
Dharma Vortrag: Innere Leichtigkeit finden
by Nicole Stern
Wie wir durch Meditation Leichtigkeit ins Leben bringen können. Meditation ist ein Werkzeug, dazu gehört auch Reflexion und angemessenes Handeln. Meditate, Reflect, Act. Nur wenn wir erkennen und identifizieren, was uns Stress bereitet, was uns quält, dann haben wir eine Chance etwas zu verändern. Was kann ein attraktives Ziel des meditativen Weges sein? Es geht darum ein Unterscheidungsvermögen zu entwickeln zwischen Heilsam und Unheilsam.
Transkription
Ich habe mir Gedanken gemacht über das Thema,
Dass es für mich ein im Moment interessantes,
Herausforderndes Thema ist,
Wie wir innere Leichtigkeit in unser Leben bringen können.
Gerade jetzt in diesen doch relativ schweren Zeiten,
In denen so viel Unsicheres da ist.
Und man könnte das Ganze natürlich noch ein Stück erweitern und sagen,
Wie können wir eigentlich durch Meditation und diese Meditationspraxis oder überhaupt diesen meditativen Weg,
Wo ich ja immer sage,
Der buddhistische Weg besteht nicht nur aus Meditation,
Sondern der besteht auch aus Reflexion und aus der Aktion,
Also Meditate,
Reflect und Act.
Ich kann das gar nicht oft genug sagen,
Weil ich immer wieder die Rückmeldung bekomme,
Dass viele Menschen glauben,
Wenn man nicht regelmäßig meditiert,
Dann hat man den roten Faden verloren.
Aber das ist es nicht.
Aus meiner Sicht ist die Meditation das Werkzeug,
Um sich auf einen Weg zu begeben,
Wohin?
Zu einem Wohlergehen,
Zu mehr Leichtigkeit im Leben.
Und es braucht natürlich auch die Umsetzung.
Also Meditation ist nicht das Ziel,
Sondern es ist ein Werkzeug,
Um uns dabei zu unterstützen,
Unser Leben wirklich lebenswert zu leben.
Man könnte auch sagen,
Um unser Wohlergehen,
Also wirklich unser Wohlergehen zu stärken.
Und dabei würde ich aber auch nicht stehenbleiben und sagen,
Ja,
Der ganze spirituelle Weg geht darum,
Dass es uns irgendwie gut geht.
Es geht noch viel weiter.
Es geht noch viel mehr darüber hinaus.
Und deswegen finde ich diese Dharma-Vorträge,
Diese Weisheitsvorträge über die Gesetzmäßigkeiten,
Das,
Was der Buddha schon vor zweieinhalb Tausend Jahren erzählt hat,
Ganz,
Ganz wichtig,
Um uns zu erinnern,
Um was geht es denn da?
Also wie ich das gerade schon gesagt habe,
Es geht nicht nur um Meditation,
Das stille Sitzen,
Das innerlich in Einklang sein mit dem,
Was gerade ist,
Sondern es geht auch dann darum,
Um wirklich zu sehen,
Was hindert mich gerade,
Was steht dem im Wege,
Dass es mir eben gar nicht so gut geht,
Vielleicht heute in der jetzigen Situation,
In der wir alle sind,
Woran liegt das eigentlich?
Und nur,
Und das ist das Besondere,
Nur wenn wir herausfinden,
Was uns beschwert,
Was uns schwerfällt,
Woran wir leiden,
Was uns Stress bereitet,
Was uns quält,
Nur wenn wir herausfinden,
Was es ist,
Haben wir auch die Möglichkeit,
Es zu verändern.
Wenn das alles in so einer trüben Masse bleibt,
Wo man sagt,
Mir geht es heute nicht gut,
Oder,
Mein Gott,
Brauchen wir ja nur einen Fernseher anmachen,
Die Nachrichten hören,
Und schon,
So geht es mir zumindest,
Kann man wirklich,
Drückt es auf die Stimmung.
Und wenn ich dann noch an Freunde,
Bekannte oder überhaupt an Menschen denke,
Die wirklich existenziell gerade,
Wo es richtig eng wird,
Weil sie ein kleines Geschäft haben und nicht öffnen können,
Ja,
Kein Wunder,
Wenn es denen dann nicht gut geht.
Um etwas ändern zu können,
Müssen wir wissen,
Welche Zutaten da sind.
Ansonsten bleiben wir wie im Nebel stecken.
Das heißt also,
Nur die Meditation reicht nicht,
Um für unser Wohlergehen zu sorgen,
Sondern es braucht auch eine Reflexion,
Ein Erkennen,
Was unserem Wohlergehen im Wege steht.
Ein recht attraktives Ziel für jeden von uns kann darin liegen,
Dass wir alles,
Was in uns unangenehm ist,
Unheilsam ist,
Wie man das im Buddhismus sagt,
Auflösen können.
Also alle unangenehmen Empfindungen,
Dass man wirklich sagt,
Mein Gott,
Würde es mir doch mal so richtig gut gehen,
Wie letztes Jahr im Urlaub,
Als ich mich leicht und frei gefühlt habe,
Als ich mit mir in Einklang war,
Also wir sehnen uns dahin zurück.
Und wie ich gerade gesagt habe,
Braucht es aber auch eine klare Differenziertheit,
Um zu sehen,
Was ist unheilsam,
Unangenehm in unserem Leben und zur gleichen Zeit,
Was ist denn auch das,
Was gerade angenehm und heilsam ist in unserem Leben,
Weil es ist immer gemixt.
Es ist selten so,
Das wisst ihr ja alle,
Dass es uns nur schlecht geht,
Sondern es gibt Aspekte,
Da geht es uns trotzdem gut.
Auch wie jetzt in dieser ganzen Situation,
Wir haben wenigsten alle zu essen und werden versorgt oder können uns versorgen.
Also verhungern müssen wir nicht,
Aber viele andere Bereiche sind vielleicht gerade wirklich unzufriedenstellend.
Jetzt gibt es aus der buddhistischen Perspektive,
Um dieses Wohlergehen zu fördern,
Um in diese Leichtigkeit zu kommen,
Gibt es verschiedenste Wege,
Wie wir das angehen können.
Es gibt einen,
Ich würde mal zwei herausgreifen,
Das ist ein schwerer Weg und im Gegensatz dazu ein leichter Weg.
Der schwere Weg,
Da würde man sagen,
Das ist der,
Der durch unser Leiden führt.
Wo wir uns wirklich,
Ich kreiere da mal ein Bild und sage so,
Mir geht es einfach nicht gut,
Ich suche mir jetzt Unterstützung,
Ich gehe zu einem Therapeuten und in der Regel ist es so,
Dass man dort erstmal sagt,
Mir geht es nicht gut und es wird daran gearbeitet,
Es geht also in den Fokus,
Wird das genommen,
Was uns die Probleme verursacht.
Die Sache dabei ist,
Dass wir uns praktisch noch mehr mit dem,
Was leidhaft ist,
Sprache des Buddhas,
Leiden,
Unzufriedenheit,
Innere Qual,
Vielleicht auch Stress,
Wird in den Mittelpunkt gestellt und wir erleben dadurch dann tatsächlich noch mal mehr,
Gehen noch mal tiefer in das Leiden hinein.
So wurde das zumindestens lange Zeit gemacht,
Dass wir,
Wenn es uns nicht gut geht,
Dass wir uns damit beschäftigen,
Was da leidhaft ist,
Was vielleicht auch schon länger zurückliegt und das ist ein schwerer Weg,
Sich damit auseinanderzusetzen.
Der leichte Weg im Gegensatz dazu,
Also ein Weg der Leichtigkeit,
Sagen wir mal das,
Der rückt in den Fokus,
Was wir an inneren Ressourcen haben.
Also die Fähigkeiten,
Die in uns schlummernden Fähigkeiten,
Die wir haben,
Die uns zur Verfügung stehen,
Die wir nützen könnten.
Auf diesem leichteren Weg,
Wo wir Ressourcen nutzen,
Wo wir uns auf das Heilsame fokussieren,
Was in uns schon da ist,
Brauchen wir trotzdem Geduld und eine Form von Disziplin,
Um uns auch immer wieder darauf auszurichten.
Es ist also auch nicht immer ganz so leicht,
Aber es ist auch nicht unnötig schwer.
Der Weg der Leichtigkeit,
Der hat nichts mit positivem Denken zu tun.
Also es ist keine Suggestion und das bedeutet nicht,
Dass wir sagen,
Mir geht es jetzt schlecht und ich setze einen oben drauf und rede mir ein,
Dass es mir gut geht.
Es geht bei diesem leichten Weg vielmehr darum,
Dass wir die Dinge,
Die da sind,
Nicht noch schlimmer machen.
Also wenn wir jetzt ein Beispiel nehmen und sagen,
Mein Gott,
Ich bin gerade in so einer Situation,
Wo es mir wirklich nicht gut geht und das kennen wir alle,
Wie sich das anfühlt.
In einer Beziehung,
In der Familie,
Mit den Eltern,
Mit dem Partner oder mit keinem Partner,
Im Beruf,
Mit Dingen,
Wo wir vielleicht unser Herz reingesteckt haben und es nicht so klappt.
Und man kann jetzt hergehen und diesen Schmerz,
Wie ich eben schon gesagt habe,
Was ich als einen schweren Weg empfinden würde,
Dem das in den Fokus setzen oder auf dem sogenannten leichten Weg hergehen und sich auf die Ressourcen konzentrieren,
Sie aktivieren und diese inneren heilsamen Anteile wieder spürbarer und erfahrbarer zu machen.
Nehmen wir das Ganze mal als ein Bild.
Das ist so,
Als wenn wir uns zu einer Wanderung aufbrechen.
Wenn wir einen leichten Weg wandern,
Dann ist das,
Wir suchen uns einfach eine Route aus,
Wo es nicht so steil ist,
Wo wir uns nicht so anstrengen müssen,
Aber es ist trotzdem ein Weg.
Das bedeutet dann auch,
Bei einer Wanderung,
Das ist eine Aktivität,
Also wir müssen das durchaus tun.
Und wenn wir uns die leichtere Route aussuchen,
Den leichteren Wanderweg,
Dann ist das spürbar auf der emotionalen Ebene,
Auf der gedanklichen Ebene und auf der körperlichen Ebene.
Wir brauchen dazu eben auch diesen Wechsel,
Also den Fokus,
Dass wir uns bewusst sind,
Was ist denn das Leichte und was wäre das Schwere.
Und das kann man vielleicht mal ganz kurz innerlich innehalten und mal schauen,
Gibt es gerade etwas in dir,
Wo du dich bisher schwer,
Den schweren Weg gewählt hast,
Die schwere Route und dich eher auf das,
Was unheilsam in dir ist.
Also Ärger,
Wut,
Trauer,
Zorn,
Eifersucht,
Also das würde man als unheilsamen,
Geistigen Aspekte bezeichnen,
Die damit verbunden sind,
Wenn wir uns auf eben etwas,
Was gerade nicht gut läuft.
Ich finde,
Unsere Corona-Situation passt dazu sehr.
Ich kann mich darüber auch aufregen,
Was da passiert.
Und dann bin ich in diesen unheilsamen Ressourcen.
Was ist es gerade bei dir?
Es geht um die Differenzierung von unheilsamen und im Gegensatz dazu die heilsamen Geisteszustände.
Die heilsamen Geisteszustände,
Die wir heute schon in der Meditation geübt haben,
Ist zum Beispiel ein Gefühl von Annehmen,
Von Weite,
Akzeptanz,
Wohlwollen,
Vielleicht auch ein Stück Mitgefühl,
Vielleicht Freude.
Und im Gegensatz dazu Sorgen,
Neid,
Sturheit,
Gier,
Engstirnigkeit.
Ich denke,
Das kennen wir alle.
Wenn man das in diesem Bild des schweren Weges,
Wo wir uns damit beschäftigen und tiefer reingehen und in das,
Was unangenehm ist,
Was uns beschwert,
In die Sorgen,
In die Gier,
In die Dumpfheit hinein.
Oder eben die Leichtigkeit,
Die Akzeptanz,
Die Geduld,
Die Großzügigkeit,
Die Liebe und das Annehmen.
Es braucht also immer,
Wenn wir an einer Weggabelung stehen,
Mitten im Leben,
Mitten im Tag,
Kommt etwas auf uns zu und wir können uns darüber aufregen,
Reinbohren und Sorgen machen.
Oder in den anderen Weg einbiegen und das stärken,
Die heilsamen Faktoren stärken.
Unheilsam oder heilsam.
Und es geht darum,
In der Meditation so aufmerksam zu werden,
Dass wir mitkriegen,
Bin ich gerade auf dem heilsamen oder auf dem unheilsamen Weg.
Es braucht also so etwas wie ein inneres Navigationsgerät,
Was wir in uns installieren und das ist unsere Kraft der Achtsamkeit,
Die Fähigkeit zur Achtsamkeit,
Das Mitkriegen,
Was fein einjustiert wird.
Ist das heilsam,
Ist es nicht heilsam.
Und man könnte auch sagen,
Dieses Navigationsgerät,
Wenn wir das so installieren und mitkriegen,
Ich bin mal wieder in den Weg abgebogen,
Wo es ins Unheilsame geht,
Dann würde unsere Achtsamkeit,
Dieser Achtsamkeitswecker oder eben Navigationssystem,
Als wenn eine Stimme hochkommt und sagt,
Hallo,
Falscher Weg,
Bitte wenden.
Und so kann man sich das ein bisschen vorstellen,
Dass wir deutlich sehen,
Heilsam,
Unheilsam,
Wo bin ich gerade,
Was erfüllt mich innerlich,
Sind das heilsame oder unheilsame Geisteszustände.
Jetzt könnte man sagen,
Kann ich denn diesen leichten Weg überhaupt gehen?
Und der leichte Weg hat ganz viel damit zu tun,
Das,
Was der Buddha gelehrt hat.
Er hat gesagt,
Stärke deine Ressourcen.
Das hat er natürlich wörtlich nicht so gesagt.
Das ist jetzt eine freie Übersetzung davon.
Und ich verstehe mich auch am ehesten als Übersetzerin oder zumindest in den Versuchen,
Diese alten Weisheiten zu übersetzen oder zumindest anzubieten und zu gucken,
Ob das irgendwo bei uns allen landen kann.
Und ich helfe mir selbst dabei,
Solche Bilder zu finden,
Indem ich wirklich sage,
Navigationssystem,
Was ist heilsam,
Was ist unheilsam und auch die Fragestellung auf diesem buddhistischen Weisheitsweg,
Ein Weg der Befreiung,
So wie der Buddha das genannt hat,
Raus aus diesen unheilsamen Herz-Geist-Zuständen,
Die uns immer wieder zu schaffen machen,
Wo wir immer wieder abdriften in Hoffnungslosigkeit,
In,
Man würde vielleicht sagen,
Stress und Depression.
Wir kennen es alle.
Neid,
Gier,
Widerstand.
Alles unheilsame Zustände und haben aber gleichzeitig die Option,
Das Heilsame in uns zu stärken.
Also der buddhistische Weg handelt von diesen heilsamen Ressourcen.
Und möchte dazu eine kleine Geschichte erzählen.
Die hat Ajahn Buddha Dasang,
Das ist ein Lehrer der thailändischen Wald-Tradition,
Einer der Lehrer von Christopher Titmuss gewesen.
Der schreibt in einem seiner Bücher,
Dass Buddha mit seinen engsten Schülern durch einen Wald gegangen ist.
Buddha eine Handvoll Blätter aus diesem Laubwald aufgehoben hat,
In der Hand gehalten und hat seine Schüler gefragt,
Wo sind wohl mehr Blätter in meiner Hand oder im ganzen Wald?
Wo sind mehr Blätter in meiner Hand oder im ganzen Wald?
Und natürlich,
Weil er hatte ja nur eine Handvoll,
Haben seine Schüler gesagt,
Naja,
Im Wald.
Und der Buddha bestätigte das und sagte,
Ja,
Er habe so viele Dinge verstanden,
Wie es Blätter im Wald gibt.
Aber,
Dass diese Dinge,
Die man wirklich wissen muss,
Und das ist das Besondere,
Die Dinge,
Die man wirklich wissen muss über den Weg,
Über das Leben,
Die sind so überschaubar wie eine Handvoll Blätter.
Das muss man sich jetzt mal wirklich vorstellen.
Was hat der Buddha damit gesagt?
Es gibt so viele Dinge im Leben zu verstehen,
Wie es Blätter in einem Wald gibt.
Aber die Blätter,
Die ich in der Hand halte,
Die er in der Hand hält,
Nur die brauchen wir wirklich zu wissen,
Zu üben.
Es ist überschaubar,
Das,
Was wir in einer Hand halten.
Und das kann ich aus meinem über 30-jährigen Praxisweg nur bestätigen.
Das,
Was es da zu lernen gibt auf dem buddhistischen Weg oder man kann auch sagen auf den Weisheitswegen,
Also nicht nur der buddhistische,
Ist ungeheuerlich viel.
Da könnte man direkt meinen,
Das packt man in diesem Leben nicht.
Ich habe auch irgendwann mal gesagt,
Mit dem tibetischen Buddhismus beschäftige ich mich im nächsten Leben,
Weil es so vielfältig ist.
Ich habe schon Theravada- und Mahayana-Buddhismus einigermaßen mit beschäftigt und geübt.
Aber das,
Worauf es ankommt,
Das sind ein paar Grundlagen.
Eine Handvoll heilsamer Lehren scheint auszureichen.
Und es wird auch möglich sein,
Diese Handvoll grundlegender Lehren tatsächlich in unser Gepäck,
In unseren Rucksack hineinzustecken.
Diese Blätter und Lehren,
Die uns eine Zeit lang begleiten,
Die können wir dann nach einer gewissen Zeit auch irgendwann wieder loslassen.
Es gilt auch nicht,
Diese Blätter die ganze Zeit nur festzuhalten,
Sondern die begleiten uns eine Zeit lang.
Vielleicht wollte der Buddha uns mit diesem Beispiel auch wirklich die Sorge und die Angst nehmen,
Dass wir das nicht packen können.
Ich fand es sehr,
Sehr hilfreich,
Als ich diese kleine Geschichte gehört habe,
Weil es zeigt,
Den ganzen Wald,
Die ganzen Lehren zu verstehen,
Das ganze Leben zu durchdringen.
Da braucht es wirklich die volle Hingabe und das Erwachen,
So wie der Buddha der Erwachte ist,
Um das zu realisieren.
Die grundlegenden Navigationslehren,
Die sind wirklich wesentlich.
Und jetzt ist die Frage,
Was sind denn die wesentlichen Lehren?
Das Wichtigste,
Und da möchte ich jetzt heute,
Ich gucke gerade auf die Uhr,
Noch kurz darauf eingehen,
Dass wir uns auf diese heilsamen Ressourcen ausrichten.
Aus dem Achtfachen Vat hat der Buddha das immer wieder und ganz deutlich als Anleitung gegeben,
Unterstütze das Heilsame und lasse das Nicht-Heilsame.
Unterstütze es nicht,
Beschäftige dich nicht zu sehr damit,
Weil das,
Wissen wir ja auch aus der Achtsamkeit,
Das worauf wir unserer Achtsamkeit richten,
Wächst.
Jetzt könnte man das wieder in einem Bild verdeutlichen,
Und zwar mit einer Waagschale,
Mit einer Plus- und mit einer Minus-Waagschale.
Und könnte sagen,
Wir schauen uns an,
Was in dieser Minus-Waagschale,
Das heißt also nach unheilsamen Qualitäten ist,
Und wenn wir uns jetzt mal überlegen,
Also ich jetzt selbst,
Wie ich gerade heute gestimmt bin,
Vielleicht hängt es dann so ein bisschen,
Dass ich sage,
Oh,
Das Schwere überwiegt und das Leichte,
Das Heilsame hat nicht das Gewicht.
Wie kann ich also dem Leichten,
Heilsamen in uns,
Den heilsamen Themen,
Den heilsamen Qualitäten in uns,
Wie der Freude,
Der Liebe,
Güte,
Mitgefühl,
Der Gelassenheit oder Gleichmut,
So viel Gewicht geben,
Dass es so schwerwiegend wird,
Dass diese anderen Qualitäten,
Die wir auch noch,
Die unsere Geistesfaktoren sind,
Automatisch hochgehoben werden,
Also von ihrem Gewicht verlieren.
Also das ist das Bild dafür,
Dass wir uns darum kümmern,
Die Waagschale mit den Faktoren,
Die wir unterstützen wollen,
Ressourcen,
Die wir unterstützen wollen,
So viel Aufmerksamkeit darauf geben,
Dass es tatsächlich so schwerwiegend wird,
Dass das andere leichter wird und nicht,
Dass wir versuchen,
Aus den Schwierigkeiten zu bearbeiten.
Das gibt es auch in der therapeutischen,
Sicherlich auch sehr wichtigen Ansätzen,
Aber das ist ein eigener Bereich,
Was manchmal auch miteinander verbunden ist,
Also die buddhistischen Weisheitslehren und die Konzentration auf das Heilsame und eher in den psychotherapeutischen Ansätzen,
Wo es auch manchmal wichtig ist,
Dass man sich sehr intensiv darum kümmert,
Was da alles ist,
Aber dann irgendwann muss man sich wirklich fragen,
Wühle ich weiter in diesen negativen Erfahrungen,
Alten Erinnerungen,
Schwerwiegenden,
Vielleicht sogar Traumata rum oder fange ich an,
Wirklich diese heilsamen Faktoren mit meiner Aufmerksamkeit so weit empor zu heben,
Dass die wachsen können.
Man kann auch sagen,
Wir müssen nicht erst alle unsere Probleme lösen,
Bevor wir uns mit diesen heilsamen Qualitäten beschäftigen,
Weil wenn wir sagen,
Wir müssen erst die Probleme lösen,
Dann machen sich viele erst gar nicht auf den Weg und das wäre schade,
Weil wir brauchen nur diese Handvoll Blätter.
Wir müssen nicht den großen Überblick haben,
Die wenigsten haben die Zeit dazu,
Viele haben Familie,
Beruf,
Ihre kranken Eltern zu versorgen,
Wo bleibt dann noch die Zeit,
Sich über so ein wirklich großes Navigationssystem anzuschaffen,
Aber die Unterscheidungsfähigkeit zwischen diesem schweren Weg und dem leichten Weg,
Dem Weg der Leichtigkeit,
Die ist ganz wichtig.
Ich habe noch einiges darüber zu sagen,
Einmal zu den drei Giften,
Die man im Buddhismus sagt,
Des leichten Weges oder Weg der Leichtigkeit,
Weil der ist auch nicht ohne Herausforderungen.
Ich möchte es nur kurz ansprechen,
Die drei Gifte,
Traditionell aus dem Buddhismus gesprochen,
Die drei Gifte,
Die es uns so schwer machen,
Einem leichten Weg zu folgen,
Ist einmal unsere Unbewusstheit,
Zweitens unsere Anhaftung oder Gier und drittens unser Widerstand.
Ich glaube,
Das kennen wir alle.
Genau darum geht es.
Wie können wir diese Unbewusstheit,
Das heißt das Verhalten in Gewohnheiten,
Im Autopiloten,
Die wir haben,
Der Autopilot ist darauf eingestellt,
Dass wir uns irgendwie gerne in unseren Problemen,
In den unheilsamen Faktoren aus Gewohnheit zuhlen.
Das heißt,
Wir beschäftigen uns,
Wenn wir was Schönes haben und rausgucken,
Kann euch da ein Beispiel von meiner Nachbarin sagen,
Die haben Blick auf den ganzen See.
Einer der schönsten Blicke,
Die man haben kann,
Die können nach links und rechts bis Starnberg und teilweise sogar noch die Berge sehen und sie steht am Fenster und sagt,
Da vorne,
Die Bäume sind so hoch geworden,
Vor zehn Jahren konnte man da auch noch das Wasser sehen und hat sich über die Bäume geärgert.
Und vor allen Dingen die Menschen,
Die einfach jetzt 30 Meter haben,
Wachsen lassen.
Das heißt,
Sie hatte gar nicht mit dem Blick auf diesen traumhaften,
Überwältigenden Blick,
Sondern auf das,
Was da im Wege steht,
Was einfach natürlich gewachsen ist und sogar natürlich noch gewachsen ist.
Die Freude auch an dem,
Was da ist,
Zugestellt durch diese Anhaftung an das Leidhafte,
An das,
Was nicht schön ist und diese Gewohnheit,
Sich da hinein zu begeben.
Und ich glaube,
Die kennen wir alle.
Und die gilt es aufzulösen,
Erstmal zu erkennen und aufzulösen,
Dass wir diese typische Tendenz haben,
Uns eher in dem,
Was nicht gut läuft,
Nicht so schön ist,
Hinein zu wühlen.
Ich kann vielleicht noch einen Satz sagen zum Abschluss,
Dass ein Weg dann leicht wird,
Wenn wir uns mit etwas vertraut machen.
Das kann man sich jetzt mal der Zunge zergehen lassen.
Ein Weg wird dann leicht,
Wenn wir uns damit vertraut machen.
Das heißt,
Wenn wir,
Du Interesse daran hast,
Keinen schweren Weg mehr im Leben zu gehen,
Sondern einen Weg der Leichtigkeit zu gehen,
Mit einer Handvoll Blätter in der Hand,
Dann gilt es,
Sich damit vertraut zu machen und durch das Vertrautmachen und zu sehen,
Ach,
Das ist gar nicht so ein großes Ding mit den Blättern,
Den grundlegenden Lehren,
Dann wird es leicht und verneige mich.
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