einen Augenblick,
Der gerade passiert.
Denn hier entfaltet sich bereits das ganze Leben.
Wenn du bemerkst,
Dass du abschweifst,
Dann begib dich zu deinem Ankerpunkt im Körper.
Dort,
Wo du den Atem in diesem Augenblick am ehesten spürst.
Und diese Bewegung zwischen Abschweifen und Zurückkehren mag viele Male passieren.
Erlaube dir,
Geduldig und freundlich mit dir zu sein.
Folge deinem Atemfluss mit neugierigem Interesse und von Moment zu Moment.
Atemzug um Atemzug,
Ohne Anstrengung,
Durchströmte Atem deinen Körper.
Verlässlich,
Wiederkehrend,
In diesem Moment und in diesem Moment und in diesem Moment.
Jetzt lasse deinen Atem tiefer und kräftiger werden und beende diese Meditation in deinem Tempo.
Spüre nach,
Was dein Körper jetzt braucht.
Vielleicht ein sanftes Dehnen,
Recken oder eine andere Form der Bewegung.
Wenn du die Augen geschlossen hattest,
Dann öffne sie,
Wenn du dazu bereit bist.
Blicke dich klar im Raum um und nimm eine wache Präsenz aus dieser Meditation in den Alltag für dich mit.
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