
Der Weise und die drei Wünsche | Meditation & Märchen
Meditative Abendroutine und eine entspannende Einschlafgeschichte von Alexandra Matthes. Für innere Ruhe, Gelassenheit und besseren Schlaf. Was im Märchen passiert: Die Geschichte spielt in Indien. Ein alter Weiser gewährt dem jungen Ravi drei Wünsche. Doch jedes Mal, wenn er sich etwas wünsch, merkt er, dass er sich eigentlich etwas anderes erhofft hatte. Wie es bei meinen Einschlafgeschichten üblich ist, so kannst Du sicher sein, dass es auch diesmal gut ausgeht, so dass Du jederzeit beruhigt einschlafen kannst. Lasse den Tag ruhig und entspannt ausklingen und komme mit den Geschichten der Märchentante auf positive Gedanken.
Transkription
Der Weise.
Und die drei Wünsche.
Meditative Abendentspannung und ein Märchen zum Einschlafen.
Mach es dir in deinem Bett bequem.
Wenn du möchtest,
Dann.
Strecke und strecke dich noch mal.
Atme dabei tief ein und aus.
Und gibt dir die Bewegungen.
Die dir gerade gut tun.
Rückel und regel dich zurecht.
Und wenn du dann soweit bist.
.
.
Dann lasse Ruhe einkehren.
Wenn nicht schon getan,
Schließt sie ganz sanft.
Deine Augen.
Spür' es.
Wie deine Augen,
Die da angenehm schwer werden.
Wie sich der Vorhang des Tages langsam schließt.
Und eine angenehme Entspannung.
Sich in dir breit macht.
Es gibt jetzt nichts mehr zu tun.
Du darfst einfach nur sein.
Gemütlich.
Bequem.
Immer schwerer.
In die Matratze sinken.
Komm an!
Jetzt hier.
In deinem Bett.
Am Ende.
Dieses einzigartigen Tages.
Und es darf sich gut anfühlen.
Wie vielleicht noch vorhandene Anspannung,
Mehr.
Und mehr loszulassen.
Lade auch die Gedanken.
Die vielleicht noch außerhalb unterwegs sind.
Die noch Anhaftung an den Tag hat.
Oder seine Ereignisse haben einen.
Dazu zu kommen.
Einzukehren.
In dein Haus.
Deinen Ort der Geborgenheit.
Komm an!
In dir.
Und fühle dich doch hier einmal.
Durch dich hindurch.
Wann kommt's?
Bis zu den Füßen.
Wie geht es sie gerade?
Spaß ist.
Gerade für dich wahrnehmbar.
Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem.
Ganz gleichmäßig.
Ganz natürlich.
Ein- und ausströmen.
Dem das sanfte Heben und Senken deines Oberkörpers war.
Jedem Atemzug.
Vielleicht.
Kannst du auch deinen Herzschlag wahrnehmen.
Gleichmäßig.
Ganz bald hier.
Und es darf sich gut anfühlen.
Einfach nur da zu liegen.
Und immer mehr.
Zu entspannen.
Ich lade dich ein,
Gleich wenn ich es sage.
Deine Bilder des heutigen Tages nochmal vor deinem inneren Auge Revue passieren zu lassen.
Schau einfach mal.
Welche Bilder sich?
Von heute dir zeigen.
Was hast du heute erlebt?
Was hat dich heute beschäftigt?
Ab jetzt?
Eine Minute.
Für deine Bilder.
Des heutigen Tages.
Dann lenke nun deine Aufmerksamkeit auf das,
Wofür du heute besonders dankbar bist.
Erinnere dich an mindestens drei Dinge.
Die dir heute Freude bereitet haben.
Und liebes Wort.
Ein Moment der Stille.
Ein gutes Essen.
Lasse diese Bilder in dir aufsteigen und spüre,
Wie die Dankbarkeit für das Heute dein Herz erfüllt.
Nimm einen etwas tieferen Atemzug ein.
Und lasse mit dem Ausatmen alle Gedanken und Bilder sanft los.
Als wären sie kleine,
Funkelnde Lichter.
Die in den Nachthimmel steigen.
Immer leichter.
Immer freier.
Während dein Körper angenehm schwer.
Und mehr entspannt.
Mit jedem Atem zu.
Sinkt zu tiefer.
In diese wohlig-weiche Entspannung hinein.
Füß sich sanft getragen.
Geborgen.
Und beschützt.
Alles,
Was du brauchst.
Ist bereits da.
Darf sich in dir entfalten.
Alles.
Wird gut.
Vielleicht spürst du schon.
Wie du immer müder und immer schläfriger wirst.
Das Schöne ist.
Es gibt nichts mehr zu tun.
Du darfst einfach sein.
Müde.
Entspannt.
Fröhlich!
Wohlig schwer.
In die Matratze sinken.
Stell dir vor.
Während dein Körper ganz schwer und ganz entspannt ruht.
Schwebt dein Geist?
Wie auf einer weichen Wolke.
Das leise Flüstern des Windes begleite dich.
Während die sanfte Nacht sich um dich schmiegt.
Und während deine Wolke dich ins Land der Märchen trägt.
Darfst du belauschen.
Was dort so vor sich geht.
Nahe eines kleinen Dorfes.
Nicht weit von den Ausläufern des Himalaya entfernt.
Lebte ein junger Mann.
Namens Javi.
Sein Leben war Sticht.
Er lebte in einer kleinen Hütte aus Holz und Lehm.
Ein alter Apfelbaum vor der Tür.
Und eine Katze.
Die ihm manchmal Gesellschaft leistete.
Der Boden war hart.
Die Einrichtung Kabel.
Er besaß nicht viel.
Ein paar Decken.
Einen Tongruppen.
Etwas Reis.
Doch in seinem Herzen Trug er eine stille Sehnsucht.
Nach einem glanzvollen Leben mit Einfluss und Reichtum.
Eines schönen Nachmittags.
Macht es sich Ravi auf den Weg in den nahen Wald.
Der Wald war kühl.
Und von einer angenehmen Ruhe durchzogen.
Das Licht blitzerte.
Durch das dichte Blätterdach hindurch.
Es war ein Ort.
In genau diesem Moment.
Nach Geheimnis anfühlte.
Ravi ging tiefer in den Wald hinein.
Ging Schritt für Schritt.
Bisher.
An eine Lichtung kam.
Dort saß ein alter Mann auf einem Stein,
Als hätte er schon lange auf ihn gewartet.
Der Alte trug helle,
Einfache Kleidung.
Sein Gesicht war von Falten durchzogen.
Aber seine Augen .
.
.
Waren hell und klar.
Ich kenne deine Wünsche,
Ravi.
Sagte der Mann mit ruhiger Stimme.
Du darfst drei davon äußern.
ABA.
Sei achtsam!
Jeder Wunsch.
Verändert nicht nur,
Was du hast.
Sondern auch.
Wer du bist.
Rabi zögerte nicht lange.
Dann wünsche ich mir als erstes Reichtum.
Sagte er.
Dass ich nie wieder Mangel spüren muss.
Der Alte nickte und riet ihm,
Nach Hause zu gehen.
Bald wiederzukommen,
Um seine weiteren Wünsche zu äußern.
Ravi verabschiedete sich mit klopfendem Herzen.
Und freudiger Aufregung.
Als er sich dem Rand des Waldes näherte,
Spürte er.
Dass sich etwas verändert hatte.
Er stieg den Hügel zu seiner Hütte hinauf.
Und sah schon von Weitem.
Was nun dort stand.
Ein Palast.
Aus Sandstein gebaut.
Mit großen Toren.
Und Fenstern aus Glas.
Dass das Licht in allen Farben spiegelte.
Er trat ein in große,
Prunkvolle Räume.
Mit kostbaren Teppichen,
Feinen Möbeln und Stoffen durch die Bedienstete huschten.
Und köstlichste Speisen,
Die er nicht einmal benennen konnte,
Anrichteten.
Alles,
Wovon er geträumt hatte und noch viel mehr.
War da.
Die ersten Tage genoss er sein reiches Leben.
Er lud Freunde und Bekannte ein.
Und in seinem Palast ging es hochher.
Doch so sehr er es einfach genoss,
Dass ihn alle bewunderten,
So unangenehm wurde es nach und nach,
Den Neid der ehemaligen Freunde zu ertragen.
Menschen,
Die er nicht kannte,
Waren überfreundlich und schmeichelten ihm.
Langsam zog sich wachsendes Misstrauen in seine Gedanken.
Er meint es wohl ehrlich mit mir.
Wer kommt wegen mir?
Und wer wegen meines Geldes?
Er versuchte,
In den Gesichtern zu lesen.
In den Stimmen,
In den Blicken.
Doch er fand keine Antwort.
Und so wuchs das Misstrauen.
Und mehr.
Rabi sehnte sich zudem danach,
Nicht nur sinnlos Geld auszugeben,
Er wollte politischen Einfluss haben und sich gesellschaftlich einbringen.
Er dachte,
So könne er ehrliche Anerkennung gewinnen.
Schließlich kehrte er in den Wald zurück.
Und fand den alten Mann da.
Wo er auch damals gesessen hatte.
Er erzählte ihm,
Wie es ihm ergangen war.
Und schloss seine Rede mit.
Ich wünsche mir Macht.
Einfluss.
Ich will gestalten können und entscheiden.
Der Alte nickte.
Und kurze Zeit später.
Fand sich Ravi an der Spitze der Verwaltung des Landes.
Sein Wort hatte Gewicht.
Seine Stimme wurde gehört.
Menschen wandten sich an ihn,
Baten um Rat.
Und fürchteten sein Urteil.
Doch seine Macht brachte ihm nicht die Ehre,
Die er erhofft hatte.
Mit jedem Beschluss machte er sich sowohl Freunde als auch Gegner.
Er spürte den Druck,
Alles richtig machen zu müssen.
Und er lernte,
Das richtig nicht für alle dasselbe bedeutete.
Habi.
Musste streng sein.
Härte.
Als es seinem Wesen entsprach.
Die Entscheidungen wurden ihm langsam zur Last.
Verantwortung und schwere zu ständigen Begleitern.
Nachts lag er wach und krübelte.
Habe ich heute richtig entschieden?
Bin ich fair und gerecht?
Und je länger das so ging,
Desto schwerer wurde es in seinem Inneren.
Eines Tages ging er wieder in den Wald.
Um den alten Mann zu suchen.
Diesmal fand er ihn auf einer kleinen Anhöhe.
Wo die Bäume lichter wurden.
Und der Blick.
Frei ins Tal reichte.
Rabi setzte sich neben ihn.
Und sagte lange nichts.
Eröffnete er das Gespräch mit den Worten.
Ich habe noch einen Wunsch.
Aber ich weiß nicht.
Wie ich es nennen soll.
Ich will nicht mehr glänzen.
Ich will auch nicht mehr kämpfen.
Ich will nicht mehr raten müssen,
Was richtig ist.
Ich will so leben,
Dass ich nicht mehr das Gefühl habe,
Mich selbst zu verlieren.
Und dann schwieg er.
Und ergänzte leise.
Ich glaube .
.
.
Ich will einfach wieder mehr bei mir sein.
Der alte Mann nickte.
Das ist kein Wunsch,
Rabi.
Sagte er.
Das ist eine Entscheidung.
Die du nicht einmal triffst.
Sondern immer wieder.
Mit jedem Schritt.
Du hast bereits damit begonnen.
Ravi ging zurück zu seinem Palast.
Und er begann.
Sein Leben neu zu ordnen.
Er übergab sein Amt einem gelehrten Mann.
Der mit klarem Blick und stiller Weisheit Entscheidungen traf.
Nicht für sich,
Sondern für alle.
In seinem Palast?
Wurde ein Krankenhaus errichtet.
Und eine Schule.
Er ließ sauberes Wasser dorthin bringen,
Wo vorher nur Staub war.
Und für sich selbst wählte er ein schlichtes,
Schönes Haus am Hang eines Hügels,
Mit weitem Blick über das Land.
Abends saß Rabi oft auf seiner Veranda.
Spürte die Luft?
Und hörte die Vögel.
Er kannte nun die Menschen,
Die zu ihm kamen,
Und sie kannten ihn.
Nicht als Reicher oder als Herrscher,
Sondern als Mensch.
Und in einer besonders klaren Nacht.
Der Mond stand groß über den Bergen und die Welt war still.
Legte er sich schlafen.
Blickt durch das geöffnete Fenster.
Und beobachtete.
Wie die Vorhänge sich leicht im Wind bewegten.
Sein Atem wurde ruhig und gleichmäßig.
Und er dachte bei sich.
Nicht mein erster Wunsch hat mich und mein Leben erfüllt.
Auch nicht der zweite.
Sondern der Dritte.
Den er nie aussprechen konnte.
Und so schliefe ein.
Still,
Zufrieden.
Zuhause.
Und wenn er nicht gestorben ist?
So lebt er auch heute noch.
Glücklich und zufrieden.
Und dir?
Wünsche ich eine gute Nacht.
Mit einem tiefen und erholsamen Schlaf.
Und schönen Träumen.
Untertitel von Stephanie Geiges
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