
Bergmeditation für Stabilität & Klarheit
Die Bergmeditation nach Jon Kabat-Zinn, dem Gründer der MBSR-Methode, ist eine angeleitete Meditation für Stabilität & Klarheit, um unabhängig von äußeren Umständen zur inneren Mitte und Ruhe zu finden.
Transkription
Du hörst nun die Anleitung zu einer Bergmeditation.
Die Meditation dauert etwa 20 Minuten.
Nimm eine entspannte und zugleich würdevolle Position im Sitzen ein,
Aufgerichtet und stabil.
Wenn es für dich passt,
Schließe nun die Augen,
Die Aufmerksamkeit zunächst auf die Atmung zu lenken.
Wenn du merkst,
Dass die Augen gerade nicht geschlossen bleiben wollen,
Kannst du den Blick einfach vor dir auf den Boden richten und den Blick weich werden lassen.
In dieser sitzenden Haltung anzukommen,
Die Atmung zu spüren,
Die ein- und ausfließt.
Und dann lasse vor deinem geistigen Auge das Bild eines Berges entstehen.
Ein Berg,
Dessen Form dich besonders anspricht,
Den du vielleicht kennst,
Dem du vielleicht gehört hast oder der jetzt deiner Fantasie entspringt.
Dich innerlich auf diese Idee eines Berges einzustimmen und einzulassen.
Diesen Berg vor deinem inneren Auge wahrhaftig zu sehen,
Den zu spüren.
Vielleicht kannst du dir seiner massiven Form bewusst werden,
Des aufragenden Gipfels,
Dem tief in der Erdkruste verwachsenen Fuß,
Die Steilhänge oder vielleicht sanft abfallende Bergflanken,
Die den Berg in Ruhe anzuschauen.
Wahrzunehmen,
Wie massiv er ist,
Unbewegt,
Sowohl aus der Ferne als auch aus der Nähe.
Einzigartigkeit der Form.
Zu sitzen mit diesem Bild vor deinem geistigen Auge.
Jetzt.
Diesem Augenblick.
Hier.
Und wenn es für dich passt und du bereit bist,
Dann schau ob du den Berg in seiner Form in deinen eigenen Körper versetzen kannst.
Quasi mit ihm zu verschmelzen.
Sodass dein sitzender Körper und der Berg vor deinem inneren Auge eins werden können.
Sitzen wie ein Berg.
Würdevoll und still.
Den Kopf zum hoch aufragenden Gipfel werden zu lassen.
Die Schultern und Arme zu den Bergflanken.
Das Gesäß und die Beine werden zur soliden Basis,
Die auf dem Boden verwurzelt ist.
Im Körper dieses Gefühl des Emporstriebens.
In deiner Wirbelsäule.
Aufgerichtet.
Gelassen.
Und so wie du jetzt hier sitzt,
Mit jedem Atemzug ein bisschen mehr zu diesem Berg zu werden.
Unerschütterlich in deiner Stille.
Ganz und gar was du bist.
Eine unerschütterliche Präsenz.
Tag ein Tag aus verharte Berg in unerschütterlicher Ruhe.
Während die Sonne über den Himmel wandert,
Licht,
Schatten,
Farben und das Wetter sich ständig verändern.
Wie auf die Nacht der Tag folgt.
Auf den Tag die Nacht.
Der Berg diesen ständigen Wandel einfach in Ruhe betrachtet,
Verweilt und immer er selbst bleibt.
Während die Jahreszeiten ineinander übergehen und das Wetter von Tag zu Tag und von Augenblick zu Augenblick wechselt,
Bleibt der Berg immer derselbe.
Einfach nur sitzen.
Es gibt nichts zu tun.
Nichts zu organisieren.
Gedanken dürfen kommen und gehen,
Wenn du merkst,
Dass du abgelenkt bist.
Du vielleicht am Planen bist oder da vielleicht Erinnerungen sind oder Entscheidungen die anstehen.
Aus der Gedankenwelt.
Wieder zurück in diesen Moment.
In die sitzende Haltung.
Sitzen wie ein Berg.
Von äußeren Umständen unberührt.
Unberührt von oberflächlichen Geschehnissen.
Unberührt von der Welt der Erscheinung.
Eine Präsenz,
Die alle Veränderungen überdauert.
Immer wieder zurückkommen in diesen Moment.
Aufmerksamkeit zur sitzenden Haltung.
Immer wieder das Bild des Berges im Körper zu verinnerlichen.
Stabilität zu spüren.
Unerschütterlichkeit zu spüren.
Dich immer wieder in die volle Größe zu bringen.
Im vorstrebende Gipfel.
Die Verwurzelung mit dem Boden.
Und wenn wir sitzen und meditieren,
Können wir trotz der ständigen Veränderung in unserem eigenen Leben die gleiche unerschütterliche Stille und ein Gefühl des Verwurzelteins verkörpern.
Mit einem solchen Gefühl und einer solchen Stabilität,
Dem Bild des Berges vor unserem geistigen Auge,
Können wir allen Dingen gegenüber,
Die sich in unserem Leben ständig verändern,
Die gleiche unbeirrbare Ruhe entgegenbringen.
In gleicher Weise verwurzelt sein.
Wenn du merkst,
Dass da Gedanken sind.
Wenn du merkst,
Dass du gerade nicht mehr in diesem Augenblick bist.
In einer ganz freundlichen Haltung.
Geduldig mit dir selbst.
Verständnisvoll.
Dich freundlich einzuladen.
Wieder zurückzukommen.
Dich wieder niederzulassen.
In diesem Moment.
Immer wieder diese Stabilität reinzuspüren.
Das Bild des Berges.
Das Wetter,
Das vorüberzieht.
Das sich verändert.
Es zu beobachten.
Dann ziehen Gedanken vorbei.
Tauchen Gefühle auf und vergehen wieder.
Atmung,
Die kommt und geht.
Vielleicht Körperempfindungen,
Die sich melden.
Kann sein,
Dass du sie bewertest in angenehm oder unangenehm.
In möchte ich gerne so haben oder vielleicht Widerstände spürst.
Gegen etwas,
Was anders ist,
Als du es gerne hättest.
Und das alles zu betrachten.
Der Berg,
Der das Wetter vorbeiziehen lässt.
Ganz unbeeindruckt.
Die beobachtende Haltung einzunehmen.
Sowohl in unserem Leben,
Wie auch in der Meditation,
Erfahren wir ununterbrochen die veränderliche Natur unseres Geistes,
Unseres Körpers,
Der äußeren Welt.
In der äußeren,
Wie auch in der inneren Welt,
In unserem Geist,
Erleben wir Stürme unterschiedlicher Intensität.
Starke Böen vielleicht beuteln uns.
Kälte und Regen begegnen uns.
Wir haben vielleicht dunkle und schmerzvolle Zeiten auszuhalten.
Und erfahren Augenblicke intensiver Freude.
Erhabene Augenblicke voller Hingabe.
Das zu beobachten,
Was taucht gerade in dir auf?
Welche Qualität hat das,
Was du spürst oder was du gerade denkst?
Welche Stimmung gibt es?
Sitzen und atmen.
Und beobachten,
Was auftaucht und was weiterzieht.
Was kürzer verweilt,
Was länger verweilt.
Wir können uns mit der Kraft und Festigkeit der Augenblicken Wir können uns mit der Kraft und Festigkeit des Berges verbinden und sie uns aneignen,
Indem wir in der Meditation immer wieder zum Berg werden.
Wir können seine Energie dazu nutzen,
Um unser Bemühen,
Jeden Augenblick achtsam,
Ausgeglichen und klar zu begegnen,
Kraft zu verleihen.
Dabei mag die Überlegung nützlich sein,
Dass es sich mit all unseren Sorgen und Gedanken und Gefühlen und Krisen,
Mit allem,
Was uns zustößt,
Nicht anders verhält,
Als mit dem ständig sich verändernden Wetter am Berg.
Und das Wetter in unserem Leben sollte weder ignoriert noch geleugnet werden.
Wenn wir nicht in diesem Wetter umkommen wollen,
Müssen wir uns ihm stellen,
Es respektieren,
Reinspüren.
Es bewusst als das erkennen,
Was es ist.
Und eignen wir uns die Eigenschaften des Berges an,
So kann uns nichts mehr grundlegend erschüttern.
So beginnen die Dinge anzunehmen,
So wie sie kommen und so wie sie bleiben und so wie sie gehen.
Würdevoll,
Gelassen,
Fest verwurzelt in deinem Leben.
Und so ermöglichst du dir inmitten aller Stürme die Erfahrung von innerer Ruhe,
Gelassenheit,
Weisheit,
Die tiefer sind,
Als du je für möglich gehalten hättest,
Inmitten all der tosenden Stürme des Lebens.
Und dieses Bild des Berges kannst du von Zeit zu Zeit,
Immer dann,
Wenn du seine Eigenschaften benötigst,
In einer Meditation wieder erleben.
Auch im Alltag,
Für kurze Momente,
Die Innenschau zu aktivieren,
Stabilität zu spüren.
Und so kannst du immer wieder zu diesem Berg werden.
Sitzen wie ein Berg,
Achtsam,
Würdevoll,
Präsent,
Tief verwurzelt und stabil.
Und dich allmählich darauf einzustellen,
Die Übung zu beenden,
Die Bilder des Berges sich langsam zurückziehen zu lassen,
Die Aufmerksamkeit zur Atmung zu lenken,
Einzuatmen,
Auszuatmen.
Und wenn du dann soweit bist,
Allmählich die Augen zu öffnen,
Behutsam und dich im Raum zu orientieren.
Vertraue und glaube,
Es hilft,
Es heilt die göttliche Kraft!
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