
Angst erlauben
Hast du auch manchmal Angst vor der Angst? Normalerweise sehen wir Angst als etwas Negatives. In dieser Übung lernst du, deine bisherige Umgangsweise mit Angst als körperlichen Zustand zu erleben. Dadurch wirst du wieder handlungsfähig und kannst einen neuen, für dich heilsamen Umgang mit der Angst ermöglichen. (15:56 Min.)
Transkription
Vorragend!
Also das ist jetzt so wirklich so eine Grundübung,
Die ihr immer machen könnt,
Wenn ihr es mit der Angst zu tun bekommt.
Egal jetzt ob große Angst oder kleine Angst,
Für heute würde ich wirklich vorschlagen,
Dass ihr jetzt nicht eure größte Angst nehmt,
Sondern eben so eine mittelgroße.
Das ist auch nicht so ein ganz kleines Ding,
Wo dann praktisch keine Energie drin ist,
Sondern einfach was,
Was jetzt für den Rahmen von dem Workshop irgendwie gut passt.
So der erste Schritt ist,
Dass ihr bitte mal die Augen schließt und die Körperposition wahrnehmt.
Wenn ihr sitzt,
Wie fühlt sich das Sitzen an?
Wenn ihr liegt,
Wie fühlt sich das Liegen an?
Und jetzt atmen wir bewusster in unsere Zwerchfellgegend.
Das haben wir vorhin schon so schön aufgeweckt mit Bewegen und allem möglichen.
Jetzt atmen wir ein bisschen bewusster,
Mit ganz ganz viel liebevoller Aufmerksamkeit in unsere Zwerchfellgegend.
Also sprich so die Grenzregion Brust,
Bauch.
Macht dann mal so einen tiefen Atemzug,
Wie ihr irgendwie könnt.
Ihr nehmt so richtig viel Luft rein und dann lasst ihr auch all diese Luft wieder gehen.
Noch mal einen tiefen Atemzug und all die Luft wieder gehen lassen.
Und dann atmen wir in den Bauch,
Wirklich so in den ganzen Bauch,
Dass sich der Bauchnabel bewegt und bis runter in den Unterbauch.
Macht dann mal tiefe,
Tiefe Atemzüge und spürt rein in eurem Bauch,
Wie fühlt sich die Bewegung von der Atmung an.
Ist die leicht oder spürt ihr vielleicht irgendwo einen Widerstand?
Und wichtig für die ganze Übung ist,
Dass was ihr wahrnehmt im Körper oder auch dann an den Gefühlen und so,
Das nehmt ihr liebevoll wahr,
Ohne Bewertung,
Ohne Druck,
Das müsste schon besser oder anders sein,
Sondern wirklich mit so einer respektvollen Haltung euch selbst gegenüber,
Neugierig.
Noch einen Bauchatemzug,
Tiefer,
Genussvoller,
Wenn es genussvoll ist,
Wenn es nicht genussvoll ist,
Auch okay,
Aber ein Bauchatemzug.
Und dann atmen wir rauf in die Brust,
In die obere Brust.
Wenn es euch hilft,
Könnt ihr natürlich auch eine Hand hinlegen,
Um das zu spüren,
Aber es braucht es auch nicht.
Wir atmen in die obere Brust.
Herzgegend,
Lungengegend,
Fühlen nochmal rein,
Wie fühle ich mich da gerade,
Wie geht es meinem Körper,
Wie ist auch so die Atmosphäre,
Die ich da wahrnehmen kann rund um mein Herz.
Und dann atme ich,
So wie ich gerade von alleine möchte,
Ohne eine bestimmte Instruktion oder Technik,
Sondern einfach mal atmen,
So wie es gerade angenehm ist für meinen Körper.
Und jetzt hole ich mir eine Situation her,
Die mir Angst macht.
Ein Thema,
Eine Situation.
Und ich lasse mich freiwillig ein auf diese Angst.
Ich erlaube jetzt mal meinem ganzen Körper,
Dass er sich erinnern darf und spüren darf,
Wie es mir geht mit dieser Angst.
Vielleicht kann ich mich erinnern,
Wann ich die das letzte Mal so richtig gespürt habe,
Diese Angst.
Oder welche Personen oder Orte diese Angst auch sehr auslösen bei mir.
Es kann natürlich gut sein,
Dass ich jetzt auch Bilder im Kopf habe.
Herzlich willkommen,
Die Bilder.
Wichtig ist,
Dass mein Fokus ist jetzt auf dem Körperlichen.
Jetzt fange ich an ganz achtsam und super neugierig zu spüren,
Was ist in meinem Körper geschehen,
Seit ich an diese Angst mich erinnere.
Spüre ich irgendwo eine neue Empfindung,
Die jetzt vorhin nicht da war.
Jetzt spüre ich mal so richtig rein,
Wo habe ich mich angespannt im Körper.
Wo wird es irgendwie enger,
Angespannter.
Das nehme ich wirklich ganz respektvoll wahr,
Ohne meinem Körper irgendwie zu sagen,
Stelle ich nicht so an oder so,
Sondern ich nehme das wirklich super neugierig wahr,
Wie genau fühlt sich das an.
Wo genau ist diese Spannung.
Jetzt spüren wir mal in die Augen rein,
Falls ihr da noch nicht war.
Gibt es eine Spannung in meinen Augen oder rund um meine Augen.
Jetzt spüren wir in unser Kiefer rein,
Kiefergelenke,
Muskulatur der Kiefergelenke.
Was spüre ich da?
Dann spüre ich in meine Zwerchfellgegend,
Brust,
Bauch,
Grenzregion.
Spüre ich da irgendwas?
Meine Schultern.
Was mache ich mit meinen Schultern?
Dann spüre ich nochmal,
Gibt es einen Bereich,
Den ich jetzt nicht aufgezählt habe,
Wo ich sehr deutlich Spannung spüre.
Und was mache ich mit meiner Atmung?
Wie tief atme ich noch?
In welchem Rhythmus?
Und wohin?
Wo bewegt sich noch was,
Wenn ich atme?
Und wie ist jetzt meine Stimmung?
Wie ist meine emotionale Atmosphäre gerade?
In mir drin,
Rund um mich.
Was ist das für ein emotionaler Zustand?
Wie fühlt sich der an?
Und wenn ihr wollt,
Könnt ihr sogar kurz den Körper fragen,
Körper,
Wann habe ich denn das gelernt?
Wann in meinem Leben habe ich diesen Zustand gelernt?
Jetzt spüren wir nochmal den Körper,
So als ganz Körpererfahrung.
Was ist das für ein Körpergefühl?
Was ist das für ein Körperzustand?
Und jetzt steigern wir uns ganz achtsam,
Super achtsam rein in alles,
Was unangenehm ist und machen es noch unangenehmer.
Aber jetzt nicht extrem stark,
Sondern gerade so,
Dass wir spüren,
Aha,
Wir können das schlimmer machen.
Wenn wir es schlimmer machen können,
Dann können wir es nämlich nachher auch loslassen,
Aber noch nicht.
Wir steigern uns rein mit seinem Körper,
Alles was unangenehm ist,
Unfrei.
Wenn es nicht gut tut,
Mach es mehr.
Lern,
Was wir da tun,
Indem du es mehr machst,
Als ob du es unterstreichst.
Okay,
Noch ein bisschen und dann lassen wir auf einmal alles los,
Was unangenehm ist,
Voll und tief atmen,
Voll und tief atmen.
Das Atmen ist das Wichtigste,
Das Atmen ist das Wichtigste,
Das Atmen ist das Wichtigste.
Voll und tief atmen und alles loslassen,
Was unangenehm ist.
Ihr könnt euch bewegen,
Aber ihr müsst nicht.
Es geht mehr darum,
Dass ihr dem Körper von innen wieder erlaubt,
Alles zu öffnen,
Was sich gerade verschlossen hatte.
Atmen.
Macht wirklich tiefere Atemzüge,
Als ihr es vielleicht gewohnt seid oder als sie von spontan jetzt kommen würden.
Ihr könnt euch vorstellen,
Es ist richtig wie so ein Staudamm,
In dem wir jetzt drinnen waren,
Den machen wir jetzt auf.
Atmet voll und tief und erlaubt eurem ganzen Körper,
Dass er die Energie fließen lässt,
Die da ist.
Wenn es Angst ist,
Dann ist die Angst jetzt total okay.
Und vielleicht ist es gar nicht Angst,
Vielleicht kommen irgendwelche Schwestern und Brüder von der Angst daher.
Scham,
Wut,
Lust,
Schabernack,
Reue,
Betroffensein.
Egal,
Welches Gefühl,
Es darf jetzt da sein.
Wir atmen voll und tief und das Wichtige ist,
Dass ihr noch immer im Spüren bleibt.
Ihr geht jetzt nicht in die Managementabteilung im Kopf und beurteilt das Ganze oder versteht es jetzt unbedingt.
Verstehen können wir es dann nachher noch immer oder auch nicht.
Manchmal sind die Dinge nicht zu verstehen,
Sondern es geht darum,
Dass der Körper sich wieder öffnen darf,
Auch mit dieser Erfahrung von der Angst.
Nochmal tiefe Atemzüge und spürt,
Was euer Körper jetzt braucht.
Will er sich irgendwo bewegen?
Wünscht sich der Körper vielleicht irgendwann eine Hand von euch selber?
Eine Hand und diesen Kontakt zwischen eurer Hand und eurem Körper?
Gibt es vielleicht irgendeinen Ton,
Der raus will?
Ein Seufzer,
Ein Knurren,
Ein Lachen,
Ein Weinen,
Was auch immer.
Und nochmal atmen und den ganzen Körper spüren.
Körper,
Du weißt ganz genau,
Wie das geht.
Angst erlauben.
Ihr könnt das alle schon.
Das,
Was wir hier machen.
Ihr könnt das alle schon.
Als Babys haben wir das alle können.
Atmet voll und tief.
Und auch wenn wir Angst haben,
Wir müssen nicht erstarren.
Wir müssen uns nicht trennen von der Welt.
Wir müssen uns nicht voreinander verstecken.
Wir dürfen wirklich wir selbst bleiben.
Wir müssen uns nicht verbiegen und verstecken und voreinander irgendwelche Masken tragen,
Sondern wir können sein,
Wer wir sind gerade.
Voll und tief atmen.
Dann spürt ihr mal,
Ob euer Bauch noch was braucht.
Hat sich der entspannt oder ist der vielleicht noch irgendwie ganz verknotet?
Euer Kiefer,
Gelenksregion,
Links,
Rechts.
Hat sich die entspannt oder ist die vielleicht noch irgendwie erstarrt?
Und wichtig ist,
Es geht jetzt nicht darum,
Dass einfach alles besser ist oder wieder gut und jetzt seid ihr wieder okay,
Sondern wir machen auf.
Wir machen die Schleusen auf und dann kommt,
Was kommt.
Vielleicht kommen Gefühle,
Die ihr euch nicht erlaubt habt in den letzten Tagen oder Jahren.
Vielleicht spürt ihr was,
Was euch peinlich ist.
Vielleicht spürt ihr was,
Was euch überrascht.
Vielleicht spürt ihr nichts.
Nochmal atmen.
Richtig tief atmen und spüren,
Spüren,
Spüren.
Die größte Gefahr ist immer,
Dass der Kopf dann so eifersüchtig wird und unsere ganze Aufmerksamkeit wieder haben will und dann landet man im Analysieren und dann ist das Spüren weg.
Atmen und den ganzen Körper spüren,
Was er braucht.
Er braucht irgendeine Bewegung.
Wie geht es den Knien zum Beispiel?
Sind die Knie okay?
Wie geht es meinen Schultern?
Sind die Schultern noch in dem Ding drinnen von vorhin oder sind die wieder lockerer oder was auch immer sie jetzt sind?
Wie geht es meinem Zwerchfell?
Wie geht es meiner Atmung ins Zwerchfell?
So und dann könnt ihr langsam wieder die Augen aufmachen und euch aufsetzen.
Ich stoppe jetzt mal hier die Aufnahme auf meinem Handy.
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