
Erdende Meditation
Diese Meditation erdet dich im Hier und Jetzt, bringt dich zurück auf sicheren Boden und in deine Stabilität. Du kannst sie gut üben, wenn dir Vertrauen fehlt, du dich ängstlich fühlst oder nicht so richtig weißt, wo du gerade stehst. Sie hilft dir, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen und zur Ruhe zu kommen.
Transkription
Hallo,
Schön,
Dass du dich für diese erdende Meditation entschieden hast.
Der Gedanke dahinter ist heute ein bisschen einen Raum zu schaffen,
Um dich wieder in dir selber zu verankern und wieder mehr Sicherheit,
Geborgenheit,
Gelassenheit und auch Ruhe in deinem eigenen Inneren zu finden.
Gerade mit allem,
Was da draußen in der Welt so passiert,
Kann das im Moment manchmal ganz schön schwierig werden,
Aus dem Kopf rauszukommen,
Aus den kreisenden Gedanken,
Die die ganze Zeit in Richtung abdriften,
Die uns vielleicht auch gar nicht so gut gefallen.
Und dafür ist diese Meditation gedacht,
Dass du wieder zurückfindest und dich in dir selber erdest und gleichzeitig die Verbindung zur Erde wieder herstellst,
Sodass du dich wieder auf dich selbst und auf die Welt verlassen kannst.
Du kannst diese Meditation im Sitzen oder im Liegen machen,
Ganz wie es dir besser passt.
Du kannst dich gerne auch auf einen Stuhl setzen dafür oder auf dein Sofa.
Du kannst dich auf dem Boden niederlassen.
Wenn du dir ein kleines Polster,
Zum Beispiel eine aufgefaltete Decke unter die Sitzbeine überlegst,
Dann kannst du etwas leichter aufrecht sitzen.
Das als kleiner Tipp sozusagen.
Du kannst dich aber natürlich auch mit einem Meditationskissen oder auf einem Yoga-Block einrichten.
Nimm dir dafür jetzt gerne erstmal einen Moment Zeit,
Dir deinen Raum soweit vorzubereiten.
Vielleicht magst du das Licht nochmal anpassen,
Die Tür schließen,
Alles was du brauchst,
Sodass du dich ganz in die Ruhe hinein sinken lassen kannst und es möglichst wenig Störfaktoren gibt.
Wenn die Nachbarn gerade relativ laut sind,
Kann das auch bedeuten,
Dass du dir Kopfhörer holst und die Meditation über Kopfhörer anhörst.
Bereite dir gerne deinen ganzen Raum für die Meditation vor und dann finde dich ein in deinem Sitz.
Du kannst gerne,
Wenn du angekommen bist,
Noch ein paar mal dein Becken vor und zurück kippen und dann irgendwo in der Mitte den Punkt finden,
An dem deine Sitzbeinhöcker kraftvoll nach unten in den Boden schieben und es sich fast so anfühlt,
Als würde die Erde zurück nach oben schieben,
Sodass deine Wirbelsäule ganz von selbst lang und leicht wird.
Und wenn du dich dafür bereitfällst,
Dann schließ gerne deine Augen und nimm dir hier zunächst ein paar Atemzüge Zeit,
Um ganz bei dir im Moment und an diesem Ort zu landen.
Du kannst dafür gerne durch die Nase tief einatmen und durch den geöffneten Mund aus und mit dem Ausatmen lass alle Anspannungen los.
Dann beginne dich in deinen Sitz hinein,
Soweit wie möglich zu entspannen.
Deine Beine und dein Gesäß mit deinem Becken werden zu deiner stabilen Basis.
Der Oberkörper wird leicht,
Locker und entspannt.
Achte nochmal bewusst auf deine Gesichtszüge,
Entspannen die Wangen,
Kiefer und Stirn.
Dann beobachte,
Um wirklich anzukommen,
Noch für ein paar Runden deinen Atem,
Dein Einatmen,
Dein Ausatmen und beginne dann,
Dein Einatmen tiefer in deinen Körper hinein zu schicken.
Stell dir vor,
Wie du bis nach unten in dein Becken hinein atmest und von hier wieder aus.
Wenn du dich sehr aufgewühlt fühlst,
Kann es helfen,
Einfach noch eine Weile beim Ausatmen durch den Mund zu bleiben,
Um so noch weiter Anspannungen abzubauen.
Schick mit dem Einatmen deinen Atem bis in dein Becken nach unten.
Mit dem Ausatmen löse alle Anspannungen.
Spüre ganz bewusst den Boden unter deinem Sitzbein höckern und alle weiteren Kontaktpunkte,
Die du gerade zur Erde hast.
Dann beginne dir vorzustellen,
Wie jetzt aus deinem Körper heraus kleine zarte Wurzeln beginnen,
In die Erde zu wachsen.
Mit jedem Ausatmen schickst du sie ein Stückchen tiefer nach unten.
Mit jedem Einatmen werden sie etwas stärker,
Verzweigter,
Haltender.
Ausatmen,
Lass sie weiter in den Boden sinken,
Längere Wurzeln.
Mit dem Einatmen mach sie stärker.
Wenn du das Gefühl hast,
Deine Wurzeln sind stabil genug,
Kannst du beginnen mit dem Einatmen durch deine Wurzeln,
Alles was du gerade brauchst aus der Erde nach oben in deinen Körper hinein zu ziehen.
Du kannst dir zum Beispiel vorstellen,
Wie du über deine Wurzeln Gelassenheit,
Du kannst dir zum Beispiel vorstellen,
Wie du über deine Wurzeln Gelassenheit einatmest,
Sicherheit,
Geborgenheit,
Ruhe,
Frieden,
Das Gefühl von zu Hause.
Was auch immer du gerade brauchst,
Atme über deine Wurzeln alles ein,
Was dir gerade gut tut.
Mit dem Ausatmen gib alles an die Erde ab,
Was dir gerade nicht mehr gut tut,
Was du loslassen möchtest.
Alle Ängste,
Alle Sorgen,
Alles was dich belastet und schwer macht,
Atme aus.
Gib es zurück an die Erde,
In der Gewissheit,
Dass sie daraus neuen,
Fruchtbaren Boden herstellt,
Der wieder zu Ressourcen wird.
Mit jedem Einatmen nimm aus der Erde alles auf,
Was du brauchst.
Mit jedem Ausatmen gib alles ab,
Was du nicht mehr brauchst.
Spür,
Wie sich all das,
Was du aufnimmst aus der Erde in deinem Körper immer mehr ausbreitet und so immer mehr innere Ruhe,
Gelassenheit,
Sicherheit,
Geborgenheit,
Frieden in deinem Inneren entstehen.
Lass diese Nährstoffe sich durch deinen gesamten Körper verteilen.
Bring sie in jede einzelne Zelle.
Tank dich auf mit allem,
Was du brauchst.
Und dann langsam beginne diese Wurzelverbindung zur Erde Stück für Stück wieder zurückzuziehen.
In der Gewissheit,
Dass du sie jederzeit,
Immer wenn du es brauchst,
Wieder aufbauen kannst.
Dass sie tatsächlich jederzeit besteht.
Zieh deine Wurzeln zurück zu dir.
Spür,
Wie du leichter wirst.
Wenn du magst,
Kannst du für einen Moment nachspüren,
Was sich jetzt im Vergleich zum Beginn der Meditation vielleicht anders anfühlt.
Und dann langsam spür dich in deinen Körper zurück,
Wie der ganz bewusst den Boden unter dir war.
Die Geräusche deiner Umgebung.
Vielleicht vertieft dein Atem sich etwas ganz natürlich,
Ganz frei.
Beginne kleine Bewegungen zurück in deinen Körper zu holen.
Jetzt würdest du morgens aufwachen,
Dich wach regeln.
Vielleicht spürst du dabei nochmal insbesondere in dein Becken hinein.
Und wenn du soweit bist,
Dann kannst du langsam auch deine Augen wieder aufblinzeln.
Ich hoffe,
Diese kurze Meditation hat dir gut getan.
Dich geerdet,
Ein bisschen runter geholt und in deinen Körper gebracht.
Wenn du jemanden kennst,
Dem das auch gerade sehr gut tun würde,
Dann freue ich mich,
Wenn du ihm oder ihr einfach von dieser Meditation erzählst,
Ihm ihr den Tipp gibst und es so weiterkommen darf.
An alle Menschen,
Die davon profitieren können,
Denen das gut tut.
Ich freue mich dich bald wieder zu sehen,
Hören beim Yoga und wünsche dir bis dann alles Gute.
Deine Annika.
Namaste.
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