
Sitzmeditation: Gefühle und Gedanken annehmen und loslassen
by Frank
Sitzmeditation mit Fokus in der ersten Hälfte auf Gefühle und in der zweiten Hälfte auf Gedanken.
Transkription
Für die nächsten 15 Minuten wirst du nun durch eine Sitzmeditation begleitet.
In dieser Meditation geht es darum,
Alle Wahrnehmungen in jedem einzelnen Moment zuzulassen,
Anzunehmen und wieder loszulassen,
Egal ob diese Wahrnehmungen angenehm,
Unangenehm oder neutral sind.
Eine aufrechte,
Würdevolle und entspannte Haltung einnehmen,
Die Du in Ruhe beibehalten kannst.
Die Hände auf die Knie,
Oberschenkel oder ineinandergelegt im Schoß ruhen lassen.
Die Wirbelsäule ist aufgerichtet,
Als wenn die Wirbel wie ein Stapel Münzen aufeinander geschichtet ruhen.
Der Kopf ist aufgerichtet,
Als würde ein feiner Faden im Hinterkopf nach oben ziehen,
Dadurch sinkt das Kinn ein wenig in Richtung der Brust.
Die Augen sind sanft geschlossen oder ruhen ohne Fokus auf einem Punkt vor Dir.
Die Sitzfläche und ihren beständigen Kontakt zu Dir spüren.
Die sanfte Anziehungskraft der Erde,
Die Dich hält und trägt,
Wahrnehmen.
Vielleicht letzte Korrekturen vornehmen,
An der Haltung des Körpers oder der Hände oder am Sitz der Kleidung.
Während der ganzen Sitzmeditation besteht die Freiheit,
Die Haltung zu ändern,
Wenn dies nötig ist.
Nun die Aufmerksamkeit auf die Gefühle lenken.
Moment für Moment wahrnehmen,
Welche Gefühle,
Emotionen und Stimmungen in Dir sind.
Es genügt zu bemerken,
Ob eine positive und annehmende,
Negative und ablehnende oder neutrale Stimmung da ist.
Alle Gefühle neugierig,
Offen und wohlwollend zulassen,
Annehmen und da sein lassen oder gehen lassen,
So wie diese es möchten.
Ganz durchlässig sein für alle Gefühle.
Und auch wenn da keine Gefühle sind,
Dies ebenfalls nur wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
Sollten Deine Gedanken sich mit Deinen Gefühlen oder anderen Dingen beschäftigen,
Diese Gedanken fallen lassen und mit der ganzen Aufmerksamkeit im Atem und in den Gefühlen verweilen.
Gefühle,
Emotionen,
Stimmungen.
Nun die Aufmerksamkeit auf die Gedanken lenken.
Moment für Moment wahrnehmen,
Ob Gedanken entstehen,
Sich aneinanderreihen und wieder vergehen.
Nur neutraler Zeuge und Beobachter des Denkens und der Gedanken sein.
Auch Pausen des Denkens,
Die Stille zwischen den Gedanken,
Bewusst wahrnehmen.
Ganz durchlässig sein für alle Gedanken,
Die Gedanken aufsteigen lassen und wieder loslassen.
Sollte der Inhalt Deiner Gedanken Dich beschäftigen,
Fesseln und davontragen,
Diese Gedanken fallen lassen und zur reinen Beobachtung Deines Denkens in jedem einzelnen Moment zurückkehren.
Gedanken kommen und gehen.
Wenn die formale Sitzmeditation gleich endet,
Bleibe auch im Übergang zum Alltag und danach ein aufmerksamer Beobachter,
Offen,
Frei von schnellen Bewertungen und in Verbundenheit mit dem Jetzt.
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