
Die Kraft der Atmung als spirituelles Werkzeug.
Die Atmung ist so normal und doch so häufig unbewusst. Dabei kann sie dich bis hin zur absoluten Glückseligkeit begleiten. Sie ist echter als alle Gedanken sowie Emotionen, dennoch bleibt die Atmung meistens unbemerkt. Vor allem zwischen zwei Atemzügen kannst du besonders gut zu dir finden und Erstaunliches erfahren. Diese Zusammenhänge möchte ich dir heute spürbar näherbringen.
Transkription
Ich begrüße dich wieder ganz herzlich hier zu einer neuen Folge von meinem Podcast.
Und heute möchte ich die Atmung in den Mittelpunkt stellen.
Und wahrscheinlich wird das Ganze hier etwas meditativ werden.
Doch gleichzeitig möchte ich nicht gleich sagen,
Dass es eine Meditation wird.
Im klassischen Sinne.
Richte dich dennoch einfach mal ganz bequem ein.
Das heißt egal wo du gerade bist,
Wo du gerade sitzt womöglich.
Oder vielleicht sogar stehst irgendwo.
Lehne dich an.
Und vielleicht kannst du auch zwischendurch einfach die Augen schließen.
Und dennoch wird es Momente geben,
Wo du die Augen auch einfach wieder aufmachen solltest.
Um Erfahrungen zu bemerken,
Die ich dir heute vielleicht ermöglichen möchte.
Mit meinen Worten,
Mit meiner Begleitung.
Und wenn du schon etwas fortgeschrittener bist in deiner meditativen Praxis oder mit deiner Spiritualität.
Dort schon etwas mehr gemacht hast,
Dann weißt du,
Dass die Atmung ein sehr guter Ankerpunkt ist.
Das heißt auch im Alltag,
Um immer wieder zu sich zu finden,
Zurück zu finden,
In sich selbst einzutauchen.
Die Atmung ist auch eine Art Brücke zwischen dem Außen,
Den Innen.
Zwischen Außen der Hektik,
Innen der Stille.
Außen dem Wechselhaften,
Innendrin dem Gleichbleibenden.
Und obwohl die Atmung nicht das Allerhöchste an sich ist,
Es sieht auch eben eine sehr gute Brücke da hinein.
Und deswegen kann sie dir auch immer noch weiter nützen,
Selbst wenn du sehr fortgeschritten bist in deiner Praxis.
Nicht nur,
Dass die Atmung regulierend wirken kann bei Emotionen,
Bei stressigen Momenten,
Die dich herausfordern.
Sondern einfach indem du dich auf die Atmung konzentrierst,
Wird sie meist auch tiefer beispielsweise.
Also geht in Richtung mehr Bauchatmung,
Wirkt dadurch wieder beruhigend und harmonisierend auf deinen ganzen Körper.
Also hat auch generell einfach einen gesundheitlichen Aspekt,
Sobald du dich mit der Atmung weiter und tiefer beschäftigst.
Und in dieser Folge möchte ich dir bewusst überhaupt gar keine neuen Informationen mit auf den Weg geben,
Die dich dann später irgendwie mehr in dich hineinfinden lassen.
Sondern ich möchte dich wirklich nur ganz eingehend auf die Atmung hinweisen,
Weil sie ist nach wie vor ein extrem gutes Eingangstor zu deiner eigenen Stille.
Und warum ist das so?
Du atmest einfach permanent die ganze Zeit.
Und dafür musst du die Atmung nicht anschieben in irgendeiner Art und Weise,
Sondern dein Körper führt es einfach von ganz alleine durch,
Ohne dein Zutun.
Und das ist ganz offensichtlich ein sehr guter Vorteil,
Wenn du die Atmung als Wecker für dein Bewusstsein,
Für deine Stille verwendest.
Zum Beispiel bei emotionaler Arbeit,
Die auch ein Eingangstor sein kann.
Kann es sein,
Dass du manchmal auch starke Emotionen brauchst.
Und diese sind per se nicht einfach immer da.
Das heißt,
Da kann es sein,
Dass du auf einer emotional herausfordernden Situation vielleicht etwas gedulden müsstest.
Und zudem ist die Atmung echt.
Und sie ist echter als fast alles,
Was die meisten kennen.
Echter ist nur die Stille selber.
Denn für die meisten Menschen bedeutet der Alltag,
Wie in einem Film zu leben.
Gedanken kommen,
Die lösen Emotionen aus.
Diese Emotionen bekräftigen die Gedanken.
Dann passiert etwas Neues im Außen.
Es wird aufgenommen,
Interpretiert,
Neue Gedanken kommen.
Die Emotion fängt sich langsam an zu drehen,
Wandelt sich.
Und es gibt wieder neue Gedanken.
Alles wird geglaubt und die meisten sind einfach total identifiziert mit diesen Gedanken,
Emotionen.
Und diese Gedanken und Emotionen sind von der Psyche abhängig,
Von der Person,
Die sie erlebt hat,
Welche Erfahrungen sie gemacht hat.
Doch die Atmung ist eine Körperfunktion.
Das heißt,
Die Atmung kannst du spüren,
Kannst dein Bewusstsein darauf lenken und mehr musst du damit gar nicht machen.
Und es ist auch so,
Wenn du emotional bewegt bist,
Dass die Atmung sich verändert.
Also das heißt,
Die Atemfrequenz oder die Tiefe der Atmung,
Die kann sehr wohl beeinflusst werden.
Andersrum kannst du natürlich auch durch deine Atmung wieder Emotionen beeinflussen.
Das ist auch möglich.
Obwohl die Atmung vielleicht schneller,
Langsamer,
Tiefer,
Flacher ist,
Ist sie immer da.
Und immer wenn du deine Aufmerksamkeit darauf richtest,
Kannst du sie erleben.
Ganz live,
Ohne Distanz und ungetrübt.
Und deswegen ist sie so echt.
Du kannst ganz echt und live mit ihr in Kontakt kommen,
Wann immer du willst,
Egal wie sie gerade ist.
Und nebenbei ist es auch spannend,
Dass wiederum,
Sobald du die Atmung im innerlichen Fokus hältst,
Dass sie sich mal ein bisschen verändert,
Tiefer wird,
Entspannter wird und letztendlich sich zwischen den Pausen in dein Tieferes hinein lässt,
Das Tor dafür eröffnet.
Was ist mit diesen Pausen gemeint?
Du hast beispielsweise zwischen der Ein- und der Ausatmung eine kurze Lücke.
Du atmest ein,
Lücke,
Ausatmung.
Und genau diese Lücke,
Dieses ganz Unbewegte,
Diese Stille,
Wenn du nicht mal mehr atmest,
Kann dich in dich hineinfallen lassen.
In dein Zentrum,
In die Stille,
Point of Consciousness,
Also Punkt des Bewusstseins,
Kann dich ganz da sein lassen.
Dieser Punkt,
Einfach dieses Sein.
Und diese Pause ist auch da,
Wenn du ein- und ausatmest und bevor du wieder das nächste Mal einatmest,
Kannst du diese Pause auch bemerken.
Versuche es gerne einfach mit,
Vielleicht hilft dir jetzt gerade das Schließen der Augen und vielleicht kannst du diese kleine Lücke direkt für dich wahrnehmen.
Und obwohl es vielleicht letztendlich um die Lücke geht,
Ist es viel wichtiger,
Dieses Bewusstsein auf die Atmung zu halten.
Es ist wesentlicher.
Wenn du das schaffst,
Hast du schon 50% erreicht und die Lücke zwischen den Atemzügen oder nach einmal vollständig ein- und ausatmen,
Wird dir wie von alleine auffallen.
Die Schwierigkeit ist eher,
Das Bewusstsein auf die Atmung zu lenken und das vor allem während des Alltags.
Und es ist so subtil und doch,
Wenn du wirklich tief in dich hinabsteigen willst,
Sehr essentiell.
Und es kann dir so vorkommen,
Als wenn du dafür alles im Alltag ständig unterbrechen musst.
Du bist an irgendetwas dran,
Überlegst dir etwas,
Vielleicht auch ganz praktisch und gar nichts,
Was mit deinem Film zu tun hat.
Doch sobald du die Atmung merkst,
Wirst du zu Beginn das Gefühl haben,
Du unterbrichst diesen Gedankengang.
Also,
So als wenn diese Atembewusstheit etwas störendes wäre.
Doch mit der Zeit wirst du das anders empfinden,
Weil du wirst merken,
Dass diese Steigerung der Bewusstheit auf die Atmung auch zur Folge hat,
Dass deine Gedanken und alles andere an dir mit mehr Bewusstheit angereichert wird.
Das bedeutet auch mit mehr Fokus und mehr Kreativität und letztendlich auch mehr effizient,
Weil du noch intensiver einfach wirst.
Es lohnt sich und damit also kurz deine Gedanken auch stillzuhalten,
Innezuhalten und dann wieder fortzufahren.
Und im Alltag ist es vor allem wichtig,
Sich einen Punkt der Bewusstheit bei der Atmung auszusuchen.
Beispielsweise könnte es sein,
Wenn du viel vor dem Bildschirm arbeitest,
Dass es da besonders hilft,
Das Ein- und Ausströmen.
Das Ein- und Ausströmen der Luft an deinen Nasenflügeln zu bemerken,
Weil dort sind deine Augen,
Wenn du jetzt beim Bildschirm bist,
Die gucken sowieso gerade aus und da ist es vielleicht nicht ganz so günstig,
Auf das Heben und Senken der Bauchdecke sich zu fokussieren.
Das musst du schauen,
Wie es für dich am besten ist,
Aber ein Fixpunkt hilft.
Und so kannst du beispielsweise gerade ausgucken und nebenbei beginnen,
Das Ein- und Ausströmen der Luft an deinen Nasenflügeln zu bemerken.
Das kann sich sicherlich noch ausdehnen,
Doch gleichzeitig ist es gerade am Beginn sehr schwer,
Den ganzen Fokus auf diesen ganzen Atemprozess zu haben.
Das heißt Ein- und Ausströmen der Luft,
Wie sie runtergleitet durch die Luftröhre in die Lungen,
Dadurch sich der Bauch hebt und das Ganze wieder zurück.
All das wird dazu führen,
Dass du dich darin verlierst und nicht mehr außenrichtig funktionierst.
Und deswegen macht das auf jeden Fall Sinn.
Wenn du vielleicht etwas Handwerkliches machst,
Vielleicht auch etwas geduckt stehst oder vielleicht auch im Straßenbau tätig bist,
Vollkommen egal,
Dann könnte es möglich sein,
Dass der Fokus auf die Bauchatmung,
Also sprich das Heben und Senken der Bauchdecke,
Besonders merks von Vorteil sein,
Weil es sich einfach besser bewerkstelligen lässt und weniger deinen Fluss hindert.
Und das musst du ganz intensiv einfach für dich selbst testen.
Probier es einfach doch gleich mal,
Dass du schaust,
Wenn du jetzt die Augen schließt,
Wie es ist,
Wenn du die Einatmung merkst an den Nasenflügeln und auch wieder die Ausatmung.
Direkt,
Wo die Luft aus den Nasenlöchern herausströmt,
Merke dieses Strömen der Luft.
Und jetzt halt diesen Fokus und öffne dabei langsam die Augen.
Und auch wenn es ungewohnt ist,
Du wirst bestimmte Momente erleben,
Wo es gleichzeitig möglich ist,
Obwohl du die Augen offen hast,
Kannst du das Strömen der Luft an den Nasenflügeln bemerken.
Und das könntest du auch beim Laufen.
Das wäre der nächste Schritt vielleicht,
Dass du das probierst,
Während du läufst.
Und Stück für Stück geht das Ganze so weit,
Dass du merkst,
Dass du das bei deiner Arbeit auch machen kannst,
In deiner Freizeit,
Sogar während du kommunizierst,
Mit anderen Menschen redest und vor allem dann,
Wenn du zuhörst,
Gerade nichts erzählst.
Und vielleicht ist dein Alltag auch sehr hektisch,
Doch wenn du ehrlich bist,
Wird es genug Momente geben,
Diese Atembewusstheit zu probieren,
Zu versuchen.
Und dann lass uns nochmal den anderen Punkt ausprobieren,
Das Heben und Senken der Bauchdecke.
Das heißt,
Schließe nochmal deine Augen und merke,
Wie sich deine Bauchdecke beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt.
Probiere nur,
Dieses Heben und Senken der Bauchdecke in den Fokus zu nehmen.
Und dann öffne nochmal deine Augen.
Und ja,
Zu Beginn wirst du es so wahrnehmen,
Dass dir ein Wechsel nötig ist.
Dieses Bemerken vom Heben der Bauchdecke und den Blick nach vorne.
Das schau innerlich genau hin.
Auch hier wird es wieder Momente geben,
Wo beides offenbar gleichzeitig möglich ist.
Und dieses permanente,
Regelmäßige,
Das ist auch die eigentliche spirituelle Übung,
Wenn du es so siehst.
Durch die Fokussierung auf die Atmung wirst du auch weniger deinen inneren Film Raum geben und damit eine Distanz zu den Gedanken und Emotionen schaffen.
Und damit wiederum kann der Körper sich insgesamt mehr entspannen.
Spannung kann abgebaut werden,
Dieses Innere anhalten.
Dadurch kann auch wieder mehr Energie fließen.
Du schwingst automatisch höher.
Diese Energie kann sich in Enthusiasmus äußern.
Grundlegende Motivation,
Aber auch Glückseligkeit.
Weil es einfach hoch schwingt,
Wirst du auch höherwertiger fühlen,
Bessere Gefühle haben und auch bessere Gedanken.
Das jedoch sind Effekte,
Die du für dich selber erfahren solltest,
Was du für dich bemerken musst,
Weil einfach nur Worte bringen es nicht.
Dieses immer weitere Aufbauen für die Atembewusstheit,
Das kann allein ausreichen,
Um Jahre der spirituellen Praxis für dich zu sein.
Mehr braucht es eigentlich nicht.
Brauchst nicht noch mehr Wörter,
Noch mehr Ideen,
Noch mehr Hinweise.
Es geht letztendlich immer nur um die Praxis,
Vor allem im Alltag.
Und wie bereits erwähnt,
Wird dir die Lücke zwischen den Atemzügen immer mehr bewusster und ist so ein Eingangstor für deinen inneren Frieden auch,
Für Erfüllung,
Für Seinsfreude.
Für alles,
Was du eigentlich willst,
Setzt nur eine permanente Aktivität voraus.
Dieses Wollen,
Sein inneren Kram nicht mehr zu 100% zu glauben,
Sondern die Lücke dazwischen zu vergrößern,
Obwohl es keine Anstrengung bedarf,
Diesen Fokus auf die Atmung zu setzen.
Fühlt es sich doch wie eine Riesenanstrengung an,
Weil man von sich loslassen muss.
Und das ist eben gleichzeitig die größte Anstrengung überhaupt.
Haben dir vielleicht meine Worte heute geholfen,
Ein bisschen mehr wieder mit der Atmung zu experimentieren und sie vor allem in deinen Alltag mehr in den Fokus zu rücken?
Und damit am besten jetzt sofort zu Beginn.
Nachdem dieser Podcast hier zu Ende ist,
Kannst du dich einfach auf deine Atmung fokussieren und innerlich mehr hinschauen damit.
Dann hoffe ich,
Dass der Podcast hier wieder eine kleine Hilfe war und freue mich,
Dich das nächste Mal wieder begrüßen zu dürfen.
Bis dahin!
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