
Die 7 inneren Grundhaltungen der Achtsamkeit
by Lena Schwenk
In dieser Einheit erfährst du was die 7 inneren Grundhaltungen der Achtsamkeit sind, wie du sie in deiner formellen und informellen Praxis einnehmen kannst und wie sie dir zu einem bewussten Leben im Hier und Jetzt verhelfen können. Viel Freude und zahlreiche tolle Erfahrungen wünsche ich dir!
Transkription
Hallo und herzlich willkommen!
Ich freue mich sehr,
Dass du dich für diese Einheit entschieden hast,
In der es um die sieben inneren Grundhaltungen der Achtsamkeit geht.
Diese inneren Einstellungen können dir sowohl in deiner formellen,
Also bei der Meditation oder auch in deiner informellen Praxis im Alltag helfen,
Deine Achtsamkeit zu fördern und mehr im Hier und Jetzt präsent zu sein.
Die erste Grundhaltung nennt sich das Nicht-Urteilen.
Wir kennen das,
Wir erleben Situationen oder begegnen Menschen und automatisch kategorisiert oder bewertet unser Geist.
Und diese innere Grundhaltung kann uns dabei unterstützen,
Dieses Bewerten uns bewusst zu machen.
Wir können also immer wieder versuchen,
Unseren Geist in eine neutrale Beobachterrolle wechseln zu lassen.
Und es geht bei dieser inneren Grundhaltung auch gar nicht darum,
Uns strikt zu verbieten,
Nicht urteilen zu dürfen,
Sondern der Kern dieser Einstellung ist eher,
Wahrzunehmen und zu beobachten,
Okay,
Hier bewerte ich oder hier beurteile ich und was möchte mir diese Beurteilung auch sagen?
Also,
Was möchte mir mein Geist damit ausdrücken?
Und wenn ich natürlich bewusst weiß,
Jetzt habe ich hier geurteilt,
Dann kann ich auch viel besser einen Raum schaffen zwischen Reiz und Reaktion und kann dann viel besser steuern,
Wie ich reagieren möchte und somit mein Handeln einfach bewusster wählen und bin somit auch automatisch mehr präsent im Hier und Jetzt,
In der Gegenwart.
Genau,
Dann kommen wir zur zweiten inneren Einstellung,
Das ist die Geduld und meiner Meinung nach ist die Geduld bei der Achtsamkeitspraxis,
Bei den Meditationen eine ganz,
Ganz große Grundvoraussetzung,
Denn ohne Geduld wird es uns wahrscheinlich schwer fallen,
Uns auf den Prozess einzulassen.
Genau,
Deswegen ist es ganz,
Ganz wichtig,
Immer sich wieder bewusst zu werden,
Geduldig mit sich selbst zu sein,
Aber auch geduldig mit dem Prozess.
Das heißt,
Wenn ich das jetzt mal anhand von einem Beispiel erkläre,
Ich meditiere zum Beispiel und bin noch nicht in meiner Mitte,
Noch ungeduldig mit mir selbst und ich schaffe es noch nicht,
So zur Ruhe zu kommen,
Dann ist es wichtig,
Sich das bewusst zu machen,
Nochmal in diese geduldige Rolle zu schlüpfen und sich auch selbst zu sagen,
Okay,
Das darf jetzt auch seine Zeit brauchen,
Bis ich zur Ruhe komme.
Einfach ganz geduldig und liebevoll auch mit sich selbst zu sprechen.
Also es geht darum,
Das einfach auch zu akzeptieren,
Dass manche Dinge einfach Zeit brauchen,
Bis man jetzt am Beispiel der Meditation da auch einfach zur Ruhe kommt.
Und ja,
Auch einfach geduldig mit dem Prozess zu sein,
Nicht reinzugehen und zu sagen,
Okay,
Bei der Meditation muss ich innerhalb von einer Minute total bei mir selbst sein,
Entspannende,
Keine Gedanken haben,
Was eh alles nicht der Fall sein muss oder es ja eh keine Ziele gibt bei der Meditation,
Sondern einfach das Sein im Moment die Intention ist bei der Meditation,
Dass man da aber auch einfach mit dem Prozess geduldig ist und sich auch durch die Geduld darauf einlassen kann,
Was kommt,
Was an Gedanken kommt,
An Gefühlen.
Die dritte Grundhaltung ist der Anfängergeist.
Den kann man sich quasi so vorstellen,
Dass man sich immer wieder bewusst wird,
Dinge so wahrzunehmen und so zu sehen,
Als würde man sie das allererste Mal erleben.
Zum Beispiel einen Spaziergang machen auf einer Runde,
Die man eigentlich schon ganz oft gelaufen ist,
Aber jetzt einfach sich mal in diese Rolle zu schlüpfen,
Wie von einem Kind.
Das Kind,
Was das erste Mal diesen Weg läuft und wenn man diese Grundhaltung immer mal wieder einnimmt,
Werden einem viele Dinge viel bewusster.
Man nimmt neue Dinge wahr,
Man empfindet neue Dinge,
Man spürt so ein Gefühl von Aufregung,
Vorfreude und erlebt nochmal ganz,
Ganz neue Erfahrungen,
Die man vielleicht sonst gar nicht wahrgenommen hätte,
Wenn man da einfach in seinem Spaziergehmodus ist und die Augen vor den Wundern verschließt,
Die sich noch so verbergen,
Wenn wir immer mal wieder in die Rolle des Kindes,
Also den Anfängergeist einnehmen,
Der dann natürlich viel,
Viel achtsamer und präsenter ist im Moment.
Genau.
Die nächste Grundhaltung ist die des Vertrauens und das Vertrauen ist auch eine Grundvoraussetzung,
Um sich auf Achtsamkeitsübungen einzulassen,
Weil das Vertrauen einfach mich selbst unterstützt,
Geduldig zu sein in meiner Meditationspraxis und mich auch einlassen zu können.
Und das Gefühl von einer vertrauensvollen Einstellung gibt mir ganz viel Stärke und Ruhe,
Vertrauen zu können auf den Prozess,
Was kommt,
Was kommen für Gefühle hoch,
Was erlebe ich,
Was für Gedanken steigen in mir auf.
Und auch in vielleicht schwierigen Situationen hilft es mir persönlich immer,
Diese innere Grundhaltung einzunehmen,
Ins Leben auch zu vertrauen,
Dass das Leben für einen ist.
Und ich kann das aber auch nochmal an einem informellen Beispiel kurz erklären,
Zum Beispiel bei verschiedenen Yogaübungen,
Da auch einfach achtsam mit sich selbst umgehen,
Und auch auf das Körpergefühl zum Beispiel vertrauen.
Vielleicht sagt mir mein Körper heute,
Ja,
Mir ist eher nach der einen Übung oder eher nach der anderen.
Und ja,
Da totales Vertrauen aufbringen,
Auch dem Körper und dem eigenen Geist gegenüber.
Dann kommen wir zu der nächsten inneren Haltung,
Die nennt sich das Nichterzwingen.
Das heißt,
Dass ich Dinge nicht mache,
Um ein spezielles Ziel zu verfolgen,
Sondern einfach aus dem Herz heraus sie mache,
Weil ich sie tun möchte.
Zum Beispiel am Beispiel von der Meditation,
Dass ich da kein spezielles Ziel habe,
Ich muss da jetzt das in dem Zustand erreichen,
Sondern ich mache es einfach,
Um ich selbst zu sein,
Um präsent zu sein,
Im Moment zu sein.
Und ja,
Beobachte einfach,
Was passiert und verfolge gar keine gewisse Absicht dahinter.
Genau.
Ja,
Die nächste Grundhaltung ist die Akzeptanz.
Und immer wieder erleben wir Situationen und Umstände,
Die einfach so sind,
Wie sie sind.
Manche Dinge können wir ändern,
Aber manche Dinge können wir einfach auch nicht aktiv verändern.
Und da ist es ganz wichtig,
Die Haltung einzunehmen und es zu akzeptieren,
Dass es eben Phasen gibt,
Die mal,
Ja,
Vielleicht mit Haar dann einhergehen und dass wir unsere Energie dann gar nicht für diesen inneren Widerstand aufbringen,
Sondern dass ich meine Energie in was Positives shifte und sage,
Okay,
Ich akzeptiere den Zustand,
So wie er ist und nehme da raus die Erkenntnisse und Erfahrungen für mich einfach mit und akzeptiere,
Was ist.
Und meiner Meinung nach können wir aus allen Situationen was lernen und was fürs Leben und für uns mitnehmen und unsere Energie einfach für die positiven Dinge im Leben aufwenden.
Und wenn ich was akzeptiere,
Dann komme ich auch schon zur nächsten und letzten Grundhaltung.
Dann kann ich auch loslassen.
Loslassen ist nämlich die siebte innere Einstellung.
Das heißt,
Ja,
Ich akzeptiere jetzt zum Beispiel bei der Meditation,
Dass meine Gedanken noch wir sind,
Dass ich,
Ja,
Ganz viel Chaos noch im Kopf habe,
Aber ich nehme das einfach ganz bewusst wahr und das ist immer wieder der Kern der Achtsamkeit,
Dass ich mir bewusst werde,
Okay,
Die Gedanken sind da.
Ich akzeptiere,
Dass sie da sind.
Ich wende gar nicht meine Energie auf,
Sie jetzt irgendwie wegzuschieben oder zu verdrängen oder mich zu ärgern,
Sondern ich akzeptiere und dann kann ich im nächsten Schritt auch loslassen.
Also ich kann zulassen,
Was kommt und ja,
Das erleichtert einem ganz,
Ganz viel und macht mich,
Wie immer bei der Achtsamkeitspraxis,
Holt mich in den Moment ins Hier und Jetzt zurück,
Genau.
Und ich kann auch nicht nur Gedanken dann loslassen,
Sondern vielleicht auch Gefühle kann ich loslassen und ja,
Total bei mir selbst ankommen.
Ich hoffe,
Ich konnte euch die sieben inneren Grundhaltungen der Achtsamkeit anschaulich erklären.
Ihr konntet ein bisschen was für euch mitnehmen und ja,
Wünsche euch einfach,
Dass ihr sie in eure formelle,
Aber auch informelle Achtsamkeitspraxis,
Ja,
Einbindet,
Immer mal wieder in diese Grundhaltungen schlüpft,
In euch eincheckt und sagt,
Okay,
Wie kann ich jetzt gerade im Moment noch ein bisschen mehr Achtsamkeit,
Ja,
In mein Leben,
In meinen Alltag integrieren.
Auch gerne bei,
Ja,
So banalen Dingen,
Wie den Geschirrspüler ausräumen,
Wenn ich da jetzt den Anfängergeist,
In den Anfängergeist schlüpfe.
Als Kind,
Ein Kind,
Was das erste Mal die Spülmaschine ausräumt,
Was erlebe ich da?
Spüre ich da noch nasses Geschirr?
Rieche ich noch den Geschirrreiniger?
Also all diese Gefühle und Wahrnehmungen da einfach in einen aufsaugen,
Denn gerade diese alltäglichen Dinge,
Ja,
Müssen wir so oft machen und bestimmen,
So viel Zeit in unserem Alltag und viele Dinge machen wir davon einfach nicht gerne,
Aber wie schade ist es,
Wenn wir so viele Dinge im Leben nicht gerne machen.
Ich finde,
Dafür ist auch einfach dann unsere Lebenszeit zu kostbar.
Das heißt,
Wir können auch unschöne Dinge mit Sachen für uns verbinden und,
Ja,
Da einfach immer wieder die Möglichkeit nutzen,
In uns reinzuhören,
Uns mit uns selbst zu verbinden und eben diese Grundhaltungen einzunehmen.
Genau.
Ich wünsche euch ganz,
Ganz viel Spaß.
Ich hoffe,
Ihr hattet Freude beim Zuhören.
Würde mich natürlich über Feedback freuen,
Ob ihr die Haltungen schon kanntet,
Ob es euch gelingt,
Immer mal wieder in sie hineinzuschlüpfen und,
Ja,
Ich hoffe,
Wir hören uns bei der nächsten Einheit zu einem neuen Thema oder zu einer neuen Meditation.
Bis dahin,
Alles Liebe von mir.
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