
Wenn Nervosität loslässt
Nervös zu sein bedeutet nicht, dass etwas falsch mit dir ist. Es bedeutet, dass du gerade nicht bei dir bist. Diese geführte Meditation bringt dich zurück. Nicht durch Ablenkung, nicht durch Unterdrückung — sondern durch stilles Ankommen im eigenen Körper und Atemraum. Unterlegt mit 396 Hz Solfeggio (für die Auflösung tief verwurzelter Anspannung) und 12 Hz Binaural Beats, die dein Nervensystem sanft in entspannte Wachheit führen — wach, aber ruhig. Was dich erwartet: Atemführung · Körperwahrnehmung · geführtes Loslassen · stille Präsenz Empfohlen bei: Prüfungsangst, Alltagsstress, innerer Unruhe, vor wichtigen Gesprächen oder als Abschluss eines vollen Tages. Kopfhörer empfohlen für die volle Wirkung der Binaural Beats.
Transkription
Schön,
Dass du dir diese Zeit nimmst.
Was auch immer gerade in deinem Kopf los war.
Du musst das jetzt nicht lösen.
Du musst nichts erledigen.
Du musst nirgendswohin.
Die nächsten Minuten gehören allein dir.
Finde eine Position,
In der du aufrecht sitzen kannst.
Auf einem Stuhl,
Auf dem Boden,
Egal wo.
Wichtig ist nur,
Die Wirbelsäule aufrecht.
Der Rest darf loslassen.
Lege deine Hände locker auf die Oberschenkel.
Handflächen nach oben.
Schließe die Augen und richte deinen Blick so,
Als würdest du auf einen Berggipfel gucken.
Nimm jetzt einfach wahr,
Wo du bist.
Nicht beurteilen,
Nur wahrnehmen.
Wie fühlt sich dein Körper gerade an?
Angespannt?
Müde?
Unruhig?
Schwer?
Was auch immer da ist.
Es darf da sein.
Du musst heute nichts wegdrücken.
Richte deine Aufmerksamkeit jetzt auf deinen Atem.
Nicht verändern.
Nicht tiefer atmen als normal,
Einfach nur beobachten,
Was schon da ist.
Wo spürst du den Atem am deutlichsten?
Vielleicht an der Nasenspitze,
Wie die Luft ein- und ausströmt.
Vielleicht im Brustkorb,
Der sich hebt und senkt.
Vielleicht im Bauch.
Bleibt einfach bei diesem Gefühl.
Wenn deine Gedanken abschweifen und das werden sie,
Ist das vollkommen normal.
Das Nervensystem,
Das wir heute beruhigen wollen,
Ist genau dafür bekannt.
Wenn du merkst,
Dass du abgeschweift bist,
Kein Ärger,
Kein Urteil,
Einfach zurückkommen zum Atem.
Einatmen.
Ausatmen.
Noch einmal etwas tiefer diesmal.
Und loslassen.
Wir reisen jetzt langsam durch deinen Körper,
Von unten nach oben.
Keine Analyse,
Nur Aufmerksamkeit.
Wie ein warmes Licht,
Das du nacheinander durch jeden Teil deines Körpers schickst.
Beginne mit deinen Füßen.
Spür den Kontakt mit dem Boden oder mit deinen Schuhen.
Weiter zu den Unterschenkeln,
Den Knien.
Gibt es dort Spannung?
Lass sie einfach da sein.
Die Oberschenkel,
Das Becken,
Der Sitz.
Wo trägst du gerade Gewicht?
Der Bauch.
Viele Menschen halten hier unbewusst Spannung.
Wenn du das merkst,
Kein Effort nötig.
Einfach ein bisschen mehr Raum geben.
Der Brustkorb,
Das Herz,
Wie fühlt sich dieser Bereich gerade an?
Die Schultern,
Sind sie hochgezogen?
Lass sie mit dem nächsten Ausatmen einfach ein kleines Stück sinken.
Der Nacken.
Der Hinterkopf.
Das Gesicht.
Oft spannt sich das Gesicht an,
Ohne dass wir es merken.
Die Stirn.
Der Kiefer,
Der Bereich um die Augen.
Wenn du magst,
Löse jetzt den Kiefer ganz leicht.
Lass die Zähne einen Millimeter auseinander gehen.
Jetzt kommen wir zu dem Teil,
Der deinem Nervensystem am direktesten helfen wird.
Eine einfache Übung,
Aber unterschätze sie nicht.
Wir atmen jetzt gemeinsam tief ein und während du einatmest,
Spanne deinen ganzen Körper an.
Hände,
Arme,
Bauch,
Beine.
Alles gleichzeitig.
Einatmen und anspannen.
Halte kurz.
Und jetzt ausatmen und alles ganz langsam loslassen.
Wie eine Welle,
Die von dir wegströmt.
Spür den Unterschied,
Den Kontrast zwischen Anspannung und dem,
Was jetzt da ist.
Noch einmal.
Einatmen,
Anspannen.
Hände,
Arme,
Schultern,
Bauch,
Gesicht,
Alles.
Und loslassen.
Ausatmen.
Und alles wie eine Welle von dir weggehen lassen und entspannen.
Dein Nervensystem lernt durch diesen Kontrast.
Erinnert sich,
Wie sich Entspannung anfühlt.
Das ist keine Metapher.
Das ist Physiologie.
Ein letztes Mal,
Diesmal noch bewusster.
Einatmen,
Anspannen und stell dir dabei vor,
Wie du all die Unruhe,
Alle Gedanken,
Allen Druck des Tages in diese Anspannung packst.
Und jetzt,
Lass alles los.
Ausatmen.
Komplett.
Stell dir vor,
Wie all diese Anspannung,
Alles was du reingepackt hast,
Sich von dir zurückzieht.
Ganz sanft.
Wie eine Welle,
Die sich vom Festland zurückzieht.
Bleib jetzt einfach hier.
Nichts tun.
Nichts erreichen.
Nur da sein.
Wenn Gedanken kommen,
Und sie werden kommen,
Stell dir vor,
Du sitzt am Ufer eines Flusses.
Die Gedanken sind Blätter,
Die am Wasser vorbei treiben.
Du musst ihnen nicht folgen,
Du sitzt am Ufer.
Vielleicht ist er jetzt ein kleines bisschen mehr stiller als vorhin.
Vielleicht auch nicht.
Beides ist in Ordnung.
Ruhig zu sein bedeutet nicht,
Keine Gedanken zu haben.
Es bedeutet,
Nicht von ihnen mitgerissen zu werden.
Beginne jetzt langsam wieder mehr Aufmerksamkeit in deinen Körper zu bringen.
Spür wieder den Kontakt mit dem Stuhl oder dem Boden,
Die Schwere deines Körpers.
Bewege vorsichtig die Finger,
Die Zehen.
Atme einmal tief durch.
Wenn du bereit bist,
Öffne langsam die Augen.
Ich lasse dich heute mit einem Gedanken raus,
Den ich selbst immer wieder hilfreich finde.
Du bist nicht deine Gedanken.
Du bist nicht deine Nervosität.
Du bist das stille Bewusstsein,
Das alles wahrnimmt.
Das war heute hier und das ist immer hier.
Danke,
Dass du dir diese Zeit gegönnt hast.
Bis zum nächsten Mal.
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