20:26
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Leben begegnet Leben

by Gabriele Kingwill

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4.4
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Meditation
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Alle
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Dies ist eine Morgenmeditation, um sich selbst freundlich frisch zu begegnen und tief in der eigenen Essenz anzukommen. Von hier aus fühlen wir uns in verschiedene Lebensformen ein, werden eins mit Erde, Wind, Tautropfen, Käfern und mehr bis wir schließlich wieder in unser menschliches Sein zurückkehren, angereichert mit neuer Vitalität, Leichtigkeit und Präsenz. Dies ist eine Aufnahme aus einer Live-Gruppenmeditation.

Transkription

Dann dürft ihr die Augen wieder schließen und in der samtlenden Dunkelheit ankommen.

Wir lockern den Bauchraum,

Öffnen den Brustkorb und heißen den Atem willkommen.

Spüren,

Wer tief ein- und ausströmen darf,

Streicheln uns mit dem Atem innen drin,

Pusten uns durch und sagen uns guten Morgen.

Während wir uns hier mit dem Atem spüren,

Können wir mal durch den Körper durchtauchen.

Wo möchte sich noch weiter öffnen?

Wo möchte sich vielleicht zuerst ein bisschen einkuscheln und dann öffnen?

Wo liegen noch Spannungen,

Die sich ein bisschen lockern lassen?

Und wo ist der Körper schon weich und weit und kraftvoll lebendig da?

Lass den Atem tief und genüsslich durch den Körper strömen,

Streicheln gleich mit,

Schenken ein Lächeln,

Freundliche Aufmerksamkeit,

Wo sich hier und da was entfalten möchte oder lösen und verweilen störnend in den Bereichen,

Die sich eh schon so gut anfühlen.

Ganz egal,

Wo im Körper das ist.

Lasst euch Zeit zum Ankommen,

Lasst euch Zeit,

Euch selbst zu entdecken.

Mit jedem Bereich,

Den wir erkunden,

Öffnet sich der gesamte Körper mit.

Wer möchte,

Kann durch den Körper hindurchtauchen und mehreres spüren.

Wer möchte,

Kann aber auch in einem Bereich verweilen,

Sich dort mit dem Atem durchpusten,

Ganz sanft und zärtlich und staunend entfalten.

Einatmend nehmen wir uns wahr,

Ausatmend schenken wir uns Wertschätzung,

Öffnen uns für noch mehr von uns,

Noch mehr von unseren eigenen Tiefen,

Von unserem eigenen Licht,

Unserer Lebendigkeit,

Noch mehr von den unbekannten Schätzen,

Die wir vielleicht schon lange haben und nur für selbstverständlich genommen haben.

Und so pustet unser Atem freundlich alles fort,

Was wir nicht mehr brauchen,

Was schon vergangen ist,

Was wieder zurück darf in den großen Kreislauf und legt damit gleichzeitig frei,

Was in uns bleibt,

Die Essenz,

Sodass wir noch tiefer in unser eigenes Sein eintauchen können,

Noch klarer entdecken können und staunen.

Einatmend bin ich ganz da,

Ausatmend gehe ich in die Wertschätzung.

Jetzt begegnet hier im Dasein die Präsenz unseres Bewusstseins,

Der Präsenz im Körper.

Ich begegne ich,

Leben begegnet Leben,

Präsenz begegnet Präsenz.

Und wir öffnen uns in ein großes Dasein und staunen darüber,

Wie fühlt es sich an,

Präsent zu sein,

Einfach nur da.

Bewusstsein,

Das sich selbst wahrnimmt,

Das sich selbst bewusst ist.

Und dann tauchen wir in diesen Zustand tiefer und tiefer ein,

Während sich gleichzeitig unser Körper weiter entfalten darf,

Der Raum um uns herum weiter entfalten darf.

So viel Raum entsteht für dieses Bewusstsein.

Einatmend bin ich ganz da,

Ausatmend schenke ich mir Raum und Weite für dieses große Sein.

Einatmend bin ich in diesem großen Raum,

Ganz da,

Ausatmend,

Staunig,

Achtsam,

Bewusst.

Und schließlich gibt es nur noch dieses Dasein.

Einatmend ich bin,

Ausatmend da,

Hier und jetzt.

Einatmend ich bin,

Ausatmend präsent.

Damit gehen wir jetzt in die Stille,

Diese reichhaltige,

Lebendige Stille dieser Präsenz.

Einatmend ich bin,

Ausatmend hier und jetzt.

Wie tief ist dieses Mysterium unseres Seins,

Gemeinsam mit allem Sein.

Und wie schön ist es,

Einfach nur zu sein.

Und jetzt können wir aus diesem Sein im großen,

Freien Raum heraus uns in eine Form kleiden.

Verschiedene Formen eintauchen,

Ausprobieren,

Entdecken.

Wie fühlt es sich an,

Ein Hügel zu sein,

Der mitatmet,

Mit der Präsenz des Lebens.

Sich die Gräser wie leider kleine Härchen aufrichten im Atem,

Mit den Taubperlen vom frühen Morgen.

Und sobald die Sonne kommt,

Sich die Blumen zwischen den Gräsern anfangen zu öffnen,

Ihr Gesicht zu zeigen.

Wie fühlt es sich an,

Die Erde in diesem Hügel zu sein,

Ebenfalls voller Leben und mit all den Wurzeln von den Gräsern und Blumen,

Sträuchern und Bäumen.

Wie fühlt es sich an,

Der Wind zu sein,

Der durch diese Gräser streift,

Sie wogen lässt,

Wie kleine Strömungen.

Wie fühlt es sich an,

Ein kleiner Tautropfen zu sein,

Auf einem der Grashalme.

Und sobald der Tropfen schwer genug geworden ist,

Hinab zu fließen,

Den Halm entlang,

Bis in die Erde hinein.

Wie fühlt es sich an,

Einer der kleinen Käfer zu sein,

Vielleicht ein Marienkäfer,

Der auf einem Grashalm hinaufkrabbelt,

Sich von den ersten Sonnenstrahlen wachkitzeln lässt,

Schließlich seine Flügel ausbreitet,

In die Luft hinaufschwebt,

Sich von den kleinen Briesen hier und da tragen lässt,

Zum nächsten Halm,

Zur nächsten Blume.

Wie fühlt es sich an,

So ein Sonnenstrahl zu sein,

Der die Käfer wachkitzelt,

Ihre Flügel wärmt,

Der Hügel,

Gras,

Büschen,

Bäume und Blumen guten Morgen sagt,

Den Vögeln dazu und die Blumen dazu bringt,

Dass sie ihre Gesichtlein wieder zeigen.

Wie fühlt es sich an,

Als Sonnenstrahl Nebel auftauchen zu lassen und dann komplett aufzulösen,

Sodass die Farben,

Die vorher ganz weich waren,

Immer klarer und deutlicher werden.

Wie fühlt es sich an,

Der Nebel zu sein,

Der sich auflöst,

Aus der Form eines Ungreifbaren,

Weite,

So leicht,

Dass es vielleicht noch die Haut von einem staunenden Menschen benetzen kann,

Aber noch nicht mal mehr sichtbar ist.

Und wie fühlt es sich an,

Dieser staunende Mensch zu sein,

Der einen neuen Morgen entdeckt,

Der seinen Atem entdeckt,

Im gleichen Rhythmus,

Wie der Hügel atmet,

Die Gräser und der Wind.

Wie fühlt es sich an,

Dieser staunende Mensch zu sein,

Der die Vögel singen hört und das Singen im Innen spürt wie im Außen.

Einatmen sind wir ganz da.

Ausatmen sind wir eins und staunen.

Einatmen sind wir,

Ausatmend,

All das und mehr.

Jetzt vertiefen wir den Atem,

Kommen ganz in unserem staunenden menschlichen Sein an und merken uns noch mal die Gefühle,

Die wir uns für heute mit in den Tag nehmen wollen.

Den weichen,

Festen Boden,

Ganz stabil,

Der tragen kann,

Die Kraft darin,

Die Beweglichkeit der Gräser und Bäume.

Vielleicht wollen wir uns die Schönheit aus dem Gesang der Vögel oder aus den schillernden Rücken der Käfer mitnehmen.

Die Leichtigkeit im Flug,

Vielleicht wollen wir uns die warme Kraft der Sonne mitnehmen,

Die Geduld im zeitlosen Sein.

Vielleicht wollen wir uns die Frische von einem Bächlein mitnehmen,

Das munter entlang sprudelt.

Taucht noch mal ein,

Nehmt euch zwei,

Drei tiefe Atemzüge und verankert ganz bewusst ein paar von diesen Gefühlen.

Wir spüren das Gefühl in uns,

Wir merken uns das Gefühl und wenn wir jetzt die Augen öffnen,

Darf es da bleiben.

Immer noch da sein mit offenen Augen.

Wir richten uns auf,

Öffnen unser Herz,

Falls es nicht schon offen ist,

Spüren unsere Beine,

Lassen unsere Schultern in die Weite fließen und lassen ein Lächeln über das ganze Gesicht gehen und dann begrüßt das Leben in uns,

Das Leben in diesem neuen Tag.

4.4 (10)

Neueste Bewertungen

Sasi

September 30, 2025

Das war wirklich wunderschön. Und 2 tranchen kamen mir am Ende..weil wir eins sind und ich es gespürt habe. Mit nehme ich die Leichtigkeit und Freiheit und Verspieltheit des kleinen kafers..der Spass hatte im Wind zu fliegen. Dankeschön

Lisa

June 4, 2019

Wunderschön💕

Sabine

May 18, 2019

Sehr schön! Danke! 🙏

Jan

May 8, 2019

Sehr schön. Danke.

© 2026 Gabriele Kingwill. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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