
Gehmeditation zur Selbstregulation
Diese Gehmeditation unterstützt dich dabei, wieder in Kontakt mit dir selbst zu kommen – achtsam, sanft und in Bewegung. Sie lädt dich ein, über deinen Körper auch deine inneren Prozesse zu regulieren und das wieder zum Fließen zu bringen, was vielleicht gerade in dir feststeckt, kreist oder schwer geworden ist. Du brauchst dafür keinen besonderen Ort – nur dich, deinen Körper und einen Weg, den du jetzt entspannt gehen kannst. Die geführte Meditation verbindet Elemente der Achtsamkeit mit körperorientierter Selbstregulation. Sie kann dich begleiten, wenn du innerlich angespannt bist, dich blockiert fühlst oder einfach wieder Verbindung zu deinem Inneren aufnehmen möchtest. Musik: Chris Collins
Transkription
Schritt für Schritt wieder in Bewegung kommen.
Manchmal fällt es uns leichter,
Etwas zu verarbeiten,
Unsere Gedanken zu klären,
Unseren Fokus wiederzufinden,
Wenn wir uns bewegen,
Raus aus der Starre,
Raus aus den Gedankenspiralen.
Wie schön,
Dass ich dich dabei heute begleiten darf,
Mit dir,
Während du gehst,
Eine Gehmeditation.
Gestalten kann,
Die dich dabei unterstützt,
Genau das zu tun,
Wieder in Gang zu kommen,
Wieder in Kontakt zu kommen,
Energie zu mobilisieren,
Zu aktivieren und wieder ins Fließen zu bringen.
Vielleicht bist du schon unterwegs,
Schon draußen,
Spazierst,
Gehst schon durch den Wald,
Über ein Feld oder durch den Park,
Um den Block,
Ganz egal,
Wo du bist oder ob du gerade startest.
Ich lade dich jetzt ein,
Dich ganz bewusst mit deinem Gehen zu verbinden.
Lenke einmal deine Aufmerksamkeit auf jeden einzelnen Schritt,
Auf das,
Was dein Körper so automatisch tut,
Wenn du gehst.
Ein Fuß nach dem anderen geht nach vorne,
Rollt ab,
Von der Ferse bis zum Ballen,
Hebt sich,
Bewegt sich nach vorne,
Berührt den Boden,
Nimmt Kontakt auf,
Gibt Energie ab und auf der anderen Seite wiederholt sich das Ganze.
Ein Rhythmus,
Vielleicht gleichmäßig,
Vielleicht eben genauso,
Wie er gerade sich anpasst und verändert.
Und diese Bewegung in deinen Füßen und Beinen setzt sich weiter fort nach oben,
Bewegt deine Hüfte,
Nimmt deinen Oberkörper mit sich und wirkt sich aus auf deine Schultern und Arme,
Die du gerade einfach mal mitschwingen lassen kannst.
Lass sie locker.
Du darfst deine Schultern ganz entspannt nach hinten und unten fallen lassen.
Darfst deine Hände und deine Arme schwingen lassen,
So wie sie angetrieben werden von deinen Schritten.
Nimm einmal wahr,
Was also diese Bewegung,
Die wir so ganz automatisch immer wieder so häufig an einem Tag vollziehen,
Alles in dir bewegt,
Schon allein auf dieser rein körperlichen Ebene.
Alles ist miteinander verbunden.
Alles schwingt in diesem Rhythmus.
Und nimm einmal wahr,
Ob dieser Rhythmus gerade für dich stimmt.
Viele von uns sind so schnell unterwegs,
So vieles zu erledigen.
Und gerade gibt es nichts anderes zu erledigen,
Als zu gehen.
Vielleicht darf sich dein Schritt etwas verlangsamen.
Spüre einfach einmal,
Welche Geschwindigkeit gerade für dich die richtige ist.
Welche entspricht dir gerade und tut dir gut?
Wie fühlt sich dein Körper an in dieser Bewegung,
In diesem Fluss?
Welche Empfindung löst das in dir aus,
So vorwärts zu gehen?
Vielleicht spürst du damit Flexibilität,
Da Kraft,
Leichtigkeit und Weite.
Und es ist angenehm,
So zu spazieren.
Und vielleicht fällt es dir schwer.
Vielleicht ist es anstrengend.
Vielleicht schmerzen Körperstellen.
Vielleicht fühlst du dich verspannt und möchtest gar nicht so gerne weitergehen.
All das ist in Ordnung.
All das darf sein.
Und mit all dem kannst du wahrnehmen und erfahren,
Wie es ist,
Genau damit weiterzugehen.
Schritt für Schritt.
Weitergehen.
Eine Form von Selbstwirksamkeit erfahren.
Das kannst du.
Du kannst weitermachen.
Du kannst etwas tun,
Was dir gut tut,
Was dich unterstützt,
Was dir helfen kann,
Was dir Energie bringt.
Nimm einmal ganz entspannt ein paar Atemzüge runter in deinen Bauch und spüre einmal,
Wie es ist,
In dieser Bewegung deinen Atem fließen zu lassen.
Deinen Atem so fließen zu lassen,
Dass er ganz leicht in dieser Bewegung fließen kann.
Und mit dem nächsten Ausatem wandere mit deiner Aufmerksamkeit einmal nach außen.
Du hast deinen Körper und seine Empfindung gerade erforscht und jetzt kannst du einmal wahrnehmen,
Wo du gehst,
Wo du gerade so entspannt gehen kannst,
In Bewegung sein kannst und gleichzeitig ganz bei dir sein kannst.
Schaue dich einmal um,
Während du ganz entspannt weitergehst.
Nimm wahr,
Was du siehst.
Registriere es ganz bewusst.
Achte einmal darauf,
Was du zusätzlich zu meiner Stimme und der Musik gerade auch hören kannst.
Vielleicht deine Schritte,
Vielleicht Geräusche aus der Umgebung.
Wie fühlt sich die Luft an?
Was kannst du riechen,
Vielleicht sogar schmecken?
Nimm einmal die Verbindung zu deiner Außenwelt wahr.
Die Welt,
Die dich gerade trägt.
Der Boden,
Auf dem du gehen kannst.
Die Umgebung,
Die du berühren kannst,
Wenn du möchtest.
Dort kannst du gerade sein.
Dort bist du gerade sicher.
Dort findest du den Raum,
Um mit dir in Kontakt zu gehen.
Und so gehe einfach weiter in der Geschwindigkeit,
Die dir gerade gut tut.
Führe die Verbindung zu deinem Körper und zur Umwelt und achte einmal darauf,
Was sich in dir sonst noch bewegt.
Womit bist du gerade unterwegs?
Was trägst du vielleicht gerade bei diesem Spaziergang?
Vielleicht schon länger?
Und was davon spürst du gerade besonders deutlich?
Welche Gedanken kommen dir da gerade in den Sinn?
Und welche Gefühle lösen diese Gedanken in dir aus?
Freust du dich über das,
Was gerade in dir präsent ist?
Oder belaste dich etwas,
An dem du gerade schwer trägst?
In Bewegung zu sein,
Heißt nicht immer vorwärts zu kommen.
Immer wieder stecken wir in Spiralen oder Sackgassen fest,
Drehen uns im Kreis,
Erstarren vielleicht vor der schieren Wucht dessen,
Mit dem wir konfrontiert sind.
Und gerade dann kann es hilfreich sein,
Die Erfahrung zu machen,
Dass du weitergehen kannst.
Dass es weitergeht.
Dass du vielleicht eine schreckliche Erfahrung gemacht hast.
Und dass sie in dir und deinem Körper noch so präsent und real vorhanden ist.
Und dass sie aber auch vorbei ist.
Dass du gerade hier,
Gerade jetzt gehst und einen Fuß vor den anderen setzt.
Dass du hier und jetzt sehen kannst,
Was um dich herum vorhanden ist.
Hören kannst.
Anfassen kannst.
Riechen und schmecken kannst.
Spüre vielleicht die Stärke,
Die darin liegt,
Das tun zu können.
Die Erfahrung machen zu können,
Dass es war.
Und dass es vorbei ist.
Und nimm einmal wahr,
Was diese Bewegung vielleicht in dir auslöst.
Vielleicht möchtest du dich in einer gewissen Weise gerade noch zusätzlich bewegen.
Vielleicht spürst du etwas in deinen Schultergürtel.
Vielleicht möchtest du dich dort ein bisschen recken und strecken.
Gleich im Nacken.
Vielleicht deine Arme mal etwas größer schwingen lassen.
Vielleicht mal ganz achtsam ein bisschen schneller gehen.
Nimm einfach wahr,
Ob es gerade irgendeinen Impuls gibt und auf den kannst du dann ganz achtsam reagieren.
Nicht jeder Gedanke,
Den wir denken,
Muss zu einem logischen Schluss kommen.
Manche Gedanken sind Ausdruck von alten Erfahrungen,
Erinnerungen und Emotionen.
Und die kann unser Körper ausdrücken und wieder ins Fließen bringen.
Eine neue Erfahrung machen,
Die kraftvoller ist,
Die eine Antwort findet auf etwas,
Das früher keine Antwort hatte,
Auf das wir keine Reaktion zeigen konnten und auf das wir jetzt eine Reaktion finden können.
Spüre weiterhin gut den Kontakt zum Boden.
Spüre deine Füße,
Ein Schritt nach dem anderen.
Und bevor ein Schritt zu groß ist,
Ist es wunderbar,
Kleine Schritte zu machen.
The slower you go,
The faster you grow.
Kleine Schritte.
So klein,
Dass wir alles verarbeiten können.
So kommen wir ans Ziel.
Und in diesem Sinne lade ich dich ein,
Weiterzugehen.
Ganz achtsam mit dir verbunden zu sein.
Dich zu spüren.
Deine Umgebung wahrzunehmen.
Zu registrieren,
Was diese Wahrnehmungen in dir bewirken.
Und dann Antworten darauf zu finden,
In deinem Gehen.
Vielleicht bedeutet es manchmal,
Stehen zu bleiben.
Langsamer zu werden.
Dich umzudrehen.
Antworten zu finden.
Ich freue mich sehr,
Dass ich dich gerade begleiten durfte.
Und weil Spaziergänge manchmal länger dauern,
Lasse ich die Musik jetzt einfach weiterlaufen und du findest dein Ende,
Wann immer es dir gut tut.
Ich freue mich sehr,
Wenn ich dich bald wieder bei einer Meditation begleiten darf und wünsche dir alles Gute bis dahin.
Mach's gut.
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