Lektion 1
Was ist Achtsamkeit?
Heute erfährst du die gängige Definition von Achtsamkeit nach Jon Kabat-Zinn und was es mit den sieben Säulen der Achtsamkeit auf sich hat. Wir sprechen über die Möglichkeit, wie du Achtsamkeit in deinen Alltag integrieren kannst und auch über die Wissenschaft hinter der Achtsamkeit. Fragen wie “Welche positiven Auswirkungen hat Achtsamkeit?” und “Wie reagiert unser Gehirn auf die Meditation?” werden heute beantwortet. Keine Sorge, bei mir gibt es keine Ideologie, dafür eine Menge leicht verständlicher Erklärungen und praktischer Tipps. Mein Ziel ist es immer, dir und anderen Teilnehmern die Berührungsangst vor der Meditation zu nehmen und zu zeigen, dass Achtsamkeit auch ganz einfach geht.
Lektion 2
Meditation — los geht’s!
Jetzt geht es zur Sache! Heute zeige ich dir, worauf es bei der Meditation ankommt und warum du unbedingt meditieren oder zumindest es probieren solltest. Nach einer kurzen Erklärung zur Position und Technik legen wir auch direkt los. Du musst nicht viel tun, außer es dir bequem zu machen und meiner Stimme zuhören, ich werde dich nämlich ganz entspannt durch die Meditation leiten.
Lektion 3
Die erste Säule der Achtsamkeit: Nicht Beurteilen
95 % unserer Zeit verbringen wir im sogenannten „Autopilot-Modus“ — das heißt, wir sind so damit beschäftigt auf alles, was kommt, zu reagieren anstatt bewusst der Situation zu begegnen, dass wir die Realität nicht als das, was sie „ist“, sehen, sondern uns stattdessen (unbewusst) vorprogrammierte „Geschichten“ über das, was passiert, erzählen. Im Endeffekt sind wir nicht Herr oder Frau der Situation. Wir lassen uns vom Äußeren aus der Ruhe bringen anstatt Ruhe ins Äußere zu bringen.
Lektion 4
Die zweite Säule der Achtsamkeit: Akzeptanz
Heute sprechen wir über die Fähigkeit, Dinge, Menschen und Situationen so zu akzeptieren wie sie sind. Akzeptanz ist ein aktiver Prozess, der es uns erlaubt, Dinge klar zu sehen, und nicht unsere Zeit damit zu verschwenden, „gegen die Realität anzukämpfen“. Es geht darum, zu lernen, immer eine Entscheidung zu treffen, die dir im Endeffekt einen wahren Nutzen bringt. Oft heißt es dann, die Dinge so sein zu lassen, wie sie sind, auch wenn sie dir nicht gefallen. Es zahlt sich aus.
Lektion 5
Die dritte Säule der Achtsamkeit: Loslassen
Nach der Akzeptanz kommt der befreiende Schritt: das Loslassen. Heute sprechen wir darüber, wie nichts zu erzwingen, nicht anzuhaften und nicht anzuhängen dir im Alltag wahre Erleichterung bringen kann und warum Loslassen eine verborgene Tür zur Freiheit ist.
Lektion 6
Die vierte Säule der Achtsamkeit: Geduld
Diese Säule der Achtsamkeit fällt uns allen sehr schwer. Wer kann sich schon heutzutage Geduld “leisten”? In Wirklichkeit braucht jedoch alles seine Zeit, um sich zu entfalten. Wenn wir uns in Geduld üben, dann lernen wir, dem natürlichen Prozess zu vertrauen anstatt immer die Dinge in dem Zeitrahmen hinbiegen zu wollen, der unserem Kalender am besten passt. Vieles im Leben kann schnell erledigt werden, aber einige wenige, jedoch wichtige Dinge, benötigen unsere Geduld und darüber reden wir heute.
Lektion 7
Die fünfte Säule der Achtsamkeit: Vertrauen
Wir vertrauen unserem Körper tagtäglich, dass er alle lebenswichtige Prozesse, wie Atmen, Verdauen und unsere Körpertemperatur reguliert, aber warum fällt es uns so schwer, das Gleiche mit unserem Geist zu machen? Heute reden wir über die innere Stimme und wie wir lernen können, einen Zugang zu ihr zu finden und ihr zu vertrauen.
Lektion 8
Die sechste Säule der Achtsamkeit: Nicht greifen
Im Englischen wird diese Säule als “Non-Striving” von Jon Kabat-Zinn definiert, was vielmehr “nicht streben” bedeutet. Wenn wir etwas tun, verfolgen wir meistens ein Ziel oder eine Absicht. Daran ist an sich nichts falsch, aber oftmals hängen wir zu sehr an diesen Zielen und Absichten, so dass wir anfangen zu verzweifeln oder manchmal sogar am Boden zerstört sind, wenn sie nicht so eintreffen, wie wir uns das vorgestellt haben. Meditation gibt uns die Möglichkeit uns täglich im “Einfach-im-Jetzt-Sein” zu üben, ohne etwas zu erwarten oder anzustreben. Mit der Zeit können wir auch im Alltag viel leichter den Prozess genießen, ohne uns stur am Ergebnis festzubeißen und nur an die Zukunft zu denken
Lektion 9
Die siebte Säule der Achtsamkeit: Der Anfängergeist
Wann hast du das letzte mal so richtig über etwas gestaunt? Wann hast du dich überraschen lassen oder hast einen neuen Weg zur Arbeit ausprobiert? Als Erwachsene sind wir nur noch schwer zu beeindrucken. Das Meiste kennen wir oder haben wir schon einmal gesehen und somit leben wir unser Leben in einem “Ich-weiß-schon-was-kommt”-Modus. Wir erlauben uns kaum etwas mit neuen Augen zu sehen und somit wiederholen wir unsere Antworten, Ansichten und Erfahrungen tagtäglich und verfallen in Langeweile. Das bringt uns dazu, immer mehr zu wollen, nach neuen Impulsen zu jagen, uns immer weiter zu verausgaben, um etwas vermeintlich Neues zu erleben — dabei ist es so einfach, Neues auch im Altbekannten zu entdecken und Neugier, Dankbarkeit und Freude in den einfachsten Dingen unseres Alltages zu erleben.
Lektion 10
Der Abschluss! Einführung in den Body-Scan und wie das achtsame Dranbleiben gelingt
Zum Abschluss unserer zehntägigen Reise, mache ich dich mit der Technik des Body Scans vertraut, den du immer wieder, auch zwischendurch, selbst praktizieren kannst, um zu erkennen, was in dir gerade vorgeht, und Entscheidungen basierend auf dieser “Klarheit im Kopf und Herzen” treffen kannst. Ich gebe dir weitere Ressourcen an die Hand, die dir das “Dranbleiben” leichter machen und bespreche gängige Do’s & Dont’s bei der Integration von Achtsamkeit in deinen Alltag. Du kannst stolz auf dich sein, du bist weit gekommen und hast jetzt die perfekte “Toolbox”, um dich täglich in Achtsamkeit und Meditation zu üben. Auf in’s Leben!