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Das singende, klingende Bäumchen | MEDITATION & MÄRCHEN

by Alexandra Matthes

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Eine sanfte Abendmeditation und ein liebevoll nacherzähltes Märchen Start Märchen: 9:49 Was im Märchen passiert: Prinzessin Flora wünscht sich ein Bäumchen das singen und klingen kann. Print Raimund,der unsterblich in Flora verliebt ist, erfüllt ihr mit viel Mut und Tapferkeit ihren Wunsch, doch das Bäumchen bleibt stumm, denn es klingt nur, wenn ein Herz wahrhaft liebt. Ob das Bäumchen am Ende des Märchens singen und klingen wird? Wie immer, so wird auch dieses Märchen am Ende gut ausgehen, Du kannst also jederzeit beruhigt einschlafen. Die Abendroutine vorneweg enthält eine Meditation, Dankbarkeit-Praxis und Tages-Reflexion zur feierlichen Verabschiedung des Tages. Meine mit Musik und Klängen untermalten Einschlaf-Geschichten sind für Kinder und Erwachsene geeignet - einfach für alle, die mit sanfter Stimme und friedlichen Hintergrundtönen freundlich und liebevoll in den Schlaf begleitet werden möchten.

Transkription

Das singende,

Klingende Bäumchen,

Meditative Abendroutine und ein Märchen zum Einschlafen.

Mach es dir in deinem Bett gemütlich,

Rückel und regel dich zurecht und nimm nochmal ein paar tiefe Atemzüge.

Ganz bewusst durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus.

Mach es dir bequem und schließe,

Wenn nicht schon getan,

Deine Augen.

Komm an,

An diesem Abend in deinem Bett,

Spüre dich,

Wie du dort liegst und spüre dich doch mal durch dich hindurch.

Wie fühlst du dich gerade?

Körperlich und auch auf der Stimmungsebene?

Versuche dich freundlich und nachsichtig für ein paar Momente zu beobachten,

Ohne zu bewerten,

Ob jetzt etwas an deinem Zustand oder an deinem Befinden gut oder schlecht ist,

Sondern nimm einfach nur wahr,

Was gerade ist.

Freundlich,

Achtsam,

Dir selbst zugewandt.

Beobachte deinen Atem,

Wie er ganz gleichmäßig ein- und ausströmt.

Das bist du,

Heute am Ende dieses Tages,

Hier in deinem Bett.

Ich lade dich ein,

Gleich wenn ich es sage,

Deinen heutigen Tag nochmal vor deinem inneren Auge Revue passieren zu lassen.

Was ist heute so vorgefallen?

Was war heute besonders?

Was hat diesen Tag ausgemacht?

Schau mal,

Welche Gedanken,

Welche Impulse und Bilder so auftauchen.

Ab jetzt eine Minute für deine Bilder des Tages.

Vielleicht kommen dir hier ein paar Dinge in den Sinn,

Für die du heute dankbar bist.

Große Dinge,

Kleine,

Winzige Momente vielleicht.

Lasse sie,

Warm und funkelnd,

Durch dich hindurchströmen.

Sammel mindestens drei Dinge zusammen,

Für die du heute dankbar bist.

Dann lasse die Bilder von heute wieder los.

Lasse sie wie kleine Kieselsteine den Hügel hinunterrollen.

Sanft und unaufgeregt.

Du brauchst nichts festhalten.

Nimm nochmal einen etwas bewussteren,

Tiefen Atemzug ein.

Dein Körper weiß,

Wie Entspannung funktioniert.

Mit jeder Minute darfst du tiefer in deine Matratze sinken.

Gemütlich,

Weich,

Geborgen.

Es gibt jetzt nichts mehr zu tun,

Als einfach nur zu entspannen.

Möglicherweise spürst du schon die sanfte Schwere in deinen Armen und Beinen.

Einen stillen Raum in dir,

Der immer weiter wird.

Und während du ruhst und auch später,

Während du schläfst,

Darf sich alles in dir sortieren.

Darf alles in die für dich richtige Ordnung gebracht werden.

In den Momenten der Ruhe und Entspannung finden all die wichtigen Regenerations- Und es ist ganz gleich,

Ob du darüber nachdenkst oder nicht.

Jede Zelle in dir weiß genau,

Was zu tun ist.

Und während du immer müder und schläfriger wirst,

Nehme ich dich mit auf eine kleine Reise ins Land der schönen Märchen.

Eine Reise voller Wärme und leiser Wunder.

Es war einmal ein Königreich,

Das von weiten,

Blühenden Ebenen bis zu kristallklaren Seen reichte.

Die Königin und der König hatten eine einzige Tochter,

Prinzessin Flora.

Sie war von seltener Anmut,

Schöner,

Als es Worte beschreiben könnten.

Doch ihr Herz schlug rastlos.

Immer sehnte sie sich nach dem Außergewöhnlichen,

Nach etwas,

Das noch nie jemand vor ihr besessen hatte.

Täglich kamen Prinzen und Edelleute,

Um um ihre Hand anzuhalten.

Doch sie winkte sie fort wie lästige Fliegen.

Eines Frühlingsmorgens erzählte ein reisender Spielmann von einem Bäumchen,

Das in klaren Tönen sang und dessen Zweige wie Silberglöckchen klangen,

Sobald ein von Liebe erfülltes Herz in seine Nähe trat.

Die Augen der Prinzessin leuchteten.

Ohne dieses Bäumchen,

Sagte sie,

Kann ich nicht glücklich sein.

Im Saal stand unterdessen still der junge Prinz Raimund aus dem Nachbarreich.

Er hatte Flora schon lange bewundert,

Doch bisher nie gewagt,

Ihr seine Liebe zu gestehen.

Nun trat er vor sie und sprach,

Wenn das Bäumchen euer Herz erfreut,

So will ich es euch bringen.

Flora erwiderte,

Ja,

Bringt mir dieses Bäumchen,

Sonst habe ich nichts weiter mit euch zu besprechen.

So ritt Raimund los und erkundigte sich bei allen,

Die er traf,

Wo er das Zauberbäumchen wohl finden könne.

Doch keiner wusste ihm zu helfen.

An einem sonnigen Tag kam er in einer fremden Stadt an und machte sich unter einem Baum am Marktplatz bequem,

Um sich auszuruhen.

Da hörte er einen Spielmann singen.

Es war derselbe,

Der Prinzessin Flora von dem singenden,

Klingenden Bäumchen erzählt hatte.

Raimund heuchte auf.

Das Lied handelte von einer verborgenen Schlucht in den Bergen,

Wo Zauberwesen wohnten und wo ein kleiner,

Wunderbarer Baum wuchs.

Raimund schöpfte Hoffnung.

Er stand auf,

Warf dem Spielmann ein Goldstück in den Hut und fragte ihn,

Wo die Schlucht mit dem Zauberbaum zu finden sei.

Drei Tages reisen gern Westen,

Sprach der Spielmann.

Dort,

Wo der Himmel sich an den großen grauen Felsen lehnt,

Werdet ihr die Schlucht und den Baum finden.

Raimund bedankte sich und ritt Richtung Westen.

Und tatsächlich,

Nach einer dreitägigen Reise,

Entdeckte er schon von Weitem den großen grauen Felsen,

Der hoch in den Himmel hinaufreichte.

Davor tat sich eine Schlucht auf.

Er band sein Pferd an einen Baum und kletterte hinunter.

Der Boden war mit weichem Moos und kleinen Sträuchern bewachsen.

Mittendrin stand das Bäumchen,

Kaum mannshoch,

Aus zartem Holz gewunden,

Mit Blättern wie grüne Kristalle.

Vor dem Stamm hockte ein runzliger Zwerg mit einem bärenrotem Mantel.

Der Zwerg hob den Kopf.

Sein Bart glitzerte,

Als wäre Sternenstaub darin gefangen.

Raimund sprach den Zwerg aufs höflichste und freundlichste an und trug ihm seinen Wunsch,

Den Baum zu erwerben,

Vor.

Wer das Bäumchen begehrt,

Knarrte der Zwerg,

Muss wissen,

Dass es nur,

Wo wahre Liebe wohnt,

Klingen wird.

Bringst du es an einen Ort,

Wo Stolz herrscht,

So schweigt es.

Und wehe dem,

Der es erzwingen will.

Ich verspreche,

Dass ich das Bäumchen dorthin bringe,

Wo wahre Liebe wohnt,

Sprach Raimund.

Der Zwerg nickte und die Erde begann zu beben und zu dröhnen.

Wie von einem tiefen Glockenschlag bewegt.

Dann durfte Raimund das Bäumchen an sich nehmen.

Es war nicht einfach,

Mit dem Bäumchen unterm Arm den Felsen wieder hinauf zu klettern.

Doch er dachte an Flora,

Nahm all seinen Mut und seine Kraft zusammen und schaffte es.

Tage später kehrte Raimund an den Palast von Prinzessin Flora zurück.

Das Bäumchen ließ er vor Floras Fenster eingraben.

Ein erwartungsvolles Schweigen lag über dem Palast.

Alle wollten hören,

Wie das Bäumchen klingt.

Als Flora dasselbe erblickte,

Glänzten ihre Augen vor Freude.

Doch kein Singen und kein noch so kleines Klingen.

War zu hören.

Tag um Tag wartete man.

Gaukler tanzten um das Bäumchen,

Minnesänger versuchten es zu wecken.

Nichts.

Flora wurde unruhig.

Vielleicht ist es krank.

Sagte sie und wandte sich an Raimund.

Bringt mir ein Neues,

Das funktioniert.

Raimund erinnerte sich an das Versprechen,

Das er dem Zwerg gegeben hatte.

Es singt nur,

Wo Liebe und Freude ist.

Vielleicht,

Liebe Flora,

Braucht es ihr Lächeln.

Doch Flora wollte nichts davon wissen und ließ ihn alleine neben dem Baum stehen.

Enttäuscht kehrte Raimund zu seinem Schloss zurück.

In derselben Nacht träumte Flora von dem Zwerg in dem bärenroten Mantel.

Er trat an ihr Bett und sprach.

Willst du immer noch das Bäumchen singen und klingen hören?

Der Prinzessin war unheimlich zumute,

Doch sie nickte.

Unbedingt wollte sie,

Dass dieses Bäumchen für sie sang und klang.

Dann musst du Demut lernen,

Sprach der Zwerg.

Als Flora erwachte,

Fand sie sich mitten in einem tiefen Wald wieder.

Kein Turm,

Kein Tor,

Keine Bediensteten.

Nur Vogelrufe und das sanfte Brummen eines Bären,

Der dicht bei ihr in einer kleinen Lichtung des Waldes saß.

Der Zwerg stand neben dem Bären auf einem Baumstumpf und deutete.

Hier wirst du bleiben,

Bis du lernst,

Dein Herz zu verstehen.

Dann wandte er sich um und verschwand.

Flora wollte protestieren,

Doch da war niemand,

Der ihren Protest anhören würde.

Statt Samt und Seide trug sie nur ein schlichtes Leinenkleid und in ihrer Hand lag eine hölzerne Schale.

Sie begann,

Ihre Umgebung zu erkunden,

Doch sie fand keinen Ausweg aus dem Wald.

So fügte sie sich denn in ihr Schicksal,

Schöpfte Wasser aus dem Bach,

Sammelte Pflanzen und Kräuter und der Bär,

Der ihr wohlgesonnen zu sein schien,

Wurde ihr Begleiter.

Er führte sie zu einer verlassenen Hütte und zu ihrer Verwunderung stand das kleine Bäumchen,

Das Raimund ihr mitgebracht hatte,

Vor der Tür der Hütte.

So begann sie,

Es sich so gut es ging,

Im Wald und in der kleinen Hütte einzurichten.

An den Abenden legte sie den Kopf in das warme Fell des Bären.

Er zählte ihm vom Palast und von den Spiegelsälen,

In denen sich das Licht tausendfach bricht.

Und der Bär brummte,

Als verstünde er,

Was sie sagte.

Woche um Woche verging.

Die Prinzessin lernte,

Mit den Entbehrungen zu leben und die Tiere und Pflanzen des Waldes zu schätzen.

Eines Tages verletzte sich der Bär an der Pfote und Flora empfand ein tiefes Mitgefühl und pflegte den Bären gesund.

Sein Blick wurde heller und kam ihr plötzlich sonderbar vertraut vor.

Immer wieder fragte sie sich,

An wen sie der Bär erinnerte.

Sie sehnte sich sehr nach menschlicher Nähe.

Immer wieder dachte sie an Raimund,

Der so mutig für sie gewesen war.

Sie kannten sich schon,

Als sie Kinder waren.

Er war immer ihr liebster Spielkamerad gewesen.

Doch später,

Als Raimund auf eine weit entfernte Schule geschickt wurde,

Hatte es einen Bruch gegeben.

Flora war damals wochenlang so traurig gewesen,

Dass sie ihr Herz für immer verschließen wollte,

Um keinen Schmerz mehr spüren zu müssen.

Und jetzt fiel ihr ein,

An wen sie der Bär erinnerte.

An den jungen Raimund.

In diesem Moment ertönte ein kaum hörbares Klingen von draußen.

Es strich durch die Zweige des kleinen Bäumchens.

Zaghaft,

Wie der erste Laut eines Vogels im Morgengrauen.

Flora ging nach draußen und berührte einen Zweig.

Als sie an Raimund dachte,

An seine Schritte,

Seine Stimme,

Seinen Mut,

Begann das Bäumchen leise zu vibrieren und ein warmer,

Goldener Ton erhob sich.

Doch ein Lied war es noch nicht.

Da raschelte es hinter ihr.

Sie drehte sich um und der Zwerg trat vor sie.

Seine Augen funkelten.

Nun,

Prinzessin,

Sagte er,

Und seine Stimme klang erstaunlich weich.

Du hast dich gewandelt.

Ist es immer noch das Lied des Bäumchens,

Das du begehrst?

Flora schüttelte den Kopf.

Ich wünschte mir nur,

Dass Raimund hier wäre.

Ich möchte ihm danken und ihn um Verzeihung bitten.

Der Zwerg lächelte,

Kaum sichtbar.

Er hob die Hand und warmes Licht löste sich wie funkelnder Staub von seinen Fingern.

Das Licht schwebte zum Bären hinüber,

Schmiegte sich um sein Fell und umhüllte ihn wie goldene Schleier.

Und dann brach es auseinander.

Dort,

Wo der Bär gesessen hatte,

Stand nun Raimund,

Still,

Warm,

Mit einem Blick,

Der sie tiefer traf als jedes Wort.

Ich war immer bei dir,

Sagte er leise.

Der Zwerg richtete sich stolz auf.

Er tippte an das Bäumchen und ein Windzug strich durch die Blätter.

Die Zweige erzitterten und das Klingen löste sich in eine Melodie.

Klar und hell.

Flora schloss die Augen,

Ließ das Lied durch sich hindurch fließen und öffnete die Augen dann wieder.

Sie nahm Raimunds Hand.

Ich bin bereit,

Sagte sie.

Der Zwerg verbeugte sich und verschwand im Unterholz.

Ein sanfter Strudel aus Licht hob Flora und Raimund empor.

Und als der Zauber sich legte,

Standen sie wieder vor dem Schloss.

Das Bäumchen neben ihnen,

Leise weitersingend.

Und Flora und Raimund lebten vereint und glücklich.

Und wenn sie nicht gestorben sind,

So leben sie auch heute noch.

Ich wünsche dir eine gute Nacht,

Einen tiefen und erholsamen Schlaf und schöne Träume.

© 2026 Alexandra Matthes. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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