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Liebe & Magie: Mathilda und die magischen Lichter

by Wolkenzauber - Traumreisen für Kinder | Nina Heck

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In dieser ruhigen Traumreise begleitet Ihr Kind Mathilda an einen ganz besonderen Ort: eine stille Wiese, verborgen hinter einem kleinen Weg, fern von allem, was den Tag schwer gemacht hat. Die ruhige Erzählweise, die klaren Bilder und die leise Magie der Szene helfen dabei, Anspannung loszulassen und den eigenen Gedanken Raum zu geben. Diese Traumreise eignet sich zum Einschlafen am Abend, zum Runterkommen nach einem aufregenden Tag, für Kinder, die sensibel auf Reize reagieren Empfohlen für Kinder ab dem Grundschulalter und alle Erwachsenen, die sich gerne verzaubern lassen. Musik von LullabiesByNature via Pixabay, andere Passagen mit KI-Unterstützung erstellt

Transkription

Es war später Nachmittag geworden.

Mathilda schob das Gartentor auf und ging den schmalen Weg hinauf.

Der Tag war anstrengend gewesen.

Die Lehrerin hatte geschimpft,

Weil sie beim Schreiben einen Tintenfleck in ihr Heft gemacht hatte.

Und dann hatte sie sich auch noch mit der Schere geschnitten.

Das Blut war auf ihre neue Hose getropft und zu Hause hatte sie sie sofort ausziehen müssen,

Weil ihre Mutter sie waschen wollte.

Alles war schiefgelaufen.

Alles war laut und anstrengend um sie herum.

Aber mit jedem Schritt auf dem Weg entfernte sie sich von all dem.

Denn der Weg führte sie an einen magischen Ort,

Den nur sie kannte.

Der Weg war ausgetreten,

Weich in der Mitte und ein wenig schief,

Weil er sich um die Wurzeln der alten Bäume bog.

Sie kannte jede Stelle.

Dort,

Wo der Weg eine kleine Kurve machte,

Blieb sie kurz stehen,

Wie immer,

Um die Schmetterlinge zu beobachten,

Die hier gemeinsam um bunte Blumen herumtanzten.

Nur für einen Moment,

Dann ging sie weiter.

Hinter der Kurve begann die Wiese.

Matilda trat zwischen die hohen Halme.

Sie rochen nach Sommer.

Ein paar von ihnen streiften ihr Gesicht.

Andere blieben an ihren Armen hängen.

Sie schob sie vorsichtig zur Seite und ging ein Stück in die Wiese hinein.

Dann setzte sie sich,

Ganz ohne Eile,

Und um sie herum wurde es ein wenig dunkler.

Die Halme verschluckten das Nachmittagslicht der Sonne und schafften einen gemütlichen,

Schattigen Platz.

Und dann ging es los.

In der Ferne erblickte sie die ersten Lichter.

Sie waren noch zaghaft und nicht richtig hell.

Bald schon aber leuchtete es auch um sie herum.

Die Lichter wurden immer mehr und sie schimmerten in einem warmen Gelb.

Matilda legte die Hände ins Gras.

Ein Licht lag dicht neben ihrem Handrücken,

Ein anderes weiter hinten,

Fast verborgen zwischen zwei Halmen.

Sie sah ihnen zu.

Mehr tat sie nicht.

Ein Wind ging über die Wiese,

So leicht,

Dass sich nur die Spitzen der Gräser bewegten.

Die Lichter blieben ruhig zwischen ihnen hängen oder schweben,

So genau vermochte Matilda das nicht zu sagen.

Sie zog die Beine an und legte ihre Arme darum.

Ihr Kinn ruhte auf ihren Knien.

Es war still.

Nicht ganz still,

Aber so,

Dass alles,

Was laut gewesen war,

Weit weg lag.

Matilda hob die Hand und strich langsam damit durch das Gras.

Die Halme neigten sich und richteten sich wieder auf.

Ein Licht lag jetzt ein kleines Stück näher bei ihr.

Matilda lächelte.

Sie legte sich auf den Rücken.

Über ihr war nur der Himmel.

Zwischen den Halmen schimmerten die Lichter.

Zwei.

Es waren viele.

Matilda blinzelte gegen das Licht.

Dann schloss sie die Augen.

Die Wiese trug sie.

Die Halme um sie herum bewegten sich leise,

Fast lautlos.

Und ganz nah um sie herum war dieses ruhige,

Magische Leuchten.

Als Matilda die Augen wieder öffnete,

War die Sonne ein Stück tiefer gesunken.

Sie setzte sich auf,

Strich ein paar Halme aus ihrem Haar und blieb noch einen Augenblick sitzen.

Dann stand sie auf,

Regte ihre Arme nach oben,

So weit sie konnte,

Als wolle sie die Sonne berühren,

Und gähnte laut.

So laut,

Dass sie ein wenig kichern musste.

Aber hier auf der Wiese,

Auf ihrer Wiese,

Da durfte sie das.

Da gab es keinen mahnenden Blick der Mutter.

Hier gab es nur Ruhe und Frieden und ein magisches Licht.

Es war ihr geheimer Platz,

An den sie auch morgen wieder zurückkehren würde.

Für heute aber war es genug.

Und ohne sich noch einmal umzudrehen,

Machte sich Matilda langsam auf den Weg nach Hause.

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