
Was Ist Trauma? Warum Der Körper Sich Erinnert
Trauma zeigt sich nicht immer als Erinnerung. Oft zeigt es sich als Reaktion – wir reagieren zu stark, zu schnell, immer wieder auf dasselbe. In diesem kurzen Video unterscheide ich zwischen Schocktrauma und Entwicklungstrauma und erkläre, warum sich beides nicht nur im Kopf, sondern auf Zellebene abspeichert. Du erfährst, warum dein Körper sich erinnert, auch wenn du es nicht mehr tust – und warum unsere alten Überlebensstrategien meist genau das wiederholen, was Trauma im Kern ist: Abtrennung. Der Weg zurück führt nicht über den Verstand, sondern durch den Körper. Bitte beachte: Dieser Inhalt dient der Information und ersetzt keine professionelle therapeutische Begleitung. Da das Thema Trauma sensibel ist, achte bitte gut auf dich.
Transkription
Was ist ein Trauma und warum erinnert sich der Körper?
Ich bringe das mal mit meinem eigenen Beispiel.
Ein Trauma ist ja im Grunde eine schwere Wunde,
Die sehr tief geht.
Bei mir war das,
Mit vier Jahren bin ich ins Kinderheim gekommen,
Weil meine Mutter gestorben ist.
Mit den ganzen Geschwistern sind wir ins Kinderheim gekommen.
Das ist ein Schocktrauma,
Also etwas sehr Intensives,
Wo wir überwältigt werden,
Plötzlich.
Dann gibt es das Entwicklungstrauma,
Als mein Vater wieder neu geheiratet hat.
Gab es die Stiefmutter.
Und das war eine schwierige Beziehung für mich,
Weil sie sehr,
Sehr streng war und so gut wie keinen Körperkontakt zugelassen hat.
Das ist also nicht etwas,
Was so plötzlich mit einem Moment geschieht,
Sondern was so schleichend im Hintergrund passiert.
Das ist ein Entwicklungstrauma,
Auch ein Schmerz.
Was dann in der Seele passiert ist,
Dass das nicht nur im Kopf abgespeichert wird,
Sondern als ein Gefühl auf der Zellebene.
Das fühlen wir.
Bei mir war es das Gefühl von Einsamkeit,
Verlorenheit und ein Satz,
Der sich gebildet hat,
Ich muss es alleine schaffen.
Man nennt das dann ein Überlebensmuster,
Also eine Überlebensstrategie.
Die Seele guckt,
Wie kann ich überleben und baut dann bestimmte Stärken aus.
Das war bei mir einmal,
Ich muss es alleine schaffen,
Eine große Schaffenskraft und auch eine intellektuelle Ausbildung.
Ich habe dann studiert und habe meinen Verstand ausgebildet.
Das ist alles gar nicht schlecht.
Damit können wir in der ersten Lebenshälfte auch viel erreichen.
Aber wir kommen immer wieder an die Grenzen,
Besonders in der zweiten Lebenshälfte merkt unsere Seele,
Da will noch etwas integriert werden.
Ich bringe auch dazu ein Beispiel,
Der Intellekt.
Eine gute Sache,
Aber in Konflikten und in Beziehungen habe ich gemerkt,
Da gibt es eine Begrenzung.
In meiner Partnerschaft gab es immer wieder Konflikte,
Bis heute.
Aber was ich früher mehr gemacht habe,
Ist,
Ich bin in meine alte Stärke gegangen,
In mein Intellekt.
Also wenn es ein Konflikt mit Susanne gab,
Dann habe ich sehr schnell und intensiv argumentiert.
Also ich bin mit der Energie hoch in den Kopf gegangen.
Und war nicht verbunden,
Nicht verbunden mit meinem Körper,
Mit dem,
Was ich gefühlt habe.
Und irgendwann habe ich so stark Kontakt zu meinem Körper bekommen über Nervensystemregulierung,
Körperarbeit,
Dass ich auch meine Wut gespürt habe.
Und die Gefühle,
Diese dunklen Gefühle,
Die ich nicht wahrhaben wollte,
Die habe ich mehr in die Beziehung eingebracht und habe die Rückmeldung bekommen,
Jetzt spüre ich dich,
Auch deine Wut.
Also ja,
Auch zu anstrengenden,
Dunklen Gefühlen zu finden,
Über die Körperarbeit,
Über das Nervensystem regulieren,
Hilft enorm,
Dass ich Verbindung mit mir aufbauen kann und Verbindung mit anderen Menschen.
Wenn du damit beginnen willst,
Würde ich dir den Tipp geben,
Dann fang mal mit dem Atem an,
Tiefer und bewusster zu atmen.
Deinen Körper mehr wahrzunehmen.
Dafür gibt es hier auf Instagram viele,
Viele gute Kurse,
Übungen und Meditationen.
Ich wünsche dir viel Mut auf deiner Reise.
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