
Energieformen im Körper wahrnehmen
Die Meditation leitet dazu an, nacheinander verschiedene physikalische Energieformen im Körper zu spüren: mechanische Energie (Schwere), thermische Energie (Wärme, Strömen), elektrische Energie (Zellspannungen, Nervenimpulse) und elektromagnetische Energie (Hirnwellen). Photo by Aachal on Unsplash
Transkription
Energieformen im Körper wahrnehmen In dieser Meditation möchte ich Sie dazu einladen,
Ihre Körperwahrnehmungen aus der Perspektive eines Physikers bzw.
Einer Physikerin zu untersuchen.
Lassen Sie uns gemeinsam eine Betrachtung physikalischer Energieformen unternehmen,
Denen wir in der Meditation begegnen.
Nehmen Sie Ihre bevorzugte Körperhaltung für die Meditation ein,
Schließen Sie die Augen und spüren Sie,
Wo Ihr Körper den Boden berührt,
Weil dort aufgrund der Schwerkraft Druckempfindungen entstehen.
Falls Sie in einer sitzenden Haltung üben,
Empfehle ich Ihnen zum Einstieg die Pendelübung,
Die ausführlich im Buch beschrieben ist.
Ich empfehle Ihnen für diese Meditation eine liegende Position.
Nehmen Sie den Druck an den Kontaktpunkten mit der Unterlage wahr.
Wo überall spüren Sie Druck?
Richten Sie Ihren Körper symmetrisch aus und rollen Sie Ihren Kopf leicht nach links und rechts,
Bevor Sie ihn genau in der Mitte zur Ruhe kommen lassen.
Richten Sie die Aufmerksamkeit auf die Schwere Ihres Körpers.
Wo können Sie diese überall wahrnehmen?
Achten Sie auf die Körperstellen,
Die die Unterlage berühren,
Und auf das Gewicht Ihrer Arme und Beine.
Geben Sie etwas Kraft in Ihre beiden Arme,
Gerade so viel,
Dass Sie die Schwerkraft überwinden und die Arme beginnen,
Sich abzuheben.
Dann entspannen Sie Ihre Arme wieder und geben Ihr Gewicht wieder ganz an die Unterlage ab.
Wiederholen Sie diese Übung auch mit dem Kopf und den Beinen,
Indem Sie diese jeweils einzeln anheben.
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit anschließend nochmals auf die Empfindungen von Druck und Schwere in Ihrem Körper,
Während Sie diesen ganz loslassen und entspannen.
Betrachten Sie Ihren Körper wie einen Stein,
Der lediglich passiv da liegt,
Ohne irgendetwas zu tun.
Sie fühlen das Gewicht Ihres Körpers und tun ansonsten nichts,
Außer da zu sein,
Wie jedes andere physische Objekt auch.
In der zweiten Phase der Meditation richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nun auf Ihren Körper und untersuchen,
Wo Sie überall Wärme fühlen können.
Gehen Sie dazu die einzelnen Bereiche Ihres Körpers,
Hände,
Füße,
Gesicht,
Rücken,
Bauchraum,
Etc.
Nacheinander durch.
Wo fühlt sich Ihr Körper gerade besonders warm an oder auch kalt?
Wenn Sie sich entspannen,
Weiten sich die Blutgefäße,
Die Hände und Füße werden dadurch besser durchblutet,
Was mit einem angenehmen Wärmegefühl verbunden ist.
Können Sie auch im Bauchraum Wärme spüren?
Das Blut,
Das die Leber verlässt,
Ist mit etwa 40°C deutlich wärmer als im übrigen Körper,
Weil die Leber sehr aktiv am Stoffwechsel beteiligt ist.
Die Wärme in Ihrem Körper entsteht durch Verbrennung.
Alle Zellen sind am Stoffwechsel beteiligt und benötigen dafür vor allem Zucker und Sauerstoff.
Die Verbrennung,
Die auf Zellebene stattfindet,
Können wir nicht direkt wahrnehmen,
Sondern lediglich ein allgemeines Gefühl von Wärme.
Wärme,
Atembewegungen,
Das Schlagen des Herzens und das Pulsieren des Blutes in unseren Adern sind die Basis für unser Gefühl,
Ein lebendiger Organismus zu sein.
Spüren Sie für einige Atemzüge,
Wie die Atemluft in die Lunge einströmt und stellen Sie sich vor,
Wie dort der Sauerstoff in das Blut aufgenommen wird,
Um dann über die Arterien bis in den letzten Winkel Ihres Körpers transportiert zu werden.
Während in Phase 1 der Meditation der Körper wie ein fester Gegenstand mit definierter Masse und Schwere betrachtet wurde,
Rückt in Phase 2 mit der Betrachtung von Wärme,
Der Atmung und dem Blutkreislauf die Tatsache stärker in den Fokus,
Dass wir kein Stein,
Sondern ein lebendiger Organismus sind,
Der zu über 60% aus Wasser besteht.
Wir sind also eigentlich mehr flüssig als fest.
Und die Flüssigkeiten in unserem Körper,
Vor allem natürlich das Blut,
Sind in ständiger Bewegung.
Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit,
Um zu untersuchen,
Wo Sie im Körper ein Strömen und Pulsieren wahrnehmen können.
Beziehen Sie dabei auch den Verdauungstrakt ein,
In dem aus der Nahrung die Energie für den Weitertransport über das Blut zu den Zellen gewonnen wird.
Wir nehmen nun die nächste Form physikalischer Energie in den Blick,
Die in unserem Körper allgegenwärtig ist.
Jede Zelle im Körper weist ein elektrisches Potential auf,
Das zwischen minus 50 und minus 100 Millivolt liegt.
Interessanterweise können wir die Tatsache,
Dass die Zellen,
Aus denen wir bestehen,
Aktiv elektrische Spannungen produzieren,
Nicht direkt wahrnehmen.
Unser Körper fühlt sich normalerweise nicht an wie eine gigantische Ansammlung winzig kleiner elektrischer Spannungsgeneratoren.
Wenn Sie jetzt für einige Atemzüge in Ihren Körper hineinspüren,
Fühlt sich da irgendetwas elektrisch an?
Wir haben zwar Sensoren für Druck oder Temperatur,
Aber was ist mit elektrischen Spannungen und Strömen?
Warum spüren wir diese nicht in unserem Körper?
Der springende Punkt ist,
Wir spüren unseren Körper mit Hilfe elektrischer Spannungen.
Ohne die elektrischen Impulse,
Die unsere Nervenzellen von der Peripherie an das Gehirn weiterleiten,
Könnten wir gar nichts spüren.
Alle Empfindungen,
Die wir in unserem Körper spüren,
Beruhen darauf,
Dass spezielle sensorische Zellen physikalische Phänomene wie Druck und Temperatur in elektrische Impulse umwandeln.
Das gilt natürlich auch für das Sehen,
Hören,
Riechen und Schmecken,
Wo jeweils spezialisierte Zellen dazu in der Lage sind,
Licht verschiedener Wellenlängen,
Schallwellen und Reaktionen auf chemische Substanzen in Nervenimpulse umzuwandeln.
Jede bewusste Wahrnehmung basiert letztlich auf Nervenimpulsen.
Wir fühlen uns selbst mit Hilfe des Nervensystems,
Das den Körper durchzieht.
Spüren Sie jetzt noch ein weiteres Mal in Ihren Körper hinein und machen Sie sich dabei klar,
Dass dieses Spüren auf den feinen Nervenfasern beruht,
Die Ihren ganzen Körper bis hinunter zu den Zehen durchziehen.
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit dabei nicht darauf,
Was Sie spüren,
Sondern auf das Spüren an sich und die Wahrnehmung Ihres gesamten Körpers als eines von sensiblen Fasern durchzogenen,
Fühlbaren Raums.
Wenn Sie auf diese Weise in Ihren Körper hineinschauen,
Basiert alles,
Was Sie an Empfindungen wahrnehmen,
Auf den erwähnten Sensoren,
Die physikalische Reize in elektrische Impulse umwandeln und auf die Nerven,
Die diese Impulse zum Gehirn weiterleiten.
Dort laufen alle elektrischen Impulse in Repräsentationen des Körpers zusammen.
In Ihrem Körper sind nicht nur elektrische Spannungen und Ströme allgegenwärtig,
Durch die synchrone,
Rhythmische Aktivität sehr vieler Nervenzellen im Gehirn entstehen elektromagnetische Felder,
Die mit Elektronen auf dem Kopfhaut und mit sehr empfindlichen Magnetsensoren auch berührungslos gemessen werden können.
Ihr Gehirn erzeugt ein elektromagnetisches Feld,
Das bei einem Ruhezustand mit geschlossenen Augen normalerweise mit einer Frequenz von ungefähr 10 Hertz schwingt.
Spüren Sie irgendetwas davon,
Dass Ihr Gehirn elektromagnetische Wellen erzeugt?
Spüren Sie in Ihren Kopf hinein,
Ob Sie dort irgendetwas Rhythmisches wahrnehmen können?
Oder spüren Sie vielleicht sogar eine Art Energiefeld um Ihren Kopf herum?
Ebenso wie bei den elektrischen Impulsen in den Nerven die Empfindung aus dem Körper an das Gehirn weiterleiten,
Nehmen wir das elektromagnetische Feld im Gehirn,
Das durch diese Impulse beeinflusst wird,
Normalerweise nicht als solches wahr.
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit zum Abschluss der Meditation auf den Raum in und um Ihren Kopf.
Können Sie Energiefelder,
Energiewirbel,
Helligkeit,
Farben,
Lichtmuster oder ein Leuchten wahrnehmen?
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