
Trauer liebevoll umarmen – Meditation bei Verlust durch Tod
Mit dieser Meditation möchte ich dir in Zeiten der Trauer einen Moment der Ruhe und Verbundenheit schenken. Wenn wir von jemandem Abschied nehmen müssen, braucht es manchmal nicht viele Worte. Manchmal braucht es einfach einen bewussten Moment der Stille, um sich seiner selbst zuzuwenden und sich selbst Raum für seine Gefühle und Gedanken zu geben.
Transkription
Schön,
Dass du hier bist.
Mein Name ist Annika und mit dieser Meditation möchte ich dir in Zeiten der Trauer einen Moment der Ruhe und Verbundenheit schenken.
Finde hierfür eine aufrechte und bequeme Sitzposition.
Lege deine Hände locker auf deine Oberschenkel oder in deinen Schoß und dann schließe deine Augen.
Komme langsam in deinem Körper an.
Spüre die Verbindung zur Unterlage.
Lasse dich vertrauensvoll von ihr tragen.
Nimm wahr,
Wie sich dein Körper in diesem Moment anfühlt.
Beobachte auch eventuelle Gedanken,
Die wie Wellen des Ozeans kommen und wieder gehen.
Fokussiere dich nun auf deinen Atem.
Er fließt in dich hinein und wieder hinaus.
Dein Brustkorb hebt und senkt sich im selben Rhythmus.
Sei für einen Moment einfach der stille Beobachter.
Verbinde dich mit deinem Atem.
Verbinde dich mit dem Hier und Jetzt.
Verbinde dich mit dir.
Atme ein.
Atme aus.
Und so,
Wie sich dein Atem in Zyklen bewegt,
Bewegt sich unsere gesamte Welt in Zyklen.
Uns begegnen Zeiten der Freude und Zeiten des Schmerzes.
Wir weinen Tränen des Glückes und Tränen der Trauer.
Und wenn wir von jemandem Abschied nehmen müssen,
Braucht es manchmal nicht viele Worte.
Manchmal braucht es einfach einen bewussten Moment der Stille,
Um sich seiner selbst zuzuwenden.
Um sich selbst Raum für seine Gefühle und Gedanken zu schenken.
Atme ruhig und sanft in deinen Herzraum hinein.
Verbinde dich mit deinen Gefühlen,
Die in diesem Moment präsent sind.
Erlaube ihnen da zu sein.
Umarme liebevoll,
Was jetzt deine Aufmerksamkeit möchte.
Und mache dir bewusst,
Dass alles,
Was du fühlst,
Natürlich ist.
Atme ein.
Atme aus.
Und stelle dir nun vor,
Dass ein warmes,
Strahlendes Licht deinem Herzen entspringt.
Es erfüllt dich mit Liebe und Geborgenheit.
Mit Mitgefühl und Frieden.
Und es dehnt sich ganz langsam in deinem Brustraum aus.
Es wird größer.
Immer größer.
Es fließt in jede Körperzelle und schließlich über deine Körpergrenzen aus dir hinaus.
Öffne dein Herz und berühre mit deinem Licht der Liebe nun all die Menschen dieser Erde,
Die in diesem Moment wie du um eine geliebte Seele trauern.
Sieh all die Menschen.
Verbinde dich mitfühlend und sanft mit ihnen.
Und spüre,
Dass du mit deinen Gedanken und Gefühlen nicht allein bist.
Du bist nicht allein.
Sei liebevoll und sanftmütig mit dir.
Erlaube dir,
Eventuelle Selbstvorwürfe loszulassen.
Vergib dir.
Denn du hast,
Wie jeder Mensch,
Immer dein Bestes gegeben.
Erlaube dir zu weinen,
Wenn die Trauer dich berührt.
Erlaube dir zu lachen,
Wenn Freude dich umarmt.
Und schenke dir täglich bewusste Momente der Dankbarkeit.
Dankbarkeit für Erinnerungen,
Die dir niemand mehr nehmen kann.
Dankbarkeit für gemeinsame Momente des Glückes.
Dankbarkeit dafür,
Dass eure Herzen auch über den Tod hinaus für immer miteinander verbunden bleiben werden.
Atme ruhig und gleichmäßig.
Spüre das warme Licht der Liebe in dir.
Schenke dir Raum zum Sein.
Und lausche den nun folgenden Worten,
Die einst ein Lakota-Indianer schrieb.
Ich steh nicht weinend an meinem Grab,
Ich bin nicht dort unten,
Ich schlafe nicht.
Ich bin tausend Winde,
Die wehen,
Ich bin das Glitzern der Sonne im Schnee,
Ich bin das Sonnenlicht auf reifem Korn,
Ich bin der sanfte Regen im Herbst.
Wenn du erwachst in der Morgenfrühe,
Bin ich das schnelle Aufsteigen der Vögel im kreisenden Flug,
Ich bin das sanfte Sternenlicht in der Nacht.
Steh nicht weinend an meinem Grab,
Ich bin nicht dort unten,
Ich schlafe nicht.
Du kannst mich nur nicht mehr sehen,
Nicht mehr berühren,
Aber ich werde immer da sein,
Egal wo du bist.
Werde der Wind sein,
Der zärtlich durch dein Haar streicht,
Der Regen,
Der sanft deine Haut berührt,
Der Regenbogen am Horizont,
Der dir die schönsten Farben schenkt,
Die Sonne,
Die dich wärmt und mit dir lacht,
Der Duft von Sommer,
Den du einatmest,
Die Erde,
Auf der du gehst,
Die Nacht,
In der ich für dich die Sterne erstrahlen lasse,
Der Tag,
Der dir tausend Überraschungen bringt,
Die Hoffnung,
Die dich trägt,
Wenn du traurig bist,
Dieses Gefühl,
Was in dir ist,
Wenn du glücklich bist.
Du kannst mit mir reden,
Ich werde dich immer hören,
Oder einfach weinen,
Dann nehme ich dich in meinen Arm und du wirst dich frei fühlen.
Ich werde über deinen Schlaf wachen und dir wundervolle Träume schenken.
Du brauchst keine Angst haben,
Wenn du daran glaubst,
Du bist niemals allein,
Weil ich immer da sein werde,
Wenn du an mich denkst,
So wie ich an dich denke.
Nun nimm noch ein paar bewusste,
Lange und tiefe Atemzüge.
Atme ein,
Atme aus,
Atme ein und aus.
Dann spüre langsam wieder deinen Körper,
Die Verbindung zur Unterlage,
Die Luft auf deiner Haut und beginne langsam deinen Körper zu bewegen,
Deine Hände und Füße,
Deine Arme und Beine.
Vielleicht möchtest du dir selbst eine Umarmung schenken,
Hör auf dein Gefühl,
Bewege langsam und achtsam deinen gesamten Körper und dann bringe die Handflächen vor deinem Herzen zusammen.
Bedanke dich bei dir selbst für diesen Moment der Ruhe,
Liebe und Verbundenheit und wenn du soweit bist,
Öffne langsam wieder deine Augen.
Ich schicke dir viel Licht und Liebe.
Namaste,
Deine Annika
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.9 (220)
Neueste Bewertungen
More from Anika Henkelmann
Ähnliche Meditationen
Trusted by 36 million people. It's free.

Get the app
