16:46

#1_Wie ich meinen Weg zum Ayurveda gefunden habe

by Volker Mehl

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In dieser Folge erzähle ich dir, wie ich meinen Weg zum Ayurveda gefunden habe. Viele Grüße, dein Volker

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Herzlich Willkommen zu Are You Ready?

Deinem Podcast rund um Ayurveda und gutes ganzheitliches Leben.

Schön,

Dass du dabei bist.

Heute in der ersten Folge werde ich mich erstmal natürlich bei dir vorstellen,

Damit du weißt,

Mit wem du es zu tun hast und wie ich überhaupt meinen Weg zum Ayurveda gefunden habe.

Ja,

Mein Name ist Volker Mehl,

Bin jetzt 42,

Also im November 1976 geboren,

In dem netten,

Kleinen,

Überschaubaren Ort Loasch in Südhessen.

Sag dir wahrscheinlich spontan nicht so wahnsinnig viel,

Es sei denn,

Du fährst auf der A67 zwischen Mannheim und Frankfurt öfters meilenlang,

Da siehst du es an der Autobahn,

Loasch,

Es gibt nur eine Besonderheit,

Ist dir vielleicht schon mal aufgefallen,

Da steht ein Schild UNESCO Weltkulturerbe,

Kloster Loasch.

Also es gab in der Tat mal im grünen Mittelalter,

So um 700 bis 800,

Ein sehr bedeutendes Benediktinerkloster,

Das Kloster Loasch.

Und da gibt es so eine kleine Vorgeschichte zu meinem Ayurveda-Weg,

Unbewusst wahrscheinlich.

In dem Kloster Loasch ist das Loascher Arzneibuch entstanden.

Also das Urwerk der Klostermedizin,

Der Klosterheilkunde ist in Loasch entstanden.

Und es ist natürlich eine nette Story,

Dass die Wiege der Klostermedizin in Loasch liegt,

Dass ganz,

Ganz viel,

Was Klostermedizin ausmacht,

In Loasch entstanden ist,

Weil sich die Klostermedizin aus dem Ayurveda entwickelt hat.

Und das Loascher Arzneibuch,

Das erste Fachkompendium war,

Wo man das Thema christliche spirituelle Lebensführung kombiniert hat mit,

Wir würden heutzutage sagen,

Wissenschaftlichen Arbeiten,

Wo man wirklich Heilkräuter untersucht hat,

Auf ihre Wirkung und auch 150 Heilkräuter beschrieben hat.

Das war so das erste große Werk zu dem Thema.

Das ist eine nette Anekdote,

Dass ich gerade da aufgewachsen bin.

Ist relativ unspektakulär heute,

12.

000 Einwohner,

Aber sehr nett und sehr lebenswerter Ort.

Also jetzt auch nicht gerade die Ayurveda-Hochburg.

Viele in Loasch meinen bis heute noch,

Ich mache Verkaufsabende für Aloe Vera.

Also so die gern gestellte Frage,

Volga,

Hör schon mal,

Machst du noch das mit dem Kaktus?

Also ihr seht,

Ayurveda gibt es noch ganz viel zu zu sagen,

Was ja auch die Idee von dem Blog auch ist und von dem Podcast,

Wo du gerade Teil davon bist.

Ja,

Dann aufgewachsen,

Meine Eltern oder speziell mein Vater war Küster.

Küster ist so eine Art Hausmeister an der Kirche,

Was für mich sehr spannend war und ist,

Auch heute mit dem Ayurveda-Weg,

Weil es sagt den Leuten auch immer,

Also Ayurveda ist ja keine Religion in dem Sinn,

Wie wir es verstehen.

Aber eine Form von Spiritualität in Form von Verbundenheit hilft natürlich,

Wenn du Ayurveda in seiner Tiefe auch verstehen und durchdringen willst.

Spiritualität kommt ja von Respiro,

Atmen.

Also es geht um eine Form von Verbindung,

Um Austausch.

Weil bei Atmung wird aus außen,

Wird innen und umgekehrt.

Es ist eine Form von Austausch,

Man verbindet sich.

Du verbindest dich mit der Natur,

Die dich umgibt.

Und das,

Was außen ist,

Wird zu deinem Inneren.

Das wird dir im Ayurveda noch häufiger begegnen und auch im Verlauf von meinem Podcast wird es da immer wieder darauf zurückkommen.

Also Verbundenheit zu spüren mit dem,

Was einen umgibt,

Das meine ich in dem Moment vor allem mit Spiritualität und auch in dem Zusammenhang.

Und das durfte ich natürlich hautnah erleben,

Weil für mich die Kirche nie ein Raum war,

Der bedrohlich war.

Weil ganz oft haben ja Menschen ein Thema mit Kirche,

Spiritualität,

Ist dann immer so ein bisschen Vatikan und Kirchensteuer.

Kann ich alles verstehen.

Gibt ja auch den netten Satz,

Die Arschlochdichte ist überall gleich hoch.

Natürlich gibt es überall Idioten,

Aber das hat mit meinem Glauben,

Für mich persönlich,

Hat das nichts zu tun.

Heißt,

Ich durfte die Kirche immer als ein Raum erleben von Weite und Freiheit und durfte natürlich auch Dinge als Kleiner,

Die keiner durfte.

Also Tretroller und Cat-Car in der Kirche fahren,

Das war schon ganz cool.

Und meine besonderen Highlights waren immer,

Ich habe mir dann den Schlüssel genommen und bin dann abends,

Wenn es richtig schön dunkel war,

Oder nachts in die Kirche.

Das ist eine relativ große Kirche mit über 700 Sitzplätzen.

Und unten links ist dann so der Opferstock,

Wo so Kerzen entzündet werden können.

Wenn das voll war,

Standen da so 100,

150 Kerzen,

Sonst die Kirche komplett dunkel.

Und dann habe ich über die Kirchenanlage,

Die Musikanlage,

Die Lautsprecher der Kirche,

Die Peschmaut gehört und habe mich dann auf dem Rücken in den Altarraum gelegt.

Sensationell.

Higher Love,

Nachts in der Kirche,

Der absolute Oberknaller.

Das ist wirklich Gänsehaut,

1,

50 Meter hoch.

Und das war so mein Zugang.

Ist natürlich hoch individuell,

Aber das ist etwas,

Was mich bis heute einfach prägt.

Dass ich schon von frühester Kindheit an erfahren durfte,

Dass Gott oder Glaube nichts ist,

Was einen bedrückt und klein macht,

Sondern was eine immense Weite und Freiheit und auch Vertrauen geben kann.

Wie im Yin-Yoga auch,

Wenn ich den Leuten sage,

Lasst euch fallen,

Im positiven Sinn,

Es ist immer jemand da,

Der dich auffängt.

Das macht für mich auch Glaube und Spiritualität aus,

Das Bewusstsein,

Es wird immer jemand da sein,

Der dich trägt und auffängt.

Wenn du den Mut hast,

Dich fallen zu lassen.

Und so durfte ich auch aufwachsen.

Da bin ich meinen Eltern sehr dankbar dafür.

Gerade auch mein Dad,

Zu dem komme ich klar,

Der spielt auch eine besondere Rolle auf meinem Ayurveda-Weg.

Der immer sagte,

Gerade wenn die Oma mal wieder Angst hatte,

Weil mein Weg war ja so scheppernd krumm,

Ging so um zehn Ecken.

Also bis heute mache ich dann auch gerne mal so ein paar U-Turns,

Bruder,

Studium,

Bankvorstand mit 40.

Und ich immer so ein bisschen rechts und links,

Ist auch schön,

Da gucken wir da noch mal,

Hier ist es auch ganz nett.

Einfach so ein bisschen Interesse und so eine Freude am Leben,

Was passiert da noch da draußen.

Mein Dad sagte immer zur Oma,

Mach dir keine Gedanken,

Aus dem wird schon was,

Der macht seinen Weg.

Er macht es auf seine Art und in seinem Tempo.

Und da bin ich sehr dankbar dafür,

Die Erfahrung machen zu dürfen,

Sich einfach ausprobieren zu können.

Und egal,

Was rechts und links einer sagt,

Weil es ist immer dein Weg.

Vielleicht auch,

Wenn du überlegst,

Jetzt einen Ayurveda-Weg einzuschlagen,

Egal,

Wenn rechts und links alle rufen,

Mach das nicht,

Bleib in deinem sicheren Umfeld,

Spür in dich rein,

Was fühlt sich tief drin gut für dich an.

Weil es gibt nur einen Weg und das ist genau dein Weg.

War natürlich ein Riesengeschenk,

Dass ich das von klein auf erfahren durfte.

Mein Dad spielt insofern auch noch eine ganz besondere Rolle,

Weil das war 1990,

Damals war ich 13,

Da hat er die Diagnose bekommen,

Plasmozytom.

Ein Plasmozytom ist eine relativ seltene Form von Blutkrebs,

Die aus dem Rückenmark kommt.

Er hat es sich jahrzehntelang mit Rückenschmerzen rumgemacht,

War 1940 geboren,

Ich kannte ihn eigentlich nur mit Rückenschmerzen,

Bis man nach jahrelangem Rumdilettieren,

Muss man leider so sagen,

1990,

Damals in Schlierbach,

Der Professor Eberbeck festgestellt hat,

Dass er mittlerweile einen handballgroßen Tumor im Beckenbereich hatte.

Falls du schon mal ein Röntgenbild gesehen hast,

Ist er so ein bisschen grau-weiß-schlierig.

Das war eine Aufnahme vom Becken.

Da,

Wo rechts die Beckenschaufel normalerweise ist,

War nur ein grauer Schatten.

Das war ein Riesentumor,

Den man in einer fast 15-stündigen OP mit 8 Liter Blutverlust und 2-mal Wiederbeleben entfernt hat.

Seit der Zeit weiß ich,

Was ein Körper aushalten kann.

Da kommen wir im Verlauf der Zeit aber auch noch drauf.

Das war ein sehr einprägsames Erlebnis.

Gerade der Moment,

Als dann mein,

Da kann ich mich noch sehr genau dran erinnern,

Ich war mit einem Freund gerade am Computer daddeln.

Ich wusste eigentlich gar nicht so wirklich,

Um was es geht.

Die Info trang auch damals gar nicht so wirklich zu mir durch.

Dann kommt mein großer Bruder und guckt zur Tür rein.

Ich frage ihn so,

Und?

Dann sagt er nur einen Satz,

Sie wissen nicht,

Ob der Dad die Nacht überlebt.

Der Moment,

Das vergisst man auch sein Leben.

In dem Moment meint man,

Es bricht alles zusammen.

Die Erde tut sich auf,

Und man fällt und fällt und fällt.

Man meint eigentlich,

Die Welt müsste stehen bleiben,

Aber sie bleibt nicht stehen.

Aus der Zeit habe ich ganz viel mitgenommen.

So hart es in dem Moment vielleicht ist.

Da kam aber wieder dieses Gefühl,

Man fällt nicht im ersten Moment zwar ins Bodenlose,

Aber es ist doch was da,

Was einen auffängt.

Das prägt mich seit damals sehr,

Hilft mir auch gerade heute im Umgang mit Menschen,

Die wirklich schwer krank sind.

Ich arbeite auch häufiger mit Krebspatienten.

Einfach so ein Vertrauensgefühl zu haben.

Das,

Was da ist,

Was einen auffängt.

Ja,

Da sitzt man da,

Und dann hat man die Info.

Und die Prognose damals waren 6 Monate maximal.

Daraus wurden dann aber noch 11 Jahre.

Weil er von einem Arzt behandelt wurde,

Nicht weit weg,

Wo ich aufgewachsen bin,

In Alsbach,

Von Dr.

Benno Wölfel.

Ein Arzt,

Der schon seit Ende der 80er eine wirkliche Heiler war.

Der Menschen ganzheitlich schon immer behandelt hat.

Und weil er auch sagt,

Es gibt Dinge auf diesem Planeten,

Ich habe keine Ahnung,

Wie es funktioniert.

Aber wenn es hilft,

Wenn es heilt,

Dann muss es Medizin sein.

Und seit der Zeit,

Wie schon gesagt,

Damals war ich 13,

Hatte ich dann alles gelesen rund um ganzheitliche Themen.

Alles,

Was ich so in die Finger bekommen habe.

Dann hat mein Leben nochmal so 3,

4 Turns gemacht.

Weil ich nicht so genau wusste,

Wohin mit mir.

Theologiestudium,

Ja,

Nein.

Geschichte,

Germanistik,

Ja,

Nein.

Ich habe nur tief drin gespürt,

Es ist nicht so mein Weg.

Also nicht was,

Wo mich mein Herz hinzieht.

Also nicht da,

Wo es sich leicht anfühlt.

Ich bin ja großer Fan dahin zu gehen,

Wo es sich leicht anfühlt.

In dem Bewusstsein,

Dass es natürlich immer Widerstände gibt.

Ja,

Nachdem er dann 2001 gestorben war,

Ist er im Prinzip neben mir am Frühstückstisch tot umgefallen.

Habe ihn dann noch versucht wiederzubeleben.

Dann haben wir aber die Entscheidung getroffen,

Ihn gehen zu lassen.

Dann war die Zeit,

Kann sich das vielleicht vorstellen,

Ein bisschen schwierig.

Und dann habe ich für mich die Entscheidung getroffen,

Okay,

Also sich jetzt mit 24 auf Hartz IV zu vorbereiten,

Ist jetzt auch kein Weg.

Und habe dann erst mal ganz pragmatisch wieder versucht,

Boden unter die Füße zu bekommen.

Habe eine Ausbildung gemacht zum Versicherungskaufmann.

Ja,

Auch da schadet nie was im Nachhinein,

Wenn man ein bisschen Ahnung von Zahlen hat,

Ganz pragmatisch.

Wusste aber sehr wohl,

Dass das nicht mein Weg ist,

Bis zum Ende meiner Tage.

Habe dann die Möglichkeiten genutzt,

War ja auch selbstständig,

Verschiedene Ausbildungen und Weiterbildungen zu machen.

Und bin dann über eine Bekannte,

Die damals auch meine Dozentin war,

Zum Ayurveda gekommen,

Weil die kannte mich.

Und wusste genau wohl,

Dass das mein Ding ist.

Ich sagte,

Hier,

Ich habe da was mit dem Ayurveda,

Guck doch mal.

Ja,

Und nach dem ersten Ausbildungswochenende war für mich klar,

Genau das ist mein Weg.

Genau das will ich machen.

Und habe dann 2006,

2007 die Ausbildung gemacht.

Habe relativ schnell gemerkt,

Dass Kochen und Ernährung und Heilkräuter in meinem Herz hängen.

Weil gut essen,

Das war schon immer,

Wofür ich mich begeistern konnte.

Und habe auch sehr schnell gemerkt,

Man hat sehr schnell einen Zugang zum Menschen.

Weil Kochen ist wahnsinnig sinnlich.

Weil ich kann den Leuten immer sagen,

Wenn ihr wissen wollt,

Was Ayurveda ist und wie es funktioniert,

Habt das gleich auf dem Teller.

Das ist das Schöne,

Einen sinnlichen Zugang zu den Menschen und damit auch ein Erinnernis zu haben.

Das war so in etwas komprimierter Form mein Weg zum Ayurveda.

Dass du auch von Beginn an weißt,

Was meine Motivation ist,

Wie ich überhaupt dahin gekommen bin und was mich bis heute auch motiviert und antreibt.

Weil ich durfte so viele spannende Dinge erleben über meinen Dad und auch in meiner täglichen Arbeit.

Das ist eine eigene Welt.

Es ist schwer zu beschreiben.

Das Schöne ist,

Du kannst es erleben.

Wenn du dich auf den Ayurveda-Weg begibst und offen bist,

Kann das eine der spannendsten Reisen in deinem Leben werden.

Zumindest für mich ist es das geworden.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit.

Schön,

Dass du dabei warst.

Wenn du mehr über meine Arbeit wissen,

Lesen oder schauen willst,

Wo ich unterwegs bin,

Wo du mich treffen kannst,

Schau gerne auf meine Homepage.

Entweder unter www.

Volker-mill.

De oder direkt auf der Seite der Amrita unter www.

Amritaayurveda.

Eu Wir sehen uns und hören uns.

Ciao.

4.7 (11)

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Christiane

May 22, 2021

Danke für den sehr persönlichen Einblick. Ich bleib dran 🙏

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