
Denkpause: Ernsthafter Widerspruch
by Kai Meinig
Entdecke den Widerspruch zwischen Entschlossenheit für die Praxis und der Leichtigkeit in der Meditation. In dieser Übung kannst du erfahren, wie du diszipliniert übst und gleichzeitig loslässt. Erfahre, wie du aus dem Hamsterrad des ständigen Tuns aussteigst und einfach SEIN darfst. Finde eine spielerische Balance zwischen ernsthafter Verpflichtung und Leichtigkeit, die dein ganzes Leben bereichern kann.
Transkription
Hi,
Ich bin Kai.
Schön,
Dass Du eine Denkpause einlegst,
Um gemeinsam mit mir zu reflektieren und zu meditieren.
Wir sind es gewohnt,
In unserem Leben das Beste zu geben.
Im Job strengen wir uns an,
Der Haushalt ist optimiert und in der Freizeit erringen wir Höchstleistung beim Sport.
Dabei bemerken wir oft gar nicht,
Dass wir von einer Selbstoptimierungsmaßnahme zur nächsten hetzen und uns selbst im Bereich der Entspannung anstrengen und bemühen.
Wir glauben,
Dass wir auch im Yoga-Kurs,
Bei der Benutzung einer Achtsamkeits-App oder in der Meditation hart arbeiten müssen,
Um das beste Ergebnis zu erzielen.
Dabei übersehen wir jedoch den faszinierenden Widerspruch,
Den gerade Meditation in sich birgt.
Einerseits erfordert die tägliche Praxis Entschlossenheit und Disziplin,
Ohne dieses ernsthafte Engagement bleibt unser Geist unverändert.
Ähnlich wie beim regelmäßigen Fitnesstraining müssen wir uns jeden Tag aufs Neue entscheiden,
Uns niederzulassen.
Doch sobald wir unseren Platz eingenommen haben,
Lädt uns die Meditation dazu ein,
Anstrengung loszulassen.
Anstatt uns in der Praxis zu bemühen,
Dürfen wir uns selbst mit spielerischer Leichtigkeit begegnen,
Wir können den Druck ablegen,
Etwas Bestimmtes erreichen zu müssen.
Stattdessen nutzen wir die Zeit der Innenschau als Gelegenheit,
Um aus dem Hamsterrad des beständigen Tuns auszusteigen.
Wir dürfen einfach sein.
Paradoxerweise führt gerade diese Haltung der Leichtigkeit oft zu tiefgreifenden Veränderungen.
Indem wir von uns selbst zurücktreten und unser scheinbar festes Selbst weniger ernst nehmen,
Finden wir mehr Raum,
Freude und Gelassenheit im Leben.
So bleibt die tägliche Praxis zwar eine ernsthafte Verpflichtung,
In der es im Grunde aber darum geht,
Uns selbst weniger ernst zu nehmen.
Hast du diese Balance zwischen Disziplin und Leichtigkeit erst einmal verstanden und verinnerlicht,
Kann sie sich positiv auf alle Lebensbereiche auswirken.
Vielleicht erkennst du dann,
Dass auch Yoga-Retreats und Wellnessanwendungen weniger Mühe bedürfen,
Um zur Entspannung beizutragen.
Lass uns nun gemeinsam üben.
Dafür darfst du es dir bequem machen,
Von einem Stuhl,
Hocker oder Sitzkissen,
Und falls du liegen musst,
Ist auch das okay.
Wenn du soweit bist,
Starte mit einem tiefen Atemzug.
Ein durch die Nase,
Aus durch den Mund und mit der Ausatmung schließe die Augen,
Wenn für dich angenehm.
Spüre den Kontakt zur Unterlage,
Dein Gewicht,
Empfindungen im Körper.
Bemerke Geräusche im Raum,
Vielleicht ein bestimmtes Gefühl oder eine diffuse Stimmung,
Gedanken,
Die auftauchen.
Was auch immer sich zeigt,
Du brauchst nichts verändern,
Musst nichts loswerden.
Alles ist eingeladen,
Sich für die Dauer der Übung mit dir niederzulassen.
Mit dieser Ausatmung darfst du überflüssige Anspannung gehen lassen.
Im Bereich der Augen,
Stirn,
Schultern.
Bring die Aufmerksamkeit nun zum Atem.
In welchem Bereich spürst du den Atem heute am deutlichsten?
Vielleicht in der Brust,
Im Bauch oder um das Zwerchfell herum?
Lege gerne auch eine Hand auf diesen Bereich,
Um die Atmung deutlicher zu spüren.
Und ohne,
Dass du die Atmung steuern brauchst,
Ohne dass du deinen natürlichen Atemrhythmus verändern musst,
Darfst du wahrnehmen,
Dass dein Körper atmet.
Entscheide dich nun für einen Bereich,
An dem du die Atmung am deutlichsten spürst,
Und verankere die Aufmerksamkeit sanft an diesem Punkt,
Deinem Ankerpunkt.
Nimm neugierig wahr,
Ist die Atmung lang oder kurz?
Tief oder flach?
Und während du versuchst,
Die Aufmerksamkeit auf deinem Ankerpunkt ruhen zu lassen,
Wirst du bemerken,
Dass dein Geist immer wieder abschweift.
Das ist kein Problem.
Sobald du bemerkst,
Dass deine Aufmerksamkeit nicht mehr beim Atem ruht,
Nimm die Ablenkung wahr und komme freundlich und sanft zurück zum Atem.
Es gibt nichts zu steuern,
Nichts zu verändern.
Du musst nichts tun.
Darfst genießen,
Dass der Körper ganz von allein atmet.
Einatmen,
Du spürst,
Du atmest ein.
Ausatmen,
Du spürst,
Du atmest aus.
Nimm wahr,
Ob du dich in dieser Meditation bemühst.
Wie viel Anstrengung braucht es,
Um den Atem zu beobachten?
Braucht es überhaupt Strenge,
Oder darfst du freundlich und leicht praktizieren?
Erinnere dich,
Es gibt nichts zu tun.
Du darfst in der Meditation sein.
Immer wieder schweift der Geist ab.
Sobald du die Ablenkung bemerkst,
Bring die Aufmerksamkeit freundlich zurück zum Ankerpunkt.
Und nun löse den Fokus der Aufmerksamkeit für einen Moment von der Atmung.
Lass dem Geist freien Lauf.
Lass ihn machen,
Was er will,
Falls er denken mag.
Lass ihn denken.
Und nun bring die Aufmerksamkeit noch einmal zurück zum Körper.
Nimm deine Position wahr.
Spüre den Kontakt zur Unterlage.
Gewicht.
Nimm Geräusche wahr.
Und wenn du so weit bist,
Nimm einen tieferen Atemzug.
Öffne sanft die Augen,
Falls sie geschlossen waren,
Und nimm dir einen Moment Zeit,
Um nachzuspüren.
Danke,
Dass du heute mit mir geübt hast.
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Folge achtsam.
Kai auf Insighttimer und Instagram.
Ich freue mich darauf,
Dich zu begleiten.
Bis dahin,
Pass gut auf dich auf.
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