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Atem-Meditation

by Achim Blackstein

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4.1
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Meditation
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Dies ist eine ruhige Atem-Meditation ohne Hintergrundmusik. Lass deinen Atem dafür im eigenen Rhythmus fließen — ebenso, wie er kommt und geht. Deine Aufmerksamkeit wandert durch deinen Körper und dessen Empfindungen. Deine Sitzhaltung sollte aufrecht, entspannt, aber würdevoll sein.

Transkription

Herzlich willkommen zur Atemmeditation.

Nimm auf deiner Meditationsbank,

Dem Meditationskissen oder einem Stuhl Platz und komme auf deiner Sitzunterlage langsam an.

Lasse dabei deinen Atem fließen im eigenen Rhythmus ein und aus,

So wie er kommt und geht und wandere mit deiner Aufmerksamkeit einmal durch deinen Körper,

Von den Füßen bis zum Kopf und vom Kopf zurück zu deinen Füßen und spüre nach,

Wie du gerade sitzt auf deiner Unterlage,

Wie dein Körper diese Unterlage und den Boden darunter berührt.

Vielleicht sitzt du auf einem Teppich und deine Knie,

Deine Knöchel oder deine Füße drücken in diesen Teppich hinein.

Vielleicht sitzt du auf einem Stuhl und spürst,

Wie deine Oberschenkel und dein Gesäß sitzen.

Nimm wahr,

Was du spürst und lass in diesem Wahrnehmen deinen Atem fließen ein und aus,

Im ganz eigenen Rhythmus,

So wie er kommt und geht.

Sitze aufrecht,

Entspannt,

Aber würdevoll und wenn ich gleich die Klangschale anschlage,

Dann lasse dich von diesem vergehenden Ton hineinnehmen in die Atemmeditation.

Atme ein und aus.

Du darfst sitzen auf deiner Unterlage,

Auf deinem Stuhl.

Du darfst sitzen und musst nichts mehr tun in diesem Moment.

Deine Füße und Beine müssen dich nicht mehr tragen.

Deine Hände dürfen auf deinen Oberschenkeln oder in deinem Schoß ruhen und sie müssen nichts mehr arbeiten,

Nichts mehr halten,

Nichts mehr leisten.

Du folgst mit deiner Aufmerksamkeit deinem Atem.

Nimm wahr,

Wie du atmest,

Wie dein Körper sich verändert beim Einatmen,

Genauso wie beim Ausatmen.

Spüre nach,

Wie deine Brust sich weitet,

Auch dein Rücken weit wird,

Deine Seiten ebenso und auch dein Bauch sich beim Einatmen mit Luft füllt.

Und nimm wahr,

Wie all das wieder zurückgeht,

Wenn du ausatmest und die Luft deinen Körper verlässt.

Lasse deinen Atem fließen ein und aus und bewundere,

Wie das Atmen von alleine geht.

Einfach so.

Ein echtes Wunder.

Die Luft strömt in dich hinein und aus dir heraus und ohne große weitere Anstrengung strömt einfach neue Luft in dich hinein und wieder hinaus.

Und so wandere mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Einatmen.

Spüre nach,

Wie die Luft in dich hinein strömt und vielleicht merkst du,

Wenn du durch die Nase oder den Mund einatmest,

Wo die Luft zum allerersten Mal deinen Körper trifft.

Vielleicht an deiner Nasenspitze oder irgendwo in deiner Nase.

Vielleicht bei der Mundatmung an deinen Lippen,

Den Zähnen oder der Zunge.

Folge diesem Einatmen,

So als wenn du einem Luftmolekül auf der Spur bleibst.

Nimm wahr,

Wie die Luft von deiner Nase über deinen Rachen die Luftröhre hinein strömt in deine Lunge,

Deinen Bauch,

Deinen gesamten Oberkörper.

Und genieße dieses Gefülltwerden von frischer Luft und nimm mit deiner Aufmerksamkeit dann wahr,

Wie die Luft auch wieder deinen Körper verlässt,

So als wenn du ein Luftmolekül begleitest aus dem Weg nach draußen.

Hinaus aus deinem Bauch und deiner Brust.

Hinaus aus der Lunge über die Luftröhre,

Den Rachen,

Die Nase oder den Mund.

Hinaus in deinen Raum,

In dem du dich befindest.

Nimm wahr,

Wie es sich anfühlt,

Diese Reise der Luft in deinen Körper und aus ihm heraus.

Und lasse in all diesem deinen Atem fließen.

Ein und aus.

Und vielleicht kannst du mit deiner Aufmerksamkeit auch diese kleine Pause,

Diese Lücke wahrnehmen zwischen Ausatmen und erneutem Einatmen.

Dieser Moment,

Wenn alles ruht.

Spüre ihm nach.

Wie fühlt es sich an in dieser Zeit,

Wo du nicht atmest.

Und wie ist es dann,

Wenn dieser Impuls wiederkommt,

Deinen Körper durchströmt und du neue Luft einsaugst und wieder hineingerätst in diesen Atemrhythmus bis zur nächsten Pause,

Wo wieder Ruhe ist.

Spüre deinem Atem nach,

Dem Einatmen und dem Ausatmen und dieser Pause dazwischen.

Gut,

Dass du atmen kannst.

Und so genieße jeden Atemzug.

Und wenn ich gleich die Klangschale anschlage,

Dann höre ihr nach,

Bis der Ton verklungen ist.

Und komme dann zurück in deinen Raum,

Öffne deine Augen,

Komme in Bewegung,

Aktiviere dich durch Strecken und Recken,

Vielleicht magst du deine Hände ein bisschen bewegen,

Die Arme über den Kopf zur Zimmerdecke strecken,

Vielleicht sogar aufstehen.

Denn allem darf dein Atem fließen,

Ein und aus,

Im ganz eigenen Rhythmus.

Danke,

Dass du mit Bohece 17 meditiert hast.

4.1 (42)

Neueste Bewertungen

Victoria

February 16, 2019

"Gut, dass du atmen kannst." Bringt mich fast zum weinen. Großartig. Danke!

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