
Die Kraft des Berges – lange Meditation für innere Ruhe
Diese lange geführte Bergmeditation lädt dich ein, tiefe innere Stabilität und Gelassenheit zu erleben. Durch achtsame Atemwahrnehmung und eine kraftvolle Naturvisualisierung kannst du Gedanken und Gefühle wie vorbeiziehende Wolken wahrnehmen. Die Meditation führt dich durch Bilder von Tageszeiten und Jahreszeiten und unterstützt dich dabei, Stress loszulassen und eine ruhige innere Präsenz zu entwickeln. Ideal für längere Meditationssitzungen, in denen du Erdung, Klarheit und innere Weite erfahren möchtest. Eine entspannte, achtsamkeitsbasierte Praxis für mehr Stabilität, Ruhe und Verbundenheit mit dem gegenwärtigen Moment.
Transkription
Willkommen zu einer langen Bergmeditation.
Eine Reise in Stille,
Kraft und Gegenwärtigkeit.
Setze dich nun bequem hin und nimm dir einen Moment Zeit,
Um einen Platz zu finden,
An dem du dich sicher und getragen fühlst.
Vielleicht sitzt du auf einem Kissen,
Auf einem Stuhl oder auf der Erde.
Fühle,
Wie die Erde dich unterstützt,
Wie sie dich trägt,
Ohne etwas von dir zu verlangen.
Spüre den Kontakt deines Körpers mit dem Boden,
Die Schwere,
Die dein Körper nach unten zieht und das leise Echo der Erde,
Die dich trägt.
Atme ein,
Ganz sanft,
Ohne etwas zu erzwingen.
Atme aus,
Lass los,
Was du nicht brauchst.
Atme ein,
Ganz sanft,
Ohne etwas zu erzwingen.
Atme aus,
Lass los,
Was du nicht brauchst.
Lass den Atem kommen und gehen,
So wie er will.
Er muss nichts Besonderes leisten.
Er darf einfach da sein,
Wie du selbst.
Erlaube dir mit jedem Atemzug mehr anzukommen.
Im Körper,
Im Moment,
In dir selbst.
Der Atem ist wie eine Welle,
Die dich sanft an den Strand des Jetzt trägt.
Jedes Einatmen bringt dich ein wenig tiefer in diesen Augenblick.
Jedes Ausatmen löst die Spannungen des Tages,
Die kleinen Gedankenfäden,
Die dich festhalten wollen.
Einatmen,
Ausatmen.
Einatmen,
Ausatmen.
Jetzt,
Wo du angekommen bist,
Öffne langsam den inneren Blick.
Lass vor deinem geistigen Auge ein Bild entstehen,
Ein Bild eines Berges.
Vielleicht kennst du ihn.
Vielleicht ist es ein Berg,
Den du schon einmal gesehen oder bestiegen hast.
Vielleicht ist es ein Berg aus deiner Vorstellung,
Ein Ort,
Der nur in deinem Innersten existiert,
Aber so klar und lebendig,
Als wärst du dort.
Lass dieses Bild des Berges wachsen,
Form annehmen.
Sieh,
Wie sie sein Fuß ausbreitet,
Tief verwurzelt in der Erde.
Spüre die Schwere der Steine,
Das uralte Gewicht,
Das seit Jahrtausenden ruht.
Und dann der Aufstieg.
Hänge,
Die sich erheben,
Sanft oder schroff,
Bewachsen von Moos,
Gras,
Vielleicht von alten Bäumen.
Und oben,
Hoch über allem,
Glänzt der Gipfel.
Vielleicht bedeckt von Schnee,
Vielleicht karg und still,
Vielleicht leuchtend im Morgenlicht.
Der Berg ist still und doch voller Leben.
Ein Vogel zieht seine Kreise,
Ein Wind streicht über die Hänge.
Wolken gleiten langsam vorbei und die Sonne wandert.
Das Licht malt neue Muster auf Felsen und Gras.
Und du darfst dies alles bewundern.
Bleibe noch einen Moment bei diesem Bild.
Erlaube dir,
Es nicht nur zu sehen,
Sondern mit allen Sinnen zu spüren.
Wie riecht die Luft dort oben?
Kühl und klar?
Vielleicht mit einem Hauch von Fichtenharz oder Stein?
Wie klingt diese Stille?
Vielleicht hörst du das ferne Rauschen eines Gebirgsbaches oder das leise Zirpeln von Grillen in der Sonne.
Spüre den Wind auf deiner Haut,
Ein Hauch,
Der kommt und geht.
Mal kühl,
Mal warm,
Mal stürmisch,
Mal sanft.
Ein Gruß aus der Weite.
Und während du atmest,
Nähere dich dem Berg noch ein wenig mehr.
Nicht als Beobachter,
Sondern als Teil dieser Landschaft.
Spüre,
Wie der Berg in dich hineinwächst,
Wie sich seine Ruhe mit deiner verbindet.
Wie du beginnst,
Ihn nicht nur zu sehen,
Sondern zu sein.
Dein Körper,
Der Berg.
Deine Beine und dein Gesäß,
Seine Basis,
Tief und fest im Boden verankert.
Dein Rücken,
Deine Schultern,
Seine Flanken,
Kraftvoll,
Ruhig,
Tragend.
Dein Kopf,
Der Gipfel,
Klar,
Offen,
Weit.
Und mit jedem Atemzug spüre,
Du bist dieser Berg.
In dir gibt es diese unerschütterliche Festigkeit,
Diese Stille,
Die nicht weicht.
Auch wenn die Welt um dich herum in Bewegung ist.
Bleibe mit diesem Gefühl.
Der Berg in dir,
Atmend,
Lebendig,
Still.
Vielleicht merkst du,
Wie Gedanken auftauchen.
Wie Wolken,
Die über deinen inneren Himmel ziehen.
Sie kommen.
Sie gehen.
Doch du bleibst.
Wie der Berg bleibst du da.
Gleichmäßig,
Gegenwärtig,
Wach.
Spüre die Zeit,
Die vergeht.
Die Sonne,
Die sich über den Himmel bewegt.
Die Schatten,
Die wandern.
Spüre,
Wie Licht und Dunkelheit sich abwechseln.
Wie Tage und Nächte an dir vorbeiziehen.
Der Berg verändert sich mit dem Licht.
Aber sein Wesen bleibt.
So wie du.
Du veränderst dich mit den Stimmungen,
Mit den Tagen.
Aber tief in dir ist etwas unverrückbar still.
Da ist eine Stille,
Die dir gehört.
Spüre nun,
Wie die Sonne sich hebt.
Ein goldenes Licht,
Das die Gipfel küsst.
Ein leiser Schimmer auf den Schneefeldern.
Ein Glanz,
Der über die Felsen streicht.
Wie ein Atemzug aus Licht.
Mit dem Einatmen nimm dieses Licht in dich auf.
Warm.
Klar.
Lebendig.
Mit dem Ausatmen gib es weiter.
In den Raum um dich herum.
Wie der Berg,
Der das Licht empfängt.
Die Sonne steigt höher.
Die Luft wird wärmer.
Das Eis beginnt zu schmelzen.
Und in den Ritzen des Gesteins sammelt sich das Wasser.
Klar,
Kühl,
Jung.
Es rinnt herab,
Findet sein Weg durch Moose und Wurzeln,
Wird zu einem Bach,
Der glucksend den Hang hinunterfließt.
Der Bach eilt,
Als wolle er die ganze Welt umarmen.
Und dennoch folgt er ruhig seiner Bahn.
So wie du deinem Atem folgst.
Mal sanft,
Mal kräftig.
Doch immer verbunden mit der Quelle.
Spüre das Leben,
Das erwacht,
Der Frühling.
An den Hängen öffnen sich Blüten,
Zart und entschlossen zugleich.
Vögel kehren zurück.
Ihre Rufe klingen wie Lachen in der Weite.
Und die Sonne wärmt den Rücken des Berges.
Und du fühlst,
Wie dieses Erwachen auch in dir geschieht.
Ein neues Licht breitet sich aus.
Eine zarte Lebendigkeit in deiner Brust.
Und das Wissen,
Das Leben findet immer wieder einen Weg.
Auch du findest immer wieder einen Weg.
Atme tief ein.
Und atme aus.
Atme ein.
Und atme aus.
Spüre das Pulsieren der Erde.
Dieser stille Rhythmus,
Der dich trägt.
Der Sommer kommt.
Der Himmel ist weit.
Die Luft ist erfüllt von Harz und von Wärme.
Du fühlst,
Wie die Sonne auf deiner Haut ruht.
Nicht brennend,
Sondern wie eine Hand,
Die dich sanft berührt und die dich segnet.
In der Ferne zirpen Grillen.
Ein Falke zieht seine Kreise.
Das Tal liegt still unter einem Schleier aus Licht.
Vielleicht merkst du,
Wie dein Atem tiefer wird.
Wie der Körper sich öffnet.
Weit.
Ruhig.
Wie der Berg in seiner vollen Kraft.
Alles Leben um ihn herum pulsiert.
Doch er bleibt still.
Er atmet mit,
Aber er lässt sich nicht treiben.
Er kennt kein Ziel,
Außer dem Sein.
Manchmal zieht eine Wolke auf und das Licht wird kühler.
Ein Schatten legt sich über die Hänge und dann ein Donnerschlag in der Ferne.
Ein Sturm kündigt sich an.
Höre das Grollen,
Wie es sich durch das Tal wälzt.
Die Winde heben sich,
Reißen an den Zweigen,
Peitschen den Regen quer über Felsen und Gras.
Der Berg beugt sich nicht.
Er hält Stand.
Er lässt die Kräfte toben,
Nimmt sie auf,
Ohne sie zu bekämpfen.
Er weiß,
Nichts bleibt.
Auch der Sturm ist nur ein Atemzug der Welt.
Und in dir erkennst du vielleicht etwas von dieser Stille,
Die selbst inmitten eines Sturmes spürbar ist.
Und du atmest weiter,
Während Gedanken toben,
Gefühle sich winden und entladen.
Doch tief darunter,
Da bist du.
Da bist du fest,
Da bist du ruhig,
Da bist du ganz.
Langsam zieht der Sturm vorbei.
Die Wolken brechen auf.
Ein Sonnenstrahl fällt auf den feuchten Boden und in diesem goldenen Licht beginnt alles zu glitzern.
Tropfen an Gräsern,
Das Funkeln auf nassem Stein,
Wie unzählige kleine Sterne.
Die Luft ist rein,
Durchzogen vom Duft nach Erde und Regen.
Atme diesen Duft tief ein,
Den Geruch von Leben,
Von Neubeginn,
Von Vergänglichkeit und Erneuerung zugleich.
Und so vergeht der Sommer,
Still und kraftvoll,
Wie ein tiefer Atemzug der Erde.
Nun kommt der Herbst.
Die Tage werden kürzer,
Das Licht wird weicher,
Golden und mild.
Ein leises Rascheln zieht durch die Wälder.
Die Bäume beginnen loszulassen,
Blatt für Blatt,
Mit der stillen Weisheit,
Dass Loslassen kein Verlust ist,
Sondern Teil des Kreislaufs.
Vielleicht siehst du die Farben leuchten,
Rot,
Orange,
Gold,
Braun.
Die Welt erstrahlt noch einmal,
Bevor sie in die Stille des Winters gleitet.
Auch der Berg lässt los.
Er trägt,
Was fällt,
Nimmt die Blätter,
Die Äste,
Die Spuren des Jahres in sich auf,
Und er klagt nicht über das,
Was vergeht.
Er weiß,
Alles hat seine Zeit.
Auch in dir darf etwas losgelassen werden,
Altes,
Das nicht mehr trägt,
Gedanken,
Muster,
Erwartungen.
Wie Blätter im Wind dürfen sie alle fallen.
Atme ein,
Und beim Ausatmen lass sie los,
Und beim Ausatmen lass es los.
Und vielleicht spürst du,
Wie dein Inneres weiter,
Klarer,
Stiller wird.
Dann kommt der Winter.
Ein Schleier aus Kälte legt sich über die Welt.
Schnee fällt leise.
Verwandelt das Land in Stille.
Der Berg ruht.
Keine Eile,
Kein Tun,
Einfach nur Sein.
Spüre diese Stille.
Sie ist nicht leer,
Sie ist voll.
Voll von Ruhe,
Voll von Tiefe.
Von einem Frieden,
Der kein Gegenteil kennt.
Vielleicht fühlst du die Kälte auf deiner Haut.
Vielleicht siehst du das klare Licht,
Den Atem,
Der wie Nebel vor dir schwebt.
Alles wird langsamer,
Einfacher,
Ehrlicher.
Nur das,
Was wesentlich ist,
Das bleibt.
Und auch du darfst ruhen,
So wie der Berg ruht.
Nicht weil du musst,
Sondern weil die Zeit dafür da ist.
Weil die Stille ein Teil des Lebens ist.
Unter dem Schnee schläft das Leben.
Nicht tot,
Nur still.
In seinem Inneren sammelt der Berg Kraft.
So wie du in deiner Stille Kraft sammelst.
Für das,
Was da kommen mag.
Die Jahreszeiten ziehen an ihm vorüber.
Licht und Dunkel.
Wärme und Kälte.
Wachsen und Ruhen.
Doch er bleibt still,
Wach.
Ein Teil des ewigen Rhythmus.
Und wenn du jetzt die Zeit betrachtest,
Die vergeht.
Die Tage,
Die Jahre.
Die Generationen von Menschen,
Die kommen und gehen.
Erkennst du,
Wie der Berg bleibt.
Wie er Zeuge ist.
Wie er trägt.
Wie er empfängt und wieder loslässt.
Manchmal kommen Menschen und schlagen Wege in seine Flanken.
Bauen Hütten,
Fällen Bäume.
Und irgendwann ziehen sie weiter.
Und aus der Erde,
Aus der Stille,
Wachsen neue Bäume,
Neue Mose,
Neue Stimmen.
Und das Leben beginnt von Neuem.
Und der Berg,
Der bleibt der Gleiche.
Und auch immer wieder neu.
So wie du.
Der Berg bleibt.
Er weiß nichts von Eile.
Er kennt kein Ziel,
Kein Ende,
Keine Hast.
Er steht einfach da.
In seiner Form.
In seiner Gegenwart.
Und alles Leben spielt sich um ihn herum ab.
So wie Gedanken,
Stimmen,
Erinnerungen in dir auftauchen,
Verwehen und wieder Platz machen für die Stille dazwischen.
Und wenn du jetzt einen Moment still wirst,
Dann spürst du vielleicht,
Auch in dir gibt es diesen Ort,
Diesen inneren Berg,
Der alles sieht,
Alles fühlt und dennoch unbewegt bleibt.
Er nimmt den Regen an.
Die Sonne,
Den Frost,
Die Dunkelheit.
Aber er ist nicht der Regen.
Er ist nicht die Sonne.
Er ist nicht der Frost.
Er ist die Form,
Die all das trägt.
So wie du.
Der Körper,
Der Atem,
Der Geist.
Und darunter etwas Tieferes,
Wesenhaftes,
Unerschütterliches.
Vielleicht siehst du in deiner Vorstellung,
Wie der Abend langsam hereinbricht.
Die Sonne neigt sich,
Der Himmel färbt sich in leisen Tönen von Gold und Blau.
Der letzte Vogel zieht über die Gipfel und das Tal versinkt in der Dämmerung.
Spüre,
Wie die Welt still wird.
Wie selbst der Wind ihn hält,
Als lauschte er einem alten Lied,
Das nur der Berg kennt.
Und du sitzt da,
In dieser Stille,
Verbunden mit allem.
Mit der Erde,
Mit dem Himmel,
Mit dem Atem,
Mit dem,
Was du bist und mit dem,
Was dich umgibt.
Jetzt,
Wo der Tag zu Ende geht,
Kannst du vielleicht das weite Atmen der Welt spüren.
Wie alles lebt,
Sich bewegt und dennoch still ist.
Im Dunkeln leuchten Sterne über dem Gipfel,
Sie funkeln ruhig wie kleine Gedanken des Himmels,
Die nichts wollen,
Nichts beweisen.
Sie sind einfach da.
Wie dein Bewusstsein,
Still und weit.
Und ich lade dich ein,
In diese Weite hineinzuatmen.
Lass dich vom Atem tragen.
Wie von einem Wind,
Der dich sachte über die Flanken des Berges streicht.
Spüre,
Wie sich mit jedem Atemzug etwas in dir weitet,
Der Brust gab.
Der Raum um das Herz,
Der Raum um deine Gedanken.
Und vielleicht,
Ganz leise,
Spürst du dieses Wissen.
Du bist Teil des Atems dieser Welt.
Im Inneren des Berges,
Tief unter Stein und Wurzeln,
Da liegt die Erde selbst.
Dunkel,
Warm,
Voll von alter Kraft.
Sie hält alles.
Den Samen des Frühlings,
Die Wurzeln der Bäume,
Das Echo der Tropfen,
Die durch das Gestein sickern.
Und auch dich hält sie.
Und wenn du in dich hineinspürst,
Dann merkst du vielleicht,
Wie sie dich trägt.
Wie du mit ihr verbunden bist.
Nicht als Gedanke,
Sondern als Tatsache.
Denn die Erde unter dir ist dieselbe,
Die den Berg trägt und die dich trägt.
Und der Berg ist dieselbe Stille,
Die auch du in dir trägst.
Vielleicht erinnerst du dich an all die Male,
In denen das Leben laut war.
Stürme,
Sorgen,
Erwartungen.
Und vielleicht dachtest du,
Du würdest zerbrechen.
Doch du tatest es nicht.
Etwas blieb.
Etwas hielt.
So wie der Berg hält,
Auch wenn Donner heilt und Regen peitscht,
In dir gibt es dieses Halten,
Diese leise,
Unbeirrbare Würde.
Nicht starr,
Nicht unnahbar,
Aber lebendig in ihrer Ruhe.
Es ist eine Kraft,
Die nicht kämpft.
Es ist eine Kraft,
Die trägt.
Bleibe jetzt einen Moment in dieser Stille.
Es ist nichts zu tun.
Es ist nichts zu verändern.
Einfach nur da sein.
So wie der Berg da ist.
So wie die Erde da ist.
So wie der Atem da ist.
Du kannst den Wind spüren,
Der kommt.
Der kommt und geht.
Der über den Gipfel streicht,
Manchmal sanft,
Manchmal wild.
Der Wind bringt Düfte,
Geräusche,
Geschichten mit sich.
Vom Tal,
An fernen Ländern,
Von anderen Zeiten.
Und doch verweilt er nie.
Er ist wie die Gedanken in dir.
Sie ziehen heran.
Sie flüstern.
Sie ziehen weiter.
Doch du bleibst.
Still,
Zentriert.
Der Berg inmitten der Lüfte des Geistes.
Vielleicht spürst du jetzt,
Wie in dieser Ruhe eine Wärme entsteht.
Nicht von außen,
Sondern von innen.
Eine Wärme,
Die nichts mit Temperatur zu tun hat,
Sondern mit Präsenz,
Mit Bewusstsein,
Mit Sein.
In dieser Wärme öffnet sich dein Herz.
Nicht um etwas festzuhalten,
Sondern um Raum zu geben.
Raum für alles,
Was da ist.
Raum für das Leben selbst.
Du bist der Berg.
Und du bist auch der Himmel,
Der ihn umhüllt.
Du bist die Wolke,
Die kommt,
Und der Wind,
Der sie weiterträgt.
Du bist die Sonne,
Die ihn wärmt,
Und der Schnee,
Der ihn bedeckt.
Du bist Bewegung und Ruhe zugleich.
So wie der Berg atmet,
Unsichtbar,
Stetig,
Über die Jahrhunderte hinweg,
So atmest auch du.
Nur über die kleinen Wellen deines Lebens hinweg.
Die Menschen kommen und gehen.
Wanderer stehen fleicht am Fuß des Berges,
Blicken hinauf,
Bewundern und ziehen dann weiter.
Andere kehren zurück,
Suchen Stille,
Finden Trost in seiner Gegenwart.
Der Berg urteilt nicht.
Er bleibt.
Offen für alle,
Verbunden mit allem.
Und vielleicht erkennst du,
Dass auch du so sein kannst.
Still in deinem Wesen,
Offen in deinem Herzen.
Es gibt Tage,
An denen dein innerer Himmel klar ist,
Leicht und leuchtend.
Und es gibt Tage,
An denen Nebel aufzieht und du dich selbst kaum siehst.
Doch der Berg unter dem Nebel ist immer derselbe.
Unberührt,
Gleichmütig,
Getragen von etwas Tieferem.
Lass dieses Wissen in dir ruhen.
Du bist mehr als das Wetter deines Geistes.
Du bist mehr als das Wetter deines Geistes.
Mehr als die Stürme,
Mehr als die Sonne,
Mehr als die Schatten.
Du bist der Berg selbst,
Unverrückbar,
Atmend,
Bewusst.
Die Nacht ist hereingebrochen.
Schwarzblaue Himmel wölbt sich über den Gipfeln.
Sterne funkeln,
Leise und beständig,
Wie kleine Feuer,
Die nicht verlöschen.
Das Licht des Mondes fällt auf den Schnee,
Auf Felsen,
Auf die stillen Wälder,
Und alles atmet in langsamem Rhythmus.
Selbst der Wind scheint zu schlafen.
Und du sitzt da,
Spürst die Schwere des Körpers und die Leichtigkeit des Atems und das sanfte Pulsieren des Lebens in dir.
Nichts zu erreichen,
Nichts zu verändern,
Einfach nur sein wie der Berg in der Nacht.
Manchmal zieht ein lautloser Schatten über den Hang,
Eine Eule vielleicht,
Die auf der Suche nach Beute durch die Dunkelheit gleitet.
Ein Fuchs schleicht durch das Unterholz,
Die Poten lautlos im Schnee.
Ein ferner Laut,
Ein leises Knistern,
Ein Tropfen,
Der gefriert und wieder Stille.
Die Welt ist nicht tot,
Sie ruht nur.
So wie du ruhst ohne zu schlafen,
Wach im Innern,
Still im Äußeren.
Unter dir,
Tief im Innern des Berges,
Fließt unsichtbar das Wasser,
Sickert durch die Schichten von Stein,
Trägt Mineralien,
Geschichten und Zeit.
Der Berg atmet durch dieses Wasser langsam und geduldig über Jahrtausende hinweg.
Nichts eilt.
Alles geschieht,
Wenn es geschehen soll.
Und du spürst auch diesen Atem in dir.
Langsam,
Tief,
Wie eine Welle,
Die nie endet.
Und wenn du magst,
Dann stell dir jetzt vor,
Wie der Morgen beginnt.
Ein feiner,
Grauer Schimmer über den Gipfeln.
Die Nacht zieht sich zurück,
Lautlos,
Wie ein Tier,
Das in seine Höhle kriecht.
Und dann,
Ganz langsam,
Ein zarter Hauch von Gold am Horizont.
Ein Licht,
Das nicht blendet,
Sondern berührt.
Die Sonne kehrt zurück und ein neuer Tag beginnt.
Der Schnee glitzert,
Tau schimmert auf den Gräsern,
Vögel beginnen zu singen,
Erst zaghaft,
Dann klar,
Wie ein Lobgesang an das Leben selbst.
Die Wärme kehrt zurück,
Nicht plötzlich,
Sondern sanft,
Wie ein Versprechen.
Und du spürst,
Wie dein Körper sich öffnet,
Wie das Licht dich berührt,
Von innen nach außen.
Und vielleicht fühlst du ein leichtes Lächeln,
Nicht auf den Lippen,
Sondern tief im Herzen.
Ein Lächeln ohne Grund.
Ein stilles Erkennen,
Dass alles gut ist,
Wie es ist.
Du bist der Berg und du bist auch das Licht,
Das ihn weckt.
Du bist die Sonne,
Die in deinem eigenen Inneren aufgeht,
Und du bist die Wärme,
Die alles berührt.
Bleibe bei diesem Gefühl,
Dieser Verbindung von Festigkeit und Lebendigkeit,
Von Ruhe und Bewegung,
Von Erde und Licht.
Spüre,
Wie sich beides in dir vereint,
Die Kraft,
Die dich trägt,
Und die Offenheit,
Die in dir strömt.
Du bist kein starrer Fels,
Du bist ein lebendiger Berg,
Wachsend,
Atmend,
Fühlend.
Vielleicht siehst du jetzt Wanderer auf deinen Hängen,
Kleine Gestalten,
Die den Weg suchen,
Innerhalten,
Die Aussicht genießen.
Sie spüren deine Präsenz,
Deine Ruhe,
Und du lässt sie kommen und gehen,
So wie du Wind und Regen kommen und gehen lässt.
Du bist der Zeuge,
Du bist der Raum.
Du bist das Dasein selbst.
Und wenn du jetzt nach innen lauschst,
Hörst du vielleicht,
Wie in der Tiefe deines Seins eine Stille sinkt.
Nicht mit Tönen,
Sondern mit Frieden.
Ein Frieden,
Der nicht das Gegenteil von Unruhe ist,
Sondern das,
Was alles umfasst.
Nichts ist ausgeschlossen,
Nicht der Schmerz,
Nicht die Freude,
Nicht die Zweifel.
Alles darf da sein,
Wie Wolken am Himmel,
Wie Regen auf Stein.
Und doch,
Nichts von alledem kann dich berühren in deinem tiefsten inneren Wesen.
Denn du bist der Berg,
Und der Berg weiß nichts von Angst.
Er kennt nur das Dasein.
Unerschütterlich,
Sanft,
Ewig.
Bleibe noch einen Moment mit diesem Gefühl.
Spüre deinen Atem.
Spüre dein Herz.
Spüre den Raum,
Der dich umgibt.
Alles ist still.
Und doch pulsiert alles.
Der Berg atmet in dir,
Und du atmest in ihm.
Langsam,
Ohne Eile,
Kannst du beginnen,
Dich wieder an den Raum um dich herum zu erinnern.
An den Raum,
In dem dein Körper jetzt sitzt.
An den Kontakt mit der Erde unter dir.
An die Schwere,
Die dich trägt.
Und fühle,
Wie dein Körper wieder klarer wird.
Wie du spürst,
Wo du sitzt.
Wie du sitzt.
Wie du atmest.
Wie du wieder hier bist.
Aber etwas ist nun anders.
Etwas ist stiller,
Weiter,
Fester in dir geworden.
Vielleicht spürst du noch diesen Berg in deinem Rücken,
In deinem Atem,
In deinem Herzen.
Diese ruhige Kraft,
Die einfach da ist,
Nicht nur während dieser Meditation,
Sondern immer.
Du kannst sie jederzeit wiederfinden.
In einem Atemzug,
In einem stillen Moment,
In der Erinnerung an das,
Was dich trägt.
Der Berg ist immer da.
In dir.
Mit dir.
Bleibe noch einen Moment in dieser Gewissheit.
Und wenn du bereit bist,
Dann atme etwas tiefer.
Wehe gesanft deine Finger,
Deine Zehen.
Lass deinen Atem weiter werden,
Wie die ersten Sonnenstrahlen am Morgen.
Und dann öffne langsam die Augen.
Schau dich um.
Alles ist noch da.
Die Welt ist,
Wie sie war.
Und doch nicht ganz dieselbe.
Denn du bist jetzt hier.
Verbunden.
Ruhig.
Und du bist gegenwärtig.
Der Berg in dir bleibt.
Unerschütterlich.
Lebendig.
Und still.
Ich danke dir,
Dass du heute mit mir meditiert hast.
Möge diese Ruhe dich begleiten,
Wo immer du bist.
Schön,
Dass es dich gibt.
Mein Name ist Alexander Trost.
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