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"Gott Ist Dir Näher Als Deine Eigene Halsschlagader"

by Dominik Kavallar

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In dieser Meditation richten wir die Aufmerksamkeit auf dein wahres Wesen – etwas, das immer gegenwärtig ist, auch wenn es oft unbemerkt bleibt. Es ist selbstverständlich und doch heilig, vertraut und zugleich geheimnisvoll. Dein SELBST. Nicht das deiner Persönlichkeit, deiner Geschichte oder deines Körpers. Sondern jenes unveränderliche Dasein, das du in jedem Moment bist. Ob als Neugeborenes, Kind, Erwachsener oder alter Mensch. Dieses Sein gleicht einem weiten Meer, auf dem die Wellen des Lebens erscheinen und wieder verschwinden. Lass dich von meinen Worten dorthin führen, in die Tiefe deines Inneren – dorthin, wo Stille und Frieden zu finden sind, an die Quelle deiner Lebendigkeit.

Transkription

Willkommen zu dieser Meditation,

Zu dieser Selbstergründung.

In den folgenden Minuten darfst du deine Aufmerksamkeit von den Objekten deiner Realität abziehen und zur Ruhe kommen im Erkennen deiner wahren Natur.

Es geht in dieser Kontemplation jetzt nicht um Heilung,

Nicht um Achtsamkeit,

Nicht darum gesünder oder ein besserer Mensch zu werden.

Es geht nicht darum,

Mehr zu werden oder weniger zu werden.

Es geht hier überhaupt nicht darum,

Etwas zu tun.

Es geht nicht darum,

Etwas zu erreichen oder irgendwohin zu gelangen.

Es geht auch nicht darum,

Etwas loszulassen oder etwas zu transzendieren.

Ja,

Es geht nicht einmal darum,

Etwas zu finden.

In dieser Innenschau geht es für dich darum,

Etwas zu erkennen.

Etwas zu erkennen,

Das nie nicht da ist.

Etwas,

Das bereits ist,

Immer schon war und immer sein wird,

Nicht als Konzept,

Nicht als Glaube oder Überzeugung,

Sondern als Tatsache.

Es geht einfach darum,

Das anzuerkennen,

Was ist,

Was du bist.

Und das,

Was ist,

Ist so gewöhnlich,

Dass es die meisten Menschen nicht mehr sehen.

Gleichzeitig ist das das Außergewöhnlichste,

Das du jemals erkennen wirst.

Es ist so offensichtlich,

Dass es niemand sieht.

Es ist so normal,

Dass ihm keiner Beachtung oder Bedeutung schenkt.

Und dennoch ist es diese eine Erkenntnis,

Die dich schlussendlich von allem befreit.

Es ist die Erkenntnis,

Was du bist.

Du sitzt nun hier und deine Sinne nehmen wahr.

Die Sinneseindrücke werden interpretiert und der Geschichte eines Charakters hinzugefügt.

Dieser Charakter,

Diese psychische Persona in dir besitzt einen Körper und die Persona sagt,

Ich bin dieser Körper.

Diesen Charakter,

Dieses Ego in dir gibt es noch nicht lange.

Es entstand innerhalb weniger Jahre,

Durch Prägungen,

Durch Erlebnisse und Erfahrungen.

Und eines Tages wird sie sich wieder auflösen,

Denn sie ist der Zeit unterlegen.

Sie wird eines Tages sterben und du musst sie loslassen.

Und auch dein Körper ist noch nicht lange hier,

Er ist noch nicht alt und auch ihm wird es eines Tages nicht mehr geben.

Auch ihn musst du loslassen,

Er kam und er geht.

Doch es gibt etwas in dir,

Das ist dir näher,

Näher als die Stimme in deinem Kopf,

Das ist dir näher als deine eigene Halsschlagader.

Es ist dir sogar so nah,

Es ist so intim,

Dass du niemals darauf deuten kannst und sagen kannst,

Das ist es,

Jetzt habe ich es,

Das bin ich.

Du wirst das,

Was du wahrlich bist,

Niemals finden als Objekt da draußen.

Genauso wenig wirst du Gott niemals begegnen und sagen können,

Das ist Gott.

Denn das,

Was ist,

Ist das ultimative Subjekt,

Das ultimative Gewahrsein.

Es ist das,

Das wahrnimmt.

Es kann niemals selbst wahrgenommen werden,

So wie ein Messer,

Das sich nicht selbst zerschneiden kann oder wie eine Waage,

Die sich nicht selbst wiegen kann.

Du kannst es nicht sehen,

Du kannst es nur sein.

Möglicherweise gibt es jetzt einen Teil in dir,

Der verstehen will,

Der etwas finden,

Herausfinden will,

Der erkennen will.

Doch auch dieser Teil geschieht in dem,

Was ist.

Du kannst den gesamten Prozess wahrnehmen.

Möglicherweise will dein Verstand etwas tun,

Um es zu erreichen,

Um es zu verwirklichen,

Um es zu erkennen.

Nimm jetzt einfach wahr,

Wie dein Verstand versucht.

Nimm den Prozess des Versuchens wahr.

Auch dieser passiert in dem,

Was ist,

Was bereits da ist,

Bereits verwirklicht ist.

Egal,

Was du jemals tust oder nicht tust.

Wird irgendetwas ändern an der Tatsache,

Dass es bereits ist?

Ja,

Die Erleuchtung,

Die Erkenntnis deiner wahren Natur ist nicht das Ende einer langen,

Spirituellen Reise,

Sondern es ist das Erkennen,

Dass der Schatz am Ende der Reise bereits zu Beginn in deiner Hosentasche war.

Macht es die Reise unnötig?

Nein.

Und dennoch wird dich diese Erkenntnis befreien.

Das,

Was du bist,

Bist du immer.

Ganz egal,

Ob du dich gut fühlst,

Ob du dich selig fühlst oder ob du dich schlecht,

Traurig oder wütend fühlst.

Das,

Was du bist,

Hat überhaupt gar nichts mit deiner Stimmung,

Deiner Gefühlslage,

Deiner Lebenssituation oder deinen Emotionen zu tun.

Du musst nicht erst achtsam werden,

Bevor du erkennen kannst,

Wer du bist.

Du musst nicht erst glücklich werden,

Bevor du sein kannst,

Was du bist.

Genauso wie du die Stille nicht mit Worten beschreiben kannst,

Weil jedes Wort die Stille zunichtermacht,

Kannst du das Selbst mit Worten und Konzepten nicht beschreiben.

Du kannst es auch nicht sehen,

Du kannst es nicht schmecken,

Du kannst es nicht fühlen,

Du kannst es nur sein und du kannst es nicht nicht sein.

Das,

Was du wahrlich bist,

Bist du schon immer und es ist immer gleich.

Es hat sich niemals verändert,

In keinster Weise,

Seit du ein neugeborenes Baby bist und wird in keinster Weise anders sein,

Wenn du ein alter Kreis bist.

Ist unverändert.

Was ist schon immer gleich?

Der Verstand denkt sich vielleicht,

Das Erkennen des Selbst muss ein irrsinniger,

Seelischer und göttlicher Zustand sein.

Und ja,

Solche Zustände können stattfinden,

Doch auch sie sind nur Zustände und vergehen wieder.

Das,

Was ist,

Bleibt,

Jenseits von allen Zuständen.

Es ist vielmehr wie ein Sich-Erinnern,

Ja,

Ich existiere.

Das ist es,

Worauf all die Weisen und Mystiker immer schon hindeuten,

Der simple Fakt,

Dass ich bin.

Ist es besonders,

Dass du existierst?

Oder ist es das normalste auf der Welt?

Du existierst.

Du bist.

Für deine wahre Natur,

Für deine Existenz gibt es nur diesen Moment.

Und du hast diesen Moment,

In dem du jetzt gerade bist,

Noch nie verlassen.

Du bist immer schon hier.

Und du bist immer jetzt.

Du warst noch nie nicht hier.

Du warst noch nie nicht jetzt.

Der Inhalt deines Gewahrseins,

Deiner Realität,

Verändert sich andauernd,

Ganz gleich als würdest du in einem Kinosaal sitzen und dir einen langen Film ansehen,

In diesem Film um die halbe Welt reisen,

Abenteuer erleben und dich mit dem Charakter des Films identifizieren.

Und am Ende,

Wenn der Vorhang sich schließt,

Bemerkst du,

Dass du deinen Kinostuhl nie verlassen hast.

Genau so ist es mit deinem Leben.

Auch du hast dich selbst und diesen Moment,

Dieses hier und jetzt noch nie verlassen.

Du bist immer hier.

Du bist immer jetzt.

Du kannst nie nicht hier sein.

Du kannst nie nicht jetzt sein.

Du kannst rennen und laufen,

Ans andere Ende der Welt,

Ans Ende dieses Universums.

Du wirst immer sagen,

Ich bin hier und jetzt.

Du bist nicht in deinem Körper,

Dein Körper ist in dir.

Du bist nicht in deinem Verstand,

Dein Verstand ist in dir.

Dein Körper ist in dein Bewusstsein hineingeboren.

Und wird in deinem Raum sterben.

Du wirst der Zeuge von Geburt und Tod sein,

Der stille Zeuge.

Formen kommen und gehen,

Sie verändern sich.

Du bist das,

Was allem Existenz verleiht.

Du bist da,

Bevor die Zeit kommt.

Du bist unendlich groß und unendlich klein.

Nichts,

Was in deinem Gewahrsein passiert,

Wird dich jemals beeinträchtigen.

Genauso wie ein Feuer im Film die Kinoleinwand niemals zerstören kann,

Kann auch kein Ereignis das zerstören,

Was du bist.

Nichts kann dir jemals etwas wegnehmen und nichts kann dir etwas hinzufügen.

Du bist frei,

Du hast nichts zu gewinnen und nichts zu verlieren.

Es gibt für dich nichts zu tun,

Zu wissen oder zu verstehen.

Du bist bereits angekommen,

Es gibt nichts mehr zu erreichen.

Du bist bereits hier,

Du bist bereits vollkommen.

Und mit dieser Gewissheit möchte ich dich jetzt der Stille überlassen.

Bis zum nächsten Mal.

5.0 (9)

Neueste Bewertungen

Colette

December 29, 2025

Danke für diese tiefgehende Kontemplation! Ich höre sie immer wieder und wieder… Colette 🦋

Jana

October 20, 2025

Dominiks Worte erinnern mich immer wieder daran, was immer schon war und was immer sein wird. Sie berühren eine Saite in mir, die die Wahrhaftigkeit seiner Worte versteht. Ein großes Geschenk.

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